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Tierheim Chemnitz
Pfarrhübel 80
09125 Chemnitz

Tel. 0371 / 52 12 555
Fax. 0371 / 54 30 237

tierheim-chemnitz@
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Öffnungszeiten

Di / Do / Fr
Sommer: 13 - 18 Uhr
Winter:    13 - 17 Uhr

Sa
13 - 16 Uhr

Mo/Mi/So/Feiertage
für Besucher geschlossen

Außerhalb dieser Zeiten ist
es den Mitarbeitern nur in Ausnahmefällen möglich, Führungen oder Vermittlung zu realisieren.

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Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. Sparkasse Chemnitz
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DE37870500003525001095 BIC:
CHEKDE81XXX

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Was tun, wenn Sie Ihr Tier vermissen?
Sollte Ihnen Ihr Tier entlaufen oder weggekommen sein, melden Sie sich auf jeden Fall im zuständigen Tierheim. Aufgefundene Tiere werden in der Regel ins Tierheim gebracht und warten dort auf ihre Abholung. Hilfreich ist es grundsätzlich, wenn man sein Tier kennzeichnen und registrieren lässt. Die Kennzeichnung kann bei allen Tieren durch einen Mikrochip oder durch eine Tätowierung geschehen. In beiden Fällen erhält das Tier eine laufende Nummer. Das allein reicht aber nicht aus, um das Tier erfolgreich an seine Besitzer zurückvermitteln zu können. Dazu muss das Tier auch registriert sein, zum Beispiel beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-dein-tier.de).

Egal ob Ihr Tier gekennzeichnet ist oder nicht, sollten Sie auf jeden Fall Suchplakate in der Umgebung verteilen. Vielleicht hat ein Nachbar das Tier gesehen oder sogar gefunden und sichergestellt.

Auch wenn Sie glauben, dass Ihr Tier gestohlen oder einfach mitgenommen wurde ist es immer sinnvoll im zuständigen Tierheim nachzufragen und Suchplakate aufzuhängen. Es passiert immer wieder, dass Tiere vor Geschäften von Leuten abgebunden und dann ins Tierheim geschafft werden oder jemand das Tier mitnimmt und dann wieder freilässt.

Tierheime behalten Fundtiere eine gewisse Zeit im Tierheim, in der Besitzer die Gelegenheit haben, ihr Tier wieder abzuholen. Meldet sich innerhalb von 2 Wochen niemand im Tierheim, wird das Tier in der Regel tierärztlich behandelt und weitervermittelt.

Besonders bei Katzen ist es ganz normal, dass die Tiere tagelang ihre eigenen Wege gehen und nicht nach Hause kommen. Mitunter wechseln Katzen auch im Laufe ihres Lebens das Revier, sie wandern also in eine andere Gegend ab. Besonders im Fall von entlaufenen Katzen ist die Verteilung von Suchplakaten im Stadtteil sehr hilfreich.

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, sein Tier, egal ob Hund oder Katze, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Sie ersparen den Tieren damit einen langen Aufenthalt im Tierheim und können im Fall eines Diebstahls jederzeit beweisen, wem das Tier gehört.

 

Was tun, wenn man ein Tier gefunden hat
Immer wieder kommt es vor, dass Haustiere entlaufen, nicht nach Hause zurückfinden, freigelassen oder ausgesetzt werden. Jeder hat im Fernsehen schon Bilder von angebundenen Hunden gesehen oder selbst herumstreunende Katzen beobachtet. Was tut man aber, wenn man selbst ein Tier findet.

Hier entscheidet selbstverständlich die jeweilige Situation und vor allem die Tierart über die richtige Vorgehensweise.

Freilaufende Hunde tragen häufig ein Halsband oder Geschirr und haben Besitzer. Oft sind diese Tiere einfach nur beim Spaziergang weggerannt und finden Ihre Besitzer nicht mehr. Hier ist es hilfreich, den Hund anzuleinen oder in ein Grundstück, eine Garage oder ähnliches einzusperren. Mitunter reicht es aus, einige Minuten zu warten, ob ein Besitzer nach dem Tier sucht. Ansonsten kann das zuständige Tierheim informiert werden.

Bei herumstreunenden Katzen ist die Unterscheidung zwischen wildlebenden- und Freigängerkatzen wichtig. Oftmals haben Freigängerkatzen einen Besitzer, auch wenn sie kein Halsband tragen. Sollte eine Katze immer wieder bei Ihnen auftauchen und um Futter betteln, kann es aufschlussreich sein, einfach mal in der Nachbarschaft herumzufragen, wem die Katze gehören könnte oder Zettel zu verteilen, dass eine Katze bei Ihnen herumstreunt. Häufig wohnen die Besitzer gar nicht weit weg von Ihnen. Sollte das nicht der Fall sein, sollten Sie das Tierheim informieren.

Wenn die Katze offensichtlich verletzt ist, besteht grundsätzlich Handlungsbedarf. In diesem Fall sollten Sie auf alle Fälle das Tierheim informieren.

Wilde Katzen, die in Ihren Garten kommen, lassen sich in der Regel nicht anfassen und sind Menschen gegenüber sehr scheu. Solche Tiere sind in einen normalen Haushalt nicht vermittelbar und werden daher in ihrem angestammten Revier belassen. Das Tierheim kastriert die Tiere lediglich und lässt sie am Fundort wieder frei.

Seltener werden Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel gefunden. Solche Tiere sollten auf jeden Fall eingefangen werden, da sie ansonsten häufig als Mahlzeit für Beutegreifer enden.

Grundsätzlich ist es also nie verkehrt, das zuständige Tierheim zu informieren und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Sollten Sie ein Tier außerhalb der Öffnungszeiten finden und im Tierheim niemand erreichbar sein, wenden Sie sich bitte an die Feuerwehrleitstelle (in Chemnitz: 0371/300641).

Bitte beachten Sie auch:

Nicht jedes Tier, das frei herumläuft, wurde zwangsläufig ausgesetzt! Viele Hunde, Katzen und Kleintiere wurden versehentlich freigelassen oder sind beim Spaziergang weggelaufen. Bitte behalten Sie nicht einfach das Tier oder ignorieren das Problem, sondern informieren Sie immer das zuständige Tierheim, wenn Sie ein Tier gefunden haben. Oft suchen die Besitzer verzweifelt nach ihren Tieren!

 

Was ist Tierquälerei?
Im Tierschutzgesetz heißt es:
„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Als Tierquälerei gilt grundsätzlich, einem Tier „länger anhaltende oder erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zuzufügen. Je nach Art und Ausmaß wird Tierquälerei als Ordnungswidrigkeit oder (juristisch eine schwerwiegendere Einordnung) sogar als Straftat geahndet.

In die Schlagzeilen kommen nur die krassen Fälle: brutale Tierquälerei aus Grausamkeit und Gier. Jedem treibt es die Tränen in die Augen, wenn er auf einem Schutzhof Pferde sieht, denen die Augen ausgestochen wurden. Und jeder leidet mit, wenn er ein Foto von einem zu Tode gequälten Tier sieht. Solche Tierquälerei ist aber nur die Spitze des Eisbergs.

Quälerei und absolut nicht artgerechter Haltung fängt viel früher an. Ein ständiges Massen-phänomen, früher wie heute, ist die Quälerei aus Dummheit oder Angeberei. Dazu gehört ganz aktuell zum Beispiel, eigentlich friedliche Hunde mit brutalen Methoden aggressiv zu machen.
Oder das angeberische Reiten: Weil der Reiter sich dabei toll vorkommt, muss das Pferd, nicht einmal warm geritten, gleich los galoppieren und Hindernisse überwinden, bei denen es sich schon allein aus Angst fast den Hals bricht.

Noch verbreiteter ist die Quälerei aus schlichter Unkenntnis. Millionen Haustiere leiden, weil ihre Halter sich einfach nicht mit ihnen auskennen. Viele Halter haben nicht die leiseste Ahnung, welche Bedürfnisse ihre Tiere naturgemäß haben.

Auch heute noch ein typisches Nagetier- oder Vogelschicksal: jahrelange „Einzelhaft“ in einem Käfig im Kinderzimmer. Psychisch und physisch grauenhaft für jedes Tier. Dies geschied aus Unwissenheit, weil sich viele vor dem Kauf nicht informieren, das auch Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster oder Wellensittiche einen Sozialpartner brauchen, also mindestens zu zweit gehalten werden sollten. Leider ist auch vielen nicht bewusst das Kleintiere genau so viel Arbeit machen wie Hund oder Katze und keine Kinderspielzeuge sind. Denn Kleintiere brauchen nicht nur tägliche Pflege und Beschäftigung, sondern auch viel Platz.

Falschverstandene Tierliebe kann zu Tierquälerei werden. Wenn zum Beispiel Tierbesitzer ihre Tiere füttern und füttern, bis diese total Übergewichtig sind. Dann beginnt das Leiden für das Tier, weil es sich nicht mehr richtig bewegen kann und das zieht Spätfolgen wie z.B. Herz- und Kreislaufprobleme mit sich. Die Menschen auf der Strasse zeigen zwar lachend mit dem Finger auf einen kleinen übergewichtigen Hund, aber keiner weißt den Hundebesitzer darauf hin, das er damit seinem Hund schadet.

Manche Menschen "sammeln" Tiere aus Falschverstandener Tierliebe. Sie wollen den Tieren helfen und nehmen eins nach dem anderen auf, bis sie es nicht mehr überschauen können und überfordert sind. Dann kann es passieren das der Tierschutz 20 Katzen aus einer 2-Raum Wohnung befreien muss.

 

Kampagne Wühltischwelpen – nein Danke! Immer mehr Betroffene melden sich
Schon jetzt schlägt die Kampagne "Wühltischwelpen – nein Danke!" hohe Wellen. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) hatten die Aktion im Dezember 2009 gemeinsam gestartet. Laut TASSO berichteten bisher rund 100 Betroffene von ihren Erfahrungen mit unseriösen Hundehändlern. Über 2300 Menschen hätten das Informationsmaterial angefordert und etwa 100.000 Informationskarten verteilt. Die überwältigende Resonanz der Betroffenen zeige, dass sich der Welpenhandel für viele unseriöse Züchter zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat. Daher werden die drei Tierschutzorganisationen ihre Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärkt fortführen.

"Es ist erschreckend, mit welcher Skrupellosigkeit die unseriösen Züchter vorgehen", kommentieren ETN, TASSO und der bmt die erste Auswertung der Erfahrungsberichte. "Das Mitleid und die Tierliebe der Menschen wird von gewissenlosen Händlern ausgenutzt, um Profit zu machen – auf Kosten der Tiere, aber auch der Menschen, die ihren Welpen leiden und sterben sehen." Denn einhellig berichten die Betroffenen auf der Homepage von TASSO von kranken Tieren, die langwierig, aber erfolglos von den Tierärzten behandelt wurden. Sarah G. schreibt: "… Meine Hündin ist jetzt 7 Monate und todkrank, und ich bin am verzweifeln." Und ein anderer Betroffener berichtet: "Ich habe es damals auch gemacht, und dann war der Welpe voll mit Würmern und Flöhen und starb kurze Zeit später. Man hat mir gesagt er wäre 9 Wochen alt, dabei war er laut Tierarzt gerade ein paar Tage alt, viel zu früh vom Muttertier weg."

Neben dem Verlust des Tieres haben offenbar alle Tierhalter zudem hohe Tierarztkosten zu beklagen, die die durch den vermeintlich günstigen Preis beim Kauf des Rassewelpen gesparte Summe um ein Vielfaches übersteige. Ein Mitarbeiter eines Zoofachgeschäfts bestätigt die Erfahrungen der Tierschützer: „Bald wöchentlich erscheinen zur Zeit Kunden mit Welpen kleiner Rassen. Auf Nachfrage geben die Leute als Alter meist 4-6 Wochen an, haben keine Ahnung von der Ernährung, und meist sind sie über das Internet an den Hund gekommen. Meine Kollegen und ich sind jedesmal entsetzt und versuchen den Leuten klar zu machen, dass sie damit diesen Handel forcieren. Die Antworten sind meist: war günstig, tat mir so leid, Papiere brauche ich nicht usw. Manche dieser Hunde sehen schon krank aus, und wir versuchen alles, die Leute sofort zum Tierarzt zu schicken.“

ETN, TASSO und bmt erneuern angesichts dieser erschreckenden Berichte ihren Appell, keine Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen und sich vor dem Kauf genau über die Herkunft des Tieres zu informieren. Auch Mitleid, so die Tierschutzorganisationen, sei ein schlechter Ratgeber beim Kauf von Tieren. Worauf Interessenten beim Kauf eines Hundes achten sollten, haben ETN, Tasso und bmt in einem Positionspapier zusammengefasst. Es findet sich, zusammen mit weiteren Informationen, auf den Websites der drei Organisationen.

 

Europäischer Dachs (Meles meles)
Systematik:
Der Dachs gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora), speziell zur Familie
derMarder (Mustelidae).

Kennzeichen:
Ein erwachsener Dachs ist um die 90 cm lang, wobei etwa 15 cm auf den Schwanzentfallen. Er bringt beachtliche 15–20 kg auf die Waage, wobei das
Männchen etwas größer als das Weibchen ist. Sein Fell ist auf der Unterseite schwarz, die Oberseite silbrig grau. Das Gesicht ist weiß mit beidseitig schwarzen Streifen, die von der Nase bis zum Ohr reichen.

Verbreitung:
Den Dachs findet man in fast ganz Europa mit Ausnahme einiger Inseln wie Korsika und Sardinien. Aber auch im gemäßigten Asien, besonders Rußland, China und Japan treffen wir ihn bis ca. 2000 m Höhe an.

Lebensraum:
Bevorzugt werden Wälder, aber auch städtische Parkanlagen sind für ihn interessant.

Nahrung:
Im Unterschied zu seinen Verwandten der Familie Marder ist der vegetarische Anteil beim Dachs mit etwa ¾ sehr hoch. Obst, Wurzeln, Samen, Knollen und Pilze gehören dazu. Außerdem ernährt sich der Dachs von Würmern, Insekten, Schnecken, Vögeln und Mäusen. Dabei verachtet er auch Gelege von Bodenbrütern samt Jungvögeln oder auch junge Feldhasen nicht.

Fortpflanzung:
Junge Dachse werden mit etwa einem Jahr geschlechtsreif. Die Paarungszeit fällt in den Juli/August. Nach einer Tragzeit von 7-8 Monaten werden in Mitteleuropa die Jungtiere im Februar oder März geboren. Die 1-6 Jungen sind blind und anfangs nur weiß. Erst später kommt das Schwarz dazu.

Lebensweise:
Dachse graben sich ausgedehnte Baue, die oft über Generationen hinweg zu riesigen Systemen von Gängen und Kammern ausgebaut werden. Die Wohnkammer kann schon mal bis zu 5 m in der Tiefe liegen und wird im Unterschied zum Fuchsbau mit trockenem Laub, Moos und Farnkraut ausgepolstert. In der Nähe des Dachsbaues legt der Dachs sogenannte Dachsabtritte an, kleine Erdlöcher, in denen er seinen Kot absetzt. Seine Baue teilt der Dachs häufig mit dem Fuchs. Bei der Jagd mit dem Hund flüchtet der Fuchs in der Regel aus dem Bau, der Dachs jedoch verteidigt sich bis zum Äußersten.

Der Dachs lebt im Familienverband, wobei die weiblichen Nachkommen meist im elterlichen Bau verbleiben dürfen und Nachbarkammern gründen. Die ganze Sippe wird von einem dominanten Elternpaar geführt, das lebenslang zusammenbleibt. Erwachsene Männchen werden neben dem Alphatier nicht geduldet und aus dem Territorium vertrieben.

Dachse sind nachtaktiv und unternehmen besonders gern Ausflüge auf nahe Weiden, wo sie nach Regenwürmern suchen.

 

TASSO fordert bundesweite Registrierungspflicht
Bundesweite Registrierungspflicht von Haustieren würde Tierheime jährlich um 28 Millionen Euro entlasten Wenn jeder Hund und jede Katze mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert wäre, könnten deutsche Tierheime jährlich rund 28 Millionen Euro an Unterbringungskosten einsparen. So Philip McCreight, Leiter der auf die kostenlose Registrierung und Rückvermittlung von Haustieren spezialisierten Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Der Experte rechnet vor: Ein Tierheim kalkuliert zwölf Euro pro Tag für die Unterbringung eines Fundtieres, das im Schnitt 15 Tage im Tierheim verbringt, da der Besitzer sich erst dann meldet oder identifiziert werden kann. Wäre das Tier mit einem Transponder-Chip ausgestattet und bei TASSO registriert, könne die Rückvermittlung sofort beginnen, das Heim spare somit pro Tier 180 Euro. "Da TASSO jedes Jahr mehr als 50.000 Haustiere meist innerhalb weniger Stunden zurückvermittelt, ergibt dies bei den Tierheimen schon jetzt eine Kostenentlastung von hochgerechnet über neun Millionen Euro", sagt McCreight.

Allerdings sei nur etwa ein Drittel aller in Deutschland lebenden Hunde und Katzen bei TASSO erfasst, knapp neun Millionen liefen immer noch ohne Registrierung herum. "Unser Service ist für alle Beteiligten kostenlos", argumentiert McCreight. "Deshalb sollte die Politik hier ein Exempel statuieren, das sowohl für Tierhalter als auch für Tierheime nur Vorteile bringt: Die bundesweite Registrierungspflicht." Erste Gespräche mit verantwortlichen Politikern habe es bereits gegeben: "Zumindest hier in Hessen steht man unseren Vorschlägen offen gegenüber."

© Copyright TASSO e.V.

 

Franz von Assisi
Wahrscheinlich wurde Giovanni Bernardone, so der Geburtsname des uns heute als heiliger Franz von Assissi bekannten Ordensgründers, im Jahr 1181 (oder 1182) in Assisi, einer Stadt in der heutigen italienischen Provinz Perugia geboren. Er entstammte wohlhabenden bürgerlichen Verhältnissen. Sein Vater, ein weitgereister Tuchhändler,
legte Wert auf eine hohe Bildung seines Sohnes.
In der Schule der Pfarrei San Giorgio lernte er Lesen, Schreiben
und Rechnen sowie Latein. Mit dem Geld seines Vaters war es
ihm möglich, ein ausschweifendes Leben zu führen. Um in den Adel aufsteigen zu können zog er im November 1202 als junger Lebemann in den Städtekrieg zwischen Assisi und Perugia. Nach der Niederlage der Stadt Assisi im Gefecht bei Collestrada  gerät  er in Gefangenschaft. Nach mehr als einjähriger Einkerkerung in Perugia kommt er durch das Lösegeld seines Vaters frei. Krank und durch die Erlebnisse des Krieges erschüttert kehrt er in seine Vaterstadt zurück. Trotzdem will er sich 1204 oder 1205 dem
Heer des Walter III. von Brienne anschließen, um das von den Staufern besetzte Apulien für den Papst zurückzuerobern. Doch auf dem Weg in das Kriegsgebiet hört Franziskus im Traum die Stimme Gottes, die ihm gebietet, nicht ein weltlicher Ritter zu werden, sondern sich in den Dienst Gottes zu stellen. Er kehrt
um und statt nach einem Adelstitel strebte er jetzt nach Erleuchtung.

Giovanni  flieht in die Einsamkeit, lebt in Wäldern und Höhlen. Seine Begegnung  mit einem Aussätzigen während seiner Wallfahrt nach Rom wird zum entscheidenden Erlebnis auf der Suche nach einem gottgewollten Leben. Er überwindet sich, küsst den Kranken und pflegt ihn. Fortan führt er ein Bettlerleben und verwendet das väterliche Vermögen zur Speisung der Ärmsten.

Während er im Jahr 1205 in der Kirche San Damiano in Assisi betet, glaubt er die Stimme von Christus zu hören, die ihn auffordert, das stark zerstörte Gotteshaus wieder aufzubauen. Franz, latinisiert  Franciscus oder Franziskus, beginnt sofort mit dem gottgefälligen Werk und erntet dafür den Zorn des Vaters. Dieser zieht ihn im Jahr 1206 vor Gericht, um ihn zu enterben. Vor den Bischof von Assisi gerufen, entkleidet sich Franz in aller Öffentlichkeit und entsagt allem Besitz. Die Bürger sind entsetzt, aber Franz geht unverzüglich ans Werk. Er erbettelt in den Straßen etwas zu essen für sich, ebenso das Baumaterial zur Renovierung  von San Damiano , von San Pietro della Spina (zerstört) sowie der etwa 3 km von Assisi entfernten Kapelle Santa Maria degli Angeli, die unter dem Namen Portiuncula bekannt wird. Aus anfänglichem Hohn und Spott wird allmählich Anerkennung und Bewunderung.

Während der Messe in der Portiuncula am 24.02.1208, dem katholischen Gedenktag des Apostels Matthias, fällt Franz die Stelle im Matthäus-Evangelium (10,5-14) auf, die von der Aussendung der Jünger kündet. Er beschließt, so wie die Apostel zu leben, nämlich in Armut und das Evangelium verkündend (apostolisches Leben). Fortan kleidet er sich in eine mit einem Strick gebundene grobe Kutte und verzichtet großteils auf Schuhwerk.

Etwa ab dem Jahre 1209 schließen sich ihm einige Gefährten an, die die Texte des Neuen Testaments als Lebensnorm (1. Regel) akzeptieren. Franz verpflichtet sie als „Mindere Brüder“ in Armut und Buße tuend zum Dienst an der Kirche und der Menschheit insgesamt. Anfangs bewohnen sie eine Hütte in Rivotorto im Rieti-Tal, erhalten dann aber vom Abt der Benediktinerabtei am Monte Subasio das Kirchlein Portiuncula als Heimstatt.

Als die Gruppe zahlenmäßig wächst, unternimmt Franz
zusammen mit seinen ersten 12 Gefährten – in Anlehnung an
die 12 Jünger von Jesus – eine Reise nach Rom, um den Papst
um Anerkennung der ersten Fassung der franziskanischen Lebensregel, auch Urregel genannt, zu bitten. Er findet im
Umfeld des Papstes Fürsprecher, vor allem in Kardinal Ugolino
von Ostia. Im Jahr 1210 billigt auch Papst Innozenz III. diese Form des Dienstes an der Kirche und erteilt seine Zustimmung auf Probe. Bereits 1212 gründet die Adlige Klara von Assisi eine Schwesterngemeinschaft und wahrscheinlich anlässlich des IV. Laterankonzils von 1215 wird die päpstliche Anerkennung des Ordens erteilt.

Franz gelingt es, die Menschen von der Erneuerung der Kirche durch das Armutsgelübde zu überzeugen. Damit war die Grundlage für die Entstehung des Dritten Ordens, lat. Tertius Ordo, gelegt. Darunter verstehen wir die Vereinigung von Laien, die im Sinne eines kirchlichen Ordens nach Vollkommenheit streben und sich der Leitung dieses Ordens durch Angliederung unterstellen. Im Unterschied zum 1. (männlichen) und 2. (weiblichen) Orden klösterlichen Zweiges lässt der Dritte Orden die Bildung einer Klostergenossenschaft, aber auch den Verbleib im weltlichen Alltag und Beruf zu.  

1219 reist Franz als Missionar nach Palästina und schließt sich dem Kreuzfahrerheer an, das nach Ägypten abgeht. In der Nähe von Damiette an der Nilmündung predigt Franciscus im Lager des muslimischen Heeres vor Sultan Al-Kamil. Sein Ziel, den Sultan zum christlichen Glauben bekehren zu können, erreicht er nicht, obwohl dieser von Franz schwer beeindruckt ist. Und auch die Verhinderung der bevorstehenden Schlacht ist ihm nicht gelungen.

Aus dem Orient kehrt Franz krank zurück. Er hat sich eine schwere Augeninfektion zugezogen. Aber auch um die Gemeinschaft der minderen Brüder ist es schlecht bestellt. Die Spannungen im Orden, der sich bereits über ganz Europa ausgebreitet hat, haben zugenommen. Dabei wird die Besitzlosigkeit der Brüder zur Nagelprobe des Zusammenhaltes. Franz ist enttäuscht, die Gemeinschaft nicht auf Dauer auf dem von ihm eingeschlagenen strengen und grundsatztreuen Kurs halten zu können. 1220 legt er deshalb die Leitung des Ordens nieder. Petrus Catani wird sein Nachfolger.

Nach der Abgabe der Ordensleitung zieht er sich auch innerlich aus der Gemeinschaft zurück, worunter er leidet. Schon seit 1212 nutzte er zur Meditation eine Felsnische auf dem Berg La Verna. Diese Felsnische Fonte Colombo wird jetzt seine Einsiedelei. Hier verfasst er, eher widerwillig, auf  Weisung der römischen Kurie die letzte Version der franziskanischen Ordensregel. Auf der Pfingstkapitel genannten Ordensversammlung in der Portiuncula wird diese endgültige, bullierte Regel (Regula bullata) im Juni 1223 von den Brüdern diskutiert und am 29.11.1223 von Papst Honorius III. genehmigt. Sie löste die zweite, nichtbestätigte Regel (Regula non bullata) aus dem Jahre 1221 ab.

Am 17.09.1224, drei Tage nach dem katholischen Fest der Kreuzerhöhung, werden  an Franz Wundmale sichtbar, die als Einprägung der Wundmale von Christus gedeutet werden. Das gilt als erster überlieferter Fall einer Stigmatisation.

Am Augenleiden erblindet und vom vielen Fasten magenkrank nimmt Franz die Einladung des Bischofs von Assisi an und sucht ihn in seinem Palast auf. Doch er ist bereits erheblich geschwächt und zieht sich in die Portiuncula zurück. Dort stirbt er zwei Tage später , am 03.10.1226.

 In seinen Regeln, Ermahnungen, Sendschreiben und Gebeten drückte er seine tiefe Frömmigkeit und Gläubigkeit aus. Als besonders eindrucksvoll gilt dabei der „Sonnengesang“.

Bereits zwei Jahre nach seinem Tod wird Franz von Assisi durch Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Seine Gebeine ruhen in der von Elias von Cortona  erbauten Doppelkirche San Francesco, in der auf einem Freskenzyklus von Giotto (1296)  die Franziskuslegende dargestellt wird.

Das Leben und die Ideen des hl. Franz von Assisi wirken bis heute nach. Es fand in zahllosen Kunstwerken und Dichtungen seine Verewigung.

 

Ab 20 Grad Celsius wird das Auto zur tödlichen Falle-Erfolgreiche Aktion "Hund im Backofen" auch 2010!
Jahr für Jahr sterben im Sommer immer wieder Hunde qualvoll im Auto, weil den Besitzern die Gefahren nicht bewusst sind. Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur wird das Auto zur Hitze-Falle für einen eingesperrten Hund. Das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen! Dabei reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund dann in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde und Katzen regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an. Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind: Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf.

TASSO hatte letztes Jahr die Aufklärungs-Aktion "Hund im Backofen" gestartet, an der sich über 8.000 Menschen beteiligten. Mehr als 600.000 kostenlose Informationskarten zum Verteilen wurden angefordert. Helfen Sie mit, andere Hundehalter zu informieren. Fordern Sie jetzt unser kostenloses Informationsmaterial mit Tipps zur ersten Hilfe bei Hitzschlag zum Verteilen an. Beobachten Sie einen Hund in einer Notsituation im Auto, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen!

© Copyright TASSO e.V.

 

Tollwut
Die Tollwut oder auch Lyssa, Rabies oder Wutkrankheit genannt, ist eine Viruskrankheit. Der Erreger gehört zur Familie der Rhabdo-Viren. Die Tollwut ist weltweit verbreitet – nur einige Inseln, Australien und Nordeuropa wurden bisher verschont. Sie befällt vorwiegend Säugetiere und den Menschen. Das Virus ist weitgehend resistent gegen Kälte und Austrocknung. In Kadavern ist es noch nach Wochen nachweisbar. Als gutes Desinfektionsmittel hat sich Formaldehyd erwiesen.

Die Weitergabe des Virus erfolgt durch Speichel, fast immer durch Biss. Nicht bei jedem Biss wird die Krankheit weitergegeben. Doch auch heute noch endet die Tollwut ohne rechtzeitig eingeleitete Impfung bei Mensch und Tier tödlich. Die Geschwindigkeit des Krankheitsausbruches und der Verlauf sind von Art zu Art unterschiedlich. Auch der Ort der Bissverletzung ist großer Bedeutung, da die Viren entlang der Nervenbahnen wandern mit Zielort Gehirn.

Nach dem Verlauf der Krankheit spricht man von der stillen und der rasenden Wut. Die Übergänge sind fließend. Allgemein bekannt sind Speichelfluß aus dem Maul und untypisches Verhalten, insbesondere Verlust der Scheu bei Wildtieren vor dem Menschen. Starrer Blick und unkontrolliertes Beißen bei Fleischfressern sowie das Brüllen bei Rindern werden vielfach beschrieben. Aber auch Fieber, Durchfall, Festliegen im Stall, Dauerbrunst und das Fressen von Fremdkörpern wurden beobachtet. Die Einstellung der Wasseraufnahme durch Mäuse wird im Labor zur Abklärung bei Tollwutverdacht genutzt.

Der Nachweis einer Tollwutinfektion ist auch heute nur am toten Tier möglich, da Gehirnpräparate zur Untersuchung angefertigt werden müssen. Die unter dem Stereomikroskop sichtbaren sogenannten Negrischen Körperchen sind für die Tollwut typisch. Diese Strukturen bilden sich aber erst, wenn das Virus das Gehirn erreicht hat. Die Tötung und Untersuchung eines Tieres unmittelbar nach Bißverletzung ist deshalb nicht sicher und kann zu falschen Ergebnissen führen. Bei Fleischfressern ist deshalb eine 10tägige Quarantäne im ausbruchssicheren Zwinger oder Käfig vorzuziehen. Fleischfresser sind besonders gegen Tollwut anfällig und verenden mit größter Sicherheit bei Vorliegen einer Erkrankung in dieser Quarantänezeit. Bei Wiederkäuern wie Schaf und Rind und besonders auch beim Pferd kann es Monate dauern, bis die Krankheit ausbricht.

Die Impfung von Hund und Katze schützt vor einer Infektion. Im Falle des Ausbruchs der Tollwut in einer Region sind geimpfte Tiere seuchenrechtlich wesentlich besser gestellt als ungeimpfte Tiere. Alle in einem Sperrgebiet verendet aufgefundenen Tiere sollten auf Tollwut untersucht werden. Jeder Kontakt mit Kadavern und fremden Tieren ist zu vermeiden. Bei Bißverletzungen ist dringend ein Arzt aufzusuchen und die Tiere sind dem Tierarzt vorzustellen.

Für die Reisetätigkeit innerhalb der Europäischen Union ist eine gültige Tollwutimpfung im Haustierpass vorgeschrieben. Einige Länder besonders in Nord- und Westeuropa haben weiterführende Vorschriften. Vor Antritt einer Urlaubsreise sind diese Bedingungen beim zuständigen Tierarzt oder Veterinäramt zu erfragen.

Da in Mitteleuropa der Fuchs als Hauptüberträger der Tollwut fungiert, war die Entwicklung eines Köderimpfstoffes für Füchse Anfang der 90iger Jahre ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Tollwut.

 

Uhu (Bubo bubo)
Lebensweise:
Der Uhu ist mit etwa 70 cm Länge, 2,4-5 kg Gewicht und bis zu 1,75 m Flügelspannweite die größte Eulenart weltweit. Dieser mächtige, erdbraun gefärbte Vogel hat einen großen Kopf mit feurig orangefarbenen Augen und langen Ohrbüscheln. Der Uhu
ist überaus anpassungsfähig, sowohl bezüglich seines Lebensraumes als auch seiner Nahrung. Er bewohnt verschiedenste Landschaften vom Hochgebirge bis in die Flußauen. Dabei jagt er bevorzugt Säugetiere bis zur Fuchsgröße und Vögel, seltener Insekten, Krebse, Fische, Amphibien und Schlangen. Auch Greifvögel wie Mäusebussard und Turmfalke, aber auch Waldkäuze, sind vor ihm nicht sicher. Vor Jahren hatte ein Uhu in Chemnitz auf dem Städtischen Friedhof Quartier genommen und ernährte sich fast ausschließlich von verwilderten Haustauben, die er kurz nach Einbruch der Dämmerung im Bereich des Bernsdorfer Platzes vor den Augen der fassungslosen
Passanten erbeutete.

Als nachtaktiver Einzelgänger durchstreift er ein Revier von 15-80 Quadratkilometer Größe und verteidigt es erbittert gegen Konkurrenten. Am Tage ruht der Uhu an sicheren Orten, so in Baumkronen, dichtem Gebüsch oder in der Felswand. Wird er von Krähen oder anderen Vögeln aufgestöbert, greifen diese nicht selten den Uhu an, so dass man den Uhu mit etwas Glück auch einmal am Tage beobachten kann.

Fortpflanzung:

Der Uhu ist mit 2-3 Jahren geschlechtsreif. Mit weit hörbaren „buho“-Rufen wirbt das unverpaarte Männchen um die Gunst eines Weibchens. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen. Bereits zeitig im Jahr, je nach Region zwischen Februar und Mai, brütet der Uhu in Felswänden, Kiesgruben oder auch zwischen Baumwurzeln umgestürzter Bäume. 2-4 Jungvögel werden vom Weibchen erbrütet und danach im Nest betreut während das männliche Tier unermüdlich Futter heranträgt.

Bestand:
Der Uhu galt über viele Jahre als vom Aussterben bedroht. Jagd, Aushorstung, Vergiftung durch Pestizide sowie Unfälle mit Fahrzeugen und Stromleitungen waren die Ursachen dafür. Auch im Großraum Chemnitz war er verschwunden. Seit Anfang der 90iger Jahre hat er ehemals von ihm besiedelte Gebiete zurückgewonnen. Erste Sichtungen gab es im Zeisigwald in der Nähe der großen Mülldeponie Weißer Weg, im Einsiedler Wald zwischen Steinbruch Dittersdorf und dem Dachsberg in Kemtau. In der Zwischenzeit kommt der Uhu wieder flächendeckend im Erzgebirge vor, so auch entlang der Zschopau.

 

Botoxversuche und kein Ende -- 600.000 Mäuse sind jährlich Opfer eines Schönheitswahns
Botox ist der Handelsname für das Nervengift Botulinumtoxin. Es gilt als das stärkste bekannte Gift überhaupt und ist nach Viagra das am meisten verkaufte Medikament. Knapp die Hälfte der gesamten Botoxproduktion wird im kosmetischen Sektor zum Beispiel zur Faltenunterspritzung eingesetzt. So erscheinen Gesichtsfalten durch Lähmung der Muskeln für ein paar Wochen wie weggespritzt. Da die Nerven sich jedoch wieder neu bilden und die Falten damit wieder auftauchen, ist das Geschäft mit Botox eine Dauer-Goldgrube.

Was den Wenigsten bekannt sein dürfte: Wegen seiner Gefährlichkeit wird jede Botoxeinheit getestet. Jahr für Jahr sterben nach wie vor mehr als 600.000 Mäuse weltweit für diese Botoxversuche einen qualvollen Erstickungstod. Das teilte die Vereinigung "Tierärzte gegen Tierversuche e.V." jetzt mit. Da es nach Angaben der Vereinigung ausreichend Alternativmethoden gäbe, seien die Botoxversuche ein Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht.

Tierversuche für Kosmetikprodukte sind verboten. Da Botox auch für medizinische Zwecke eingesetzt wird, wird das Verbot der Tierversuche so geschickt umgangen. Jede Produktionseinheit Botox wird in sogenannten LD50-Tierversuchen (LD50 = Letale Dosis für 50 Prozent der Tiere) getestet. In diesen Tests wird die Dosis ermittelt, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Jede Produktionseinheit muss an mindestens 100 Tieren getestet werden.

"Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Tiere den Preis für dieses zweifelhafte Schönheitsideal zahlen. Der Leidensweg beginnt mit Lähmungserscheinungen und endet im Erstickungstod", so die Vereinigung Tierärzte gegen Tierversuche. Die tierversuchsfreien Methoden müssen validiert, also auf ihre Zuverlässigkeit überprüft werden. Diese Überprüfung obliegt den Herstellern von Botulinumtoxin. "Es darf bezweifelt werden, dass die Hersteller überhaupt ein Interesse an den Alternativmethoden haben, solange sie auf Tierversuche zurückgreifen können", so Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

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Überlegungen über die „Rettung“ von Igeln
Besonders im Herbst melden sich im Tierheim verstärkt besorgte Tierschützer, die Igel gefunden haben und nun wissen möchten, ob und inwieweit man den Tieren helfen kann und muss.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit sind Igel entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit häufig tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Viele tierliebe Menschen machen sich dann Sorgen, wenn so ein vermeintlich hilfloser Igel durch den Garten spaziert. Nicht wenige sammeln diesen Igel ein und verfrachten ihn in einen Karton in der Wohnung.

Zwar ist solche Hilfe sicherlich gut gemeint, aber aus Natur- wie auch aus Tierschutzsicht eher umstritten. Nur etwa 30% der „geretteten Tiere“ überleben den Winter und das folgende Frühjahr. Das liegt häufig daran, dass aufgenommene Igel mitunter schon krank und geschwächt sind. Viel schädlicher ist aber der enorme Stress, den die Tiere haben, wenn sie angefasst, in Kartons gesetzt und begutachtet werden. Man sollte nie vergessen, dass es sich bei Igeln um Wildtiere handelt, die den Umgang mit Menschen nicht kennen und Todesangst empfinden, wenn ein Mensch sie anfasst.

Die allerbeste Hilfe ist eine igelfreundliche Umgebung. Jeder, der einen eigenen Garten hat, kann dafür sorgen, dass sich Igel dort so richtig wohl fühlen. Laub- und Geäststapel, Strohhaufen, ein lockerer und offener Kompost, Fallobst, das liegenbleiben darf und eine natürliche Wiese lassen den Garten zum Igelparadies werden. Die natürlichen Verstecke bieten den Tieren Schutz für den Winter, außerdem leben in solchen Haufen massenhaft Insekten, die ganz oben auf dem Speiseplan der Stacheltiere stehen.

Die meisten Igel sind clever und wer eine Katze hat, wird schnell feststellen, dass sich der Igel auch am Katzenfutter gern bedient, wenn er es denn erreichen kann. Man kann tatsächlich untergewichtige Igel mit Katzenfutter hochpäppeln, allerdings sollte man es dabei nicht übertreiben, denn der Igel wird sonst sehr schnell fett, außerdem erlernen insbesondere junge Igel nicht, sich selbst Futter zu suchen. Frisches Wasser in flachen und schweren Schalen kann man Igeln immer bereitstellen. Auf keinen Fall sollten Sie Milch anbieten, da diese von Igeln gar nicht gut vertragen wird.

Wenn Sie also einen kleinen Igel in Ihrem Garten gefunden haben, lassen Sie ihn am besten da, wo er ist und füttern gegebenenfalls zu. Zum Tierarzt schaffen sollten Sie das Tier nur dann, wenn es ganz offensichtlich krank ist (verklebte Nase und Augen, blutet aus einer Wunde oder zieht einen Fuß nach). Bevor Sie ein Wildtier der Natur entnehmen, bedenken Sie bitte auch, dass in der Natur nicht alle Tiere überleben können. Schließlich müssen Fuchs, Marder & Co über den Winter auch was zu essen haben. Und Raubtiere ernähren sich nun mal hauptsächlich von alten und geschwächten Tieren.

 

Das Geschäft mit den Hunden aus dem Ausland boomt!
Wer hat nicht schon von ihnen gehört, den Straßenhunden in Süd- und Osteuropa. Viele Tierschutzorganisationen und Privatpersonen versuchen den Tieren zu helfen. Leider ist die gutgemeinte Hilfe nicht immer sinnvoll für die Tiere.

Sehr häufig werden ehemalige Straßenhunde nach Westeuropa verbracht und hier weitervermittelt. Bei diesen „Vermittlungen“ wird gezielt mit dem Mitleid der tierlieben Menschen gearbeitet. Die Hunde stammen laut Beschreibung allesamt aus Tötungsstationen und konnten immer gerade noch rechtzeitig gerettet werden. Das mag in vielen Fällen auch stimmen. Nur nachweisen lässt sich das schwerlich und wer sagt dem Käufer, dass sein geretteter Hund nicht aus einer Tötungsstation, sondern aus einer Massenzucht stammt.

In den Massenzuchten unserer östlichen Nachbarländer werden Hunde für den Export regelrecht „produziert“. Sicherlich gibt es auch in Deutschland gewissenlose Züchter, doch amtliche Auflagen verhindern größtenteils die Entstehung zu großer Zuchtbetriebe. Die bedauernswerten Hunde werden unter unsäglichen Bedingungen im Hinterhof großgezogen, die Kosten liegen pro Tier und Tag bei wenigen Euro. Die Zuchttiere werden gnadenlos verschlissen und dann entsorgt. Die Welpen werden viel zu früh von der Mutter getrennt und häufig illegal über die Grenze geschafft. Geschwächt und oftmals krank werden die Hunde in Deutschland dann für 250 – 500 € über das Internet oder Zeitungsannoncen gewinnbringend verkauft.

Die Rettung von Hunden aus Tötungsstationen ist zweifelsfrei ehrenvoll, aber dennoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, mit dem sich bedauerlicherweise viele Tierheime und Tierschutzvereine finanziell über Wasser halten. In den Herkunftsländern werden die Hunde von tierlieben Menschen gepflegt, geimpft, kastriert und nach Deutschland geschafft. Die Kosten dafür übernehmen fast immer entweder die Tierhelfer im Ausland oder die neuen Besitzer in Deutschland. Den Tierschutzorganisationen entstehen dabei fast keine Kosten, trotzdem werden oftmals Schutzgebühren in Höhe von 250 – 300 € verlangt. Ebenso wie viele Hunde aus den Massenzuchten sind die importierten Hunde häufig nicht sozialisiert und trotz der Gesundheitschecks krank. Ob man den Straßenhunden, die an ihre Umwelt perfekt angepasst sind, einen Gefallen tut, wenn man sie nach Deutschland in eine den Hunden völlig fremde Welt schafft, ist fraglich.

Ohne Frage besteht in vielen südlichen und osteuropäischen Ländern Handlungsbedarf. Durch den Hundeimport werden allerdings die Probleme der Straßenhunde nicht geklärt.

Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt deshalb die hilfsbedürftigen Länder mit großangelegten Kastrationsprogrammen und regelmäßigen Spendenlieferungen an die ortsansässigen Tierheime. Die Bevölkerung wird über die Problematik aufgeklärt. Denn nur vor Ort kann Tierschutz wirkungsvoll betrieben werden und nur so kann das Elend der Straßenhunde nachhaltig verbessert werden.

 

Heimatlose Katzen versorgen - aber richtig.
Der Tierschutz rückt immer mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung. Viele Menschen wissen um das Elend der wildlebenden Katzen und füttern diese. Leider ist es mit Futter allein nicht getan. Es gibt einige Regeln dabei zu beachten.

Zum Einen darf in Wohngebieten nicht im Freien gefüttert werden (Bundesseuchenschutzgesetz). Es sollte mindestens eine Pergola vorhanden sein.

Außerdem sollten die Katzen, die gefüttert werden, auch einmal von einem Tierarzt auf Tätowierung, Chip, Kastration und natürlich auf den Gesundheitszustand gecheckt werden. Katzen können Würmer, Giardien, Pilzsporen usw. übertragen. Die Kastration der Katzen ist enorm wichtig. Nur wenn die unkontrollierte Vermehrung der wilden Katzen verhindert wird, kann sich die Katzenproblematik auf Dauer lösen lassen. Die Kastrationskosten für wildlebende Hauskatzen werden übrigens von den meisten Gemeinden übernommen, um die Population der Katzen nicht noch weiter ansteigen zu lassen.

Das Einfangen der Tiere ist sicher nicht immer einfach, weil solche Katzen oft scheu oder verwildert sind. Die meisten Tierschutzvereine verfügen aber über Lebendfallen, die dort ausgeliehen werden können. Auch manche Tierärzte verleihen Fallen.

Taucht eine hungrige Katze auf, bitte erst in der Nachbarschaft nachfragen, ob sie jemandem gehört. Oftmals handelt es sich um Freigängerkatzen, die sich bei tierlieben Menschen eine Zwischenmahlzeit abholen. Ist das nicht der Fall, sollte die Katze möglichst zügig einem Tierarzt vorgestellt werden.

Ist es eine sehr scheue Katze, wird sie nach der Kastration und dem Check wieder an die Futterstelle zurück gesetzt. Für solche scheuen Katzen wäre die Vermittlung eine Zumutung und eine große Einschränkung der Lebensqualität. Zutrauliche Katzen haben bzw. hatten meist einen Besitzer. Vielleicht sucht jemand ganz verzweifelt nach dem Tier. Ein Anruf bei umliegenden Tierschutzvereinen bringt Sicherheit. Ansonsten sollte über eine Vermittlung der Katze in gute Hände nachgedacht werden. Das Tierheim Chemnitz ist bei der Vermittlung zahmer Katzen behilflich.

 

Tiere aus dem Ausland
Viele Urlauber kehren aus dem Urlaub aus südlichen Ländern zurück. Viele haben die Straßenhunde in den Städten gesehen und überlegen nun, sich einen Hund oder eine Katze aus einem Urlaubsland zu holen. Unterstützt werden sie in ihrem Vorhaben durch Tierschutzorganisationen, die Hunde aus dem Ausland importieren und in Deutschland weitervermitteln.

Man sollte sich sehr kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen und sich genau informieren, wie man den Tieren in den südlichen Ländern effektiv helfen kann, zum Beispiel durch Kastrationsprogramme.

Denken Sie daran, dass in den deutschen Tierheimen rund 150.000 Hunde auf ein neues Zuhause warten. Viele deutsche Tierheime sind überfüllt. Leider findet man in den Tierheimen kaum junge und niedliche Hunde.

Daher werden immer mehr Hunde und Katzen aus südlichen und östlichen Ländern durch private Initiativen oder auch über die Zeitung angeboten. Es sind nicht nur Tierfreunde, die solche Hunde und Katzen vermitteln, sondern es sind leider auch sehr viele Geschäftemacher darunter. So kommen im Sommer ca. 40 Tiere am Tag nach Deutschland. Die Anzahl der ungeimpft eingeführten Tiere ist nicht unerheblich.

Selbstverständlich gibt es auch verantwortungsvolle Vermittler und Tierschutzorganisationen.

Die Hunde sind in ihrem Land Überlebenskünstler und haben sich ihr tägliches Futter durch Wühlen im Abfall, durch Jagen oder durch das Füttern der Urlauber besorgt. Der neue Hundehalter wird viel Liebe und Verständnis brauchen, um dem Hund Vertrauen zu geben.

Oft sind die Hunde nicht stubenrein und es ist schwer, Ihnen das Jagen abzugewöhnen. Dazu kommt, dass die Hunde häufig kaum auf Menschen sozialisiert sind. Es ist fraglich, ob man diesen Hunden einen Gefallen tut, wenn man sie in Auffangstationen und später in Wohnungen einsperrt. Man sollte also bei der Übernahme eines Hundes darauf achten, dass der Hund gut sozialisiert ist und beim Anblick von Menschen nicht in Panik verfällt.

Es ist ganz wichtig zu wissen, dass Hunde aus dem Ausland Krankheiten einschleppen können, wie zum Beispiel Leishmaniose oder Parvovirose. Viele dieser Krankheiten waren vor dem Hundeboom aus dem Süden in Mitteleuropa unbekannt und sind auch für den Menschen nicht ungefährlich.

Wichtig ist, dass das Tier auf Krankheiten getestet wurde und der Test auch tatsächlich von diesem Tier stammt.

Auf jeden Fall müssen bei der Übernahme eines Hundes aus dem Süden die finanziellen Mittel zur tierärztlichen Behandlung vorhanden sein. Häufig werden solche Importhunde Dauerpatienten.

Es ist für ein Tier mit schlimmer Vergangenheit ganz besonders wichtig, dass es in der neuen Familie bleiben kann. Leider werden dennoch viele solcher Tiere früher oder später ins Tierheim abgeschoben, weil die Tierarztkosten zu hoch werden oder das Tier verhaltensauffällig geworden ist.

Bevor Sie sich für einen Hund aus dem Ausland entscheiden, statten Sie Ihrem örtlichen Tierheim einen Besuch ab. Auch weniger niedliche Hunde haben ein schönes Leben verdient!

 

Elektronische Tierkennzeichnung
Die elektronische Kennzeichnung, auch als „Chippen“ bezeichnet, gibt es bereits seit mehreren Jahren und wird im Tierheim seit vielen Jahren zur Kennzeichnung von Tierheimhunden eingesetzt.
Trotz dass es diese Art der Kennzeichnung schon lange gibt, wissen viele Tierhalter nicht, was es mit dem Chip auf sich hat, deshalb gibt es hier die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Was ist der Chip?

Der Chip ein etwa reiskorngroßer Mikrochip aus Kunststoff. Auf dem Chip ist eine 16-stellige Nummer gespeichert, die weltweit nur einmal vergeben wird. Üblicherweise stehen die ersten drei Zahlen für einen Länder- oder Herstellercode, sodass man bei vielen Chipnummern ablesen kann, in welchem Land das Tier gechippt wurde. Der Chip enthält außer der Nummer keine weiteren Daten. Er ist also nicht geeignet, um das Tier zu orten. Um die Kennzeichnung nutzbar zu machen, muss das Tier ebenso bei einem Haustierregister registriert werden. Der Chip ist fälschungssicher und kann nur unter sehr großem Aufwand entfernt werden. Da der Chip so klein ist und im Laufe der Zeit mit dem umliegenden Hautgewebe verwächst, ist er so gut wie nicht zu finden und daher auch kaum operativ zu entfernen.

Warum sollte ein Tier gechippt werden?

Dafür gibt es viele gute Gründe. Der wichtigste ist, dass Ihr Tier unverwechselbar wird. Mithilfe der Haustierregister können Tierheime in der Regel innerhalb weniger Stunden den Halter ausfindig machen und das Tier rückvermitteln.
Zum anderen kann der Besitzer im Falle eines Diebstahls mithilfe des Chips zweifelsfrei belegen, wem das Tier tatsächlich gehört.
Auch wenn Tiere ausgesetzt werden, kann mitunter der Halter gefunden werden.
In vielen Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen) müssen alle Hunde gechippt sein, in vielen anderen Bundesländern nur die als gefährlich geltenden Hunde. Sobald man mit seinem Hund ins EU-Ausland fahren möchte, muss der Hund grundsätzlich gechippt sein.
Auch bei vielen Ausstellungen oder sportlichen Wettkämpfen wird verlangt, dass der Hund gechippt ist.

Welche Tiere können gechippt werden?

Der Mikrochip eignet sich für alle Haustiere, von Vögeln über Kleintiere, Hunde, Katzen und Großtiere.

Wie finde ich heraus, ob mein Tier bereits gechippt ist?

Der Chip kann bei jedem Tierarzt oder Tierheim mittels eines Lesegerätes ausgelesen werden. Auch Polizeibehörden oder Ordnungsämter verfügen teilweise über Lesegeräte. Üblicherweise wird der Chip in der linken Schulter implantiert.

Tut dem Tier die Kennzeichnung weh?

Das Implantieren des Chips ist vergleichbar mit einer Impfung und tut den Tieren nur geringfügig weh. Ist der Chip erst einmal unter der Haut, verwächst er mit dem umliegenden Hautgewebe und ist für die Tiere nicht mehr spürbar.

Wo kann ich mein Haustier registrieren lassen?

Es gibt in Deutschland zwei große Haustierregister, bei denen man sein Haustier registrieren lassen kann. Das Deutsche Haustierregister wird vom Deutschen Tierschutzbund getragen, daneben gibt es noch Tasso, die europaweit agieren. Beide Register sind seriöse Organisationen, in denen sich Tierhalter unkompliziert und kostenlos registrieren lassen können.

Tasso: www.tasso.net

Haustierregister: www.registrier-dein-tier.de