News-Archiv

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News-Archiv des Tierheim Chemnitz

• Am 01. November 2015 ist Weltvegantag

Vor 20 Jahren, als der Weltvegantag das erste Mal begangen wurde, war der Begriff „vegan“ noch weitgehend unbekannt. Inzwischen ist die vegane Ernährungsweise in allen Schichten der Bevölkerung angekommen. Momentan erleben wir einen regelrechten Trend zur veganen Ernährung. Und was hat nun vegane Ernährung mit Tierschutz zu tun? Ganz viel: wer auf tierische Produkte verzichtet, leistet aktiven Tierschutz - gegen Tierfabriken, gegen die Ausbeutung von Tieren, gegen die Abholzung des Regenwaldes zum Anbau von Futtergetreide, gegen Umweltverschmutzung, gegen Wasserverseuchung, gegen Hunger in der Welt, gegen den Klimawandel und immer so weiter. Der massive Fleisch- und Milchkonsum in der westlichen Welt ist die Ursache für viele Missstände auf der Welt. Ungesund ist es außerdem auch noch. Die meisten Zivilisationskrankheiten wie Gicht, Alzheimer, Krebs, Diabetes, Osteoporose oder Schlaganfälle lassen sich direkt auf einen zu hohen Fleischkonsum zurückführen. Die Welternährungsorganisation rät zu 300-400g Fleisch pro Woche. Das entspricht etwa 1-2 Portionen Fleisch. Durchschnittlich isst ein Mensch in Deutschland aber etwas mehr als ein Kilo Fleisch pro Woche. Da ist der Weltvegantag vielleicht eine gute Gelegenheit, seinen eigenen Fleischkonsum zu reduzieren und öfters mal eine rein pflanzliche Mahlzeit auf den Tisch zu bringen.

Hier gibt’s zwei leckere Rezepte:

Kartoffel-Lauch-Gulatte

Ravioli mit Cashew-Tomaten-Füllung

Oktober 2015

• Katzen werden gechippt

Die Kennzeichnung von Tieren mittels Mikrochip ist eine einfache und kostengünstige Methode, die schon seit vielen Jahren angewandt wird, um das eigene Haustier unverwechselbar zu machen. Die Hunde des Tierheims werden schon seit langem grundsätzlich vor der Vermittlung gechippt und auch bei privaten Haltern sind mittlerweile sehr viele Hunde so gekennzeichnet. Bei Katzen ist das Chippen leider noch nicht weit verbreitet und auch im Tierheim wurden die Katzen bisher nur mittels Tätowierung gekennzeichnet. Das hat sich nun geändert, wir werden ab sofort auch unsere Katzen chippen und registrieren lassen. Da die Rücklaufquote von Fundkatzen mit 8% nach wie vor sehr gering ist, hoffen wir so langfristig, die Rückvermittlung effektiver zu gestalten. Insbesondere bei Freigängerkatzen, die abwandern, in ein Auto einsteigen oder einfach mitgenommen werden, ist ein Chip extrem hilfreich.

Wer sein Haustier chippen lassen möchte, kann das bei jedem Tierarzt durchführen lassen. Wichtig ist, sein Haustier danach auch im Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen, denn ohne Registrierung nützt die Chipkennung überhaupt nichts.

Oktober 2015

• Hundewanderung am 05.12.2015

Am 05.12.2015 möchten wir unsere diesjährige beliebte Hundewanderung machen. Mitmachen können Mitglieder mit Gassigeherberechtigung, Gassigeher und Paten des Tierheims sowie deren Begleitpersonen. Wer keinen Tierheimhund ausführen kann oder möchte, kann natürlich auch den eigenen Hund mitbringen. Der 05. Dezember ist nicht von ungefähr gewählt. Es ist der Tag des Ehrenamts. Wir möchten diesen Anlass nutzen, um den teils langjährigen Helfern und Unterstützern des Tierheims Danke zu sagen für die Arbeit, die diese Helfer bei uns leisten. Die Hundewanderung wird wie in den vergangenen Jahren etwa 10 km lang sein, anschließend möchten wir den Tag mit Euch bei gemütlichem Kaffeetrinken und Weihnachtsgebäck ausklingen lassen.

Die Anmeldeliste zur Hundewanderung liegt im Tierheim aus. Der Unkostenbeitrag beträgt 5,00 €; für Kinder bis 14 Jahren 2,50 €.

Wir freuen uns auf Ihre rege Beteiligung!

Oktober 2015

• Notfelle suchen Paten/Interessenten

Im Tierheim leben seit einigen Wochen zwei Katzen, die sehr krank sind. Irma, eine ca. 3 Jahre alte Fundkatze, hatte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung und ist nun lebenslang auf Spezialfutter angewiesen. Das spezielle Futter für Irma kostet 2€/ Tag. Irma ist trotz allem eine sehr liebe und sensible Katze, die sich ein neues Zuhause wünscht.

Schildchen ist eine sehr hübsch gezeichnete liebe Fundkatze, die leider eine Schilddrüsen-Fehlfunktion hat. Da Schildchen sich absolut keine Tabletten verabreichen lässt, muss auch sie Spezialfutter vom Tierarzt bekommen, das kostet uns 3,50€/ Tag oder 105 € im Monat. Da die Futterkosten für beide Tiere sehr hoch sind, suchen wir Paten, die uns finanziell unterstützen und in ihrer Freizeit vielleicht auch etwas Zeit für die Tiere haben.

Unser Ziel ist es natürlich, beide Katzen dauerhaft in ein gutes Zuhause zu vermitteln, Interessenten sind daher herzlich willkommen und können gern zu unseren Öffnungszeiten vorbeikommen.

Oktober 2015


• Mischlingswelpen suchen ein neues Zuhause

Die Anfang September an der Autobahn gefundenen Welpen sind nun auf der Suche nach einem verantwortungsbewussten neuen Zuhause.

Die Tiere werden vermutlich mittelgroß-groß werden, genau können wir das leider nicht sagen, da wir die Elterntiere nicht kennen.

Es handelt sich um 4 Hündinnen und 2 Rüden.

Die Tiere sind jetzt 8-9 Wochen alt, geimpft, gechippt und entwurmt.

September 2015


• Mitgliederversammlung setzt starkes Zeichen

Zur Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes in Stuttgart wurde vor allem eines präsentiert: Einigkeit und ein starkes Zeichen für den Tierschutz in Deutschland.

Zu tun bleibt auch nach über 100 Jahren Deutscher Tierschutzbund vieles. So kämpft unsere Dachorganisation weiterhin für eine bessere Ausstattung und Struktur der Tierheime, für ein besseres Tierschutzgesetz und Schutzverordnungen für Heim,- Wild- und Nutztiere. Die Mitgliederversammlung forderte von der Bundesregierung endlich die Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen von CDU, CSU und SPD. Dort wurde unter anderem vereinbart, Tierheime besser auszurüsten, den Wildtierhandel zu verbieten, die Haltung von Exoten in Privathand unter strenge Kontrollen zu stellen und die Haltungsgenehmigungen von landwirtschaftlichen Nutztieren genauer zu prüfen. Konsequent umgesetzt wurden alle diese Maßnahmen bisher nicht.

September 2015

© Deutscher Tierschutzbund

• Tierheim läuft beim Firmenlauf mit

Am 02.09.2015 fand der diesjährige Firmenlauf Chemnitz statt. Bereits zum zweiten Mal lief auch das Tierheim mit 9 Läufern mit. Um ordentlich aufzufallen, liefen 4 Mitarbeiter in Tierkostümen. Dafür wurden wir sogar für den Preis als Kreativste Firma nominiert. Wir werden auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein und hoffen auf noch mehr Unterstützer, die mit uns laufen möchten.

September 2015


• 8 Welpen an der Autobahn ausgesetzt

Vergangenen Mittwoch wurden an der Autobahn bei Chemnitz an einer kleinen Raststätte 8 Mischlingswelpen gefunden. Welche Rassen oder Rassemischungen dabei sind, ist jetzt noch nicht ersichtlich. Es werden aber einmal große Hunde werden. Die Welpen sind ca. 4 Wochen alt, also noch viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu sein. Die Tiere haben schweren Giardienbefall und müssen in den nächsten Wochen intensiv betreut werden. Vermutlich handelt es sich bei den Hunden um illegal aus Osteuropa eingeschleppte Tiere, die hier für Ramschpreise verkauft werden sollten.

Die Hunde werden nun bei uns im Tierheim aufgepäppelt, geimpft, gechippt und entwurmt. Sobald die Hunde alt genug und gesund sind, suchen wir für die Tiere ein liebevolles neues Zuhause.

September 2015


• 4 Schlangen aus Massentierhaltung übernommen

Meldungen über Massentierhaltungen häuften sich in den letzten Jahren. Häufig sind Kaninchen, Katzen oder Kleinvögel die betroffenen Tiere. Nicht so in diesem Fall: in Leipzig wurde eine Haltung aufgelöst, in der Wohnung befanden sich rund 40 Schlangen sowie rund 30 Vogelspinnen. Da kein Tierheim in der Lage ist, so eine Menge an Tieren auf einmal aufzunehmen, wurden die Tiere auf verschiedene Tierheime und Auffangstationen verteilt. So übernahm auch das Chemnitzer Tierheim von den Leipzigern 3 Teppichpythons und ein Tigerpython. Pythons sind Würgeschlangen, also ungiftig, aber trotzdem nicht einfach zu händeln. Ein Tigerpython kann ausgewachsen eine Länge von bis zu 6 m erreichen! Teppichpythons werden mit ca. 2 m Körperlänge nicht ganz so groß. Dennoch stellt die Haltung solcher großer Schlangen eine Herausforderung dar.

August 2015


• 7 ausgesetzte Hunde auf dem Schlossberg gefunden

Am Dienstagnachmittag wurde das Tierheim Chemnitz zum Einsatz auf den Schlossberg gerufen. Jemand hatte fünf erwachsene Hunde und zwei Welpen ausgesetzt. Die Tiere waren an einem Treppengeländer und Büschen angebunden. Die Welpen sind gerade einmal 2 Wochen alt. Bei den erwachsenen Hunden handelt es sich um einen Chihuahua-Rüden und 4 kleine Mischlingshündinnen. Drei der Hündinnen sind trächtig und werden in den nächsten Tagen Jungtiere bekommen. Die Tiere wurden im Tierheim auf dem Pfarrhübel untergebracht und tierärztlich versorgt. Den Hunden geht es den Umständen entsprechend gut. Weshalb die Hunde ausgesetzt worden sind, ist noch unklar.

Für den Rüden werden wir in der nächsten Zeit Interessenten suchen, die Hündinnen werden noch eine Weile im Tierheim bleiben, bis alle Welpen groß genug für die Vermittlung sind.

Juli 2015



• Mach' die Tonne leer — Wegwerfstopp für Supermärkte

Frankreich hat es vorgemacht: Ein neues Gesetz verbietet Supermärkten, essbare Lebensmittel wegzuwerfen. Vorgeschrieben sind Preisnachlässe für Unverkauftes, kostenlose Abgabe an gemeinnützige Organisationen oder zur Tierfütterung. Bildungsarbeit und eine veränderte Einkaufsstrategie gehören zum Paket dazu. In Deutschland gibt es zwar vollmundige Ankündigungen, aber die ungeheuren Mengen essbarer Lebensmittel, die auf den Müll wandern, sinken kaum.

Wir vom Tierheim können das bestätigen. Wir holen wöchentlich für unsere Tiere vom Großhandel Obst, Gemüse und Brotwaren, die aus dem Läden zurückgekommen sind. Es ist ungeheuerlich, was dort alles im Müll landet.

Mach mit uns Druck auf den Bundestag für einen Wegwerfstopp für Supermärkte!

Die Zeit ist reif. Unterschreib' jetzt hier: http://www.leeretonne.de

Quelle: leeretonne.de

Juli 2015

• Fische leiden auch - Volkssport - Fischmord

Angeln gehört für sehr viele Menschen zur entspannten Freizeitgestaltung. Dabei ist längst bekannt, dass Fische Schmerzen empfinden können - wie wir. Trotzdem löst ein Fisch, der an seinem empfindlichen Maul an einem Haken aus seinem Lebensraum gezogen wird, nur bei wenigen Menschen Mitleid aus. Ein Schwein, das geschlachtet wird, erntet viel mehr Anteilnahme. Noch immer hält sich hartnäckig der Irrglaube, dass Fische kaum Schmerzen empfinden können und rein instinktgesteuert sind. Die Wahrheit ist, dass sich Fische und Menschen einfach vollkommen fremd sind. Die Tiere leben in einem ganz anderen Lebensraum als wir, sind uns auch körperlich viel unähnlicher als ein Schwein und können nicht schreien.

Forscher haben in den letzten Jahren in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass die Fische extremen Stress haben, wenn sie den Angelhaken schlucken und daran aus dem Wasser gezogen werden. Der Todeskampf des Fisches, der sogenannte Drill, ist für viele Angler erst das eigentliche Highlight. Stolz wird hinterher der Fisch präsentiert. Dabei wird häufig die schützende Schleimhaut verletzt. Der Haken steckt noch im empfindlichen Maul.

Rund 1,7 Millionen Angler sind in Deutschland registriert, geschätzt wird, dass rund 5 Millionen Menschen gelegentlich angeln.

Das Argument der Anglerverbände, Natur- und Gewässerschutz zu betreiben, ist unlogisch. In der Regel werden in Angelgewässer extra Fische eingesetzt, um anschließend wieder genug zum Angeln zu haben. Was für Auswirkungen diese Praxis auf die Seen und Flüsse hat, ist nicht bekannt. Es gibt dazu bisher noch keine ausreichenden Untersuchungen. Das Tierschutzgesetz besagt eindeutig, dass keinem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen sind. Dient das Angeln des Nahrungserwerbs, ist das ein vernünftiger Grund. Nicht vernünftig ist das Angeln aus purem Spaß, das sogenannte Trophäenangeln. Dabei werden möglichst große Fische geangelt und teilweise mit schweren Verletzungen zurück ins Wasser geworfen. Nicht zulässig ist ebenso das Aussetzen von Zuchtfischen in Angelgewässer, um sie dann anschließend wieder zu fangen. Wenn die Fische dem Nahrungserwerb dienen, kann man sie auch direkt aus dem Zuchtbecken holen. Sehr problematisch ist auch die Praxis einiger Bundesländer, die Touristen-Angelscheine herausgeben. Damit kann jeder Laie, teilweise auch Kinder, angeln. Eine fachkundige Unterweisung gibt es in der Regel nicht, bestenfalls eine Broschüre. Dass damit das Leid der Fische nur noch vergrößert wird, ist offensichtlich.

Wir sollten unsere Haltung den Fischen gegenüber überdenken und akzeptieren, dass es sich dabei um leidensfähige Tiere handelt, die keine Sportgeräte sind und nicht zum Spaß geangelt werden dürfen.

Juli 2015

• Das war das Tierheimfest 2015  
Trotz des wechselhaften Wetters kamen rund 1.000 Besucher auf den Pfarrhübel, um sich das Tierheim anzuschauen
Unser Fest wurde durch verschiedene andere Vereine und Organisationen bereichert, hier im Bild der Soka-Run-Verein, die Hundeschule familiaris und Ärzte gegen Tierversuche
In unserem Festzelt konnten die Leute Tierzubehör aus dem Tierheimfundus erwerben, daneben sind die Stände von Futter 1a und dem Naturhof Chemnitz
Die Hundeschule Arlette Burghard arbeitet eng mit dem Tierheim zusammen und zeigte im Hundeparcours ihre Arbeit
Die Raufergruppe der Hundeschule Arlette Burghard bewies, dass man auch eher unverträglichen Hunden Sozialkontakt mit Artgenossen bieten kann
OB Barbara Ludwig sowie verschiedene Vertreter aus Stadtrat und Landtag und vom Landestierschutzverband Sachsen folgten unserer Einladung zum Fest. Vorstandsmitglied Steffen Mehl erläuterte die Schwierigkeiten des Vereins und zeigte den Politikern das Tierheim
Besichtigung der Großtierstation, die vom Verein in Eigenleistung und mithilfe von Fördermitteln des Landes realisiert werden konnte
Unsere Ziegen ließen sich gern von den Kindern mit Streicheleinheiten und Leckerlies verwöhnen
Auch die Hunde bekamen an diesem Tag viele Streicheleinheiten und der ein oder andere passende Interessent fand sich auch
Dank Fischers Hof war die Verpflegung der Besucher kein Problem. Ab mittags stellte Fischers Hof auch noch kurzfristig eine Hüpfburg auf, nachdem uns die Agentur, die das eigentlich machen sollte, im Stich gelassen hatte
Alternativ zu Fleischgrill und Kuchenbasar gab es auch in diesem Jahr wieder den Vegan-Grill von Peacefood Chemnitz, der tierfreies und leckeres Essen anbot
Die Ponys vom Pferdehof Borna-Heinersdorf fanden bei den Kindern regen Anklang
Erstmalig in diesem Jahr war die Organisation Ärzte gegen Tierversuche dabei, die mit viel Fachwissen und sehr anschaulich über die Auswüchse von Tierversuchen berichtete
Unser Maskottchen sorgte überall für gute Laune und verteilte Süßigkeiten und Luftballons an die Kinder
   
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere bei Fischers Hof, die uns mit Festzelt, Grillwagen, Getränkewagen und der spontanen Organisation einer Hüpfburg tatkräftig unterstützten.



Dank auch an die Voigt-Bäckerei aus Chemnitz-Erfenschlag und die Bäckerei Göpfert aus Krumhermersdorf,
die mit gespendetem Kuchen unseren Kuchenbasar bereicherten.

     

Vielen Dank an Peacefood Chemnitz und Futter 1a, die ihre Einnahmen des Tages an das Tierheim spendeten.

   
   
Ganz besonders danken möchten wir den vielen Helfern und Kuchenbäckern, die uns vor, während und nach dem Fest beim Auf- und Abbau und dem Betreuen von Stationen und Ständen unterstützt haben!
   
Es war ein sehr schönes Fest und wir freuen uns schon auf das nächste!

• Hängebauchschwein aus schlechter Haltung befreit

Am vergangenen Mittwoch wurden wir zum Einsatz gerufen. Diesmal ging es nicht um einen Hund oder eine Katze, sondern um ein Hängebauchschwein. Das Tier wurde in einem kleinen Verschlag in einer Gartensparte gehalten, jahrelang ohne Kontakt zu Artgenossen. Der Besitzer hatte das Tier ursprünglich als Minischwein für die Wohnung gekauft, aber das Schwein wuchs und wuchs und so musste es schließlich in den Garten umziehen. Nachdem der Besitzer umzog, kümmerte er sich nicht mehr um das Tier, das Schwein wurde von Anwohnern sporadisch gefüttert und magerte ab. Die Klauen wurden schon seit Jahren nicht mehr gepflegt, entsprechend schlecht kann das Tier laufen.

Die Sau ist 10 Jahre alt und befindet sich jetzt im Tierheim Chemnitz. Wir werden das Tier nun wieder aufpäppeln. Wenn sie stabil ist, werden wir versuchen, die Sau in unsere Schweinegruppe zu integrieren. Bis dahin fällt uns auch noch ein schöner Name für sie ein.

Juni 2015


• Schleswig-Holstein verabschiedet neues Hundegesetz und schafft Rasselisten ab

Der schleswig-holsteinische Landtag hat gestern ein neues Gesetz über das Halten von Hunden beschlossen. Das Gesetz wird Anfang 2016 in Kraft treten. Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landesverband Schleswig Holstein e.V. begrüßen insbesondere die Abschaffung der Rasseliste, da weder statistische Erhebungen noch wissenschaftliche Studien eine pauschale Sonderbehandlung der gelisteten Rassen begründen. Gleichzeitig kritisieren die Tierschützer unter anderem eine fehlende Registrierungspflicht. „Die Vorverurteilung von Hunden bestimmter Rassen hat auch zahlreiche verantwortungsvolle Halter dazu genötigt, ihre friedlichen Tiere im Tierheim abzugeben“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Jetzt gilt es, das Gesetz zielgerichtet im Interesse der Hunde und ihrer Halter umzusetzen.“ Nach Niedersachsen hat damit auch Schleswig-Holstein den bisherigen Kurs im Umgang mit vermeintlich gefährlichen Hunden korrigiert. Die anderen Bundesländer müssten nun nachziehen, so Schröder, um bundesweit die pauschale Diskriminierung von Hunden zu beenden. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass im Einzelfall über die Gefährlichkeit eines Tiers entschieden werden muss. Dass durch die Einführung von Rasselisten weniger Beißvorfälle zu verzeichnen sind, ist ebenfalls statistisch nicht belegt. Ein Sachkundenachweis des Halters ist nicht nur aus Sicht der Gefahrenprävention, sondern auch aus Tierschutzsicht zu begrüßen. Die Tierschützer sehen außerdem enormen Nachbesserungsbedarf bei der Registrierungspflicht von Hunden. Die Kennzeichnung mittels Transponder, wie sie in Schleswig-Holstein verpflichtend wird, ist nur dann sinnvoll, wenn sie mit einer Registrierungspflicht einhergeht. Nur so ist eine sofortige Ermittlung des Halters möglich. Zum einen würde die Registrierungspflicht die Rückgabe von Fundtieren im Tierheim an den Besitzer erleichtern, zum anderen könnte aber auch dem Aussetzen von Hunden oder dem illegalen Handel mit gestohlenen Tieren entgegengewirkt werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juni 2015

• Fly und Ayk können vermittelt werden

Unsere beiden Pflegefälle Fly und Ayk können ab sofort
vermittelt werden.

Nach einem halben Jahr Tierheimaufenthalt wurden die
Hunde vom Veterinäramt freigegeben.
Leider brauchte es so lange, um alle rechtlichen
Belange zu klären.

Fly und Ayk haben sich mittlerweile komplett von den
Strapazen der vorherigen Haltung erholt, haben
ordentlich an Gewicht zugelegt und sind fröhlich und
munter.

Nähere Infos zu den Hunden gibt's auf unserer
Vermittlungsseite.

Juni 2015


• Wie lustig ist Leid? - Keine Wildtiere im Zirkus

Wildtiere gehören nicht in die Zirkusmanege, denn sie stellen besonders hohe Ansprüche an ihre Haltung und Unterbringung. In einem Zirkusunternehmen ist eine verantwortbare Haltung von Wildtieren grundsätzlich nicht möglich. Ein unhaltbarer Zustand, den auch schon andere Länder erkannt haben. So hat eine ganze Reihe von EU-Mitgliedsstaaten das Mitführen bestimmter Wildtierarten in Zirkussen bereits untersagt. Deutschland hinkt weiterhin hinterher.

Wir klagen an:
In Deutschland sind Elefanten, Tiger, Bären und viele andere Wildtiere weiterhin gezwungen, fragwürdige Kunststücke in der Manege vorzuführen. Weil immer wieder Zirkusbetriebe erheblich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, versuchen viele Städte und Gemeinden die Auftritte der Zirkusse in ihrem Einzugsgebiet einzuschränken. Die kontrollierenden Veterinärämter sind jedoch überfordert und haben zudem mit den veralteten Haltungsvorgaben der „Zirkusleitlinien“ nur eine stumpfe Waffe im Kampf gegen Missstände zur Hand. Zwar hat sich der Bundesrat bereits 2003 und 2011 für ein Wildtierverbot ausgesprochen, doch die Bundesregierung hat es über Jahre versäumt, ein solches einzuführen.

Die Politik hat die Zirkustiere schlichtweg im Stich gelassen.


Sie können helfen:
Bitte unterstützen Sie uns und setzen auch Sie sich für ein Wildtierverbot in Zirkussen ein!

• Besuchen Sie keine Zirkusveranstaltungen, die Wildtiere
   im Programm haben.
• Klären Sie Freunde und Verwandte über die Probleme und
   Missstände hinter den Kulissen der Zirkuswelt auf.
• Senden Sie Briefe oder E-Mails an die
   Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition, Volker
   Kauder und Thomas Oppermann, sowie der
   Oppositionsparteien.
• Wenden Sie sich an ihren Bürgermeister oder Gemeinderat
   mit der Bitte, zu prüfen, ob eine Einschränkung von
   Gastspielen für Zirkusbetriebe mit Wildtieren in ihrem
   jeweiligen Wohnort ermöglicht werden kann.
• Teilen Sie auf Facebook und anderen Social Networks
   unsere Kampagnenmotive.

Unsere Forderungen:

Wir fordern ein Verbot der Haltung von allen Wildtieren in Zirkusunternehmen, umgehend zumindest ein Teilverbot bestimmter Tierarten wie Affen (nicht-menschliche Primaten), Elefanten, Bären, Nashörner, Flusspferde und Giraffen gemäß Beschluss des Bundesrats vom November 2011.

Ein Verbot von Elefanten, Bären und Affen wurde bereits 2003 vom Bundesrat gefordert, seitdem aber nicht von der Bundesregierung umgesetzt.

Außerdem fordern wir eine Verbesserung der Haltungsanforderungen aller Zirkustiere durch Anpassung der Zirkusleitlinien aus dem Jahr 2000. Nachdem das völlig veraltete Säugetiergutachten von 1996 vom BMEL im Mai 2014 in aktualisierter Fassung veröffentlicht wurde, sind die Abweichungen von Mindesthaltungsvorgaben in den Zirkusleitlinien nun noch eklatanter. Es kann nicht sein, dass Zirkustiere nur als Tiere zweiter Klasse angesehen werden, für die geringere Vorgaben als für deren Artgenossen in Zoos, Tierparks oder in Privathaltung gelten.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juni 2015



• Tierisch-Tierisch - Ausstrahlung am 17.06.

Am 17.06. ist es wieder soweit: Tierisch-Tierisch ist zu Gast im Tierheim Chemnitz. Immer mittwochs 19.50 Uhr läuft die bekannte und beliebte Sendung im MDR nun schon seit vielen Jahren. Die Resonanz ist meistens sehr gut und viele Tiere finden durch diese Sendung ein neues Zuhause. Gedreht wurde für die Folge bereits am 10.06.

Juni 2015

• 25 Jahre Tierschutzverein Chemnitz&Umgebung e.V.

Der Tierschutzverein Chemnitz kann in diesem Jahr auf 25 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit zurückblicken. Über 7.500 Hunde, rund 6.000 Katzen und ca. 2.500 Kleintiere und Reptilien wurden in diesen Jahren vom Tierheim betreut, versorgt und in liebevolle Hände weitervermittelt. In diesen 25 Jahren hat sich das Tierheim grundlegend verändert. Aus einer ehemaligen Schweinemastanlage entstand im Laufe der Jahre eine großzügige Anlage für in Not geratene Tiere. Nicht nur Hunde, Katzen, Kleintiere und Exoten finden bei uns ein vorübergehendes Zuhause, sondern auch klassische Bauernhoftiere wie Schweine, Ziegen, Esel, Hühner und Enten. Wir sind stolz auf das bisher Erreichte und sehen mit Hoffnung auf die kommenden 25 Jahre Tierschutzarbeit.

Wir laden alle tierlieben Menschen ganz herzlich zu unserem Tierheimfest auf dem Pfarrhübel ein!

Wann? 27.06.2015 (Samstag) 10-17 Uhr

Wo? Tierheim Chemnitz, Pfarrhübel 80, 09125 Chemnitz

Was gibt es zu sehen?

- Blicke hinter die Kulissen des Tierheims
- Ponyreiten, Streichelgehege für die Kinder
- Hundeschulen zeigen ihre Arbeit
- Versch. dem Tierschutz verbundene Vereine stellen sich vor
- Trödelmarkt für Tierzubehör
- Glücksrad, Kinderschminken, Hüpfburg

Für das leibliche Wohl ist gesorgt:
erstklassiger Kuchenbasar, vegane Essbude, Würstchengrill, für jeden ist etwas dabei!

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

P.S. Da wir nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten haben, bitten wir die Gäste, wenn möglich mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen (Tramlinie 6/522, Bus E51 bis zur Endstelle Altchemnitz und anschließend ein gemütlicher Spaziergang den Pfarrhübel hinauf).

• Ehemaliger Besitzer von Fly und Ayk in Leipzig verhaftet

Marco E., der 4 Hunde in einer Abrissruine zurückließ, was zwei Hunde mit knapper Not überlebten, wurde Anfang der Woche in Leipzig verhaftet. Nicht wegen der Tierquälerei, sondern wegen anderer Delikte. Wir sind aber trotz allem in gewisser Weise froh, dass dieser Mensch fürs Erste hinter Schloss und Riegel sitzt und nun auch wegen der Qualen, die er den Hunden zugefügt hat, zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Fly und Ayk, den beiden Hunden, die damals das wochenlange Hungern und Dursten überlebten, geht es weiterhin gut, ihr Gesundheitszustand ist stabil und wir sind sehr froh, dass offenbar keiner der beiden Hunde einen dauerhaften Schaden der Leidenszeit davontragen wird. Wir warten nun täglich auf die Freigabe vom Veterinäramt Chemnitz, um endlich ein schönes neues Zuhause für die Hunde suchen zu können.

Mai 2015

• Pressemeldung:
  Tag des Versuchstiers: Forschung ja, Tierversuche nein!

Zum Internationalen Tag des Versuchstiers am 24. April erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die ethische Problematik, fühlende Lebewesen als Messinstrumente oder „Krankheitsmodelle“ zu missbrauchen. Allein 2013 mussten knapp drei Millionen Tiere für die Forschung leiden und sterben. Hinzu kommen die Millionen ungezählter Tiere aus der sogenannten Vorratshaltung. Nach wie vor fehlen trotz Absichtserklärungen konkrete Maßnahmen der Bundesregierung, um Tierversuche deutlich einzudämmen und letztendlich vollständig zu ersetzen. Unter dem Motto „Forschung ja, Tierversuche nein!“ ruft der Verband gemeinsam mit dem Bündnis Tierschutzpolitik Berlin daher am 25. April zur Großdemonstration gegen Tierversuche in Berlin auf.

„Es ist höchste Zeit für ein Umdenken: Statt immer neuer Investitionen in grausame Tierversuche benötigen wir dringend mehr Gelder für die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungs- und Testmethoden – und es gibt bereits hervorragende Methoden, bei denen kein Tier leiden muss. Das muss die Forschung der Zukunft sein. Daher auch das Motto der Demonstration „Forschung ja, Tierversuche nein!“ - wir möchten an diesem Wochenende ein klares Zeichen für Forschung ohne Tierleid setzen“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Vor dem Hintergrund der Skandale, wie die durch erschütternde Videobeweise belegten Missstände bei den Affenversuchen am Max-Planck-Institut in Tübingen, fordert der Verband die Bundesregierung erneut auf, den Ausstieg aus der Praxis Tierversuche endlich mit konkretisierten Plänen anzugehen.

Am 25. April demonstriert das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund in Berlin für die Abschaffung aller Tierversuche und für eine moderne tierversuchsfreie Forschung. Wer sich an der Demonstration in Berlin beteiligen möchte, findet nähere Informationen unter www.tierschutzbund.de/tierversuchsprotest.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2015

• Pressemeldung:
  Nach ARD-Beitrag: Deutscher Tierschutzbund fordert strikte Aufklärung durch
  den Zoofachhandel und ein Heimtierschutzgesetz

Am gestrigen Abend zeigte ein Beitrag des ARD-Magazins „REPORT MAINZ“, nach gemeinsamen Recherchen mit „DER SPIEGEL“, die schlimmen Bedingungen unter denen viele der im Handel erhältlichen Heimtiere, wie Meerschweinchen, Hamster oder Vögel bei Züchtern und Lieferanten gehalten werden. Der Deutsche Tierschutzbund fordert von der Heimtierbranche eine strikte Aufklärung und sofortige Kontrolle aller Lieferanten. Der Verkauf von Tieren über Baumärkte und Tierhandlungen wird von Tierschutzseite grundsätzlich kritisch gesehen. Menschen, die sich für ein Haustier interessieren, sollten zunächst ins Tierheim gehen, wo viele tolle Tiere auf eine zweite Chance warten. Der Gesetzgeber sei zudem aufgefordert ein Heimtierschutzgesetz zu erlassen, mit dem Zucht, Haltung und Umgang mit Heimtieren verbindlich geregelt werden.

„Die Bilder der Haltungsbedingungen sind schockierend. Das ist die Folge, wenn man Tiere zu Schleuderpreisen anbietet“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Und er ergänzt: „Der Zoofachhandel und Baumärkte mit Lebendtierverkauf müssen umgehend sämtliche Lieferanten kontrollieren und bei Missständen die Zusammenarbeit sofort kündigen. Gleichzeitig zeigen die Bilder von Report Mainz dass eine flankierende Gesetzgebung dringend nötig ist: Wir brauchen verbindliche Standards über ein Heimtierschutzgesetz.“

Tierfreunde, die sich für ein Tier als Familienmitglied interessieren, sollten sich zuerst im örtlichen Tierheim beraten lassen. Hier warten viele Tiere auf ein neues Zuhause. Die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime betreuen jährlich 300.000 Tiere, hinzukommen unzählige Pflegestellen.

Der Beitrag von „REPORT MAINZ“ dokumentierte am Dienstagabend, wie Tausende Tiere in überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen gehalten werden. Viele lebten in ihrem eigenen Kot, manche waren verletzt, andere verwesten bereits. Auch belegten Bilder, dass die Tiere nicht ausreichend mit Trinkwasser versorgt wurden. Der Verbraucher bekommt von all dem Tierleid nichts mit. Er sieht nur flauschige Kaninchen oder niedliche Meerschweinchen, die im Geschäft für wenig Geld zu kaufen sind.

Durch den Erlass eines Heimtierschutzgesetzes könnten derzeit vorhandene Gesetzeslücken geschlossen werden. Die Haltung, Kennzeichnung, Registrierung, die Ausbildung, die Zucht und der Handel mit Heimtieren könnten damit insgesamt wirksam und umfassend einheitlich geregelt werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2015

• Nächste Gassigeherschulung am 18.07.2015

Die nächste Gassigeherschulung findet am 18.07.2015 im Tierschutzverein Chemnitz statt.

Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.

Das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden ist nur nach erfolgter Schulung möglich.
Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch hier.

• Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Sachsen e.V.
   fasst wichtigen Beschluss zu Hundeimporten


Am 11.04.2015 fand in Siebenlehn die Mitgliederversammlung des Landestierschutzverbandes Sachsen statt, bei dem auch der Tierschutzverein Chemnitz Mitglied ist. Der Landestierschutzverband Sachsen e.V. ist die übergeordnete Organisation der sächsischen Tierschutzvereine, die Mitglied im Deutschen Tierschutzbund sind. Ziel des Verbandes ist neben der besseren Vernetzung der Tierschutzvereine untereinander insbesondere die Vertretung der Tierschutzvereine in Gremien und Ausschüssen auf kommunaler und Landesebene, um das Thema Tierschutz in Politik und Wirtschaft ein- und voranzubringen.

Ein wichtiger Beschluss wurde von der Mitgliederversammlung bezüglich Hundeimporten geschlossen. Tierschutzvereine, die solchen sogenannten Auslandstierschutz betreiben, sollen in Zukunft von der Förderung des Tierschutzbundes ausgeschlossen werden. Die Hundeimporte sind für die Tierheime ein riesiges Problem. Mehr oder weniger seriöse Vereine bringen jährlich Tausende Hunde nach Deutschland und verkaufen die Hunde hier gewinnbringend weiter. Obwohl dadurch sicherlich in vereinzelten Fällen einem Hund tatsächlich geholfen wird, ist der Großteil der importierten Hunde doch verdächtig jung, unkompliziert und niedlich. Wer will nachweisen, ob der Hund tatsächlich aus einer Tötungsstation stammt? Offiziell sind solche Tötungsstationen schon seit einigen Jahren EU-weit verboten und bisher hat der Hundeimport auch in keiner Weise die Situation der Hunde in Süd- und Osteuropa geändert. Im Gegenteil: viele arme Menschen haben das Geschäft erkannt und vermehren in den Hinterhöfen Hunde, die dann durch professionelle Aufkäufer abgeholt und nach Deutschland weiter verbracht werden. Hier wird mit Schauergeschichten und dem Mitleidsfaktor dann das große Geld gemacht, zum Nachteil der „deutschen“ Hunde, die in den Tierheimen versauern, weil sie nicht niedlich genug sind und die Hunde es in den deutschen Tierheimen „ja gut haben“.

Es gibt unglaublich viele mehr oder weniger seriöse Tierschutzvereine, die mit Auslandshunden Geld verdienen und leider gibt es auch einige Tierheime im Deutschen Tierschutzbund, die sich mit solchen Methoden über Wasser halten. Dabei hat der Deutsche Tierschutzbund schon vor Jahren einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass solche Methoden nicht gebilligt werden.

Ohne Frage besteht in Süd- und Osteuropa Handlungsbedarf, um die Situation der Straßenhunde zu verbessern. Aber das kann nur durch Hilfe vor Ort - durch Hilfe zur Selbsthilfe erfolgen. Die Hilfe vor Ort findet unsere volle Unterstützung, nicht aber das gewinnbringende Geschäft auf Kosten der Tiere und Menschen.

In diesem Sinne ist der jetzige Beschluss der Mitgliederversammlung ein wichtiger und richtiger Schritt.

April 2015

• Sinkende Versuchstierzahlen: Augenwischerei

Zum Internationalen Tag des Versuchstieres am 24. April 2015 erinnert der Tierschutzverein Chemnitz an die ethische Problematik, fühlende Lebewesen als Messinstrumente oder „Krankheitsmodelle“ zu missbrauchen. 2013 gab es einen Rückgang der Versuchstierzahlen um 2,7% im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der Statistik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervorgeht. Auch wenn die Abnahme der Zahl der in Tierversuchen eingesetzten Tiere erfreulich ist, weist der Tierschutzverein Chemnitz auf die immer noch verbleibenden 2.997.152 Tiere hin, die im vergangenen Jahr für die Forschung leiden oder sterben mussten. Hinzu kommen die Millionen ungezählten Tiere aus der sogenannten Vorratshaltung. Nach wie vor fehlen trotz Absichtserklärungen konkrete Maßnahmen der Bundesregierung, um Tierversuche deutlich einzudämmen und letztendlich vollständig zu ersetzen.

Wir finden, es ist ein Armutszeugnis für den Forschungsstandort Deutschland, dass man sich weiterhin auf Tierversuche verlässt, anstatt sich modernen und innovativen Methoden zu öffnen, die ohne Tierleid auskommen. Statt grausamer Tierversuche benötigen die Institute dringend mehr Gelder für die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungsmethoden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2015

• Abschuss von Wölfen erhöht Nutztierrisse

Obwohl Wölfe in Sachsen das ganze Jahr unter Schutz stehen und nicht geschossen werden dürfen, kommt es immer wieder zu illegalen Abschüssen. Insbesondere Landwirte beklagen häufig die Schäden, die Wölfe an Nutztieren anrichten und fordern einen Abschussplan für die Wolfspopulation. Dass aber gerade das Töten von Wölfen die Jagd auf Nutztiere erhöht, wurde nun in einer Studie an der Washington State University nachgewiesen. Die Wissenschaftler werteten Zahlen aus 25 Jahren aus 3 verschiedenen US-Bundesstaaten aus und kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis: werden nur wenige Wölfe abgeschossen, erhöht sich im Folgejahr die Zahl der Nutztierrisse beträchtlich. Erst ab einer Abschussquote von 25% der Population ist von einer Senkung der Nutztierrisse auszugehen. Da aber in der Praxis so gut wie nie so viele Wölfe geschossen werden können, schießen sich Landwirte sozusagen ins eigene Bein, wenn sie Wölfe töten (lassen).

Werden nur vereinzelt Wölfe getötet, bringt das die Rudelstruktur durcheinander, sodass im Folgejahr mehr Wölfe Nachwuchs großziehen und folglich auch ein erhöhter Bedarf an Nahrung besteht. Den gleichen Effekt kann man hierzulande auch bei Rehen und Wildschweinen beobachten. Die weitgehend ungezielte Jagd bringt nur immer mehr Tiere hervor, als dass tatsächlich eine Senkung des Wildtierbestandes erfolgt, wie es offiziell vom Jagdverband angestrebt wird.

Junge und unerfahrene Wölfe neigen auch eher dazu, Nutztiere anzufallen. Insgesamt ist der Schaden an Nutztieren sehr gering. Lediglich 0,1-0,6% der Todesfälle sind auf Wolfsrisse zurückzuführen. Um den Wolf am Übergriff zu hindern, reichen schon einfache Maßnahmen: Elektrozäune und Herdenschutzhunde. Auch Lamas sollen angeblich Wölfe fern halten. Die bevorzugte Nahrung des Wolfes sind Wildschweine, Hirsche, Rehe und Kleinsäuger. Nutztiere werden nur im Ausnahmefall angegriffen.

Quellen:
Wissenschaft aktuell Studie: „Effects of wolf mortality on livestock depredations”,
Robert B. Wielgus, Kaylie A. Peebles;

März 2015

• Tierschutzbund fordert erneut ein Wildtierverbot in Zirkussen

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Initiative der SPD sich innerhalb der Koalition für ein Wildtierverbot in Zirkussen einzusetzen. Die ZDF-Sendung "Frontal 21" dokumentierte am Dienstagabend einmal mehr, wie tierschutzwidrig ein Leben für Elefanten, Löwen und andere Wildtiere im Zirkusalltag aussieht: Das harte Training, die engen Käfige und das ständige Reisen führen zu massiven Gesundheitsschäden und schweren Verhaltensstörungen. Eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von "Frontal 21" belegt aktuell zudem, dass zwei Drittel der Deutschen keine Wildtiere im Zirkus sehen wollen.

„Was Tiere zur Belustigung von Besuchern in Zirkusmanegen vorführen müssen, geschieht weder freiwillig noch ist es artgerecht. Die Tiere leiden erheblich und das lässt sich auch mit strengeren Vorschriften nicht lösen. Daher hilft nur ein Wildtierverbot in Zirkussen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Wildtiere stellen besonders hohe Ansprüche an ihre Haltung und Unterbringung. In einem Zirkusunternehmen ist eine verantwortbare Haltung grundsätzlich nicht möglich. Dennoch sind in vielen der etwa 300 in Deutschland umherreisenden Zirkusbetrieben weiterhin Tiere wildlebender Arten zu sehen: Tiger, Löwen, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Bären oder Affen – die Palette an mitgeführten Tierarten ist groß.

In vielen europäischen Ländern gilt längst ein Wildtierverbot - im September tritt ein solches Gesetz auch in den Niederlanden in Kraft. In Deutschland hatte der Bundesrat bereits 2003 und 2011 eine Forderung nach einem entsprechenden Verbot formuliert. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt daher die aktuellen Ankündigungen aus der SPD-Bundestagsfraktion, wonach die Partei noch in dieser Legislaturperiode ein Wildtierverbot für Zirkusse umsetzen möchte. Gleichzeitig kritisieren die Tierschützer die bisherige Blockadehaltung der CDU/CSU, denn wie eine Umfrage von "Frontal 21" belegt, ist auch eine Mehrheit der Unions-Wähler für ein Wildtierverbot.

Die Erfahrung zeigt, dass selbst die kontrollierenden Veterinärbehörden an dem Leid der Tiere wenig ändern können. Dies liegt daran, dass die Beschlagnahmung eines Wildtieres aus schlechter Zirkushaltung so gut wie nicht möglich ist, da geeignete Auffangstationen fehlen und eine solche Maßnahme mit hohen Kosten verbunden ist. Zudem sind die gesetzlichen Haltungsvorgaben für Tiere im Zirkus erschreckend gering, so dass auch die Veterinärbehörden keine strengeren Anforderungen vorschreiben können.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

März 2015

• 22. März 2015 - Weltwassertag

Was hat der Weltwassertag mit Tierschutz zu tun? Eine ganze Menge. Viele für uns alltägliche Handlungen beeinträchtigen die Wasserqualität und das Leben der Wasserbewohner.

Zum Beispiel unser Essverhalten: wer tierische Produkte aus Massentierhaltung isst, trägt dazu bei, die Wasserqualität zu senken. In Niedersachsen, dem Bundesland mit den meisten Mastbetrieben, sind die Grundwasserwerte alarmierend, das mit Medikamenten und Pestiziden kontaminierte Wasser gelangt inzwischen langsam aber sicher auch in tiefere Regionen, in denen Wasser für den Verkauf gewonnen wird. Über kurz oder lang werden auch in gekauftem Wasser die Folgen der Massentierhaltung spürbar sein.

Auch künstliche Süßstoffe wurden von der Stiftung Warentest in jedem 4. Mineralwasser gefunden. Diese Süßstoffe sind unter verschiedenen E-Nummern in vielen Produkten erhalten, werden vom Körper wieder ausgeschieden und gelangen ins Grundwasser.

Beispiel Medikamente: fast jeder hat in seiner Hausapotheke Aspirin stehen oder nimmt es regelmäßig ein, viele Frauen nehmen die Antibabypille. Auch andere Medikamente werden immer häufiger regelmäßig eingenommen. Für jede Krankheit gibt es eine chemische Lösung. Der Großteil der Wirkstoffe wird allerdings wieder ausgeschieden. Kläranlagen sind nicht in der Lage, diese chemischen Bestandteile vollständig zu filtern, die Wirkstoffe gelangen ins Grundwasser. Schon jetzt ist nachweisbar, dass viele Fische und Lurche unter dem Einfluss der Pille stehen und zeugungsunfähig werden. Organschäden aufgrund von Medikamenteneinfluss bei Wasserbewohnern sind keine Seltenheit mehr.

Beispiel konventionelle Landwirtschaft: in der Landwirtschaft werden eine Menge Kunstdünger eingesetzt, die nicht immer biologisch abbaubar sind. Auch diese Stoffe gelangen ins Grundwasser. Die Lösung lautet hier biologische Landwirtschaft, die ohne künstliche Düngemittel und Pestizide auskommt.

Die Liste ließe sich noch unbegrenzt fortsetzen. Ein bewussterer Umgang mit unserem Wasser ist aber auf alle Fälle erstrebenswert.

März 2015

• 3. März - Tag des Artenschutzes

Am 03. März ist der Tag des Artenschutzes. Dieser Tag wurde 1973 eingeführt, als ein Ergebnis des Washingtoner Artenschutzabkommens. Das Washingtoner Artenschutzabkommen, auch als CITES bekannt, regelt bzw. verbietet den Handel mit bedrohten Tierarten oder auch nur Teilen davon (z.B. Elfenbein, Kaviar, Leder usw.). Durch rücksichtslosen Handel, Umweltverschmutzung und Raubbau wurden und werden Tiere an den Rand des Aussterbens gebracht. Mehr als 33.000 Pflanzen- und Tierarten sind bereits gelistet, 175 Staaten sind dem Abkommen bisher beigetreten. Trotz alledem verschwinden jedes Jahr über 1.000 Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten. Welche Langzeitfolgen das Aussterben einer Art auf das gesamte Ökosystem hat, ist für Menschen nicht absehbar und stellt derzeit eine der größten Katastrophen der Erde dar.

Auch im Tierheim haben wir immer öfter mit CITES zu tun, denn viele sogenannte Exoten wie Chamäleons, verschiedene Schlangen, Leguane und auch viele Papageienarten sind gelistet und dürfen nur abgegeben werden, wenn es einen Herkunftsnachweis zum Tier gibt. Genau der fehlt aber in der Regel, denn häufig werden solche Tiere beschlagnahmt, aus verlassenen Wohnungen geholt oder gefunden. Es ist Tierheimen dann nicht gestattet, diese Tiere an fachkundige Menschen weiterzuvermitteln. Die Klärung solcher Fälle ist immer wieder schwierig und dauert lange.

Februar 2015

• Nächste Gassigeherschulung am 18.04.2015

Die nächste Gassigeherschulung findet am 18.04.2015 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch hier.

• Anpassung der Vermittlungsgebühren an gestiegene Kosten

Ab 01. März 2015 werden die Vermittlungsgebühren für Hunde und Katzen an die stark gestiegenen Betriebskosten angepasst. Künftig werden Interessenten für einen Hund 210 €, für eine erwachsene und kastrierte Katze weiterhin 60 €, für eine unkastrierte Jungkatze 80 € Schutzgebühr hinterlegen müssen. Nach Nachweis der erfolgten Kastration einer solchen Jungkatze erstatten wir den Besitzern 30 €. Sowohl Hunde als auch Katzen werden im Tierheim vor der Vermittlung geimpft, gekennzeichnet und entwurmt. So fallen rund 100 € pro Tier allein an Tierarztkosten an, Pflegekosten nicht inbegriffen. Die Vermittlungsgebühr ist also kein Gewinn des Tierheims, sondern deckt lediglich einen kleinen Teil der Ausgaben ab. Sinn der Schutzgebühr ist es, sicherzustellen, dass die künftigen Besitzer über geregelte finanzielle Verhältnisse verfügen und dem Tier im Krankheitsfall jede erdenkliche Hilfe angedeihen lassen können. Desweiteren sollen durch die Vermittlungsgebühren unüberlegten Anschaffungen ein Riegel vorgeschoben werden.

Wir hoffen, dass alle zukünftigen Tierbesitzer Verständnis für die Anpassung der Gebühren haben.

Februar 2015

• Jahresrückblick 2014 - das sind die Zahlen

2014 hat das Tierheim Chemnitz 878 Tiere aufgenommen. 338 Hunde, 296 Katzen und 244 Kleintiere und Exoten fanden im Tierheim Aufnahme. Damit sind die Tierzahlen im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht angestiegen. Hauptsächlich wurden Fundtiere aufgenommen. Wie in den vergangenen Jahren muss das Tierheim Chemnitz immer mehr Behördenfälle aufnehmen, also Tiere, deren Besitzer in Haft, im Krankenhaus oder verstorben sind. Auch behördliche Einweisungen aufgrund schlechter Haltung war immer häufiger ein Aufnahmegrund.

Demgegenüber konnten rund 500 Tiere in ein neues Zuhause vermittelt werden, rund 170 Tiere konnten ihren Besitzern zurückgegeben werden. Die Rückgabequote bei verlorengegangenen Katzen ist nach wie vor mit 8% sehr niedrig. Wir würden es sehr begrüßen, wenn mehr Katzenhalter ihre Tiere mittels Chip oder Tätowierung kennzeichnen und beim Deutschen Haustierregister anmelden würden. Das würde uns die Suche nach den eigentlichen Besitzern sehr erleichtern.

Februar 2015

• Rückblick Wölfe in Sachsen 2014

Obwohl es so manchem Jäger Verdruss bringt und einigen Pilzsammlern die Schweißproduktion antreibt, freut es uns, dass die Wolfpopulation in Sachsen sich langsam, aber sicher etabliert. Zwischen Mai 2013 und April 2014 konnten ins Sachsen 10 Wolfsrudel und zwei Wolfspaare bestätigt werden. Dabei sind einige der Territorien grenzübergreifend zu Tschechien und Brandenburg. Alle Wolfsrudel hatten Nachwuchs, einige zum ersten Mal. Leider überlebten die Welpen des Daubitzer Rudels vermutlich nicht, da der Vaterrüde illegal geschossen wurde. Wölfe gelten als geschützt und dürfen nicht geschossen werden. Leider wurden dennoch im genannten Zeitraum zwei Wölfe abgeschossen. Das Landeskriminalamt ermittelt in beiden Fällen gegen Unbekannt.

Zwischen Mai 2013 und April 2014 wurden rund 48 Nutztiere von Wölfen gerissen. Zumeist handelte es sich dabei um Schafe oder Ziegen, die unzureichend abgekoppelt oder angebunden waren. Wir Menschen müssen wieder lernen, mit der Natur um uns herum zu leben, dazu gehört auch, dass Nutztiere auf der Weide ausreichend geschützt werden.

Entgegen aller Schauermärchen sind Wölfe für den Menschen kaum gefährlich, da Wölfe Menschen von Natur aus meiden. In der Tat werden Menschen viel öfter von Wildschweinen als von Wölfen verletzt. Wölfe sind für die natürliche Regulierung der Beutepopulationen im Wald und als Umweltpolizei sehr wichtig und es ist begrüßenswert, dass Wölfe sich weiter verbreiten.

Quelle: Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“

Für weitere Infos: www.wolfsregion-lausitz.de

Februar 2015

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• Ich bin ein Star - baut mir ein Haus!

Der Natur-Hof Chemnitz e.V. lädt ein zum Nistkastenbau (auch für Meise/Haussperling und Fledermaus)

am Samstag, dem 28. Februar 2015
von 9.00 –15.00 Uhr
im AVS Erfenschlager Straße 34


(Ausbildungsverbund Versorgungswirtschaft
Südsachsen gGmbH)

Zugang über Rohrleitungsbau Altchemnitz

Haltestelle „Bahnhof Reichenhain“ der Buslinien 51 und 53

Haltestelle „Chemnitz Reichenhain“ der Erzgebirgsbahn

sowie von der Endhaltestelle Altchemnitz der Bahnlinie 6 zu Fuß in 10 min


Februar 2015

• Deutscher Tierschutzbund unterstützt
   Tierheim Chemnitz


Wie kann ein Tierheim für mehr Spenden werben, wie lassen sich neue Mitglieder gewinnen, wie kann die Tierschutzarbeit verbessert werden? Diese und viele andere Fragen wurden in den Regionalkonferenzen der Tierschutzvereine in Sachsen besprochen. Die Regionalkonferenzen fanden im Herbst 2014 auf Initiative des Landestierschutzverbandes Sachsen statt, verteilt auf drei verschiedene Regionen in Sachsen, sodass allen Vereinen eine vergleichsweise kurze Anreise ermöglicht werden konnte. Zu Gast auf der Leipziger Versammlung war Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Auf seinen Vorschlag hin wurde den Tierschutzvereinen eine Weihnachtsspendenaktion vorgeschlagen. In Spendenbriefen sollten Tierschutzvereine für ihre Sache werben. Um auch die Skeptiker zu überzeugen, versprach Herr Schröder, die eingegangenen Weihnachtsspenden bis zu einem Betrag von 500,00 € zu verdoppeln, als zusätzliche Unterstützung für die Tierschutzvereine. Wir freuen uns, dass wir nun diese Summe in voller Höhe genehmigt bekommen haben, unsere Spendenaktion hat uns rund 600,00 € Spenden eingebracht. Auch an dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei dem Deutschen Tierschutzbund und allen Spendern ganz herzlich bedanken, die auch über dem ganzen Weihnachtstrubel die Tiere des Tierheims nicht vergessen haben.

Januar 2015

• Hinweis für die Paten des Tierheims

Liebe Paten, da wir in der vergangenen Zeit verstärkt Probleme in der Absprache der Paten untereinander hatten, werden wir die Regeln für Paten nun anpassen müssen.

Es wird ab sofort nicht mehr möglich sein, Patenhunde telefonisch vorzureservieren oder darauf zu bestehen, dass der Patenhund zum Gassigehen vorgehalten wird. Das hat den Hintergrund, dass ein Hund mehrere Paten haben kann und insbesondere am Wochenende regelmäßig Streit aufkommt, welcher Pate mit dem Hund rausgehen darf. Das möchten wir gern vermeiden.

Wenn ein Pate ins Tierheim kommt und sein Patenhund bereits Gassi geht, finden wir sicherlich einen anderen Hund, mit dem der Pate spazieren gehen kann.

Die Patenschaft sollte in erster Linie eine Unterstützung für das Tierheim sein, wir bitten die Paten um Verständnis für diesen Schritt und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Wir möchten auch nicht vergessen, uns bei den Paten für die teils langjährige Unterstützung und Hilfe ganz herzlich zu bedanken!

Januar 2015

• Firmenlauf - wir nehmen wieder teil

Am 02.09.2015 findet zum 10. Mal der Chemnitzer Firmenlauf statt. Wir waren schon im vergangenen Jahr mit dabei und wollen auch in diesem Jahr wieder laufen. Es können auch ehrenamtliche Helfer, Gassigeher und Mitglieder bei uns mitlaufen. Denn es gilt: je mehr mitlaufen, desto besser! Wer daran Interesse hat, kann sich einfach im Tierheim melden, wir würden dann die Einzelheiten direkt absprechen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme! Sport frei!

Januar 2015

• Keime im Putenfleisch
  BUND-Untersuchung: 88 Prozent der Stichproben aus Discountern mit gefährlichen Erregern
  belastet. Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in Mast verlangt.


Billiges Putenfleisch ist, das dürfte inzwischen bekannt sein, mit Vorsicht zu genießen. Schon vor Jahren hat das Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlen, bei Zubereiten von Hähnchen- oder Putenfleisch Gummihandschuhe zu tragen und benutzte Messer und Schneidbretter gründlich heiß zu waschen, bevor man sie für die Verarbeitung weiterer Lebensmittel verwendet, vor allem, wenn es sich um Rohkost handelt. Der Grund: Auf dem Fleisch finden sich häufig multiresistente Keime, die durch Kontakt mit kleinen Verletzungen oder Schleimhäuten Infektionen hervorrufen können. Gängige Antibiotika schlagen dabei häufig nicht an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat jetzt Stichproben von Putenfleisch aus Discountern auf die Keimbelastung hin untersucht. Der verheerende Befund, über den die Organisation am Montag (12.01.2015) in Berlin informierte: auf 88% der bei diesen Ketten erworbenen Ware wurden antibiotikaresistente Keime gefunden. [...]

Quelle: Junge Welt, Dienstag, 13.Januar 2015, Nr. 10

Januar 2015

• Schwerer Fall von Tierquälerei - 2 halbtote
   und 2 verhungerte Hunde aus Haus befreit


Das Tierheim Chemnitz war am frühen Abend am 13.01.215 im Einsatz. Ein Mietshaus in Wittgensdorf sollte geräumt werden, der Vermieter vermutete Hunde in der Wohnung und rief das Tierheim zu Hilfe. Dem Tierheimmitarbeiter und dem Vermieter bot sich ein Bild des Grauens. In 3 Zimmern waren insgesamt 4 Hunde eingesperrt, ohne Futter und Wasser, ohne Heizung. Der Mieter war angeblich Mitte-Ende Dezember das letzte Mal gesehen worden, seitdem waren die Hunde dort sich selbst überlassen. 2 American Bulldog Rüden waren tot, verhungert und verdurstet. In einem angrenzenden Zimmer fand der Tierheimmitarbeiter eine fast tote Dogo Argentino Hündin, abgemagert bis zum Skelett und zu schwach, auch nur den Kopf zu heben. Ein Stockwerk höher war ein weiterer Staffordshire Terrier-Rüde in einem Raum eingesperrt, dieser war ebenfalls sehr stark abgemagert, hatte aber noch die Kraft zu stehen. (siehe Bilder) Beide lebenden Hunde wurden vom Tierheim umgehend zum Tierarzt gebracht, der die Hunde stabilisierte, sie befinden sich aber weiterhin in einem sehr kritischen Zustand. Beide Hunde befinden sich nun im Tierheim Chemnitz, bekommen Intensivbetreuung und werden langsam wieder an Nahrung und Wasser gewöhnt. Wir hoffen, dass beide Hunde sich erholen.

Das Mietshaus wurde am folgenden Tag noch einmal gemeinsam mit dem Veterinäramt Chemnitz nach weiteren Tieren durchsucht, es fanden sich keine weiteren Tiere an. Eine Katze, die dort angeblich ebenfalls eingesperrt sein sollte, war vermutlich durch ein offenes Fenster im ersten Stock entkommen. Der Tierhalter war schon mehrfach auffällig, entzog sich Tierschutzvereinen und Ämtern aber bisher immer wieder durch Wegzug und geschickt erzählte Lügen. Er ist auch im Tierheim Chemnitz kein Unbekannter.

Januar 2015




• Weihnachtsspenden im Tierheim Chemnitz

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Menschen ganz herzlich bedanken, die uns in der Weihnachtszeit mit Sach- und Geldspenden unterstützt haben. Diese Spenden sind für das Tierheim ein wichtiger Beitrag zum Erhalt und Weiterausbau der Tieranlagen und der Begleichung der laufenden Kosten. Wir wünschen allen Helfern, Tierschützern und Spendern ein frohes, glückliches und gesundes Jahr 2015!

Januar 2015

• EU-US-Freihandelsabkommen: Tierschutz kein Thema

Der Rat der Europäischen Union hat kürzlich das Mandat für die Verhandlungen über TTIP veröffentlicht. Inhaltlich ist das Dokument sehr allgemein gehalten. Beim Thema Tierschutz zeigt sich, dass die EU-Seite kein großes Aufhebens darum machen will, falls die USA Tierprodukte einführt, die dort unterhalb der in Europa gültigen Tierschutzstandards liegen. Genau darin liegt eine große Gefahr, denn es ist zu befürchten, dass solche Produkte sowohl tierquälerisch erzeugt als auch billiger sind als die vergleichbaren EU-Waren. In der Folge können auch EU-Tierschutzstandards infrage gestellt werden.

Tierschutzorganisationen auf beiden Seiten des Atlantiks, darunter die Eurogroup for Animals und der Deutsche Tierschutzbund, drängen weiter darauf, Maßnahmen gegen das Tierschutzdumping und für eine stetige Verbesserung des Tierschutzes in Europa und den USA in das Abkommen aufzunehmen.

Unterdessen hat die Europäische Kommission eine beantragte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen das Freihandelsabkommen abgelehnt. Bei einer Genehmigung wäre es möglich gewesen, EU-Kommission und Parlament mit einer Million Unterschriften dazu zu bringen, über den möglichen Stopp des Freihandelsabkommens zu diskutieren. Dass die EU-Kommission dies unterbindet, ist rechtlich umstritten. Die Initiative soll nun ungeachtet dessen fortgeführt werden. Auch eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof wird derzeit geprüft. Mehr dazu unter www.stop-ttip.org/de/

Quelle: du und das tier 6/2014

Dezember 2014

• Versteckter Echtpelz in Kleidungsstücken

Jetzt im Winter sieht man wieder öfter die größte Modesünde in den Kaufhäusern: Pelz.

Wir fordern ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Länder wie England, Österreich, Slowenien oder Kroatien machen es vor. Der Tierschutzverein Chemnitz ruft Verbraucher auf, generell keinen Pelz zu kaufen. Pelzbommeln und Applikationen an Mützen, Handschuhen, Jacken und Stiefeln bestehen häufig aus Echtpelz, obwohl es als Kunstpelz deklariert ist. Der Deutsche Tierschutzbund hat das im vergangenen Winter mehrfach an verschiedenen Produkten nachgewiesen. Für Laien ist es oft schwer zu erkennen, ob es sich um Echt- oder Kunstpelz handelt.

Dass den deutschen Pelztierfarmern der Tierschutz egal ist, zeigt folgender Umstand: Seit Ende 2011 gilt die nächste Stufe der Pelztierhaltungsverordnung, welche größere Käfigmaße vorschreibt. Die Farmer weigern sich aber, diese umzusetzen und klagen stattdessen gegen die Verordnung.

Recherchen des Deutschen Tierschutzbundes haben ergeben, dass es aktuell noch 8 Pelztierfarmen in Deutschland gibt. Die Tiere werden in apfelsinenkistengroßen Käfigen gehalten, 3 m² stehen den Tieren laut Verordnung zu.

Dezember 2014

• Nächste Gassigeherschulung am 31.01.2015

Die nächste Gassigeherschulung findet am 31.01.2015 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

• Katzenschwemme im Tierheim Chemnitz - Katzenfutter geht zur Neige!

Das Chemnitzer Tierheim muss derzeit rund 50 Katzen betreuen, so einen hohen Bestand hatten wir seit Jahren nicht. Vermutlich ist der sehr zeitige Frühling und milde Herbst schuld an den Katzenmassen, so hatten viele verwilderte Tiere Gelegenheit, 3 statt der üblichen 2 Würfe großzuziehen. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf verweisen, wir wichtig es ist, alle freilebenden Katzen kastrieren zu lassen, um unkontrollierten Nachwuchs zu vermeiden.

Aufgrund der Überfüllung bitten wir um Verständnis, dass wir auf absehbare Zeit keine Abgabetiere aufnehmen können. Wir bieten aber allen, die ihre Katze abgeben müssen, an, ihre Tiere auf unserer Internetseite vorzustellen, sodass sich schon auf diese Weise Interessenten finden und die Tiere den Umweg über das Tierheim vermeiden.

Da uns nun das Katzenfutter ausgeht und zusätzlich zu den 50 Tierheimkatzen auch noch rund 60 halbwilde Katzen an Futterstellen betreut werden müssen, bitten wir herzlich um Futterspenden. Wir freuen uns über Nass- und Trockenfutter, auch bereits geöffnetes, aber noch gutes Futter nehmen wir sehr gerne an. Bitte helfen Sie uns, alle Katzen zu versorgen!

November 2014

• Nächste Gassigeherschulung am 06.12.2014

Die nächste Gassigeherschulung findet am 06.12.2014 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

• Tierheimfest war ein voller Erfolg

Am 27.09.2014 fand unser diesjähriges Tierheimfest statt. Mit einem neuen Besucherrekord von geschätzt 4000 Gästen war der Tag der offenen Tür ein voller Erfolg. Verschiedene Attraktionen wie Ponyreiten, Ziegenstreicheln, Hüpfburg, Kinderschminken, Bastelstraße, Hundevorstellungen und -vorträge boten für jeden das Richtige. Mehrere Hundeschulen stellten ihre Arbeit vor und vermittelten Wissenswertes zum Thema Hunde. Der Stand der Frettchenfreunde war wie immer besonders für die kleinen Gäste spannend und der Naturhof Chemnitz informierte die Besucher über nachhaltige und umweltfreundliche Bewirtschaftung von Flächen und Tierhaltung.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Helfern, Kuchenbäckern und teilnehmenden Vereinen für die Unterstützung und den gelungenen Tag!

Oktober 2014



• Welttierschutztag am 04. Oktober

Am 04. Oktober ist Welttierschutztag. Jedes Jahr stellt der Deutsche Tierschutzbund den Tag unter ein besonderes Motto. Dieses Jahr lautet es: „Dauerhafte Billigpreise für Fleisch senken das Tierschutzniveau!“

Der Verband kritisiert vor allem die extreme Billigpreispolitik des Handels und der Discounter sowie die viel zu niedrigen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der Tierschutzbund fordert zudem eine klare Kennzeichnung nach Haltungsform, damit der Verbraucher transparent informiert wird und mitentscheiden kann.

"Billigpreise sind eine Systemfrage. Wer als Handel oder Discounter Fleisch und andere tierische Produkte zum Billigpreis anbietet, der macht sich mitschuldig am Leid der Tiere in den Ställen", erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zur Kampagne anlässlich des Welttierschutztages 2014 und: "Auch der Gesetzgeber, der zulässt, dass Tiere enger und immer intensiver und damit einhergehend immer billiger gehalten werden, ist Mittäter. Opfer sind die Millionen Tiere in den tierwidrigen Haltungssystemen. Opfer sind aber auch die Landwirte, die unter den heutigen Preisbedingungen kaum in mehr Tierschutz im Stall investieren können."

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert auch den Verbraucher, denn wer Fleisch isst, muss beim Einkauf mitentscheiden und bereit sein, ein Mehr an Tierschutz auch mit dem Preis zu honorieren. "Verbraucher haben Macht, aber sie brauchen auch die richtigen Instrumente. Derzeit sind tiergerechter erzeugte Produkte nur schwer für den Verbraucher erkennbar. Wir brauchen eine klare Kennzeichnung nach Haltungsform", so Schröder. Auf Billigangebote, die oft in falscher Werbeidylle angepriesen werden, sollte in jedem Fall verzichtet werden. Tierschutz ist zu Dumpingpreisen nicht machbar.

Der Welttierschutztag geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Oktober 2014

• 01. Oktober - Weltvegetariertag

Und was hat das mit Tierschutz zu tun? Sehr viel! Die Bilder von Massentierhaltungen, Schlachthöfen und Gammelfleisch sind wohl jedem geläufig. Nicht so bekannt sind die weitreichenden Folgen der Massentierhaltung für unseren Planeten: Klimawandel, Trinkwasserverschmutzung, Überfischung der Meere, Zerstörung von Lebensraum, Hungersnöte. Gesundheitlich tut man sich selbst mit dem Fleischkonsum keinen Gefallen: fast alle Zivilisationskrankheiten wie zum Beispiel Schlaganfälle, Diabetes, Rheuma oder auch Krebs werden auf die Ernährung mit zu viel tierischer Nahrung zurückgeführt. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass Vegetarier gesunder, länger und besser leben. Dass man als Vegetarier auf nichts verzichten muss, beweisen unzählige Kochbücher und Rezeptsammlungen im Internet.

Eine gute Übersicht über das Vegetarier-Dasein, Hintergrundwissen, Rezepte und Anregungen bietet die Internetseite des Vegetarierbundes Deutschland www.vebu.de

Vegetarisch leben ist keine Religion. Jede vegetarische Mahlzeit ist gut für den Planeten. Also probieren Sie es ruhig mal aus.

Oktober 2014

• Die neuen Tierheimkalender sind da!

Ab sofort gibt es im Tierheim die neuen Kalender für 2015 zu erwerben, selbstverständlich wieder mit ehemaligen und aktuellen Bewohnern des Tierheims.

Preis: 5 €

Oktober 2014

• Boxerwelpen können vermittelt werden

Im August 2014 wurde das Tierheim wie so oft zum Einsatz gerufen. Eine Boxermischlingshündin war mit ihren 11 Welpen in einer Gartensparte ausgesetzt worden. Die Mutterhündin war in einem schlechten Ernährungszustand, alle Hunde waren massiv verwurmt. Die Tierheimmitarbeiter brachten die Hunde ins Tierheim und riefen die Bevölkerung über die Presse auf, mögliche Hinweise über den Besitzer der Hunde an das Tierheim zu melden.

Aufgrund des großen Medieninteresses konnte die Besitzerin der Tiere rasch festgestellt werden. Sie hatte an dem Aussetzen allerdings keine Schuld, da die Besitzerin zur Kur war und eine Nachbarin sich um die Hunde kümmern sollte. Auf welchen Wegen die Hunde nun in die Gartensparte gelangt sind, war nicht mehr nachzuvollziehen.

Im Tierheim wurden die Mutterhündin und die Welpen tierärztlich versorgt und über mehrere Wochen immer wieder entwurmt, geimpft und gechippt. Die Mutterhündin musste zusätzlich mit Spezialfutter und Vitamintabletten aufgepäppelt werden.

Als die Welpen in einem stabilen Gesundheitszustand waren, konnten sich Interessenten für die Welpen registrieren lassen. Der Andrang war enorm, sodass wir uns pro Welpe zwischen mehreren Interessenten entscheiden konnten/mussten.

Nachdem alle Formalitäten seitens des Veterinäramtes geklärt werden konnten, wurden die Tiere nun zur Vermittlung freigegeben und werden von ihren Interessenten abgeholt.

Die Mutterhündin wird voraussichtlich an die Besitzerin zurückgegeben werden.

September 2014

Mutterhündin Serafine mit ihren Welpen
kurz nach der Ankunft im Tierheim


großes Gedränge bei der
Reservierung der Welpen


Die Welpen sind bereit zur Abholung -
Kindergärtner Bodo freut sich auch

• Tierheim Chemnitz erhält Tierschutzplakette

Der Deutsche Tierschutzbund zeichnet seit einigen Jahren Tierheime und Tierauffangstationen aus, die nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes arbeiten. Als eines der ersten 5 Tierheime in Sachsen hat nun auch das Tierheim Chemnitz diese Auszeichnung erhalten. Die Plakette signalisiert die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Haltung von Tierheimtieren und darüber hinausgehender Regeln, die in der Tierheimordnung des Tierschutzbundes in der jeweils aktuellen Fassung festgeschrieben sind. Die Tierheimplakette steht daher für eine vorbildliche Tierhaltung, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht und deren Einhaltung vom Dachverband Deutscher Tierschutzbund überwacht wird.

September 2014


• Schmerzhaftes Schnäbelkürzen soll verboten werden

Fast bei allen sogenannten Legehennen werden die Schnäbel gekürzt, weil sich die Tiere sonst aufgrund der oft katastrophalen Haltungsbedingungen gegenseitig verletzen oder gar totpicken. Der Eingriff bei den Küken wird mit einem 800°C heißen Messer oder per Laserstrahl vorgenommen. Diese tierquälerische Praxis soll nun aber bald Vergangenheit sein. Denn nachdem Niedersachsen das Kupieren der Schnäbel von 2017 an verbot und zehn weitere Länder bekundeten, sich dem anschließen zu wollen, hat nun auch der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) festgestellt, dass das Verbot ab 2017 auch für seine 2500 Mitgliedsbetriebe gelten werde. KAT nimmt die Zertifizierungen für nahezu alle großen Supermarktketten vor. Es ist höchstwahrscheinlich, dass damit die schmerzhafte Praxis des Schnäbelkürzens bei Küken bald einheitlich in Deutschland und voraussichtlich auch in den Niederlanden beendet sein wird. […]

Quelle: Menschen für Tierrechte - Bundeverband der Tierversuchsgegner e.V. Christine Ledermann

September 2014

• Grundrechte für Menschenaffen

Unter diesem Slogan wirbt das „Great Ape Project“ für ein Umdenken in unserem Verständnis zu unseren nächsten Verwandten. Verschiedene Organisationen, unter anderem der Bundesverband Menschen für Tierrechte, unterstützen das Projekt.

Gefordert werden einige Rechte, die auch in den Grundrechten für Menschen zu finden sind: das Recht auf Leben, Freiheit, körperliche und psychische Unversehrtheit. Das würde in der Konsequent bedeuten, dass Große Menschenaffen nicht mehr gejagt werden dürfen, ihr Lebensraum dürfte nicht (weiter) zerstört werden, sie dürften nicht mehr unter unwürdigen Bedingungen gehalten oder für Tierversuche missbraucht werden.

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich Menschen genetisch lediglich um rund 1,5% von Schimpansen unterscheiden. Große Menschenaffen haben ein Selbstbewusstsein, können denken, planen, in gewisser Weise sprechen, Fragen beantworten und vieles mehr. Ihre Gefühlswelt unterscheidet sich vermutlich kaum von unserer.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2011 ergab, dass Menschenaffen in 2/3 der deutschen Zoos unter unzureichenden Bedingungen ihr Leben fristen, einige Gehege besitzen noch nicht einmal ein Außengehege. Die Mindestvorgaben des Säugetiergutachtens, die an sich auch vollkommen unzureichend sind, werden oft nicht eingehalten. In nahezu alles Zoos weisen die Tiere typische Stresssymptome und Verhaltensstereotypien auf. Es kann als erwiesen angesehen werden, dass die Gefangenhaltung in Zoos die Tiere psychisch krank macht.

Jahrzehntelang wurden insbesondere Schimpansen für Tierversuche eingesetzt, bis 1991 auch in Deutschland. Seit 2010 dürfen Menschenaffen EU-weit nicht mehr in Tierversuchen eingesetzt werden, es sei denn, die Versuche dienen der Erforschung von lebensbedrohlichen Erkrankungen bei Menschen. Inwieweit diese Forschungen einen Sinn haben, ist fraglich. Jahrelang wurde an Schimpansen HIV erforscht, ohne Ergebnis. Die mit HIV, Hepatitis C und anderen Krankheiten infizierten Tiere werden heute in Auffangstationen betreut.

Quelle: Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

September 2014

• Tierheim läuft beim Firmenlauf mit

Am 03.09.2014 fand der 9. Firmenlauf in Chemnitz statt, erstmals nahm der Tierschutzverein Chemnitz teil und lief über die Strecke von fast 5 km Werbung für den Verein. Den Preis für das beste Kostüm haben wir zwar nicht gewonnen, aber mit unseren kreativen Kopfbedeckungen und der Fahne des Vereins waren wir weithin sichtbar und werden auf jeden Fall auch nächstes Jahr wieder mit am Start sein.

September 2014


• Wahlprüfsteine zur Landtagswahl - wie denken die Parteien über Tierschutz?

Anlässlich der Landtagswahl 2014 hat der Landestierschutzverband Sachsen die Parteien gebeten, verschiedene Fragen zunächst anhand der Kurzvorgabe “JA / NEIN” zu beantworten und Ihre Antwort anschließend zu begründen, bzw. weiter zu differenzieren.

Auf der Seite des Landesverbandes finden Sie die Anworten der Parteien. Bilden Sie sich selbst eine Meinung. Wir hoffen auf einen tierfreundlichen Landtag!

http://ltschvsn.de/themen/wahlpruefsteine-landtagswahl-2014/

August 2014

• Tierversuche: Flusskrebse können Angst empfinden

Was für die meisten Tierschützer schon seit langem klar ist, haben Forscher nun auch wissenschaftlich bestätigt. Französische Wissenschaftler haben in einem tierschutzrechtlich stark zu verurteilenden Experiment nachgewiesen, dass Flusskrebse Angst empfinden können. Dabei wurden die Flusskrebse über 30 Minuten mit Elektroschocks bearbeitet und anschließend in ein Labyrinth gesetzt, dass in beleuchtete und unbeleuchtete Zonen aufgeteilt war. In der Natur bevorzugen Krebse die Dunkelheit und meiden helle Bereiche. Die mit Stromschlägen in Angst versetzten Tiere hielten sich ausschließlich in den dunklen Bereichen des Labyrinths auf, während unbehandelte Flusskrebse das gesamte Labyrinth erkundeten. Die Forscher schlossen daraus, dass dieses Verhalten eine Reaktion auf den erlebten Stress darstellt und wollen zeigen, dass die mit Angst verbundenen neuronalen Mechanismen die Evolution überdauert haben. Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass ein bei Menschen angstlösendes Medikament auch bei Krebsen wirkt. Wollen wir hoffen, dass dieses Forschungsergebnis dafür verwendet wird, die Tierschutzrechte bei Krebstieren auszuweiten. So fordert der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren ein Verbot der Lebendhälterung. Dabei werden die Flusskrebse vom Fang bis zum Verkauf ohne Futter aufbewahrt. Desweiteren muss endlich verboten werden, die Krebse zur Zubereitung lebend in kochendes Wasser zu werfen und so qualvoll zu töten.

August 2014

• Das Schlachten trächtiger Kühe

Eine traurige Bilanz: etwa 180.000 trächtige Kühe, also zehn Prozent aller in Deutschland gehaltenen Rinder, werden laut einer Studie (Rhien et.al. aus dem Jahr 2011) jährlich geschlachtet. Die Dunkelziffer liegt sehr viel höher. In der Studie wurden Daten aus 53 Schlachtbetrieben in Deutschland ausgewertet. Die Ursachen sind vielfältig: zum einen werden Trächtigkeiten übersehen oder aber die Schlachtung des Tieres erfolgt aus rein wirtschaftlichen Beweggründen. Dies stellt ein erhebliches Tierschutzproblem dar, denn weder für den Schutz des Muttertieres noch für den Fötus sind bundes- oder EU-einheitliche Gesetze für deren Umgang bei der Schlachtung vorhanden. Rechtliche Konsequenzen oder spezifische Anweisungen für den Tierarzt oder das Schlachthofpersonal vor Ort sind relativ vage formuliert. So ist es zwar verboten, Tiere in einem fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium zu transportieren, jedoch stellte die Studie heraus, dass sich der Großteil der Tiere im mittleren und letzten Stadium der Trächtigkeit befindet. Der Transport führt bei hochträchtigen Tieren zu Angst und Stress, die Schmerzen und sogar Verkalbungen zur Folge haben können - ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auch Geburten auf dem Schlachthof sind kein Einzelfall. Bei der Betäubung des Muttertieres vor der Schlachtung stirbt der Fötus an Sauerstoffmangel im Mutterleib. Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass Kühe vor der Schlachtung verpflichtend auf eine Trächtigkeit untersucht werden. Die niedrigen Preise von tierischen Produkten bilden oftmals die Grundlage dafür, dass ein Einzeltier fortlaufend an Wert verliert und eine Schlachtung aus rein ökonomischen Gründen einer tierärztlichen Behandlung vorgezogen wird. Nach dem deutschen Tierschutzgesetz ist dies jedoch kein vernünftiger Grund für die Schlachtung eines Tieres und sollte gesetzlich verboten werden.

Quelle: du und das Tier 04/14

August 2014

 

• Flosse sucht ein neues Zuhause

Wir haben schon mehrfach über unser Sorgenkind Flosse berichtet. Die Operation und die Folgen hat Flosse gut überstanden, die Narbe ist fast verheilt, sodass wir nun auf der Suche nach geeigneten Interessenten sind. Flosse ist auf seinen drei Beinen sehr flott unterwegs, ermüdet jetzt aber noch relativ schnell. Das wird sich mit der Zeit noch geben, denn die Beinmuskulatur muss ja auch erst aufgebaut werden. Flosse ist ein sehr lieber und menschenbezogener Hund, er ist schon weitgehend stubenrein und wäre von seinem Wesen her ein wunderbarer Familienhund. Wir suchen für Flosse Menschen, die ebenerdig wohnen, sodass der Hund nicht unnötig viele Treppen am Tag hinauf- und hinuntermuss. Wer ernsthaftes Interesse an Flosse hat, kann gern zu unseren Öffnungszeiten ins Tierheim kommen und den Hund näher kennenlernen.

Juli 2014

• Neues Säugetiergutachten

Seit wenigen Wochen gibt es neue Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren, herausgegeben vom Bundeslandwirtschafsministerium. Während Zoos das sogenannte Säugetiergutachten als unwissenschaftlich und überzogen bezeichnen, ist es für Tierschützer noch immer unzureichend.

Erstmals seit Erscheinen des Gutachtens 1977 saßen dieses Mal Vertreter von Tier- und Naturschutzverbänden gleichberechtigt mit Vertretern von Zooverbänden im Gremium.

Hauptstreitpunkt zwischen den Sachverständigen war der Raumbedarf der einzelnen Tierarten. Insbesondere die Vertreter der Zoos sahen hier kaum Nachholbedarf und beriefen sich auf Ihre langjährige Erfahrung. Weitreichende Erhöhungen der Gehegeflächen wurden häufig als übertrieben und nicht belegbar eingestuft, auch dann, wenn die Tierschutzseite eindeutige wissenschaftliche Belege dafür vorlegte.

Der Hintergrund für diese Blockadehaltung ist zum einen wirtschaftlichen Gründen geschuldet - Zoos sind nicht zuletzt Wirtschaftsunternehmen und Gehegeumbauten sind teuer und aufwendig. Zudem möchten viele Zoos möglichst viele Tierarten halten, eine Erhöhung des Gehegeraums würde automatisch einen Abbau des Tierbestandes bedeuten.

Die Differenzen zwischen Zoo- und Tierschutzvertretern gingen so weit, dass die Feinabstimmung der einzelnen Kapitel ohne besagte Sachverständige weitergeführt und in Eigenregie bearbeitet wurde.

Das fertige Gutachten wurde im November 2013 den Mitgliedern der Arbeitsgruppe übersandt, verbunden mit der Anfrage, ob sie dieses mittragen würden. Nach reiflicher Abwägung stimmten die Tierschutzsachverständigen zu, um einerseits die erzielten positiven Ergebnisse zu stärken sowie andererseits auch die problematischen Inhalte des Gutachtens öffentlich machen zu können.

Nachbarländer mit vergleichbarer Tierschutzgesetzgebung, wie etwa Österreich oder die Schweiz, haben entsprechende Haltungsanforderungen gesetzlich verankert und liegen bereits seit mehreren Jahren bei fast allen Säugetierarten hinsichtlich der Flächenvorgaben weit über den deutschen Vorgaben - auch nach dem neuen Gutachten.

Paradoxerweise haben neben dem Säugetiergutachten auch noch die Leitlinien für die Haltung von einheimischem Wild in Wildgehegen Bestand. So stehen einem Luchspaar in einem Wildpark 1.200qm Außengehege zur Verfügung, in Zoos aber laut Gutachten nur 20qm.

Ob das neue Gutachten in der Praxis Akzeptanz findet und sich die Haltungsbedingungen einiger Tierarten verbessern, bleibt abzuwarten.

Quelle: du und das tier 3/2014

Juli 2014

• Fettleibigkeit bei Tieren fast immer unterschätzt

50 % der Hunde in deutschen Haushalten leiden unter Adipositas - auch bekannt als Fettleibigkeit. Bei Wohnungskatzen dürfte die Statistik ähnlich aussehen. Während zu dünne Hunde fast immer dem Tierschutz gemeldet werden, scheinen fette Hunde im Straßenbild absolut zur Normalität geworden zu sein. Kaum jemand stört sich daran, dass Waldi kaum noch laufen kann und schon nach 20 m spazieren gehen Atemnot bekommt. Auch ins Tierheim kommen immer wieder fettleibige Hunde und Katzen, vorzugsweise kleinere Hunde und Wohnungskatzen, die häufig bei älteren Menschen gelebt haben. Was sie dort zu fressen bekamen, mutet an wie eine Kaffeeparty ohne Ende: Kekse, Sahnetorte und Kuchen, Leberwurstbrote, verdünnter Kaffee, dazu unzählige andere Leckereien. Bei jeder Mahlzeit, die eingenommen wird, bekommt das Tier etwas ab. Dass das Fettfüttern von Hunden und Katzen tierschutzrelevant ist, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Für das adipöse Tier bedeutet sein Übergewicht eine enorme Einschränkung seiner Lebensqualität. Die Tiere werden träge, können nur noch kurze Strecken laufen und haben mit diversen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Gelenkserkrankungen, Tumoren und Erkrankungen der inneren Organe zu kämpfen.

Wir würden uns wünschen, dass mehr Menschen ein Bewusstsein für art- und bedarfsgerechte Ernährung entwickeln würden - zum Wohl der Tiere. Denn Fettfüttern hat mit Tierliebe nichts zu tun.

Juli 2014



Die rote Linie markiert die Figur, die der Hund bei Normalgewicht hätte.

• Strafanzeige gegen Ferkelzüchter - Schwere Tierschutzverstöße dokumentiert

Aufgrund schwerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hat der Deutsche Tierschutzbund Strafanzeige gegen drei Ferkelerzeugerunternehmen, u.a. die Straathof GmbH, gestellt. Die ARD-Reportage „Deutschlands Ferkelfabriken“ vom 14. Juli 2014 dokumentiert mittels zahlreicher Videoaufnahmen die tierschutzwidrige Tötung von Ferkeln in den verschiedenen Betrieben. Aus Sicht der Tierschützer belegen die am Abend gezeigten Bilder eindeutig Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Der Verband geht davon aus, dass die Ermittlungen rasch aufgenommen werden.

Das Töten von nicht überlebensfähigen Saugferkeln ist zwar gesetzlich erlaubt, doch Akkordarbeit und fehlende Sachkunde führen immer wieder zu tierschutzwidrigen Tötungen von Ferkeln. Darüber hinaus kommt es zur gesetzeswidrigen Tötung von Ferkeln, die zwar überlebensfähig aber überzählig sind, also wenn die Anzahl der Zitzen einer Sau nicht für den gesamten Wurf ausreicht. „Tiere haben keinen Preis, sondern einen Wert. Die Ferkelqual muss Folgen haben, strafrechtlich, dafür unsere Anzeige. Aber es muss auch gesetzgeberische Folgen haben. Hinter dem Leid steht auch eine Systemfrage. Ein hoher Anteil der gezeigten Tierqual ist durch den Gesetzgeber gedeckt, und wird aber auch durch den Handel, einschließlich der Discounter, und durch die Verbraucher, die alle auf Billigpreise für Fleisch setzen, angetrieben. Grundlegend muss es jetzt darum gehen, die Zuchtziele zu verändern und die Haltungssysteme den tierischen Bedürfnissen anzupassen. Wenn wir Mindestlöhne gegen Ausbeutung der Arbeitnehmer durchsetzen können, dann muss es auch Mindestpreise für Fleisch geben, um das Ausbeuten der Tiere zu verhindern“, mahnt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
In der ARD-Reportage „Deutschlands Ferkelfabriken“ wurde das Leid der Ferkel und Muttersauen dokumentiert. Die Ferkel werden mittels schmerzhafter Eingriffe an die industrialisierten Haltungssysteme angepasst, etwa durch die betäubungslose Kastration und das Schwänzekupieren. Die Zucht für die Agrarindustrie konzentriert sich zudem auf immer größere Würfe, statt auf Zuchtlinien mit weniger, aber vitaleren Ferkeln zu setzen. Die Folge: Die neugeborenen Ferkel sind schwach und krankheitsanfällig, oft fehlt der so wichtige Kontakt zur Muttersau und aufgrund der hohen Tierzahl in den Beständen ist eine intensive Betreuung der Tiere nicht möglich.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juli 2014

• Gewässerbelastung durch Entenfüttern

Mit steigenden Temperaturen sind viele Menschen länger in der Natur unterwegs. Häufig sind dann auch Familien mit Kindern zu sehen, die bestenfalls Brot an Wasservögel verfüttern. Was gut gemeint ist, belastet jedoch Gewässer und auch die Vögel. Wasservögel, zu denen beispielsweise Schwäne, Enten und Gänse zählen, finden in der Regel genügend Futter in der Natur. Die Tiere sind Pflanzen- und Insektenfresser, die durch eine unnatürliche Fütterung mit Brot krank werden können. Lediglich während eines harten Winters - von dem wir derzeit weit entfernt sind - kann eine zusätzliche Fütterung sinnvoll sein. Geeignetes Winterfutter ist Getreide, Kleie und Hühnerfutter. Futter sollte im Winter nur am Ufer angeboten und nicht in das Wasser geschüttet oder auf zugefrorenen Seen und Teichen ausgelegt werden. Nur so lässt sich eine übermäßige Belastung der Gewässer durch Futterreste verhindern. Außerdem sollte nur soviel Futter angeboten werden, wie die Tiere in kurzer Zeit fressen können. Liegengebliebenes Futter kann sich schnell mit Kot- und somit Krankheitserregern - vermischen. Im Sommer kann Brot, das im Uferbereich ausgelegt wurde, hingegen Ratten anlocken, die eine Gefahr für die Vogelbrut im Bodenbereich darstellen. Wenn also gefüttert wird, dann unbedingt zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit geeignetem Futter. Unsachgemäße Fütterung schadet den Tieren mehr als gar keine Fütterung.

Weitere Informationen unter www.tierschutzbund.de/vogelfuetterung.

Quelle: du und das tier 3/2014

Juli 2014

• Erneut ein illegaler Wolfsabschuss

Am Sonntagmorgen, den 13.07.2014, wurde an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau (Landkreis Bautzen) ein ca. einjähriger, weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Fundort liegt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Bereich des Daubaner Wolfsterritoriums. Bei der Begutachtung vor Ort wurde eine Verletzung festgestellt, die durch eine Schusswaffe verursacht worden sein könnte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht, wo sich der Anfangsverdacht bestätigte. Noch ist unklar aus welchem Rudel die junge Wölfin stammt, dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären. Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Das Landeskriminalamt nahm bereits die Ermittlungen auf.

In den letzten sieben Monaten wurden bereits 2 weitere illegal geschossene Wölfe in Sachsen gefunden: im Dezember 2013 ein Wolfswelpe bei Hermsdorf (Landkreis Bautzen) und im März 2014 der Daubitzer Rüde bei Weißkeißel (Landkreis Görlitz). In beiden Fällen wurde Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen laufen noch. Seit 2000 wurden damit in Sachsen 6 illegal getötete Wölfe gefunden. In 5 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren.

Quelle: Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz

Juli 2014

copyright LUPUS Institut

• Tierheim als Bauernhof

Der Bauernhof Tierheim ist wieder um ein paar Bewohner reicher geworden. Am Dienstag wurden über das Veterinäramt 5 Hausgänse sowie eine Warzenente beschlagnahmt. Die Tiere waren bereits seit Samstag ohne Futter und Wasser in einem Lagerhaus in Kartons eingesperrt gewesen. Die Gänse und die Ente befinden sich jetzt in einem Freigehege des Tierheims, sie sind wohlauf und augenscheinlich gesund. Neben diesen neuen Mitbewohnern beherbergt das Tierheim Chemnitz noch Esel, Ziegen, Schweine, ein Pony, Hühner, Indische Laufenten und Haustauben.

Dieser Tierbestand verdeutlicht, wie sich die Ansprüche an Tierheime in den letzten Jahren gewandelt haben. So beherbergten Tierheime früher fast nur Heimtiere wie Hunde, Katzen und Nager. Der Trend, auch sogenannte Nutztiere oder gar Wildtiere wie Reptilien unter ungeeigneten Bedingungen zu halten, ist erst in den letzten Jahren aufgekommen - bisher ist leider auch kein Ende abzusehen. Wir kämpfen daher weiterhin gemeinsam mit anderen Tierschutzvereinen und -verbänden für ein neues Tierschutzgesetz und klarere Haltungs- und Handelsbestimmungen.

Juli 2014


• Neues von Flosse

Wir möchten uns zuallererst bei allen Spendern ganz herzlich für die reichliche Unterstützung bedanken. Dank der vielen Spenden ist es uns möglich, Flosse die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen.

Flosse wurde am Dienstag operiert, soweit man es bisher absehen kann, ist die komplizierte Operation gut verlaufen und er ist auch schon wieder fit. Flosse muss natürlich noch einige Zeit weiter behandelt werden und sich erst an die neue Situation gewöhnen, aber wir denken, er ist auf einem gutem Weg. Da der Welpe auch schon vor der Operation hauptsächlich auf drei Beinen unterwegs war, ist die Umstellung nicht ganz so schlimm für ihn und Flosse fegte schon einen Tag nach der Operation wieder durch seinen Zwinger. Wir denken, er wird sein Leben auch dreibeinig klasse meistern.

Sobald sich Flosse von den Operationsfolgen weitgehend erholt hat, werden wir uns nach geeigneten Interessenten umschauen, die dem gehbehinderten Hund ein artgerechtes Zuhause bieten können.

Wir möchten auf diesem Weg um Verständnis bitten, dass wir nicht alle eingegangenen Mails zu Flosse persönlich beantworten können und hoffen, alle Interessierten über unsere Internetseite auf dem Laufenden halten zu können.

Juli 2014

• Nächste Gassigeherschulung am 23.08.2014

Die nächste Gassigeherschulung findet am 23.08.2014 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

• Ausgesetzter Welpe mit mutiertem Hinterlauf im Tierheim Chemnitz

Vergangenen Freitag wurde das Tierheim Chemnitz über
die Polizei beauftragt, einen vermutlich ausgesetzten Hund
abzuholen. Ein Bürger aus der Innenstadt hatte gesehen,
wie ein Mann einen jungen Hund im Hausflur anband und
wegging. Der Bürger verständigte daraufhin die Polizei und
das Tierheim holte den Hund ab. Da sich bisher noch
niemand gemeldet hat, der den Hund vermisst, gehen wir
davon aus, dass der Hund aufgrund seines Zustandes
ausgesetzt wurde.

Bei dem Hund handelt es sich um einen etwa 5 Monate
alten Mischlingswelpen, männlich. Der rechte Hinterlauf ist
zweieinhalbfach angelegt, der Hund hat an dieser Seite 10
Zehen anstatt der üblichen vier, und auch die Beinknochen
sind zumindestens doppelt angelegt. Der Hinterlauf ist
nicht funktionsfähig, der Hund kann das Bein nicht
benutzen und zieht es beim Laufen irgendwie hinter sich
her. Auch die Rute ist an mehreren Stellen geknickt, ob
es sich dabei um eine Mutation oder eine Verkrüppelung
infolge einer komplizierten Geburt handelt, können wir
nicht sagen.

Der Hund wurde von uns auf den Namen „Flosse“ getauft.
Er befindet sich momentan in der Krankenstation des
Tierheims. Flosse ist sichtlich verstört und eingeschüchtert
ob der veränderten Lebensumstände, wir hoffen, er lebt
sich schnell im Tierheim ein, denn er wird hier einige Zeit
verbringen müssen.

Flosse wurde am Montag vom Tierarzt geröntgt, das Bein muss in jedem Fall amputiert werden. Die Operationskosten belaufen sich auf etwa 450 €.

Wir hoffen, die Operation über Spenden finanzieren zu können.

Juli 2014


• Tag gegen Tiertransporte: Tierquälerei auf Europas Straßen nimmt kein Ende

Anlässlich des heutigen Tages gegen Tiertransporte (1.7.) erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen – ein Ende ist nicht in Sicht. Erst kürzlich hat die EU-Kommission angekündigt, dass sie derzeit keine Änderung der EU-Transport Verordnung plant. Der Verband kritisiert diese Haltung scharf, da eine Verbesserung der Verordnung in den Punkten Transportzeit und Ladedichte längst überfällig ist. Zudem werden die unzureichenden Bestimmungen nach wie vor zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet.

„Dieses System funktioniert nur auf Kosten der Tiere: Die Tiere leiden unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter Hitze oder Kälte, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen“, beschreibt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die immer noch vorherrschenden katastrophalen Zustände. Mehr als 188 Millionen Tiere werden jährlich allein durch Deutschland transportiert, europaweit sogar mehr als 360 Millionen Tiere - Geflügel noch nicht einmal mit eingerechnet - und das sogar mehrfach in ihrem vergleichsweise sehr kurzen Leben: Wird ein Kalb zum Beispiel in Bayern geboren, kann es zum Mästen nach Niedersachsen und von dort aus zum Schlachten nach Nordrhein-Westfalen verfrachtet werden.

Das Verfahren gibt es europaweit: So werden Tiere bspw. in Dänemark geboren, in Deutschland gemästet, um schließlich in Italien geschlachtet zu werden. Die Tiere sind dann oft tagelang unterwegs, mitunter sogar Wochen, denn es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Transporte. Die Exporte nehmen immer weiter zu und durch die permanente Schließung von regionalen Schlachthöfen werden auch die Transportzeiten stetig länger.

Neben einer Begrenzung der Transportzeit auf vier Stunden national und acht Stunden für internationale Transporte, fordert der Verband unter anderem auch ein Verbot von doppelstöckigen Transportfahrzeugen und die Abschaffung von EU- Transportsubventionen für Zuchtrinder. Für deren Export in viele Drittländer werden weiterhin Exporterstattungen vergeben und standardisierte Abkommen erleichtern die Abläufe.

Seit Jahren kämpft der Deutsche Tierschutzbund, für das Aus sinnloser und tierquälerischer Transporte lebender Tiere. Erst kürzlich wurden LKWs mit dem Kampagnen-Motiv „Mein Weg in den Tod ist die Hölle" bedruckt, die quer durch Deutschland fahren um auf das millionenfache Leid aufmerksam zu machen.

Juli 2014

• Kollege Hund ist wieder da

Oft dürfen Hunde nicht mit ins Büro – nicht so am bundesweiten Aktionstag „Kollege Hund“. Am 26. Juni 2014 ruft der Deutsche Tierschutzbund bereits zum siebten Mal den tierischen Schnuppertag aus. Hundebesitzer, Mitarbeiter und Chefs können sehen und erleben, wie die vierbeinigen Kollegen den Arbeitsalltag bereichern: Stress wird abgebaut, die Motivation steigt, und die Auswirkungen auf das Arbeitsklima sind überaus positiv. Der Kollege Hund ist ein Gewinn für das ganze Team, und möglicherweise lässt es sich doch einrichten, dass der Hund dauerhaft zum Arbeitsplatz des Herrchens mitkommen kann – als verlässlicher, treuer Freund im Arbeitsalltag.

Weit über tausend Betriebe quer durch die Republik nehmen jedes Jahr an diesem Schnuppertag teil. Interessierte können sich unter www.kollege-hund.de anmelden und werden vom Verband mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

„Hunde am Arbeitsplatz haben einen positiven Einfluss auf die Motivation der Angestellten und sorgen damit für ein gutes Betriebsklima und bessere Leistung – und somit profitieren nicht nur die Hundebesitzer vom neuen tierischen Kollegen“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Ein weiterer positiver Effekt: „Wenn Hunde am Arbeitsplatz zugelassen sind, erhöht das sicher auch die Chancen für viele Hunde aus Tierheimen, ein neues Zuhause zu finden“, erklärt Schröder.

Juni 2014


Hundewelpen aus illegalem Handel im Tierheim

Nächtliche Einsätze gehören zu den notwendigen, aber nicht sehr beliebten Aufgaben eines Tierheimtierpflegers. Besonders wenn man 02.00 Uhr nachts an die tschechische Grenze gerufen wird, wird es unschön. Am 25. Mai stoppte die Bundespolizei an der Grenze einen auffälligen Kombi. Im Kofferraum fanden die Beamten einige Kartons und Kisten mit Welpen. Bei näherer Untersuchung fanden sich noch weitere Kisten überall im Auto. Insgesamt 45 Welpen waren unter tierschutzwidrigen Bedingungen im Auto zusammengepfercht. Für keines der Tiere konnte der Fahrer einen gültigen Impfausweis vorweisen, lediglich 11 Blanko-Impfausweise lagen im Auto. Der Fahrer gab an, die Tiere nach Belgien bringen zu wollen, zum Verkauf. Bei den Welpen handelte es sich um Moderassen, die leicht verkäuflich sind. Möpse, Chihuahuas, Zwergpudel, Shi-Tzus, Labradore und Golden Retriever waren darunter.

Da das zuständige Tierheim (Tierheim Neu-Amerika in Annaberg-Buchholz) nicht sofort erreichbar war, kam den Polizisten erst einmal das Tierheim Chemnitz zu Hilfe. Da für jedes Tierheim die plötzliche Aufnahme so vieler Hunde eine große Belastung darstellt, wurden die Welpen zwischen Chemnitz und Annaberg aufgeteilt. 13 der 45 Welpen kamen ins Tierheim Chemnitz. Hier wurden die Tiere sofort am nächsten Morgen dem Tierarzt vorgestellt, der den Tieren eine gute Gesundheit bescheinigte und auch bestätigte, dass die Tiere das erforderliche Alter von 8 Wochen haben. Wir hatten mit diesem Tiertransport offensichtlich einen der „seriöseren“ erwischt, bei dem die Welpen nicht total krank und zu jung verkauft werden. Die Welpen wurden trotzdem sofort geimpft, entwurmt und gekennzeichnet.

Einige Tage später wurden die Welpen wieder ins Tierheim Annaberg gebracht. Die Welpen durchlaufen dort gemeinsam die Quarantäne und werden, sobald sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat, vermittelt.


Juni 2014


• Shoppen und Spenden - nichts leichter als das

Liebe Tierfreunde,
seit Mai kann man auf www.tierschutz-shop.de tierfreund-liches Futter erwerben. Wer Futter ohnehin über das
Internet bestellt oder gern auf hochwertiges Futter
umsteigen möchte, hat nun auch die Möglichkeit, mit dem
Einkauf das Tierheim Chemnitz zu unterstützen.
Bei jeder Bestellung spendet Tierschutz-Shop 10% des
Einkaufswertes an ein Tierheim, welches der Einkäufer
selbst wählen kann. Den bisher gesammelten Spenden-
betrag kann jeder Nutzer direkt einsehen, der Tierschutz-
Shop arbeitet also sehr transparent.

Wir freuen uns auf reichliche Unterstützung!

Juni 2014

• Mitgliederversammlung Tierschutzverein

Am 28.06.2014 findet die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Chemnitz und Umgebung e.V. statt.

Wo: Tierschutzzentrum „Franz von Assisi“, Pfarrhübel 80, 09125 Chemnitz
Beginn: 09.00 Uhr, Einlass ab 08.30 Uhr
Ende: gegen 12.00 Uhr

Es handelt sich dabei um eine nicht-öffentliche Veranstaltung, zugelassen sind ausschließlich Vereinsmitglieder.

Juni 2014

• Gooding - dein Beitrag zählt

Unter diesem Motto gibt es seit kurzem die Möglichkeit, beim Online-Einkauf das Tierheim zu unterstützen. Die Funktion ist denkbar einfach. Über die Webseite von Gooding wählt man sich den Tierschutzverein Chemnitz
aus, wählt seinen Online-Shop und kauft ganz wie
gewohnt ein. Für jeden Einkauf bekommt der Tierschutzverein eine Prämie. Für den Käufer entstehen
dabei keinerlei Mehrkosten. So einfach war Spenden noch
nie. Bei Gooding sind über 900 Shops versammelt,
darunter Ebay, Amazon, Zalando, Otto, DB, Zooplus und
viele mehr. So gut wie alle großen Online-Versandhändler
sind dabei und es sollte für jeden das passende dabeisein.
Also auf geht’s, wir freuen uns auf viele Prämien.

Juni 2014

• Kaninchenleid zur Osterzeit

Für viele gehört zum traditionellen Osterfest auch der Kaninchenbraten. Jedes Jahr werden rund 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch in Deutschland verzehrt – Tendenz steigend. Was viele Verbraucher nicht wissen: das Leben der 25 Millionen Mastkaninchen, die hier in Deutschland gehalten werden, hat nichts mit der Idylle vom frei hoppelnden Kaninchen zu tun. Zur Erzeugung von Kaninchenfleisch werden die Tiere in engen, eintönigen Drahtkäfigen gehalten. Es wurde zwar eine Mastkaninchenverordnung verabschiedet, aus der Sicht des Tierschutzvereins Chemnitz ist diese Verordnung aber unzureichend. Die Käfighaltung ist weiterhin möglich, die Platzvorgaben sind zu gering und auch Freilauf ist nicht vorgesehen. Der Deutsche Tierschutzbund ruft deshalb alle Verbraucher/innen auf, auf den Verzehr von Kaninchenfleisch aus Massentierhaltung zu verzichten.

Dass die artgemäße Haltung von Mastkaninchen möglich ist, macht uns die Schweiz vor. Dort werden teilweise Haltungssysteme genutzt, die den Tieren Gruppenhaltung in Ställen mit anschließenden Weideflächen, reduzierte Besatzdichte, eine strukturierte Umgebung mit Fress-, Ruhe- und Aufenthaltsbereichen und eine artgemäße Fütterung ermöglichen. In Deutschland gibt es vergleichbare Haltungssysteme in größerem Stil leider bisher nicht.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2014

• Osterfeuer – Große Gefahr für Wildtiere

Ganz Deutschland feiert in diesen Tagen mit bemalten Ostereiern und Schokohasen das Osterfest. Auch die Osterfeuer gehören vielerorts zur Tradition – zum Leidwesen vieler Wildtiere. Der Grund: Jedes Jahr sterben tausende Wildtiere in den Großfeuern. Wochen vor Ostern werden die großen Reisighaufen aufgeschichtet. Viele Wildtiere nutzen diese als Unterschlupf und sogar als Brutstätte. Doch der vermeintlich sichere Rückzugsort wird für Kleintiere wie Igel, Mäuse, Kröten und Vögel schnell zu einer tödlichen Falle. Wird das Osterfeuer entzündet, gibt es für die Tiere keine Möglichkeit, den Flammen zu entkommen. Erfolglos werden sie versuchen, im Inneren des Reisighaufens Schutz zu suchen.

Der Tierschutzverein Chemnitz rät allen, die nicht auf die Ostertradition verzichten wollen, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: das Brennmaterial erst kurz vorher auf- und unbedingt vor dem Anzünden noch einmal umschichten, um den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Es reicht nicht, nur am Brennmaterial zu rütteln, da die meisten Tiere es so nicht wagen, aus ihrem Versteck zu kommen.

Viele der getöteten Tiere sind vor allem im eigenen Garten wichtige Helfer bei der Vertilgung unerwünschter Insekten. Zusätzlich sind sie ein wichtiger Faktor zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Daher empfiehlt der Tierschutzverein Chemnitz auf Wiesen oder auch im Garten Reisighaufen zu erreichten – selbstverständlich ohne diese dann niederzubrennen. Auch das Pflanzen von Hecken und Büschen hilft vielen Tieren. Für diese sind sie insbesondere dort von Bedeutung, wo der natürliche Lebensraum durch die Ausweitung der bebauten Flächen zunehmend reduziert wurde.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2014

• Tag des Versuchstieres – 3-Millionen-Grenze überschritten

Zum Internationalen Tag des Versuchstieres am 24. April erinnert der Tierschutzverein Chemnitz an die ethische Problematik, fühlende Lebewesen als Messinstrumente oder „Krankheitsmodelle“ zu missbrauchen. 2012 wurden in Deutschland 3.080.727B Versuchstiere verbraucht, wie aus der Statistik des Bundesministeriums für Ernährung. Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervorgeht. Dies bedeutet einen weiteren Anstieg um fast 6 Prozent – 169.022 mehr Tiere im Vergleich zum Vorjahr. Trotz anders lautender Absichtsbekundungen aus der Politik, Tierversuche eindämmen zu wollen, bleiben seit Jahren konkrete Strategien dafür aus. Nach der aus Tierschutzsicht enttäuschenden Novellierung des Tierschutzgesetztes wurde nun einmal mehr bestätigt, dass sich die Bundesregierung in puncto Maßnahmen für einen Wechsel zu tierversuchsfreier Forschung sträfliche Untätigkeit nachsagen lassen muss.

Vor allem im Bereich der Gentechnik steigt der Verbrauch unaufhaltsam – 2012 um 27%. Damit sind erschreckenderweise bereits fast ein Drittel aller verwendeten Tiere gentechnisch verändert. Vor allem Mäuse, Ratten und Fische sind die Opfer von Wissenschaftlern, die das Erbgut der Tiere manipulieren, um künstliche Krankheitssymptome oder andere Effekte hervorzurufen.

Der Deutsche Tierschutzbund demonstriert am 26.April 2014 in Berlin mit diversen Tierschutzvereinen und Bürgern für die Abschaffung aller Tierversuche. Tausende Tierfreunde hatten sich bereits letztes Jahr an der Demo beteiligt, um auf das überflüssige Sterben von Versuchstieren aufmerksam zu machen. Wer sich an der Demonstration beteiligen möchte, findet nähere Infos unter www.tierschutzbund.de/tag-des-versuchstiers.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

April 2014

• Jacky ist wieder da

Der am 20.02.2014 gestohlene Hund „Jacky“ ist wieder im Tierheim Chemnitz. Bereits am Dienstag erhielt das Tierheim einen Anruf von der Polizei, wonach wir gebeten wurden, einen Hund abzuholen, dessen Besitzer verhaftet worden war. Solche Einsätze kommen relativ häufig vor, stutzig machte uns die Anschrift des Verhafteten, denn in dieser Gegend sollte sich der Dieb von Jacky herumtreiben. Und tatsächlich handelte es sich bei dem Hund um unseren Jacky, der gesund und wohlbehalten, wohl aber ziemlich irritiert wirkte. Ist ja bei einem 11 Jahre alten Hund auch kein Wunder. Seit Mitte Januar, als der Dieb den Hund zum ersten Mal aus dem Tierheim entwendete, hat Jacky eine Odyssee hinter sich mit ständig wechselnden Aufenthaltsorten.

Da der Einbrecher zunächst nur vorläufig von der Polizei festgenommen wurde, befürchten wir nun, dass der Mann schon bald wieder entlassen wird und sich den Hund wiederholen könnte. Für das Tierheim sind solche Einbrüche immer wieder mit hohen Kosten verbunden, denn der entstandene Sachschaden wird nicht automatisch von der Versicherung übernommen.

April 2014

• Erneuter Einbruch im Tierheim Chemnitz!

In der Nacht vom 26. auf den 27. März wurde im Tierheim Chemnitz eingebrochen und ein Hund entwendet.
Bereits am 20.02. diesen Jahres gab es einen ganz ähnlichen Einbruch, bei dem ebenfalls ein Hund gestohlen wurde.

Beim jetzigen Einbruch wurde eine zweijährige Pekinesendame gestohlen, die sich seit Anfang März im Tierheim befand. Reinrassige Pekinesen werden mit ca. 1.500 € Sachwert gehandelt. Die Hündin musste ins Tierheim, da ihr Besitzer gestorben war, die Erbschaftsangelegenheiten waren noch ungeklärt.

Babette, so heißt der Hund, ist eine aufgeschlossene, fröhliche und liebe Hündin, unkompliziert und niedlich. Ähnlich wie beim letzten Einbruch wurde auch dieses Mal der Außenzaun des Tierheims mit einem Bolzenschneider durchtrennt, allerdings sehr unprofessionell. Ein Mensch wird sich durch das kleine Loch im Zaun kaum gequetsch haben. Wir vermuten, dass durch dieses Loch nur der
Hund durchgeschoben wurde, und der Einbrecher über
den Zaun geklettert ist. In den Hundezwinger wurde ebenfalls ein kleines Loch geschnitten, gerade groß
genug, um den Hund durchzubringen.

Die aufgeschnittenen Gitterstellen wurden mehr schlecht
als recht wieder vor die Löcher gebogen, vielleicht,
um den Einbruch etwas zu vertuschen.
Entstanden ist ein Sachschaden von rund 600 €.
Die Polizei ermittelt.

Da es sich bei diesem Einbruch schon um den zweiten in diesem Jahr handelt, wird das Tierheim nicht um die Installation von Sicherheitstechnik herumkommen.

Da diese in der Anschaffung und dauerhaften
Unterhaltung sehr kostspielig ist, bitten wir die
Bevölkerung um Spenden.

Wir hoffen, dass durch Überwachungstechniken
mögliche Einbrecher in Zukunft abgeschreckt werden.

März 2014


• 2029 und 1942 Tage im Tierheim

Es ist noch nicht einmal Mitte März, aber für die Tierheimmitarbeiter hat sich der erste Frühlingsmonat
schon gelohnt.

Gleich zwei Dauerinsassen konnten das
Tierheim verlassen.

Der Akita-Mischlung Balu kam 2009
ins Tierheim, da war er gerade mal ein Jahr alt und
seinen Besitzern schon über den Kopf gewachsen.

Slater wartete seit 2008 im Tierheim auf ein neues Zuhause, auch seine ehemaligen Besitzer waren mit
dem aktiven und sprunghaften Rüden überfordert.

Beide Hunde wurden nun von Gassigehern mitgenommen,
die die Hunde schon jahrelang kennen und für die sich
jetzt die Möglichkeit ergeben hat, ihren geliebten
Vierbeinern ein neues Zuhause zu schaffen.

Was lange währt, wird endlich gut.

März 2014



• Nächste Gassigeherschulung am 10.05.2014

Die nächste Gassigeherschulung findet am 10.05.2014 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch in der Rubrik Hinweisen für Gassigeher.

März 2014

• 830 Tiere in einem Jahr

Rund 830 Tiere hat das Tierheim Chemnitz 2013 aufgenommen - 2,3 Tiere pro Tag. Den Hauptanteil machten dabei die Hunde mit 308 Tieren aus, dicht gefolgt von den Katzen mit 295 Tieren. Klein- und Stalltiere schlugen mit 225 Tieren zu Buche.

Obwohl damit die Anzahl der Tiere im Vergleich zu 2012 leicht gesunken ist, entstehen während des Aufenthalts immer höhere Kosten. Das ist nicht nur durch gestiegene Betriebskosten zu erklären, sondern auch auf den Trend, dass zunehmend alte und kranke Tiere abgegeben werden. Die Zahl der beschlagnahmten Tiere steigt seit 2007 stetig an, häufig weisen gerade diese Tiere eine hohe Verweildauer auf, da aufwendige Rechtsverfahren zu klären sind, bevor die Tiere vermittelt werden können.

Von Entlastung kann also leider keine Rede sein.

März 2014

• Anpassung der Vermittlungsgebühren an gestiegene Betriebskosten

Ab 01. März 2014 werden die Vermittlungsgebühren für Hunde und Katzen an die stark gestiegenen Betriebskosten angepasst. Künftig werden Interessenten für einen Hund 180 €, für eine Katze 60 € Schutzgebühr hinterlegen. Sowohl Hunde als auch Katzen werden im Tierheim vor der Vermittlung geimpft, gekennzeichnet und entwurmt. Ausgewachsene Katzen werden zudem kastriert. So fallen rund 100 € pro Tier allein an Tierarztkosten an, Pflegekosten nicht inbegriffen. Die Vermittlungsgebühr dient also nicht dem Gewinn des Tierheims, sondern deckt lediglich einen kleinen Teil der Ausgaben ab. Sinn der Schutzgebühr ist es, sicherzustellen, dass die künftigen Besitzer über geregelte finanzielle Verhältnisse verfügen und dem Hund im Krankheitsfall jede erdenkliche Hilfe angedeihen lassen können. Desweiteren sollen durch die Vermittlungsgebühren unüberlegten Anschaffungen ein Riegel vorgeschoben werden.

Wir hoffen, dass alle zukünftigen Tierbesitzer Verständnis für die Anpassung der Gebühren haben.

Februar 2014

• Mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung!

Bundestagspetition für eine staatliche Haltungskennzeichnung für Fleisch Das Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Fleischindustrie wurde durch zahlreiche Skandale in den letzten Jahrzehnten stark erschüttert. Wegen des enormen Preisdrucks werden Tiere den Haltungssystemen angepasst und auf engstem Raum gehalten, Mastschweine in der Regel auf Spaltenboden. Schwänze müssen abgeschnitten, Schnabelspitzen gekürzt werden, damit die Tiere sich nicht gegenseitig verletzen. Hohe Antibiotikagaben gefährden auch die menschliche Gesundheit. Label aus der Fleischbranche, die mehr Tierschutz versprechen, wirken - oft leider zu Recht - wie marktstrategische Lippenbekenntnisse und sind meist intransparent.

Nur ein staatlich organisiertes Label ist wirklich unabhängig und vertrauenswürdig!

Bei der staatlich organisierten Eierkennzeichnung hat es auch geklappt: Innerhalb weniger Jahre gab es keine Frischeier aus Käfighaltung mehr zu kaufen – auch wenn sie viel günstiger waren. Der Verbraucher hatte die Wahl, der Verbraucher hat entschieden!

Wer bezahlt, muss wissen was drin ist!

>> Jetzt anmelden und unterzeichnen >>

Alternativ: „Petition Nr. 48383“ bei Google eingeben

!!WICHTIG!!
Dies ist eine offizielle Bundestagspetition, daher muss sich jeder Mitzeichner zuerst anmelden!

Stoppt die industrielle Massentierhaltung!
Jetzt Petition unterzeichnen!

Die Hauptpetenten Christiane Hussels und Henning Krause

Februar 2014

futalis unterstützt vier Tierheime mit Hundefutter

Chemnitz, Zwickau, Halle und Leipzig – in diesen vier Städten freuen sich Tierheime über hochwertiges Hundefutter. Der Leipziger Hundefutterhersteller futalis hatte seine Kunden zu Spenden aufgerufen. Mit positiver Resonanz – und so bekommt jedes Tierheim nun Futter für ein Jahr.

320 Kilo sind insgesamt zusammengekommen – für das Leipziger Start up eine schöne Summe. Geschäftsführer Christian Hetke freut sich über den Zuspruch: „Viele unserer Kunden waren sofort bereit, zu ihrer eigenen Bestellung noch eine weitere für die Tierheime auszulösen. Es ist schön, dass wir zusammen mit unseren Kunden einigen Tierheimen unter die Arme greifen können.“ Dabei war dem Unternehmen besonders wichtig, Tierschutzvereine aus der Region zu unterstützen. Geschäftsführer Hetke: „Wir sind mit Leipzig und der Region tief verbunden. Zwar brauchen Tierheime in ganz Deutschland unsere Hilfe, aber wir wollen uns insbesondere hier in Mitteldeutschland engagieren.“

Mit der Menge Futter kann ein durchschnittlich großer Hund ein Jahr lang versorgt werden. Für das Tierheim in Chemnitz eine schöne Menge: „Wir freuen uns über die großzügige Spende. Ohne derartige Unterstützungen wäre es schwer für uns, diese Vielzahl der Hunde bei uns zu versorgen“, so Tierheimleiter Jens von Lienen. Allein in Chemnitz warten zurzeit 40 Hunde auf ein neues Zuhause.

Quelle: futalis

Februar 2014

• Freihandelsabkommen verhindern – für eine Zukunft der Landwirtschaft

Hinter verschlossenen Türen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt die Europäische Union seit Juli über das geplante Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP), um "Handelshemmnisse“ dies- und jenseits des Atlantiks abzubauen.

Ergebnisse der Verhandlungen sickern – wenn überhaupt - nur sehr dürftig nach außen. Die Folgen eines solchen Abkommens hätten jedoch fundamentale Auswirkungen auf unsere Verbraucherschutz- und Gesundheitsstandards, unsere Klima- und Umweltschutzauflagen, auf unsere Landwirtschaft sowie auf viele andere Bereiche.

Wir brauchen keine geheimen Verhandlungen und Abkommen, die zur Folge hätten, dass mit Chlor desinfizierte Hühnchen, Klon- oder Hormonfleisch, Milch von genmanipulierten Turbokühen oder gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen völlig legal per Import aus den USA auf unseren Tellern landen können. Auch eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel würde als „Handelshemmnis“ dem Freihandel zum Opfer fallen. Zulassungen von genmanipulierten Pflanzen und Tieren würden nach US-amerikanischem Recht noch schneller und völlig ohne Risikobewertung vonstatten gehen. Dumpingpreise für landwirtschaftliche Produkte aus der industriellen Landwirtschaft in den USA werden die kleinbäuerlichen Strukturen in Europa endgültig ruinieren.

US-Exporteure und Konzerne könnten gegen Umweltgesetze in der EU klagen, wenn sich durch Gesetzesänderungen oder höhere Umweltstandards Profiteinbußen für sie ergäben. Auch ein eventuelles Fracking-Verbot könnte unter diesem Vorwand zu Fall gebracht werden.

Der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierungskoalition zielt ausdrücklich auf einen "erfolgreichen Abschluss" der transatlantischen Verhandlungen. Dies darf auf keinen Fall Wirklichkeit werden!

Machen Sie mit, unterstützen Sie unsere Forderungen und unterzeichnen Sie den Appell an Bundeskanzlerin Merkel und EU-Handelskommissar Karel De Gucht!

Wir wollen:


• Die mühsam erkämpften europäischen Verbraucherschutz- und Gesundheitsstandards erhalten
• Eine kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft erhalten und schützen
• Klima- und Umweltschutzauflagen sowie das Vorsorge- und Verursacherprinzip in Europa und in Deutschland
  aufrechterhalten
• Dienstleistungen der Daseinsvorsorge wie Trinkwasserversorgung oder Bildung sollen in demokratisch
  legitimierter öffentlicher Hand bleiben
• Unser Grundgesetz und Rechtssystem vor intransparenten Schiedsgerichten ohne Berufung oder Revision und demokratische Kontrolle schützen.

Deshalb wollen wir diese gravierenden Eingriffe für Verbraucher und Konsumenten verhindern und fordern daher einen STOPP der Freihandels-Verhandlungen!

Hier geht’s zur Online-Pedition

Quelle: Umweltinstitut München e.V.

Januar 2014

• 30 000 Menschen fordern Stopp der Agrarindustrie

Angeführt von 70 Traktoren und Hunderten von Bäuerinnen und Bauern zogen am 18. Januar 2014 Zehntausende Menschen vor das Bundeskanzleramt in Berlin. Sie forderten von der Bundesregierung ein Ende der Klientelpolitik für die Agrarindustrie und ökologische und soziale Reformen in der Landwirtschaftspolitik hin zu einer bäuerlichen Landwirtschaft. Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und fast frühlingshaften Temperaturen startete die Auftaktkundgebung auf dem Potsdamer Platz mit Gästen aus Europa und Afrika, die über die globalen Auswirkungen unserer Agrarpolitik sprachen, mit jungen LandwirtInnen, Köchen und Food-AktivistInnen, es ging um Gentechnik, Sortenvielfalt und Agrarfabriken. Mit viel musikalischer Begleitung, Schildern und Bannern und in bunten Kostümen setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung und zog vorbei am Landwirtschaftsministerium, wo eine Zwischenkundgebung zum Thema „Freiheit für die (Saatgut-)Vielfalt stattfand, am Europahaus vorbei, wo in einem Sketch die Auswirkungen des geplanten EU-US-Freihandelsabkommens TTIP dargestellt wurden, bis zum Bundeskanzleramt. Bei der Abschlusskundgebung sprachen unter anderem Jochen Fritz für die "Wir haben es satt!"- Bewegung, Carlo Petrini, Präsident von Slow Food International, Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz, sowie Gäste aus den USA und Afrika. Im Sonnenschein wurde abschließend ausgiebig zur Musik von Ratatöska getanzt!

Quelle: Kampagne Meine Landwirtschaft

Januar 2014

• Saatgut: Bunte Vielfalt statt genormte Einfalt

Saatgut-Vielfalt schützen und fördern!

Die geplante EU-Saatgutverordnung muss mehr Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten. Traditionelle und regionale Sorten aber auch neu entwickelte Sorten, die nicht für den Massenmarkt bestimmt sind, müssen von Zulassungs- oder Zertifizierungspflichten befreit bleiben. Strenge Regeln, Kontrollen, Prüfungen und kostspieligen Zulassungen dürfen nur für Saat- und Pflanzgut gelten, das kommerziell und in großen Mengen gehandelt wird. Der freie Austausch von Samen und Setzlingen zwischen Bauern, Saatgutinitiativen und Gärtnerinnen muss gewährleistet und unterstützt werden.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten sichert, dass unsere Landwirtschaft sich an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Wir wollen bunte Vielfalt statt genormter Einfalt!

Hier geht’s zur Unterschriftenaktion

Quelle: Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Januar 2014

• Deutscher Jagdverband will verwilderte Hauskatzen in Tierheime abschieben

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert die Vorschläge des Deutschen Jagdverbandes (DJV), verwilderte Hauskatzen zum Schutz der Singvögel in Tierheime abzuschieben als absurd.

Abgesehen davon, dass für Deutschland nach wie vor belastbare Zahlen zum tatsächlichen Einfluss von Katzen auf Singvögel und andere Tiere fehlen, sucht die Jägerschaft ganz offensichtlich die einfachste Lösung: Man will die Tiere in Tierheime bringen und damit die Kosten für Kastrationsaktionen und Betreuung auf den karitativen Tierschutz vor Ort abschieben.

Immer wieder werden diverse, zum Teil jedoch fragwürdige Studien aus den USA als Beleg für die Gefährdung von Singvögeln durch Katzen angeführt. Damit kann jedoch keine Aussage getroffen werden, wie groß das angebliche „Problem“ hierzulande tatsächlich ist. Zwar dürfe die Jagd von Katzen auf Singvögel nicht verharmlost werden, doch in erster Linie trägt der Mensch durch seinen Umgang mit Natur und Umwelt die Hauptverantwortung, dass sich Lebensraum und Nahrung für Vögel verringern, stellt der Deutsche Tierschutzbund klar.

Eine Population frei lebender Katzen reduziert sich langfristig nur über den Grundsatz, ‚Fangen, Kastrieren, Freilassen‘ – nicht aber durchs Wegschaffen oder Abschießen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Darüber hinaus können frei lebende Katzen auf Dauer nicht im Tierheim untergebracht werden, sie sind in der Regel auch nicht vermittelbar.

Das Abschießen von Haustieren stellen die Jäger grundsätzlich nicht in Frage. Hintergrund Haustierabschuss: im Bundesjagdgesetz ist der Abschuss von Heimtieren über den § 23 geregelt. Das Wild soll so vor wildernden Hunden und Katzen geschützt werden. Hunde, die ohne ihren Halter oder außerhalb von dessen Einwirkungsbereich wildernd angetroffen werden, dürfen getötet werden. Die Beweislast, dass der Hund nicht gewildert hat, liegt letztlich beim Besitzer und ist im Nachhinein kaum zu erbringen. Der Abschuss von Katzen ist bereits dann erlaubt, wenn die Tiere (je nach Bundesland) wenige hundert Meter vom nächsten bewohnten Gebäude angetroffen werden. In der Praxis führt dies jährlich zur Tötung zehntausender Tiere, ohne dass eine konkrete Gefährdung besteht.

Kritisch bleiben aus Tierschutzsicht zahlreiche weitere Probleme wie die umstrittene Jagdhundeausbildung an lebenden Enten und Füchsen oder die tierschutzwidrige Fallenjagd, die die Jäger bisher weiter verteidigen.

Januar 2014

• „Jäger in der Falle“ – eine Dokumentation des ZDF

Am 19.1.2014 strahlte das ZDF eine Dokumentation über das Jagd(un)wesens in Deutschland aus. Mit zunehmenden Unfällen und erstarkten Naturschutzgedanken in der Bevölkerung steht die Jagd immer wieder in der Kritik – zu Recht. Die kritische Doku enthüllt interessante Aspekte über die Denkweise in Jagdverbänden und die Folgen der intensiven Bejagung für Natur und Tiere. Jäger argumentieren, dass die Bestände bejagt werden müssen, um den Wald zu schützen. Allerdings liegen nachweislich durch die intensive Bejagung die Wildtierbestände 50-fach über dem Normalwert. Logisch, dass unter diesen Umständen der Wald dran glauben muss. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Genf. Seit 40 Jahren darf rund um Genf nicht mehr gejagt werden. Die Wildtierbestände regulieren sich von allein und die Natur kommt wieder ins Gleichgewicht. Mangels großer Raubtiere müssen zwar auch diese Bestände sinnvoll reguliert werden. Diese Arbeit wird in Genf von ausgebildeten Rangern verrichtet, die ganz gezielt alte und schwache Tiere auslesen. Im Gegensatz dazu reichen in Deutschland teilweise schon wenige Wochenendseminare aus und die schießfreudigen Jäger können mit scharfen Waffen in den Wald ziehen. Zum Leidwesen der Tiere, des Waldes und so manchen Pilzsuchers.

Hier geht’s zum Film

Januar 2014

• Alle 10 Sekunden stirbt ein Tier im Labor

Das Bundesministerium veröffentlichte im Oktober 2013 die offizielle Statistik, wie viele Wirbeltiere in deutschen Labors 2012 „verbraucht“ wurden.

Insgesamt 3.080.727 Wirbeltiere wurden 2012 in Deutschland zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Das sind rund 6 % mehr als im Vorjahr und fast doppelt so viele Tiere wie 2000.

Ein Drittel der eingesetzten Tiere war gentechnisch manipuliert. Das Erbgut der Versuchstiere wird dabei gentechnisch verändert, sodass sich automatisch Krebs bildet oder die Tiere Symptome aufweisen, die menschlichen Krankheiten ähneln. Schon vor den eigentlichen Versuchen entsteht so erhebliches Tierleid. Das Versprechen der Forscher, dass die Genmanipulation von Versuchstieren zur Heilung von Krankheiten beitragen wird, hat sich bisher nicht bewahrheitet.

Leider wird ein Großteil der Versuchstiere statistisch nicht erfasst. Nur Tiere, an denen direkte Eingriffe oder Behandlungen vorgenommen werden, tauchen in der Statistik auf. Unzählige Tiere zur Zucht und Vorratshaltung werden nicht erfasst, ebensowenig wie Wirbellose (z. B. Tintenfische), dabei sind hier die Verlustraten besonders hoch.

Mehr als ein Drittel der Versuchstiere wurde für die Grundlagenforschung verbraucht, ein reiner Erkenntnisgewinn ohne absehbaren Nutzen für Mensch, Tier und Natur.

Januar 2014

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• Vier Jahre Qual für ein paar Pullover

Produkte aus Angorawolle sind beliebt – die Wolle ist weich, flauschig und wärmt sehr gut. Der Preis dafür ist hoch. Angorakaninchen werden unter den unmöglichsten Bedingungen gehalten, anders wäre das Geschäft mit Angorawolle nicht profitabel.

Die extrem auf Langhaarigkeit gezüchteten Tiere leben in Einzelhaltung, damit sie sich nicht gegenseitig das Fell abfressen. Die Käfige sind blickdicht, ein Kontakt der Tiere untereinander ist nicht möglich. Für soziale Gruppentiere eine Katastrophe.

In China, wo 95% der Angorawolle produziert wird, sind die Käfige gerade einmal 76x61x46 cm groß. Die Tiere haben keinen Platz, sich aufzurichten, zu strecken oder zu hoppeln. Das ist auch nicht erwünscht, weil durch die Bewegung das Fell verfilzen würde. Die Käfige haben keine Einstreu, damit das Fell keinen Schaden nimmt.

Etwa 1.500g Wolle liefert ein Kaninchen im Jahr, daraus lassen sich 3-4 Pullover stricken. Die Schur ist für die Tiere eine große Belastung, häufig entstehen durch die industrielle Schur Verletzungen, mitunter werden die Tiere nicht geschoren, sondern gerupft.

Die Lebenserwartung eines Angorakaninchens liegt bei 4 Jahren, ein Hauskaninchen wird etwa 10 Jahre alt.

Der Deutsche Tierschutzbund lehnt die derzeitigen Haltungsformen in Europa und Asien grundsätzlich ab. Er fordert, dass die Wollentnahme nur noch dann gestattet ist, wenn die Tiere unter artgerechten Bedingungen gehalten werden. Da das unter profitorientierten Gesichtspunkten nicht möglich ist, empfiehlt der Tierschutzbund, auf Angoraprodukte generell zu verzichten. Rein wirtschaftliche Erwägungen sind kein „vernünftiger“ Grund, um Tieren Schmerzen, Leiden und Schäden zuzufügen. Verbraucher sind auf diese Produkte nicht zwingend angewiesen.

Peta hat im November 2013 ein Undercover-Video über die Zustände in chinesischen Zuchtbetrieben und die Gewinnung der Wolle gedreht. Hier geht's zum Film

Januar 2014

Dieses Bild veröffentlichte Peta.
Es zeigt ein Angora-Kaninchen,
dem das Fell ausgerupft wird.
(Foto: AFP)

• Nächste Gassigeherschulung am 01.03.2014

Die nächste Gassigeherschulung findet am 01.03.2014 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch in der Rubrik Hinweisen für Gassigeher.

• Weihnachtsspenden im Tierheim Chemnitz

Wir bedanken und ganz herzlich bei den vielen Menschen, die zu Weihnachten an die Tiere im Tierheim gedacht und uns mit Geld- und Sachspenden so zahlreich unterstützt haben!

Januar 2014

• Tierisch-Tierisch im Tierheim Chemnitz

Wie jedes Jahrbesuchte uns im Dezember wieder einmal das Team von Tierisch-Tierisch. Sechs Hunde, zwei Katzen und zwei Chinchillas warten dieses Mal auf ein neues Zuhause. Dank guter Vorbereitung und dem eingespielten Fernsehteam ging das Drehen schnell voran und auch die Tiere arbeiteten vorbildlich mit. Hoffen wir auf gute Vermittlungserfolge für Tiere, die sonst vielleicht übersehen werden.

Gesendet wird die Folge am 11.12.2013
um 19.50 Uhr im MDR.


Also – nicht verpassen!

Dezember 2013

• Weihnachtsspende – gesundes Futter für bedürftige Hunde

Futalis ist ein Versandhandel für hochwertiges und gesundes Hundefutter mit Sitz in Leipzig. In diesem Jahr startete die Firma eine Spendenaktion zu Weihnachten, bei der Sie mit Ihrem Einkauf das Tierheim Chemnitz unterstützen können. Jede Spende, die ab dem 1. Dezember bei Futalis eingeht, verdoppelt die Firma für die Tierheime. Da es sich beim Futalis-Futter um qualitativ sehr hochwertige Nahrung handelt, findet sicherlich der ein oder andere auch für den eigenen Hund das richtige Futter. Und auch die sensiblen Hunde im Tierheim werden für gutes Futter dankbar sein.

>> Hier geht’s zur Spendenaktion >>

Dezember 2013

• Koalitionsvertrag: Schwarz-Rot streicht Tierschutz-Verbandsklage

Letzte Nacht wurde der Koalitionsvertrag von den Verhandlungsführern von CDU, CSU und SPD ausformuliert. Die Tierschutzansätze aus der Arbeitsgruppe Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurden bestätigt, das Tierschutz-Verbandsklagerecht bedauerlicherweise gestrichen. Es bleibt ein Bekenntnis der Koalition zur Erforschung von Ersatzmethoden zum Tierversuch und den Willen, die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) zu stärken. Die Koalition verpflichtet sich zudem zur Verbesserung des Wildtierschutzes: gewerbliche Exotenbörsen sollen verboten, Wildfänge nicht mehr in die EU importiert werden dürfen.

Auch die Lage der Tierheime wird zum Thema. „Wir werden jetzt konstruktiv, aber entschlossen die Taten einfordern, die mit guten Worten in diesem Vertrag versprochen sind. Und wir werden umso entschlossener die kommenden vier Jahre Regierungszeit nutzen, um auf die Tierschutzprobleme hinzuweisen, die Schwarz-Rot nicht konkret genug oder gar nicht angesprochen hat. Es gibt viele offensichtliche, bisher ungelöste Probleme, bei denen der Leitsatz gilt: An Tierleid ist nicht nur der schuld, der es begeht, sondern auch der, der es zulässt. Daran wird sich Schwarz-Rot messen lassen“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und fügt an: „Seriösen Tierschutzorganisationen verweigert die Koalition das Recht für die Tiere vor Gericht die Stimme zu erheben. Das Ungleichgewicht zugunsten der Tiernutzer wird damit durch Schwarz-Rot verlängert. Auch wenn wir bei einzelne Punkten durchaus gute, erste Ansätze sehen, Tierschutzprobleme anzugehen, ist ein Koalitionsvertrag ohne eine Verbandsklage aus Sicht des Tierschutzes enttäuschend.“

Positiv hervorzuheben ist: Die Koalition plant eine Initiative zur Unterstützung von Tierheimen und zur Stärkung des praktischen Tierschutzes zusammen mit Ländern und Kommunen: „Wir sind froh, dass CDU, CSU und SPD nun endlich schriftlich die Verantwortung als Bund für den praktischen Tierschutz anerkennen. Der Handlungsbedarf ist dringend, viele Tierheime sind an den Grenzen ihrer Möglichkeiten angekommen“, so Schröder abschließend.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2013

• Die Esel sind los!

Nicht nur Hunde gehen gern Gassi! Auch unsere Grautiere Bartholomäus, Helena und Herma lieben es, mal andere Luft zu schnuppern und sich Chemnitz vom Pfarrhübel aus anzuschauen.

Deshalb gehen wir mit unseren Eseln regelmäßig spazieren, seit neuestem darf auch unser Ziegenbock Madouk mitkommen. So werden die Tiere artgerecht ausgelastet und gewöhnen sich an die verschiedenen Untergründe und Umwelteinflüsse. Die Esel lernen, sich von verschiedenen Personen führen zu lassen und sich von vorbeikommenden Menschen, Autos oder Hunden nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

November 2013

• Überlegungen über die „Rettung“ von Igeln

Besonders im Herbst melden sich im Tierheim verstärkt besorgte Tierschützer, die Igel gefunden haben und nun wissen möchten, ob und inwieweit man den Tieren helfen kann und muss.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit sind Igel entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit häufig tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Viele tierliebe Menschen machen sich dann Sorgen, wenn so ein vermeintlich hilfloser Igel durch den Garten spaziert. Nicht wenige sammeln diesen Igel ein und verfrachten ihn in einen Karton in der Wohnung.

Zwar ist solche Hilfe sicherlich gut gemeint, aber aus Natur- wie auch aus Tierschutzsicht eher umstritten. Nur etwa 30% der „geretteten Tiere“ überleben den Winter und das folgende Frühjahr. Das liegt häufig daran, dass aufgenommene Igel mitunter schon krank und geschwächt sind. Viel schädlicher ist aber der enorme Stress, den die Tiere haben, wenn sie angefasst, in Kartons gesetzt und begutachtet werden. Man sollte nie vergessen, dass es sich bei Igeln um Wildtiere handelt, die den Umgang mit Menschen nicht kennen und Todesangst empfinden, wenn ein Mensch sie anfasst.

Die allerbeste Hilfe ist eine igelfreundliche Umgebung. Jeder, der einen eigenen Garten hat, kann dafür sorgen, dass sich Igel dort so richtig wohl fühlen. Laub- und Geäststapel, Strohhaufen, ein lockerer und offener Kompost, Fallobst, das liegenbleiben darf und eine natürliche Wiese lassen den Garten zum Igelparadies werden. Die natürlichen Verstecke bieten den Tieren Schutz für den Winter, außerdem leben in solchen Haufen massenhaft Insekten, die ganz oben auf dem Speiseplan der Stacheltiere stehen.

Die meisten Igel sind clever und wer eine Katze hat, wird schnell feststellen, dass sich der Igel auch am Katzenfutter gern bedient, wenn er es denn erreichen kann. Man kann tatsächlich untergewichtige Igel mit Katzenfutter hochpäppeln, allerdings sollte man es dabei nicht übertreiben, denn der Igel wird sonst sehr schnell fett, außerdem erlernen insbesondere junge Igel nicht, sich selbst Futter zu suchen. Frisches Wasser in flachen und schweren Schalen kann man Igeln immer bereitstellen. Auf keinen Fall sollten Sie Milch anbieten, da diese von Igeln gar nicht gut vertragen wird.

Wenn Sie also einen kleinen Igel in Ihrem Garten gefunden haben, lassen Sie ihn am besten da, wo er ist und füttern gegebenenfalls zu. Zum Tierarzt schaffen sollten Sie das Tier nur dann, wenn es ganz offensichtlich krank ist (verklebte Nase und Augen, blutet aus einer Wunde oder zieht einen Fuß nach). Bevor Sie ein Wildtier der Natur entnehmen, bedenken Sie bitte auch, dass in der Natur nicht alle Tiere überleben können. Schließlich müssen Fuchs, Marder & Co über den Winter auch was zu essen haben. Und Raubtiere ernähren sich nun mal hauptsächlich von alten und geschwächten Tieren.

Oktober 2013

• Nächste Gassigeherschulung am 23.11.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 23.11.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch bei den Hinweisen für Gassigeher.

Oktober 2013

• Nächste Gassigeherschulung am 28.09.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 28.09.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch bei den Hinweisen für Gassigeher.

August 2013

• Hundewanderung im Tierheim Chemnitz

Am 22.9.2013 (Sonntag) findet im Tierheim Chemnitz die diesjährige Hundewanderung statt. Dazu laden wir alle Gassigeher, Mitglieder und Paten des Tierheims ganz herzlich ein, Begleitpersonen dürfen natürlich mitgebracht werden. Eigene Hunde können ebenfalls mitwandern, die Tiere sollten aktuell geimpft und fit für eine Wanderung sein. Die Wanderung wird etwa 10 km lang sein, wir machen zwischendurch eine Mittagspause und setzen uns anschließend gemütlich im Tierheim zusammen. Für die Verpflegung sorgt das Tierheimteam.

Wer mitwandern möchte, kann sich im Tierheimbüro, telefonisch oder per Mail anmelden.

Beginn: 09.30 Uhr
Unkostenbeitrag: Erwachsener: 5 € ; Kinder: 3 €

August 2013

Tiernutzgesetz tritt in Kraft

Das im Dezember letzten Jahres vom Deutschen Bundestag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU und FDP verabschiedete Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes tritt mit der Veröffentlichung jetzt in Kraft. Der Deutsche Tierschutzbund wiederholt seine Kritik: Die wenigen Verbesserungen werden begrüßt, aber im Kern ist das Tierschutzgesetz ein reines Nutzgesetz geblieben. Die Forderung nach einer durchgreifenden Novellierung bleibt ein Schwerpunkt für den Tierschutz-Bundestagswahlkampf. „Die Bundesregierung und die Regierungsmehrheit im Bundestag haben sich entschieden, die Tiernutzer zu schützen. Viele drängende Tierschutzfragen wurden ignoriert“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, anlässlich der Veröffentlichung des Gesetzes. Unter anderem bleibt das Brandzeichen für Pferde erlaubt, die unbetäubte Kastration von Ferkeln wird – trotz einsatzbereiter Alternativen – erst ab 2019 verboten. Im Bereich der Tierversuche reicht es noch nicht einmal zu einer Zielbestimmung hin zu Alternativmethoden. Der gesamte Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung wurde nicht angegangen, drängende Probleme wie die Frage von Wildtieren in Zirkussen wurden nicht gelöst. Der praktische Tierschutz vor Ort mit den Tierheimen bleibt immer noch seinem Schicksal überlassen. „Die wenigen Erfolge, wie das Verbot der Sodomie oder auch die Ermächtigungsgrundlage für die Länder in Hinblick auf Katzenkastrationsverordnungen, gilt es nun eilig anzugehen“, ergänzt Schröder. Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Länder auf, nun umgehend entsprechende Katzenkastrationsverordnungen vorzulegen, um das Leid der Millionen Straßenkatzen endlich wirkungsvoll beenden zu können. „Es gibt keine Ausrede mehr, es kann gehandelt werden“, so Schröder in Richtung der Bundesländer. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes hat in Resolutionen die Tierschutzforderungen zusammengefasst. Der Deutsche Tierschutzbund wird sich aktiv in den anstehenden Bundestagswahlkampf einmischen. Eine zentrale Forderung neben der Novellierung des Tierschutzgesetzes ist die Tierschutz-Verbandsklage für seriöse Tierschutzorganisationen und die Stärkung des praktischen Tierschutzes vor Ort. „Mit unserer Kampagne unter dem Motto „Stimme für die Tiere“ appellieren wir an die Wähler „Machen Sie den Bundestag tierfreundlicher“, erläutert Schröder. „Aktuell fragen wir auf Basis unserer Wahlprüfsteine bei den Parteien die Umsetzung unserer tierschutzpolitischen Forderungen im Wahlprogramm ab. Die Antworten werden wir konsequent transparent machen.“

Weitere Informationen zur Bundestagswahl finden Sie hier: www.tierschutzbund.de/bundestagswahl

Hintergrundinformationen zur Kampagne „Für ein neues Tierschutzgesetz“ gibt es hier: www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/recht/tierschutzgesetz.html

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juli 2013

• Nächste Gassigeherschulung am 17.08.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 17.08.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch in der Rubrik Hinweise für Gassigeher.

• Urteil zur Hundehaltung in Mietwohnungen

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) stärkt die Situation von Tierhaltern in Mietwohnungen. Danach ist das generelle Verbot der Tierhaltung von Hunden und Katzen in Mietverträgen unwirksam. Ein pauschales Verbot der Haustierhaltung darf damit nicht mehr in Mietverträgen aufgenommen werden.
Weiterhin gültig ist aber die Einschränkung, dass jede Tierhaltung der Genehmigung des Vermieters bedarf. Damit dürfte sich die Klausel „ Die Haltung von Hunden und Katzen bedarf der vorherigen Erlaubnis des Vermieters“ sicher bald zum Standard in Mietverträgen entwickeln.

Das bedeutet, dass der Mieter zunächst vor Aufnahme der Haltung beim Vermieter um Erlaubnis anfragen muss. Der Vermieter kann die Tierhaltung dann aus sachlichen Gründen verweigern, nicht aber völlig grundlos. Im Zweifel muss der Vermieter den Grund auch beweisen (z.B. Lärm- oder Geruchsbelästigung der Nachbarn). Das stellte der BGH im aktuellen Urteil klar.

Tierfreunde sollten also in jedem Fall vor Aufnahme des Tieres mit dem Vermieter klären, ob die Haltung des Tieres gestattet ist. Dass auch andere Mieter im Haus Tiere halten, ist keine Garantie, dass man automatisch auch Tiere halten darf. Eine einmal gegebene Zustimmung zur Haltung des Tieres kann auch jederzeit vom Vermieter wieder rückgängig gemacht werden, wenn sich Nachbarn belästigt fühlen oder die Haltung des Tieres nicht artgerecht ist.

Als Tierhalter sollte man daher immer auf gegenseitige Rücksichtnahme bedacht sein, damit das Zusammenleben im Haus entspannt bleiben kann.

Juni 2013
Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• Resolution Sofortprogramm Praktischer Tierschutz

Der Deutsche Tierschutzbund hat auf seiner Mitgliederversammlung am 08.06.2013 eine Resolution zur Stärkung des praktischen Tierschutzes verabschiedet. Inhalt der Resolution ist ein Sofortprogramm Praktischer Tierschutz. Dieses umfasst:

1. Die unbürokratische und unverzügliche Einrichtung eines Sofort-Investitionstopfes von 50 Millionen Euro
(20 % der bisher nicht zweckgebundenen Mittel aus den jährlichen Einnahmen der Hundesteuer in Deutschland) für dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur der Tierheime und zur Förderung des praktischen Tierschutzes vor Ort.

2. Schnellstmögliche Verhandlungen von Bund, Ländern und Kommunen mit den kommunalen Spitzenverbänden, um einen bundesweit einheitlichen Rahmen zu schaffen, der eine kostendeckende Erstattung der für den Staat erbrachten Leistungen in den Tierheimen garantiert, um die dauerhafte Bewirtschaftung der Tierheime abzusichern.

3. Erlass einer Katzenschutzverordnung, die eine Kastration sowie Kennzeichungs- und Registrierungspflicht aller privat gehaltenen Katzen mit Freigang regelt.

4. Klare Verpflichtung der Kommunen, sich an Kastrationsaktionen frei lebender Katzen finanziell zu beteiligen.

5. Umsetzung eines Verbotes von Tierbörsen, um den Handel mit exotischen Tieren einzudämmen und Schaffung geeigneter Auffangstationen für Exoten, um die Tierheime in diesem Bereich dauerhaft zu entlasten.

6. Rücknahme aller Hundegesetze und-verordnungen, die auf Rasselisten basieren. Für Auflagen muss die Gefährlichkeit eines einzelnen Tieres ausschlaggebend sein.

7. Schaffung von Ausnahmen für die Behandlung von Tieren, die von den Tierschutzvereinen betreut werden, in der Gebührenordnung für praktizierende Tierärzte.
Die Unterstützung der Tierschutzarbeit durch Bund, Länder und Gemeinden ist keine freiwillige wohltätige Leistung. Politik und Verwaltung haben eine klar definierte gesetzliche Verantwortung gegenüber den Tieren. Die Tierheime nehmen stellvertretend für die Kommunen diese Aufgabe wahr. Daraus resultiert die Verpflichtung, den Tierschutz vor Ort finanziell zu unterstützen und bei der praktischen Tierschutzarbeit nach Kräften zu helfen. Tierheime sind Tierschutzeinrichtungen. Da, wo die Tierheime im Subsidiaritätsprinzip Leistungen des Staates übernehmen, erwarten wir auch kostendeckende Erstattungen. Mit unserem Sofortprogramm Praktischer Tierschutz fordern wir das ein.

Juni 2013
Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• Elektronische Tierkennzeichnung

Die elektronische Kennzeichnung, auch als „Chippen“  bezeichnet, gibt es bereits seit mehreren Jahren und wird im Tierheim seit vielen Jahren zur Kennzeichnung von Tierheimhunden eingesetzt.
Trotz dass es diese Art der Kennzeichnung schon lange gibt, wissen viele Tierhalter nicht, was es mit dem Chip auf sich hat, deshalb gibt es hier die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Was ist der Chip?
Der Chip ein etwa reiskorngroßer Mikrochip aus Kunststoff. Auf dem Chip ist eine 16-stellige Nummer gespeichert, die weltweit nur einmal vergeben wird. Üblicherweise stehen die ersten drei Zahlen für einen Länder- oder Herstellercode, sodass man bei vielen Chipnummern ablesen kann, in welchem Land das Tier gechippt wurde. Der Chip enthält außer der Nummer keine weiteren Daten. Er ist also nicht geeignet, um das Tier zu orten. Um die Kennzeichnung nutzbar zu machen, muss das Tier ebenso bei einem Haustierregister registriert werden. Der Chip ist fälschungssicher und kann nur unter sehr großem Aufwand entfernt werden. Da der Chip so klein ist und im Laufe der Zeit mit dem umliegenden Hautgewebe verwächst, ist er so gut wie nicht zu finden und daher auch kaum operativ zu entfernen.

Warum sollte ein Tier gechippt werden?
Dafür gibt es viele gute Gründe. Der wichtigste ist, dass Ihr Tier unverwechselbar wird. Mithilfe der Haustierregister können Tierheime in der Regel innerhalb weniger Stunden den Halter ausfindig machen und das Tier rückvermitteln.
Zum anderen kann der Besitzer im Falle eines Diebstahls mithilfe des Chips zweifelsfrei belegen, wem das Tier tatsächlich gehört.
Auch wenn Tiere ausgesetzt werden, kann mitunter der Halter gefunden werden.
In vielen Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen) müssen alle Hunde gechippt sein, in vielen anderen Bundesländern nur die als gefährlich geltenden Hunde. Sobald man mit seinem Hund ins EU-Ausland fahren möchte, muss der Hund grundsätzlich gechippt sein.
Auch bei vielen Ausstellungen oder sportlichen Wettkämpfen wird verlangt, dass der Hund gechippt ist.

Welche Tiere können gechippt werden?

Der Mikrochip eignet sich für alle Haustiere, von Vögeln über Kleintiere, Hunde, Katzen und Großtiere.

Wie finde ich heraus, ob mein Tier bereits gechippt ist?
Der Chip kann bei jedem Tierarzt oder Tierheim mittels eines Lesegerätes ausgelesen werden. Auch Polizeibehörden oder Ordnungsämter verfügen teilweise über Lesegeräte. Üblicherweise wird der Chip in der linken Schulter implantiert.

Tut dem Tier die Kennzeichnung weh?

Das Implantieren des Chips ist vergleichbar mit einer Impfung und tut den Tieren nur geringfügig weh. Ist der Chip erst einmal unter der Haut, verwächst er mit dem umliegenden Hautgewebe und ist für die Tiere nicht mehr spürbar.

Wo kann ich mein Haustier registrieren lassen?
Es gibt in Deutschland zwei große Haustierregister, bei denen man sein Haustier registrieren lassen kann. Das Deutsche Haustierregister wird vom Deutschen Tierschutzbund getragen, daneben gibt es noch Tasso, die europaweit agieren. Beide Register sind seriöse Organisationen, in denen sich Tierhalter unkompliziert und kostenlos registrieren lassen können.

Tasso: www.tasso.net

Haustierregister: www.registrier-dein-tier.de

Juni 2013


Esel erobern die Großtierstation

Seit Mitte Mai leben im Tierheim Chemnitz drei Esel, zwei Elterntiere mit ihrem jungen Fohlen. Die Familie, der die Esel gehörten, hatte leider keine Zeit mehr für die aufwendige Versorgung der Tiere und trennte sich von ihnen. Nun haben die Tiere in der Großtierstation des Tierheims ein schönes neues Zuhause gefunden. In der weiträumigen Anlage bleibt den Tieren viel Platz zum Weiden, Toben und Sandbaden. Im überdachten
Vorgehege und einem Unterstand finden die Tiere Schutz vor schlechter Witterung. Zu sehen gibt es reichlich, die Esel haben sozusagen den Logenplatz im Stall und können das Tierheimgeschehen den ganzen Tag verfolgen. Mehrmals in der Woche werden die Esel von den Mitarbeitern des Tierheims spazieren geführt, um die Tiere auch weiterhin an die Menschenwelt zu gewöhnen und arttypisch auszulasten. Demnächst sollen die Esel mit den Ziegen des Tierheims vergesellschaftet werden.

Juni 2013


• Eine tierisch besondere Unterrichtsstunde

Am 08. April 2013 erlebten die Kinder der Klasse 2 in der Grundschule Meinersdorf eine Sachunterrichtsstunde zum (im wahrsten Sinne des Wortes) Be-greifen. Nachdem im Sachunterricht Tiere eine Rolle spielten, reifte der Entschluss den Kindern eine Überraschung zu bereiten und das Tierheim Chemnitz in die Schule einzuladen.

Die Mitarbeiter des Tierheims waren recht begeistert von der Idee und kamen gern nach Meinersdorf; im Transporter - zwei Hunde, um anschaulich und lebendig über Hundehaltung und Hundeerziehung zu sprechen.

Die Kinder waren natürlich von Anfang an begeistert und hatten keinerlei Berührungsängste. Zum Glück verstanden sie auch alle schnell, dass die schüchterne Akita-Hündin Kaila von Frau Schmidt erst etwas Aufwärmzeit brauchte, denn für sie war so ein Kinderansturm neu. Dadurch ergab sich aber sogleich der erste Ansatz, nämlich: richtiger Umgang mit dem (fremden) Hund.

Die Kinder wussten, dass ein fremder Hund nur mit Erlaubnis des Besitzers gestreichelt werden sollte, doch als es um die Körpersprache ging konnten die meisten noch allerhand dazulernen.

Wir erfuhren, dass es am günstigsten ist, wenn wir uns dem Hund auf Augenhöhe nähern, uns also klein machen, dabei auch keinen Blickkontakt zum Hund aufnehmen, denn manch unsicherer Vierbeiner wird dadurch leicht irritiert. Die Kinder mussten sich auch bremsen, denn sie sollten nicht gleich auf den Kopf des Hundes greifen. (Das war für einige Kinder eine echte Herausforderung.) Frau Schmidt begründete und veranschaulichte dies sehr schön – an den Kindern selbst. Keines der Kinder mag ein Kopftätscheln als Begrüßung und angestarrt werden ist auch nicht schön!

Der Rottweilermix-Rüde Nathan von Herrn Henz war von Anfang an sehr entspannt und schlummerte gleich eine Runde - zu Füßen der Kinder in der ersten Reihe.
Frau Schmidt vom Tierheim erzählte uns dann, dass beide Tiere vor längerem Aufenthalt in einem Tierheim bewahrt wurden, denn sie waren ja von den beiden Mitarbeitern adoptiert worden. Die Kinder wussten gut Bescheid, als es um die Aufgaben ging, die Hunden vom Menschen zugedacht sind: es gibt Blindenhunde, Polizei- und Fährtenhunde, Herdenschutz- und Hütehunde… und es gibt eben heute auch viele „arbeitslose“ Hunde.

Aus diesem Grunde konnten die Kinder dann auch gleich das Highlight erleben- nämlich all die „Kunststücke“, die den beiden Hunden zum Zwecke einer sinnvollen Beschäftigung beigebracht wurden. So staunten die Kinder über Nathan, der Telefon, Zeitung und sogar die „Schmieche“ apportierte, der geduldig auf die Erlaubnis wartete, das Futter, welches auf seiner Nase ruhte(!), fressen zu dürfen oder sich auf die Hinterbeine stellte und in Form einer „8“ um zwei Stühle lief.
Und sie sahen, wie Kaila durch die Beine ihrer Besitzerin Slalom lief oder übers Knie sprang, außerdem zeigte Frau Schmidt, wie Kaila ihr sonst noch hilft- nämlich indem sie in ihren Hundegepäcktaschen allerhand transportiert – und zu Haus hilft sie ihr sogar beim Socken sortieren!! Da staunten wir alle nicht schlecht!

Um den Aufenthalt, inmitten der Kinderschar, für die Hündin positiv zu besetzen, durften die Kinder sie nach getaner Arbeit noch mit Leckerlis verwöhnen – das fanden natürlich beide Parteien toll! Und die Kinder waren wunderbar ruhig und ganz bei der Sache! Prima!

Einen Denkanstoß in Sachen ethischem Bewusstsein setzten die Tierheimmitarbeiter auch noch, indem sie die Kinder anregten, über die gesellschaftlich weit verbreitete Akzeptanz der Tierausbeutung, z.B. in der Massentierhaltung, nachzudenken und vielleicht sogar gegenzusteuern.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Dreiviertelstunde und die Kinder hätten sich sicher mehr Zeit gewünscht, denn viele hatten auch spannende Erlebnisse mit tierischen Gefährten zu erzählen- doch die Uhr war unerbittlich und im Nu schellte die Pausenklingel.

Mit einem „Kommt ihr mal wieder?“, mehreren Dankesbekundungen, einem frisch selbstgebackenem Rosinenbrot und veganen, tierfreundlichen Kokosriegeln wurden die Tierheimmitarbeiter von uns verabschiedet.


Wir bedanken uns auf diesem Wege auch nochmal ganz herzlich beim Chemnitzer Tierheim, für diese für uns kostenlose Öffentlichkeitsarbeit, sowie bei Frau Wagner, der Sachunterrichtslehrerin, die dieses Erlebnis für die Kinder ermöglichte!

Silke Püschel im Namen der Kinder der Meinersdorfer Klasse 2

April 2013

• Vegane Aktion – 4 Wochen vegan essen

Die fleischlose und noch stärker die vegane Ernährung stellen den größten Schritt in Richtung Tierschutz dar, den jeder persönlich für sich gehen kann. Bei immer mehr Menschen regt sich der Zweifel: Darf man Tiere essen?

Wir wollen Sie bei Ihrer Entscheidung für eine vegane Ernährung unterstützen! Daher startet der Deutsche Tierschutzbund ab dem 1. Mai 2013 gemeinsam mit der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" die Aktion „4 Wochen vegan essen"! Wer mitmachen möchte und 30 Tage keine tierischen Produkte essen will, kann sich hier online anmelden, ein Foto hochladen und seine Beweggründe oder Erfahrungen mitteilen.

30 Tage keine tierischen Produkte essen bedeutet: abwechslungsreiches Essen, cholesterinarme Ernährung und damit verbunden ein völlig neues Lebensgefühl und häufig purzeln auch überflüssige Pfunde.
Vegan essen tut Ihnen gut. Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, greifen eher zu Gemüse und Obst. Hinzu kommt, dass Fleisch Ansammlungen von Pestiziden und anderen Chemikalien enthalten kann, die bis zu 14 mal konzentrierter sind als in pflanzlichen Lebensmitteln.
Man benötigt 16 kg Getreide, um ein Kilogramm essbares Rindfleisch herzustellen. Zudem benötigt man weniger als 1.400 Liter Wasser pro Tag, um die Nahrung für einen veganen Menschen zu produzieren, aber mehr als 20.000 Liter – also über das 12-fache – um die Nahrung für einen Fleischesser herzustellen. Man spart mehr Wasser, wenn man auf ein Pfund Rindfleisch verzichtet, als wenn man ein ganzes Jahr lang aufs Duschen verzichten würde.
Veganer haben es heute so einfach wie nie zuvor, sich ausgewogen, kostengünstig und gesund zu ernähren. Vegane Rezepte finden Sie zum Beispiel auf www.veganessen.de.

Selbst wenn Sie sich nur ab und an vegan ernähren, tun Sie damit viel mehr für sich, Ihre Mitmenschen und die Umwelt, als Ihnen vielleicht bewusst ist. Testen Sie es aus, wagen Sie Neues und starten Sie mit uns, aktiven Tierschutz zu betreiben, testen Sie vier Wochen lang veganes Essen.

       


April 2013

Quelle: Deutscher Tierschutzbund, Ein Herz für Tiere

• Großer Erfolg für den Tierschutz: Ab heute tritt Aus für Tierversuche für Kosmetik in Kraft

Seit heute (11.3. 2013) gilt die letzte Stufe des EU-weiten Verbots von Tierversuchen für Kosmetik. Seit den 1970er Jahren setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für ein Ende der Tierversuche für Kosmetik ein - und nun wird es Realität. Im März 2009 wurden EU-weit alle Tierversuche für Kosmetika verboten. Bis März 2013 durften außerhalb der EU noch bestimmte Tierversuche für die Prüfung kosmetischer Inhaltsstoffe durchgeführt und die Produkte trotzdem innerhalb der EU verkauft werden. Jetzt ist nach über 30 Jahren zähen Ringens auch die letzte Stufe des hart erkämpften Tierversuchsverbots Wirklichkeit. Ein großer Sieg für alle Tierfreunde.

Noch bis zum Schluss stand das Vermarktungsverbot auf der Kippe. Der Vorgänger des aktuellen EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, John Dalli, wollte Ausnahmen für Tierversuche zulassen. Das hätte weltweit den Tod zigtausender Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen in den Labors der Kosmetikindustrie und ihrer Zulieferer zur Folge gehabt. Im Rahmen der EU-weiten Kampagne „Nein zu Tierqual-Kosmetik" hatte der Deutsche Tierschutzbund bis zum Schluss gemeinsam mit seinen Partnern für ein Ende von Tierqualkosmetik gekämpft.

„Dass die EU-Kommission beabsichtigte, mit formalen Tricks ein rechtsgültiges Verbot noch länger hinauszuzögern, war aus Tierschutzsicht ein Skandal. Aber jetzt freuen wir uns umso mehr, dass unser Widerstand Wirkung gezeigt hat. Tierversuche für Kosmetik sind aus ethischer Sicht indiskutabel. Sie werden zudem von den EU-Bürgern kategorisch abgelehnt. Niemand braucht und will neue Kosmetik, wenn dafür Tiere leiden und sterben müssen. Zumal seit langer Zeit Alternativmethoden zur Verfügung stehen", so Dr. Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Deshalb ist es nur konsequent, dass das Verbot jetzt endlich vollumfänglich in Kraft tritt."

Langer Weg bis zum Verbot
Das aktuelle Verbot wurde erstmals bereits 1993 in einer EU-Richtlinie angekündigt. Nun, 20 Jahre danach, tritt das Gesetz endlich in Kraft. Der Prozess in Richtung Verbot war darüber hinaus die Initialzündung für viele positive Entwicklungen, wie die Reduzierung der Tierversuchszahlen für diesen Bereich. Vor allem auch die finanzielle Förderung, Entwicklung und Anerkennung von tierversuchsfreien Methoden, die nicht nur im Bereich Kosmetik sondern auch für die Prüfung von anderen Chemikalien und Produkten verwendet werden können, wurden aufgewertet.

März 2013

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• 16 Perserkatzen aus Animal-Hording-Fall übernommen

Animal Hording ist ein Begriff, der in den vergangenen Jahren immer häufiger auftaucht. Übersetzen lässt sich der Begriff mit krankhafter Tiersammel-Sucht. Die Besitzer sind ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, sich um die immer mehr werdenden Tiere zu kümmern, teilweise sind die Tiere vernachlässigt und oft in einem schlechten Pflegezustand.

Ein solcher Fall wurde vor etwa 2 Wochen an das Tierheim Chemnitz herangetragen. In einer Neubauwohnung lebte ein Ehepaar zusammen mit 19 Perserkatzen. Da die Familie mit den vielen Katzen, die sich unkontrolliert untereinander fortpflanzten, restlos überfordert war, bat sie das Tierheim um Hilfe. Am vergangenen Sonntag, dem 03.03.2013, wurden die inzwischen geimpften Katzen ins Tierheim Chemnitz überführt. In den folgenden Tagen wurden die Katzen kastriert, um weiteren Nachwuchs zu verhindern. Drei der 16 aufgenommenen Katzen waren aber bereits wieder trächtig, sodass das Tierheim in einigen Wochen weitere kleine Perserkatzen zu versorgen hat. Da die meisten der Katzen stark verfilzt waren, mussten die Tiere auch geschoren werden.

Für das Tierheim ist eine solche Menge an Katzen nicht nur aus Platzgründen eine Belastung. 1.900 € wurden bisher allein für die tierärztliche Behandlung aufgebracht, dazu kommen Futter- und Pflegekosten von 80 € am Tag.

Für die Perserkatzen suchen wir nun liebevolle Besitzer, die sich verantwortungsvoll um die Tiere kümmern. Interessenten können sich die Tiere gern zu den Öffnungszeiten im Tierheim anschauen.

März 2013


• Betrugsvorwüfe gegen Legehennenhalter: Deutscher Tierschutzbund fordert lückenlose
   Aufklärung - Bund-Länder-Sonderkommission als Task Force nötig


Am Wochenende berichteten Medien von einem möglichen Betrug bei der Haltung von Legehennen und der Kennzeichnung der Eier. Den Berichten zufolge haben über 150 Betriebe offenbar systematisch mehr Legehennen als für die jeweilige Haltungsform erlaubt gehalten und bei der Kennzeichnung der Eier betrogen. Davon betroffen zu sein scheinen Biohaltungen, aber auch Freiland-, Boden- und Käfighaltungen für Legehennen. Da Tierhaltungsanlagen in mehreren Bundesländern, schwerpunktmäßig in Niedersachsen, unter Betrugsverdacht stehen, ist eine gemeinsame Sonderkommission der Länder mit dem Bund nötig, um die Erkenntnisse zu bündeln und umgehend entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Der Deutsche Tierschutzbund drängt ebenso auf Klärung, warum die Ermittlungen bereits im September 2011 begannen, aber offenbar bis heute mit durchgreifenden Konsequenzen gewartet wurde.

„Wenn die Berichte zutreffen, davon müssen wir wohl ausgehen, dann handelt es sich um einen systematischen Betrug zu Lasten der Tiere, aber auch des Verbrauchers. Da offenbar mehrere Bundesländer betroffen sind, raten wir dringend dazu, dass die Ermittlungsbehörden umgehend eine Sonderkommission aus Land und Bund einsetzen, um alle Informationen zu bündeln. Im Sinne des Tier-, aber auch des Verbraucherschutzes müssen alle im Raum stehenden Vorwürfe geklärt werden, konsequent und lückenlos. Es muss zudem die Frage erlaubt sein, warum die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen bereits seit 2011 ermittelt, aber die Betriebe offenbar noch bis heute den Betrug fortsetzen konnten ", erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Februar 2013

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

• Nächste Gassigeherschulung am 27.04.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 27.04.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

Februar 2013

• Studie beweist: Versuche an Mäusen nicht geeignet, um menschliche Krankheiten zu erforschen

Seit vielen Jahren widerspricht der Deutsche Tierschutzbund den Behauptungen von Forschern, menschliche Krankheiten könnten an Tieren „modelliert" und erforscht werden. Der Verband wies immer wieder darauf hin, dass entgegen aller Versprechungen aus der Forschung Heilungserfolge weitgehend ausgeblieben sind. Die Tierschützer wissen warum: Was an Tieren erforscht wird, lässt sich fast nie auf den Menschen übertragen. Eine Amerikanische Forschungsarbeit, die aktuell im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde, hat dies nun eindrucksvoll bestätigt.

Seit eineinhalb Jahrhunderten beruht ein großer Teil der medizinischen Forschung auf dem Irrtum, menschliche Krankheiten ließen sich am künstlich krank gemachten Tier erforschen. Der Irrtum ist so fest verankert, dass er kaum hinterfragt wird. Bisher gab es beispielsweise keine Studie, welche die Entstehung von Entzündungsreaktionen bei Mensch und Maus systematisch gegenüberstellt. Es wurde einfach angenommen, die Prozesse seien vergleichbar - tatsächlich ohne jeden Beweis.

Endlich jedoch hat sich eine große Arbeitsgruppe, an der sich mehrere angesehene amerikanische Hochschulen - darunter Stanford und Harvard - beteiligen, dieses Themas angenommen. Es wurden Entzündungsreaktionen (wie Rötung, Schwellung und Fieber) sowohl beim Menschen als auch bei Mäusen nicht nur oberflächlich, sondern gründlich, bis zur Ebene der genetischen Steuerung einzelner Zellen untersucht. Im Blut von mehr als 400 Menschen und von Mäusen dreier verschiedener Stämme wurden etwa 5000 Gene nach Verletzungen oder Infektionen untersucht. Ergebnis: Die genetischen Regulationsvorgänge von Mensch und Maus lassen sich nicht vergleichen. Die Skepsis der Tierschützer Tierversuchen gegenüber ist also höchst berechtigt.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Februar 2013

• Deutschland an drittletzter Stelle bei Umsetzung der EU-Schweineverordnung

Seit 1. Januar 2013 gilt - nach einer ca. 10-jährigen Übergangsfrist - die EU-Richtlinie über die Mindestanforderungen für die Haltung von Schweinen. Danach müssen u.a. Sauen nach dem Decken bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin in der Gruppe gehalten werden. Eine Studie zeigt jetzt auf, dass nur 73 Prozent der deutschen Schweinebauern umgestellt haben - im Gegensatz zur Mehrheit der Landwirte in den anderen EU-Ländern. Deutschland belegt damit den drittletzten Platz im EU-Ranking, wie auch in einem Bericht in der gestrigen Ausgabe des ZDF-Magazins Frontal 21 deutlich wurde. Der Deutsche Tierschutzbund hat Bundesministerin Ilse Aigner um Stellungnahme gebeten.

„Die Bundesregierung hat immer betont, sie wolle in Europa Vorreiter im Tierschutz sein. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sie im Tierschutz eher auf dem Weg zur roten Laterne ist. Die neue Richtlinie verbessert den Tierschutz ohnehin nur minimal und noch nicht einmal dies wird in Deutschland umgesetzt", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Eine Statistik der Eurogroup for Animals sagt aus, dass in Deutschland trotz der langjährigen Übergangsfrist nur 73 Prozent der Schweinehalter ihre Haltung der verbindlichen EU-Richtlinie zum 1.1.2013 angepasst haben. Damit belegt Deutschland den drittletzten Platz in Europa.

Die Einzelhaltung im Kastenstand ist aus Sicht des Tierschutzes als tierquälerisch zu bezeichnen, da sie den Tieren die Erfüllung des elementaren Grundbedürfnisses der Bewegung verwehrt. Es ist zu begrüßen, dass ab jetzt alle Sauen zumindest einen Teil der Trächtigkeitsdauer in Gruppen gehalten werden müssen, aber eine tiergerechte Schweinehaltung ist damit noch nicht erfüllt. Der Verband hat die Bundesministerin Ilse Aigner um Klärung gebeten, wie sich die Situation in Deutschland bezüglich der Umstellung auf die Gruppenhaltung konkret darstellt und wie die Bundesregierung weiter vorgehen wird, um eine Umsetzung sicherzustellen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Februar 2013

• Anpassung der Vermittlungsgebühren für Hunde

Aufgrund allgemein gestiegener Betriebs- und Tierarztkosten sehen wir uns leider gezwungen, die Vermittlungsgebühr für Hunde um 10,- € auf nunmehr 155,- € anzuheben.

Wir möchten darauf hinweisen, dass dem Tierheim durch die Vermittlungsgebühr kein Gewinn entsteht.

Allein für die Impfung, Entwurmung und Kennzeichnung eines Hundes entstehen 110,- €. Bei einer durchschnittlichen Verwahrdauer von 60 Tagen fallen 377,- € Verwahrkosten an. Das Tierheim Chemnitz trägt also pro Hund Kosten in Höhe von rund 490,- €.

Pro Katze fallen insgesamt 360,- € an (120,- € Tierarztkosten und 240,- € Verwahrkosten).

Februar 2013

• Nächste Gassigeherschulung am 16.03.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 16.03.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.
Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch bei den Hinweisen für Gassigeher.

Januar 2013

• Illegale Käfighaltung von Schweinen stoppen!

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

um den Hunger der Schweinefleischindustrie nach immer neuen Ferkeln zu stillen, werden »Muttersauen« ununterbrochen in Käfigen gehalten, die kaum größer sind als sie selbst. Völlig unfähig, sich auch nur um die eigene Achse zu drehen, werden die intelligenten Schweine regelrecht in den Wahnsinn getrieben.

Seit dem Jahreswechsel ist diese quälerische Dauer-Käfighaltung in der gesamten EU verboten, doch Deutschland hält sich nicht daran. Unterschreiben Sie unseren Eil-Appell, das Verbot sofort vollständig umzusetzen!

In zwei Wochen werden in Brüssel die offiziellen Zahlen veröffentlicht, welches Land wie weit umgestellt hat. Bis dahin brauchen wir möglichst viele Unterschriften, um die MinisterpräsidentInnen der Bundesländer unter Druck zu setzen, die sich bisher ungenügend um die Einhaltung des Verbots gekümmert haben.

Die Bundesländer und die Schweinehalter hatten eine Vorlauffrist von zehn Jahren. Dass die Dauer-Käfighaltung trotzdem nicht fristgerecht abgeschafft wurde, ist unentschuldbar. Bitte unterzeichnen Sie unseren Appell:



Unsere Bundesregierung und die Landesregierungen behaupten immer wieder, europäische Vorreiter in Tierschutzfragen zu sein. Wie wenig Substanz diese Aussage hat, wird u.a. dadurch klar, dass Bulgarien, Rumänien und Ungarn das geltende Recht pünktlich umgesetzt haben. Deutschland droht nun ein Vertragsverletzungsverfahren.

Quelle: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Januar 2013

• Herzlichen Dank

Wir möchten uns ganz herzlich bei den vielen Geld- und Sachspendern zu Weihnachten bedanken.
Insbesondere freuen wir uns über die große Unterstützung der Fressnapf-Märkte in Chemnitz, dem Tierfutterladen Futter-1-A auf der Neefestraße und Sandra Kögel. Vielen vielen Dank!!!

Wir wünschen allen Spendern und ehrenamtlichen Helfern ein frohes Jahr 2013!

Dezember 2012

• Spenden - aber richtig

Besonders zur Weihnachtszeit wächst das Bedürfnis in der Bevölkerung, Gutes zu tun. Folgerichtig sind vor allem in der Vorweihnachtszeit viele Spendenorganisationen unterwegs. Leider ist nicht jede Organisation seriös. Insbesondere im Tierschutzbereich tauchen immer wieder ominöse Organisationen und Firmen auf, die angeblich im Auftrag des Tierschutzes unterwegs sind. Obwohl den gutgläubigen Spendern suggeriert wird, dass das Geld in vollem Umfang den Tieren zugute kommt, ist die Gewinnspanne der Unternehmen beträchtlich. Häufig drängen die Mitarbeiter dieser Firmen den Spender, einen Spendenvertrag auf der Straße zu unterschreiben. Ist der Spender mit seinen Zahlungen im Rückstand, flattert häufig früher oder später die Mahnung eines Inkassobüros ins Haus.

„Wir raten dringend davon ab, solche Verträge zu unterschreiben. Wer Tieren helfen will, sollte Geld- oder auch Futterspenden nur an als gemeinnützig anerkannte, seriöse Tierschutzvereine direkt weiterleiten, ohne Umweg über kommerzielle Unternehmen. Nur dann geht die Hilfe auch im vollen Umfang an die Tiere“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Eine Firma, die immer wieder in Chemnitz anzutreffen ist, ist „Futter für Tiere in Not“. In der Vergangenheit warb dieses Unternehmen immer wieder damit, Futter für das Tierheim Chemnitz zu sammeln. Das ist eine bewusste Täuschung. Das Tierheim Chemnitz arbeitet grundsätzlich nicht mit kommerziellen Unternehmen zur Spendengewinnung zusammen.

Wer Tieren zur Weihnachtszeit etwas Gutes tun will, kann gern zu unseren Öffnungszeiten ins Tierheim kommen und sich vor Ort überzeugen, wie mit dem gespendeten Geld und Futter gearbeitet wird.

Dezember 2012

• Tierheimkalender 2013 erhältlich

Ab sofort können im Tierheim die beliebten Tierheimkalender erworben werden.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder sehr schöne
Tierbilder und viel Platz für persönliche Eintragungen.

Ein Kalender kostet 10 €. Eine wunderbare Geschenkidee
für jeden, der Tiere mag!

Und vielleicht finden Sie ja Ihr Lieblingstier wieder!

• Nächste Gassigeherschulung am 16.02.2013

Die nächste Gassigeherschulung findet am 16.02.2013 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

November 2012

• Gassigehen als Freizeitbeschäftigung

Die Bereitschaft der Chemnitzer, Tierheimhunde auszuführen, ist nach wie vor sehr hoch. Rund 100 Gassigeher schulte der Tierschutzverein allein im Jahr 2012. Im vergangenen Jahr waren es „nur“ rund 70 Helfer. Die Gassigeher sind für das Tierheim eine wichtige Unterstützung, um den Tierheimalltag für die Tiere angenehmer zu gestalten. Der Tierschutzverein führt seit 2010 Gassigeherschulungen durch, mit sehr guten Ergebnissen. Die Qualität des Gassigehens ist seit Einführung der Schulung sehr gestiegen, im Gegenzug sank die Unfallrate auf fast Null.

Liebe Gassigeher, vielen Dank für eure Hilfe!

November 2012

• Alle 11 Sekunden stirbt ein Tier im Labor - Zahl der verbrauchten Tiere weiter gestiegen

Die Aufwärtsspirale der Tierqual in deutschen Labors geht weiter: 2011 wurden fast drei Millionen Versuchstiere verbraucht. Dies bedeutet einen erneuten Anstieg um zwei Prozent - 55.000 mehr Tiere im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der Statistik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervorgeht. Trotz vieler Lippenbekenntnisse aus der Politik, Tierversuche eindämmen zu wollen, bleiben seit Jahren konkrete Maßnahmen aus. Selbst die Novellierung des Tierschutzgesetzes wurde nicht genutzt, um ein deutliches Zeichen für eine Forschung ohne Tiere zu setzen.

Erneut stieg der Verbrauch im Bereich der Gentechnik um 1,2 Prozent - fast 9.000 mehr Tiere als 2010. Damit sind erschreckenderweise bereits ein Viertel aller verwendeten Tiere gentechnisch manipuliert. Vor allem Mäuse, Ratten und Fische sind die Opfer der Wissenschaftler, die wahllos im Erbgut der Tiere herumpfuschen, um künstlich Krankheitssymptome hervorzurufen oder manchmal sogar nur, damit die Tiere im Dunkeln leuchten. Auch rund 200.000 Fische, 106.000 Vögel, 87.700 Kaninchen, 15.800 Schweine, 2.474 Hunde, 1.796 Affen und 585 Katzen mussten für den Forscherehrgeiz und wirtschaftliche Interessen ihren Kopf hinhalten. Selbst für Ausbildungszwecke mussten fast 68.000 Tiere, darunter sogar 200 Affen und 2.300 Schweine, ihr Leben lassen.

„Seit 10 Jahren haben wir das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz und es tut sich einfach nichts. Immer hemmungsloser werden unsere Mitgeschöpfe verbraucht - immer wieder knickt die Bundesregierung vor der Forschungs- und Wissenschaftslobby ein. Bei der nationalen Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie, die am 10. November 2012 hätte abgeschlossen sein sollen, hatte die Bundesregierung bisher nicht das geringste Interesse, vorhandene Spielräume zu nutzen, um das maximal Mögliche für den Tierschutz zu erreichen", kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Statistiken.

Deutschland hätte Versuche an Menschenaffen sowie an anderen Wirbeltieren, die zu schweren Leiden führen, ganz verbieten können. Das lässt die EU-Richtlinie ausdrücklich zu. „Es gibt in der Novelle nicht einmal eine Zielbestimmung, dass die Alternativmethoden-Forschung vorangetrieben wird, um zumindest in nächster Zukunft Tierversuche ganz abzuschaffen. Stattdessen will die Bundesregierung, dass Deutschland als einziges Land in der EU auch zukünftig einen Großteil der Tierversuche, die zum Beispiel für Produktprüfungen oder im Bereich der Lehre durchgeführt werden, ohne ein Genehmigungsverfahren durchwinken lassen kann", so Schröder abschließend.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2012

• "More than Honey" ab 8. November 2012 in den deutschen Kinos

Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Doch zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. „More than Honey“ entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Wir freuen uns Partner dieses beeindruckenden Films zu sein, den wir Ihnen sehr empfehlen möchten. Alle Informationen zum Film unter www.morethanhoney.de

Quelle: www.meine-landwirtschaft.de

November 2012

• Verpfuschtes Tierschutzgesetz soll nun auch noch im Eilverfahren beschlossen werden

Heute berät der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages über die Änderungen des Tierschutzgesetzes. Fachpolitiker der Regierungsfraktionen hatten sich offenbar bereits im Vorfeld darauf geeinigt, den Tierschutz weiter zu schwächen. So sollen das Verbot des Heißbrandes bei Pferden und das Ausstellungsverbot von qualgezüchteten Tieren gekippt werden, die betäubungslose Ferkelkastration soll dagegen bis Ende 2018 erlaubt bleiben. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die Ausschuss-Mitglieder ihrer politischen Verantwortung gegenüber dem Staatsziel Tierschutz gerecht zu werden und den von CDU/CSU- und FDP-Fraktion noch einmal deutlich verschlechterten Entwurf der Bundesregierung nicht durchzuwinken, sondern nachzubessern. Der Verband kritisiert insbesondere das „Hauruck-Prinzip“ mit dem die Koalition das Tierschutzgesetz durch das politische Verfahren schleust.

„Schon der Entwurf einer Änderung des Tierschutzgesetzes von Bundesministerin Ilse Aigner zementiert im Wesentlichen bestehende Missstände statt endlich Schutz von Tieren zu verbessern“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Koalitionsfraktionen im Bundestag ruinieren das Gesetz mit ihren Änderungsvorschlägen endgültig. Dass die Regierungsfraktionen z. B. den Schenkelbrand bei Pferden, und damit Verbrennungen dritten Grades, weiter zulassen wollen, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Huftritt für den Tierschutz. Was wir gerade erleben, ist die vollständige Ignoranz wissenschaftlicher Untersuchungen und auch eine schallende Ohrfeige für Bundesministerin Ilse Aigner, die das Verbot des Schenkelbrandes gefordert hat. Jetzt soll das Gesetz noch hastig diese Woche in die 2. und 3. Lesung im Bundestag, um das neue alte TierNUTZgesetz festzuschreiben“, so Schröder.

In dem Zuge des parlamentarischen Verfahrens beim Tierschutzgesetz hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium zunächst einige Einzelthemen aufgegriffen: Dazu gehörte u.a. das Verbot des Schenkelbrandes bei Pferden, das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab Januar 2017 und die Präzisierung des sogenannten Qualzuchtparagrafen. Das Bundeskabinett hat noch im Mai 2012 entschieden, den von Aigner vorgelegten Änderungen zuzustimmen. Diese wurden allerdings allesamt gestoppt. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert nun an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie den Deutschen Bundestag, die letzte Chance für mehr Tierschutz zu nutzen und den Entwurf abzulehnen.

Notwendig wurde die Änderung des Tierschutzgesetzes, da die EU-Tierversuchsrichtlinie bis Ende 2012 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Aus der damit verbundenen angekündigten Tierschutznovelle ist lediglich eine formale Umsetzung der Richtlinie geworden – ohne allerdings die Möglichkeiten, die die EU-Vorgabe für mehr Tierschutz lässt, auszuschöpfen. Es gibt nicht einmal eine Zielbestimmung zur Förderung alternativer, tierversuchsfreier Verfahren, obwohl die EU-Richtlinie dies vorsieht.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2012

• Tipps für die Igelzeit

Der Herbst ist die Zeit, in der sich der Igel für den Winterschlaf rüstet. Viele Tierfreunde sorgen sich häufig um die scheinbar hilflosen Tiere. Der Deutsche Tierschutzbund warnt jedoch vor gut gemeinter, aber falsch verstandener Igelhilfe. Nur in Ausnahmefällen sind die stacheligen Tiere auf menschliche Hilfe angewiesen. Tierfreunde sollten sich zunächst beim Tierarzt oder dem örtlichen Tierschutzverein informieren, bevor ein Igel möglicherweise vorschnell in Pflege genommen wird. Am besten unterstützt man die Igel mit naturnah gestalteten, gut zugänglichen Gärten, die Nahrung und einen Unterschlupf bieten: also Gärten mit Buschwerk und Hecken in denen das Herbstlaub schon mal liegen bleiben darf.  

Trifft man in den Herbsttagen einen Igel an, sollte man ihn zunächst nur beobachten. Tagsüber verstecken sich die Tiere in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wichtig ist daher, möglichst nicht in das natürliche Umfeld des Igels einzugreifen oder gar Unterschlupfmöglichkeiten zu zerstören. Grundsätzlich haben Igel dort die besten Chancen, den Winter unversehrt zu überstehen.  

Igelfreundlicher Garten

Wer als Gartenbesitzer mehr für die Igel tun möchte, kann das im Herbst anfallende Laub in den Anlagen und auf den Beeten liegen lassen. Dieser natürliche „Mantel" dient vielen Insekten als Winterquartier. Ein igelgerechter Garten hat darüber hinaus Durchgänge zu anderen Gärten, denn Igel durchstreifen auf ihrer Nahrungssuche große Gebiete. Gartengeräte sollten nur vorsichtig eingesetzt werden.  

Vor allem die in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Laubsauger und -bläser können eine Gefahr für Igel darstellen: Kleinere Igel können eingesaugt und getötet werden. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen. Rechen sind demgegenüber die igelfreundlichere Alternativen. So finden die Stachelritter genug Nahrung und können im Laub ein geschütztes warmes Nest anlegen und so den Winter ganz einfach verschlafen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2012

• Zweistufiges Tierschutzlabel: Stallzertifizierungen beginnen - 2013 Verkaufsstart

Ab 2013 wird es erstmals Produkte mit dem zweistufigen Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes geben. Der Verband vergibt das Tierschutzlabel für Fleisch und Fleischerzeugnisse - zunächst für Produkte von Masthühnern und Mastschweinen - in einer Einstiegs- und einer Premiumstufe. Aktuell findet die Zertifizierung der Höfe statt, die sich bereits beworben und entsprechend der Label-Kriterien umgestellt haben. Das Label steht jedem Unternehmen auf Antrag zu, das die Kriterien der jeweiligen Stufe erfüllt.  

„Die Politik hat bei dem Mehrheitswunsch der Verbraucher nach Kennzeichnung bisher versagt. Auch deshalb gehen wir diesen Schritt", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und: „Wir müssen die Landwirte da abholen, wo sie sind und machbare Lösungen anbieten - deshalb die Zweistufigkeit. Das ist eine Herausforderung, gerade für den Tierschutz. Aber so lange Fleisch gegessen wird und der Gesetzgeber nicht handelt, müssen wir uns um die Tiere kümmern, die immer noch in tierschutzwidrigen Haltungssystemen leben."  

Mit dem Label erhält zudem der Verbraucher ein Angebot, sich „Für Mehr Tierschutz" zu entscheiden. Das Tierschutzlabel bietet tatsächliche Verbesserungen für die Tiere. Bereits bei der Einstiegsstufe liegen die Anforderungen deutlich über den gesetzlichen Regelungen, bei Premiumstufe wird noch mehr Tierschutz garantiert. Entsprechend fordern die Richtlinien des Tierschutzbundes mehr Platz pro Tier, tiergerechtere Stallbeschaffenheit, Beschäftigungs- und Auslaufmöglichkeiten für die Tiere, kürzere Tiertransporte und eine zuverlässige und schnelle Betäubung. Mit tierbezogenen Kriterien wird das Management überprüfbar und Impulse für Verbesserungen werden gesetzt.  

Für großindustrielle Tierhaltung ist das Tierschutzlabel nicht erreichbar, denn es gelten Bestandsobergrenzen und Gentechnik ist langfristig ausgeschlossen. Umfangreiche Zertifizierungs- und unabhängige Kontrollsysteme sichern die Aussagen des Tierschutzlabels ab. Während die Einstiegsstufe einen ersten wichtigen Schritt zu mehr Tierschutz darstellt, entspricht die Premiumstufe den aktuellen Erkenntnissen im Tierschutz und ist damit das Ziel für alle Tiere. NEULAND erfüllt mit seinen Vorgaben die Anforderungen der Premiumstufe des Labels bereits jetzt. Allen interessierten Landwirten bietet der Deutsche Tierschutzbund Beratung.  

Der Einführung des Tierschutzlabels ging eine zweijährige intensive Vorbereitungsphase - vor allem in der Initiativgruppe „Tierwohl-Label" der Universität Göttingen - voraus. Bei der Entwicklung der Labelkriterien wird der Deutsche Tierschutzbund von Arbeitsgruppen u.a. mit Wissenschaftlern aus dem Fachbereich Tierverhalten und Tierschutz und einem rund 20-köpfigen Labelbeirat aus Land- und Fleischwirtschaft sowie gesellschaftlichen Organisationen beraten.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2012

• Hubertustag: Scharfe Kritik an Jagdgesetzgebung und Kirche

Anlässlich des Hubertustags (3.11.) fordert der Deutsche Tierschutzbund die Kirchen auf, sich nicht länger in den Dienst des Tötens zu stellen. In den nächsten Tagen werden bundesweit Messen und Jagden abgehalten. In den Messen erhalten Jäger den kirchlichen Segen für ihr Töten von Millionen Wildtieren und Zehntausenden Katzen und Hunden. Zugleich appelliert der Verband an die Politik, eine tierschutzverträgliche Novellierung der Jagdgesetze in Angriff zu nehmen. Auch ein Urteil auf europäischer Ebene macht eine Überarbeitung nötig: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte Ende Juni geurteilt, dass Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Gelände nicht uneingeschränkt dulden müssen. Mit einem Liederbuch macht der Deutsche Tierschutzbund auf die zentralen Probleme der Jagd aufmerksam: Dieses verknüpft klassische Jagdlieder mit den aktuellen Problemen der Jagd.  

„Wir brauchen weitreichende Reformen bei der Jagdgesetzgebung. Jedes Jahr werden über fünf Millionen Wildtiere getötet. Zehntausende von Katzen und Hunden werden zudem wie Freiwild abgeschossen. Die Bejagung von vermeintlichen Schädlingen wie Krähen, Elstern oder Füchsen wird mit falschen Begründungen gerechtfertigt. Die Kirchen dürfen diesen verantwortungslosen Umgang mit der Natur nicht durch Hubertus-Messen würdigen und damit gutheißen", erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.  

Bei der Jagd wird nach wie vor eine Vielzahl von tierschutzwidrigen Methoden eingesetzt, etwa Totschlagfallen, in denen die Tiere oftmals über qualvolle Stunden hinweg jämmerlich verenden. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, das Bundesjagdgesetz zu reformieren. Ebenso sehen die Tierschützer die Bundesländer in der Pflicht, ihre Landesjagdgesetze tierschutzgerechter zu gestalten.  

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte Ende Juni geurteilt, dass Grundstückseigentümer die Jagd auf ihrem Gelände nicht uneingeschränkt dulden müssen, sofern sie die Jagd aus Gewissensgründen ablehnen. Folglich muss das System der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften angepasst werden. Das Urteil des EGMR bestätigte nun die Einschätzung der Tierschützer, nach dem die aktuelle Regelung die Eigentumsnutzung übermäßig einschränkt.  

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2012

• Nächste Gassigeherschulung am 17.11.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 17.11.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt.

Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €. Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie hier.

Oktober 2012

• Wolfsvortrag im Gymnasium Einsiedel am 21.09.2012

Anlässlich der Willkommensparty der 5. Klassen findet im Gymnasium Einsiedel eine Informationsveranstaltung zum Thema „Wölfe in Sachsen“ statt.

Zuhören kann jeder, aufgrund begrenzten Platzangebotes erbitten wir Ihre Anmeldung bis zum 17.09.2012.

Sie können sich gern telefonisch oder per Mail in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins Chemnitz anmelden
(Tel.: 0371/6762412).

Beginn der Veranstaltung ist 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

September 2012

• Grund zu Feiern: 20 Jahre Hilfe für Tiere in Not

Seit 20 Jahren unterstützen Whiskas und Pedigree den Einsatz des Deutschen Tierschutzbundes für in Not geratene Tiere. Daher lautet in diesem Jahr das Motto der Welttierwoche „20 Jahre Hilfe für Tiere in Not - Jetzt wieder mithelfen". Im Aktionszeitraum vom 27.08. bis zum 06.10.2012 füllt jede gekaufte Packung Whiskas oder Pedigree einen Futternapf für Katzen und Hunde in Not. Das große Ziel ist es, eine Million Näpfe in deutschen Tierheimen zu füllen.

„Tierheime, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, betreuen und versorgen jährlich 300.000 Hunde, Katzen und andere Tiere. Diese Tiere brauchen ein neues Zuhause, aber auch Futter. Daher ist diese Unterstützung so wertvoll. Herzlichen Dank an Whiskas und Pedigree für diesen herausragenden Einsatz für die Tiere", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Welttierwoche findet jährlich rund um den Welttierschutztag am 4. Oktober statt.

Hintergrund: Lage der Tierheime
Die Tierheime leisten täglich praktische Tierschutzarbeit, zum großen Teil ehrenamtlich, damit Tiere eine Chance auf ein besseres Leben bekommen. Allerdings verschärft sich die Lage der Tierheime von Jahr zu Jahr. Immer mehr Tiere werden abgegeben, gleichzeitig lassen sie sich schwerer vermitteln. Durch die längere Vermittlungsdauer und die damit verbundenen steigenden Betreuungskosten, stoßen immer mehr Tierheime an ihre finanziellen Grenzen. Viele Tierheime haben längst ihre Belastungsgrenze erreicht. Für notwendige Investitionen, beispielsweise in neue Hunde- und Katzenhäuser oder auch deren Sanierung, fehlt das Geld. Darüber hinaus erfüllen die Tierheime neben ihren originären Tierschutzaufgaben auch kommunale Pflichtaufgaben, wie die Fundtierbetreuung. Eine kostendeckende Erstattung für diese Aufgaben gibt es in der Regel nicht.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

August 2012

• Entenhausen wird eröffnet

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam durch das Tierheimgelände gegangen ist, hat es vielleicht schon entdeckt. Auf dem Feuerlöschteich schwimmt neuerdings Entenhausen, ein Floß, das als Rückzugsmöglichkeit für unsere Hausenten dient.

Besonders während der Brutzeit sind Enten eine beliebte Beute bei Fuchs und Marder. Ein Entenhaus mitten auf dem Teich ist daher eine „Beutegreifer-sichere“ Anlage.

Wasserpflanzen, die in den nächsten Tagen noch angepflanzt werden, sollen Entenhausen auch ohne tierische Bewohner zu einem Hingucker auf dem Teich machen.

August 2012

• Stadtrat von Chemnitz lehnt Tierschutzbeirat ab

Kurz vor der Sommerpause brachte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur Bildung eines Tierschutzbeirates in den Stadtrat ein. Die Fraktion wollte 10 Jahre nach der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz ein Gremium schaffen, dass städtische Tierschutzprobleme auf breiter demokratischer Basis, unter Beteiligung von Politik, Verwaltung, Tierschutzvereinen und Bürgern anpacken sollte.

An Themen hätte es nicht gemangelt – Tierheimfinanzierung, Hundeführerschein, Katzenkastration, Hundekennzeichnung, Hundesteuer, Hundewiesen, Leinenzwang, Wildtierstation, Tierparkausbau uvm. Allein, die Verwaltung unter Führung von Frau Oberbürgermeisterin Ludwig lehnte den Vorschlag ab. Mit den Stimmen von SPD und CDU folgte ihr eine Mehrheit des Hohen Hauses. Die Fraktion der Linken schloss sich dem Antrag der Grünen an. Begründet wurde die Ablehnung übrigens mit den Kosten von jährlich ganzen 500 Euro! Angesichts des Sparprogrammes der Stadt könne man sich diese Summe nicht leisten.... Enttäuschend und eine vertane Chance.

Umso mehr bei 7500 registrierten Hunden, die über die Hundesteuer eine dreiviertel Million Euro in die Stadtkasse spülen. Nicht zu vergessen, dass in der gleichen Sitzung von den gleichen Akteuren beschlossen wurde, der Stadt Chemnitz eine Finanzierung in Höhe von 25 Millionen Euro für den Bau eines neuen Fußballstadions aufzubürden. Nichts desto trotz wissen wir Tierschützer in Chemnitz jetzt, was wir den einzelnen Fraktionen wert sind.

Wir sollten uns das gut merken für die bald anstehenden Wahlen und unsere Wahlentscheidung.

August 2012

• Nächste Gassigeherschulung am 22.09.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 22.09.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt.

Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich. Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch in der Rubrik Hinweise für Gassigeher.

• Westie-Mix mit schwerem Milbenbefall gefunden

In Zeiten zunehmender Verarmung unter den Hundehaltern passiert es immer häufiger, dass das Tierheim Chemnitz kranke Hunde aufnehmen muss.

So auch am 12.07.2012, als eine Westie-Mischlingshündin im Zeisigwald gefunden wurde.

Die gerade mal ein dreiviertel-Jahr alte Hündin ist fast kahl, vermutlich aufgrund eines schweren Milbenbefalls.

Trudi muss zurzeit noch isoliert gehalten werden, nach erfolgreicher Behandlung wird aber auch das Fell wieder nachwachsen.

Trotz ihrer Hautprobleme ist Trudi eine lebenslustige und anhängliche Hündin, die sich schon darauf freut, wieder in einer Familie zu leben.


Juli 2012

• Sanierung der Hundezwingeranlage im
  Tierheim abgeschlossen


Durch Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer wurden die Vorbereitungen getroffen, mit der Sanierung der Hundezwingeranlage fortzufahren. Bereits 2011 wurde der Dachstuhl komplett erneuert. Jetzt wurden alle Fußböden und Einläufe saniert und auch der Besucherweg erneuert. Die grundhafte Sanierung wurde durch die aggressive Einwirkung des Hundeurins auf die Zementböden und besonders den beim Bau aus Lärmschutzgründen verwendeten Sandstein notwendig. Durch entsprechende Beschichtungen soll dem jetzt begegnet werden.

Die Maßnahme wird möglich durch die Bewilligung von Fördermitteln des Freistaates Sachsen. Der außerdem notwendige Eigenanteil des Vereins wurde aus Spenden und besonders finanzielle Beiträge der Tierpaten aufgebracht, bei denen sich der Verein für ihre Treue und Hilfe hiermit besonders bedankt.

In der Gemeinschaft sind wir Tierschützer stark und jeder Betrag in Form von Spenden, Patenschaften und Erbschaften kommt den in Not geratenen Tieren zu Gute.

Herzlichen Dank allen Unterstützern!

Juli 2012


• Neues Sächsisches Jagdgesetz – kein großer Wurf für Tierschutz

Ein mal mehr hat die CDU/FDP-Regierung die Erwartungen der Tierschützer im Freistaat Sachsen enttäuscht. Anfang Mai wurde das neue Jagdgesetz für den Freistaat verabschiedet, ohne die Hinweise und Anträge der Opposition und auch der angehörten Natur- und Tierschutzverbände zu beachten. Ein großer Wurf ist Sachsen mit diesem Gesetz nicht gelungen, auch wenn es partiell einige Tierschutzthemen aufgreift. Vielmehr wurde deutlich, dass die jetzige Staatsregierung zu wirklich zeitgemäßen Schritten in Richtung Tierschutz nicht bereit ist. Dies zeigt sich nicht allein am Festhalten, den gerade in Sachsen wieder heimisch gewordenen Wolf dem Jagdrecht zu unterstellen und nicht komplett in die Verantwortung des Naturschutzes zu geben.Geradezu mittelalterlich mutet die erneute Aufnahme der Möglichkeit des Abschusses von Katzen, die weiter als 300 Meter vom nächsten Grundstück entfernt angetroffen werden, an. Der Tierschutzverein Chemnitz hält diese Regelung für einen Skandal und Affront gegen geltendes Tierschutzrecht. Gerade dieses Thema zeigt, wie wichtig es ist, dass die Tierschutzverbände das Verbandsklagerecht erstreiten. Dann könnten solche Gesetzesentgleisungen durch die Vereine auf dem Klageweg geprüft werden! Momentan bedarf es eines betroffenen Bürgers, der beweisen kann, dass seine Katze durch einen Jäger getötet wurde.

Aber auch sonst wurde die Chance vertan, ein Bekenntnis für den Schutz der Tiere abzugeben. Viele angedachten Gesetzesänderungen blieben auf halber Strecke stehen. So etwa wurde zwar der Einsatz bleihaltigen Schrotes für die Jagd auf Wassergeflügel verboten, aber das Verbot erstreckt sich eben nur auf das Wassergeflügel! Unsere Forderung lautete aber auf ein generelles Verbot der Bleimunition, so wie in einigen Bundesländern bereits in Kraft! Obwohl sogar sächsische Firmen bleifreie Munition und dafür geeignete Waffen herstellen und vertreiben wurde von den Jagdlobbyisten tatsächlich kaltschnäuzig behauptet, es gäbe keine zugelassene Munition, die den Sicherheitsansprüchen genüge! Was zutrifft ist, dass diese Munition etwas teurer ist. Es geht also diesen Jagdverfechtern nicht um Tierschutz und letztlich auch nicht um Lebensmittelsicherheit, denn bleihaltiges Schrott kann schwere Bleivergiftungen bewirken, sondern um einige Cent Mehrkosten bei Munition und Waffen. Der Tierschutzverein wird auch zukünftig für das generelle Verbot von bleihaltiger Munition eintreten und hofft auf die Unterstützung von Politikern, die nicht am Schlepptau der Jagdlobby hängen, sondern Sachverstand und Argumente gelten lassen.

Trotz aller Halbherzigkeiten des erlassenen Gesetzes ist es aber auch hier und da gelungen, wichtige Tierschutzforderungen durchzusetzen. So wurde endlich jede Form von Totschlagfallen verboten. Nach unserer Auffassung fallen darunter auch die sogenannten „Marderabzugseisen“. Wir Tierschützer erwarten, dass die Ordnungsämter der Städte und Landkreise Sachsens das Verbot sofort durchsetzen und den Verkauf solcher Gerätschaften bei Jagdausrüstern stoppen. Unabhängig davon hält der Tierschutzverein Chemnitz an seiner Forderung fest, jede Form der Fallenjagd zu verbieten. Dies schließt auch die Lebendfalle ein. Nur besonders ausgebildeten Personen und bei begründeten Einzelfällen (Kastrationsaktion freilebender Katzen, Fang verletzter Tiere) soll die Genehmigung erteilt werden können, solche Fallen einzusetzen.

Vom Grundsatz her verboten wurde der Abschuss von freilaufenden Hunden. Jetzt bedarf es in jedem Einzelfall der Prüfung und Genehmigung durch die zuständige Jagdbehörde der Städte und Landkreise in Sachsen. Der Tierschutzverein begrüßt diese Gesetzesverbesserung ausdrücklich, auch wenn die Entscheidung nicht aus Tierschutzgründen gefallen ist. Hintergrund für die Änderung ist die Vermeidung von Verwechslungsabschüssen des streng geschützten Wolfes mit Hunden. Allein diese Tatsache zeigt, auf welchem Ausbildungsniveau in Sachsen Jagd stattfindet!

Umso unverständlicher ist die Katzen-Abschuss-Regelung, denn auch die Wildkatze ist längst zurück im Freistaat. Und ein Jäger, der einen Wolf nicht von einem Haushund unterscheiden kann, kann gleich recht nicht eine Hauskatze von einer Europäischen Wildkatze unterscheiden!

In Anbetracht dessen, dass 2013 gewählt wird, ruft der Tierschutzverein Chemnitz alle Mitglieder, Unterstützer und Tierfreunde in Sachsen auf, die sich zur Wahl stellenden Kandidaten zu ihrer Haltung zum Tierschutz zu befragen!

Juli 2012


• Tierheim-Eingang bekommt neuen Anstrich

Nun ist es soweit: der neugestaltete Tierheimeingang kann bewundert werden. Das Graffiti wurde vom Verein Rebel Art entworfen und umgesetzt. Ein weiteres Graffiti soll demnächst die Stallwand der Großtierstation zieren.

Juli 2012

• Wellness-Oase für die Hängebauchschweine

Eine Wellness-Oase der besonderen Art wurde diese Woche im Gehege der Hängebauchschweine fertiggestellt. Die Schweine erhielten eine eigene Schweinesuhle, die sofort nach der Eröffnung ausprobiert wurde.

Schweine suhlen sich bevorzugt, um lästigen Insektenstichen zu entgehen und alte Hautschuppen loszuwerden. Besonders an warmen Tagen kühlen sich die Tiere durch den nassen Schlamm gern ab, da Schweine nicht schwitzen können. Entgegen der landläufigen Meinung sind Schweine also nicht dreckig, sondern sind im Gegenteil sehr reinliche Tiere.

Juli 2012

• Initiative gegen die Hundesteuer

Der Deutsche Tierschutzbund hat mit der Zeitschrift Dogs und weiteren Organisationen eine Initiative gegen die Hundesteuer gestartet. Diese Abgabe ist ungerecht. Insbesondere die Erhebung einer erhöhten Hundesteuer für bestimmte Rassen und die damit einhergehende Stigmatisierung dieser Tiere, ohne Rücksicht auf die wahren Gründe für die Gefährlichkeit einzelner Tiere, ist absolut unangemessen. Jetzt klagen Rechtsanwälte dagegen - und brauchen Unterstützung, um den Druck auf die Gerichte zu erhöhen.

Hier können Sie Ihre Stimme abgeben.


Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juli 2012

• Tag gegen Tiertransporte am 01.Juli: Politik muss Tierleid auf Europas Straßen endlich beenden

Anlässlich des Tages gegen Tiertransporte am 1. Juli erinnert der Deutsche Tierschutzbund an die Qualen, die Tiere noch immer tagtäglich auf Europas Straßen erleiden müssen. Der Verband mahnt die Politik, endlich zu handeln. Die unzureichenden Bestimmungen werden zu wenig kontrolliert, Verstöße oft nicht konsequent genug geahndet. Der Druck, gerade auf EU-Ebene und den zuständigen Kommissar John Dalli, ist hoch. Mehr als 1,1 Millionen Bürger haben für eine Begrenzung der Transportzeiten unterschrieben und auch das EU-Parlament in Straßburg fordert, Tiertransporte auf acht Stunden zu limitieren.

„Transportzeiten von mehrmals bis zu 29 Stunden nacheinander mit Ladedichten, drückender Hitze und quälendem Durst - so sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa noch immer aus", beschreibt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die immer noch vorherrschenden katastrophalen Zustände.

Jährlich werden über 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und vier Milliarden Stück Geflügel in der EU allein zum Schlachten transportiert. Regelmäßig kommt es dabei zu Verletzungen und zu Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben. Pferdetransporte von Litauen nach Italien, Schweinetransporte von Dänemark nach Osteuropa: Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. Vielfach werden die Tiere tagelang durch Europa und weiter gekarrt, nur um geschlachtet zu werden. Hinzu kommen tagelange Zuchtrindertransporte von Deutschland in die Türkei, die ebenfalls unter katastrophalen Bedingungen für die Tiere stattfinden. Scharf kritisiert der Verband auch die politischen Bemühungen, doppelstöckige Rinder-Tiertransporte weiter zuzulassen. „Es geht darum, weniger Tiere auf kürzeren Strecken zu transportieren, nicht die Qual auch noch zu erhöhen", so Schröder.

1,1 Millionen Unterschriften für John Dalli

Ein wichtiger Schritt wäre eine generelle Begrenzung der Tiertransportdauer, wie der Deutsche Tierschutzbund sie seit Jahren fordert. Der Verband unterstützte daher die Kampagne "8hours". Mehr als 1,1 Millionen Unterschriften sind dem zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, John Dalli, im Juni übergeben worden, rund ein Drittel der Stimmen kamen aus Deutschland. Dalli räumte bei der Unterschriften-Übergabe ein, dass es Tierschutzprobleme bei den Transporten gebe und kündigte eine Überarbeitung der bestehenden gesetzlichen Grundlagen an.

Quelle: Deutscher Tierschutzverein

Juli 2012

• Tipps für das Reisen mit Tieren

In mehreren Bundesländern sind die Sommerferien gerade gestartet, zeitnah sind die nächsten dran. Auch viele Haustierbesitzer verreisen und eines steht fest: Das Tier kommt mit. Aber nicht jedes Tier eignet sich als Reisebegleiter. Vor allem Katzen sollte der Stress einer Urlaubsreise erspart bleiben. Anders ist es bei Hunden: Sie können meist problemlos auf Urlaubsreise gehen. Wer nicht auf sein Haustier verzichten möchte, muss sich intensiv mit dem Tier auf die Reise vorbereiten. Bei Fragen können sich Tierhalter an die Urlaubshotline des Deutschen Tierschutzbundes wenden. Allen Tierhaltern rät der Verband, das geliebte Tier zu kennzeichnen und anschließend kostenlos beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-dein-tier.de) eintragen zu lassen. Durch die Vernetzung vom Deutschen Haustierregister und anderen europäischen Registern können vermisste Tiere, auch im Ausland, schnell wiedergefunden werden.

Hunde sind am liebsten immer und überall dabei und können oft ohne Probleme die Urlaubsreise antreten. Damit sich das Tier schnell an die neue Umgebung gewöhnt, sind vertraute Gegenstände besonders wichtig. Im Reisegepäck des Hundes sollten neben Vorräten an gewohntem Futter, Napf, Spielzeug, Decke und Bürste auch eine Reiseapotheke sein. Die meisten Katzen fühlen sich in ihrem Revier am wohlsten. Ein Urlaub mit Katze ist nur bei längeren Aufenthalten an vertrauten Orten (zum Beispiel in einer Ferien- oder Zweitwohnung) sinnvoll. So muss das geliebte Haustier nicht lange Zeit auf ihre Familie verzichten. Vögel und Kleintiere (zum Beispiel Kaninchen und Meerschweinchen) sollten hingegen in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben und von fachkundigen Menschen betreut werden.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Juli 2012

• Nächste Gassigeherschulung am 14.07.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 14.07.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.

Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.
Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch hier.

Juni 2012

• Demonstration gegen Massentierhaltung

Am 03.06.2012 fand in Chemnitz eine Fahrraddemonstration gegen Massentierhaltung statt.
Auslöser dafür ist die geplante Ausweitung der Geflügel- und Schweinemast im Großraum
Chemnitz. Rund 70 Chemnitzer fanden sich bei eher mäßigem Wetter zum Protest vor dem
Rathaus ein.

Juni 2012
   
Redner der Grünen, Greenpeace, den Studenten und natürlich des Tierschutzvereins lieferten den Interessierten Hintergrundwissen über die Massentierhaltung und dem Weg zur fleischfreien Ernährung.
Kostproben der vielseitigen veganen Ernährung gab es am veganen Buffet.
Am Stand des Tierschutzvereins konnten sich die Demonstranten mit Infomaterial eindecken und Unterschriftenlisten gegen die industrielle Tierhaltung ausfüllen.
Die Fahrraddemo führte vom Rathaus zum Campingplatz Rabenstein.

Dort wartete schon das Tierschutzteam mit selbstgekochter veganer Soljanka zur Gratisverkostung.

Es hat geschmeckt, wie man sieht.

Die rege Teilnahme an der Demonstration zeigte deutlich, wie aktuell das Thema Massentierhaltung ist und dass viele Chemnitzer Interesse an einer artgerechten Tierhaltung haben. Wir werden uns auf jeden Fall bemühen, die Aktion zu wiederholen.

Juni 2012

• Jungvogel gefunden – was nun?

Im Frühling und Sommer erreichen uns täglich Anrufe von besorgten Bürgern, die vermeintlich hilflose und verletzte Jungvögel gefunden haben.

Frisch geschlüpfte Vögel sind häufig Nesthocker, das heißt, sie schlüpfen unbefiedert und sind darauf angewiesen, von den Eltern mit Nahrung versorgt zu werden. Wenn die Jungvögel älter und aktiver werden, hüpfen oder fallen sie oft aus dem Nest auf den Boden. Da das Erwachsenengefieder aber noch nicht ausgebildet ist, können diese Tiere noch nicht fliegen. Sie werden aber trotzdem von den Eltern weitergefüttert, bis die Jungtiere selbstständig fliegen können. Dass Jungvögel aus dem Nest hüpfen, ist in der Brutsaison eine alltägliche Situation und noch kein Grund zur Besorgnis.

Wenn das Jungtier direkt am Straßenrand sitzt, können Sie das Tier in den nächsten Baum auf einen unteren Ast oder in einen Strauch setzen, so ist das Tier vor Autos und Katzen geschützt. Sie sollten das Jungtier aber so nah wie möglich am Fundort lassen, da es ansonsten den Elterntieren nicht mehr möglich ist, ihr Junges wiederzufinden.

Mitnehmen dürfen Sie einen Jungvogel nur dann, wenn er offensichtlich verletzt ist oder nachweislich beide Elterntiere ums Leben gekommen sind. In beiden Fällen bringen Sie das Tier am besten zum Tierarzt.

Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie am besten einen Tierarzt oder das Tierheim Chemnitz an.

Juni 2012

„Kollege Hund“ – ein tierischer Schnuppertag am 28.06.2012
  Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. sucht tierfreundliche Firmen


Tapsende Pfoten im Büroalltag? Das soll zumindest am 28. Juni 2012 in vielen Betrieben dazugehören. An diesem Tag ruft der Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. alle Unternehmen auf, sich am bundesweiten „tierischen Schnuppertag“ zu beteiligen. Dieser Tag wurde durch den Deutschen Tierschutzbund ins Leben gerufen und findet jährlich, jeweils am letzten Donnerstag im Juni, statt. Der Tierschutzverein Chemnitz ist Mitglied im Deutschen Tierschutzbund.

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, was die Besitzer von Bello & Co ohnehin wissen: Hundehalter leben gesünder. Schon das Streicheln eines Hundes senkt den Blutdruck und hilft so Stress abzubauen. Doch der tierische Schnuppertag soll noch mehr erreichen: Mitarbeiter und Kollegen, die keinen Hund besitzen, könnten ihre Liebe zum Vierbeiner entdecken und Berührungsängste abbauen. Hinzu kommt der Wunsch nach mehr Akzeptanz des treuesten Freundes des Menschen, auch im täglichen Arbeitsbetrieb. Denn auch das haben Untersuchungen gezeigt: Hunde am Arbeitsplatz haben einen positiven Einfluss auf die Motivation sowie die Produktivität der Angestellten und sorgen für ein gutes Betriebsklima.

Leider müssen sich viele Tierfreunde aus Zeitgründen gegen die Haltung eines Hundes entscheiden. „Wer den ganzen Tag berufstätig ist, kann seinen Hund natürlich nicht so lange allein lassen“, so Jens von Lienen, Leiter des Tierheim Chemnitz.
„Wenn es aber mehr Möglichkeiten gäbe, den Vierbeiner mit ins Büro zu nehmen, hätten viel mehr Hunde bereits ein schönes Zuhause. Wir hoffen daher, dass wir mit dem bundeweiten „Tierischen Schnuppertag“ gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund viele Unternehmer erreichen und überzeugen können, „Kollege Hund“ im Team aufzunehmen.“

Alle Firmen, die sich am Aktionstag „Kollege Hund“ beteiligen, werden vom Deutschen Tierschutzbund mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Das Anmeldeformular steht auf www.kollege-hund.de zum Download bereit. Dort finden Interessierte darüber hinaus in einem Video-Trailer Impressionen vom „Trainingsalltag“ von Julia Rohde und ihrem Hund Jack, der sie begleiten durfte.


Mai 2012

• Fahrraddemo gegen Massentierhaltung
   am 03.06.12 in Chemnitz


Der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. ruft alle Mitglieder und Freunde zum Protest gegen die Massentierhaltung auf!
Zeigen wir gemeinsam Flagge gegen geplante neue Großprojekte von Geflügelhaltungen und Schweinegroßanlagen in Sachsen!
Für die Achtung der Tiere als Mitgeschöpfe und Nachhaltigkeit in Land- und Forstwirtschaft!

Wir unterstützen als Verein eine Initiative der Studentenschaft der Technischen Universität Chemnitz, der Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz sowie weiterer Umwelt- und Tierschutzgruppen getreu unserem Leitspruch „Gemeinsam retten wir Leben“.

Treffpunkt:
Vorplatz Rathaus Chemnitz

Termin:
03.06.12

Zeitplan:
10.00 – 11.00 Uhr Informationsveranstaltung
                           vor dem Rathaus
11.00 Uhr Beginn Fahrraddemo nach Rabenstein
               zur Ehrung für den Begründer einer
               auf Nachhaltigkeit aussgerichteten Land-
               und Forstwirtschaft Carlowitz.

Anmerkung:
Ob mit oder ohne Fahrrad. Bitte zeigt mit Eurem Kommen, dass die Zeit reif ist für einen anderen Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft. Poster, Plakate und sonstige Ideen ausdrücklich erwünscht!!!

Wir zählen auf Euch!

Mai 2012

• Veränderung im Vorstand nach Mitgliederversammlung

Am 03.03.2012 fand die Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Chemnitz statt. Der Vorstand des Tierschutzvereins setzt sich nun wie folgt zusammen:

Marika von Lienen – Vorsitzende
Liane Csiki – stellv. Vorsitzende
Steffi Scheffler – Schatzmeisterin
Steffen Mehl – Schriftführer
Manuela Gränitz – Beisitzerin

Mai 2012

• Tierisch-Tierisch ist wieder zu Gast im Tierheim Chemnitz

Nicht verpassen: Am 09.05.2012 um 19:50 Uhr ist es im MDR wieder soweit: das Tierisch-Tierisch-Team stellt Tiere aus dem Tierheim Chemnitz vor!

Die Folge wurde bereits im April bei schönstem Sommerwetter gedreht. Wollen wir hoffen, dass wir an den Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen können – damals wurden alle vorgestellten Tiere sowie noch einige weitere durch die Sendung vermittelt.

Hier können Sie die Folge vom 12.01.2011 ansehen.

Mai 2012

• Haflingerfohlen zieht in Großtierstation ein

Die Großtierstation im Tierheim Chemnitz füllt sich. Neben drei Hängebauchschweinen und den Ziegen bewohnen nun auch
2 Pferde die Station. Das einjährige Haflingerfohlen sollte ursprünglich geschlachtet werden, konnte jetzt aber im
Tierheim Chemnitz gut untergebracht werden. Zusammen mit
einer ebenfalls einjährigen Stute kann er das Pferdeleben so
richtig genießen.

Übrigens gab es auch bei den Ziegen des Tierheims Nachwuchs:
In der Nacht vom 21. auf den 22. April wurden 3 kleine Ziegen
geboren.

Mai 2012

• Der etwas andere Zirkusbesuch

Im März 2012 gastierte in Chemnitz auf dem Hartmannplatz der Zirkus „Voyage“. Sein Direktor, Herr Spindler, ist einer der eifrigsten Gegner des von Tierschutzverbänden, mehreren Parteien und der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz angestrebten Verbotes der Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben. Auf Betreiben des Linken-Stadtrates Herrn Scherzberg kam es zu einer Diskussionsrunde beider Lager direkt im Zirkus.

Die Diskussion verlief wie von den Tierschützern erwartet überaus kontrovers. Der Zirkusdirektor beschimpfte anfangs die Tierschützer, unterstellte ihnen Unwissenheit und gab zu verstehen, dass er und seine Kollegen zu keinerlei Kompromiss bereit sein werden. Herr Spindler dokumentierte mit Türenknall, Wutausbrüchen und unsachlichen Vergleichen genau das Bild, was Tierschützer und auch viele Amtstierärzte, die sich in der Szene auskennen, in der Praxis vom Zirkus als solches gewonnen haben.

Was Herr Spindler nicht wusste - mit Herrn Mehl befand sich auch ein Zirkus erfahrener Amtstierarzt unter den Tierschutzvertretern! Die von Direktor Spindler angeführten „Argumente“ für eine Haltung von Giraffen, Elefanten, Affen, Flusspferden, Krokodilen oder auch Flamingos waren überaus dürftig und ließen sich zusammenfassen mit „Zirkus gibt es schon immer“, „Die Besucher kommen in den Zirkus, weil es unseren Tieren gut geht“, „Wir quälen doch unsere Tiere nicht, von denen wir leben!“.

Im Laufe der Zeit versachlichte sich die Diskussion und Herr Spindler musste einräumen, dass unter dem Begriff Zirkus eine beachtliche Anzahl „schwarzer Schafe“ agiert, die „dem Zirkus“ schaden. Von Seiten der Tierschützer wurde eingeräumt, dass es natürlich Niveauunterschiede bei der Haltung von Tieren in Zirkusbetrieben gibt. Der abschließende Zirkusrundgang bei „Voyage“ belegte, dass eine ganze Reihe von Tierschutzforderungen wie die Boxenhaltung von Pferden heute umgesetzt sind. Der Zirkusdirektor vermochte es aber nicht überzeugend darzustellen, warum Wildtiere wie Flusspferde oder Giraffen im Zeitalter von Internet, Videotechnik und Digitalfotografie noch in der Manege im Kreis herumlaufen müssen. Einen Bildungsauftrag des Zirkus oder gar Beitrag zum Artenschutz konnten die Tierschutzvertreter beim besten Willen nicht erkennen. Auch dem Vorschlag der Tierschützer, die Zirkusbranche möge sich mit einer Art Qualitätssiegel von diesen „schwarzen Schafen“ distanzieren, räumte der Zirkusdirektor wenig Erfolgsaussichten ein. Auf Grund der vielfältigen Verwandtschaftsbeziehungen der Zirkusbetriebe untereinander sei es unmöglich, eine solche Selbstreinigung zu bewerkstelligen.

Für die anwesenden Tierfreunde war aber genau diese Aussage maßgeblich, beweist sie doch, dass auf Freiwilligkeit oder Mitwirkungsbereitschaft der Zirkusszene nicht gebaut werden kann. Es wird nur mit harten gesetzlichen Einschnitten gehen. Der Vorschlag der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, ein stufenweises Verbot der Wildtierhaltung in deutschen Zirkusbetrieben gesetzlich umzusetzen, in dem ein Einstieg mit ganzen 6 Arten erreicht wird, hat deshalb die volle Unterstützung des Tierschutzvereins Chemnitz.

Die anwesenden Tierschutzvertreter haben Verständnis für das emotionale Verhalten des Direktors Spindler – schließlich führt „Voyage“ allein drei der genannten sechs Arten mit! Noch, denn das Wildtierverbot im Zirkus wird kommen! Es wird umso schneller kommen, je weniger Menschen den Zirkus besuchen. Eine Natur-CD, mit den Kindern zu Hause angesehen, ist sicher eine vorzuziehende Alternative und im übrigen auch wesentlich billiger!

April 2012

• Erfreuliche Entwicklung: Verpoorten verzichtet auf Käfigeier

Immer mehr Lebensmittelhersteller und Supermarktketten folgen der Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes „Kein Ei mit Quälerei". Wie bereits andere Unternehmen verzichten jetzt auch Coppenrath & Wiese und ganz aktuell Verpoorten auf Eier aus Käfighaltung. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Entscheidung und setzt darauf, dass noch weitere Lebensmittelproduzenten folgen. Sie entsprechen damit dem Wunsch der Verbraucher, die die Käfigeier nicht mehr kaufen wollen. Das aktuelle Problem: Aus welchem Haltungssystem die Eier stammen, können die Verbraucher nur den Schaleneiern ansehen - nicht aber dem Produkt, in denen Eier verarbeitet wurden. Daher sollte man bei allen Produkten, bei denen nicht ersichtlich ist, aus welcher Haltung die verwendeten Eier kommen, genauer beim Hersteller nachfragen und auf den Kauf solcher Produkte verzichten.  

Mit Kampagne "Kein Ei aus Quälerei" setzt sich der Deutsche Tierschutzbund seit Jahren für ein Verbot der grausamen Käfigbatterien für Legehennen ein. Damit verbunden ist die Forderung nach einer klaren Kennzeichnung der Eierherkunft auf Verpackungen von Produkten, die Eier enthalten. Nur so wird gewährleistet, dass Verbraucher ihre Wahl zugunsten der Tiere treffen können. Durch die Kampagne wird der Druck auf die Lebensmittelhersteller erhöht. Mit Erfolg: Immer mehr Konzerne folgen dem Aufruf des Deutschen Tierschutzbundes und verzichten auf Käfigeier bei der Produktion ihrer Rühreier, Backwaren, Nudeln oder Fertigprodukte. Etwa 40 Prozent der in Deutschland produzierten Eier werden verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen. Auf diese Weise finden Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung einen Abnehmer.  
Wie wichtig eine zuverlässige und transparente Kennzeichnung ist und was sie bewirken kann, zeigt die Einführung der Kennzeichnungspflicht für Schaleneier: Seit 2004 müssen alle Eier mit einem Zahlencode versehen sein, der unter anderem Auskunft über das Haltungssystem der Legehennen gibt. Damit kann jeder wählen, aus welcher Haltung sein Frühstücksei kommen soll.

Eierkennzeichnung
Die Eier werden mit einem Code gekennzeichnet, zum Beispiel:
1 DE-23457
Die erste Ziffer steht dabei für das Haltungssystem:  

0 = Eier aus ökologischer Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Eier aus Käfighaltung  

Anschließend folgt der Ländercode, der besagt, woher das Ei stammt - zum Beispiel DE für Deutschland. Auf den Ländercode folgt die Identifizierungsnummer, die den Betrieb codiert.

Die Mehrheit entscheidet sich klar gegen Eier, die mit Tierleid verbunden sind und für Eier aus Boden-, Freilandlandhaltung oder ökologischer Landwirtschaft. Viele Handelsunternehmen und Discounter haben - auch nach intensiven Gesprächen mit dem Deutschen Tierschutzbund - die Käfigeier inzwischen freiwillig aus dem Angebot genommen. Die aktuelle Liste der Firmen, die Eier in ihren Produkten verarbeiten, finden Sie hier:

http://www.tierschutzbund.de/produkte_ohne_kaefigei_liste.html#c25572

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

März 2012

• Geschenktipp zu Ostern
   Patenschaft im Tierheim Chemnitz


Zu Ostern gehören bunte Eier und Osterhasen einfach dazu. Geschenke auch. Jedes Jahr erleben wir im Tierheim in der Osterzeit eine rege Nachfrage nach kleinen Kaninchen und süßen Babykatzen. Dass Tiere als Geschenke nicht taugen, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Was also tun, wenn sich die Kinder Tiere wünschen?

Denken Sie doch einmal über eine Patenschaft für ein Tier aus dem Tierheim nach. Egal ob Hund, Katze, Kaninchen oder Hängebauchschwein, eine Patenschaft kann für jedes Tier übernommen werden. Durch die Patenschaft können Kinder ihre Wunschtiere näher kennenlernen und sich intensiv über die Betreuung und Pflege informieren. Ganz nebenbei unterstützen Sie das Tierheim Chemnitz finanziell mit Ihrer Patenschaft und helfen uns, auch in Zukunft Tieren in Not helfen zu können.

Weitere Informationen zur Patenschaft finden Sie hier.

März 2012

• Kröten haben Vorfahrt

Aufgrund der milden Temperaturen in diesen Tagen müssen Auto- und Motorradfahrer mit Krötenwanderungen auf den Straßen rechnen. Kröten, Frösche und Molche verlassen ihre Winterverstecke und wandern zu ihren Laichplätzen. Der Deutsche Tierschutzbund bittet Autofahrer besonders rücksichtsvoll zu fahren, auf Hinweisschilder zu achten und das Tempo zu drosseln. Auf Strecken mit Amphibien- wanderungen sollte nicht schneller als Tempo 30 gefahren werden. Der Grund: Häufig werden Tiere nicht durch das direkte Überfahren, sondern allein durch den tempoabhängigen Strömungsdruck der Autos getötet.  

Das immer dichter werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen aufnehmen. Sie verlassen meist zeitgleich ihre Winterquartiere, um sich geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massen- wanderungen.  

Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötenzäunen, -tunneln oder -brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Sie sammeln die Tiere am Straßenrand ein und tragen sie über die Straße, damit sie auf der anderen Seite ihren Weg fortsetzen können. Dieser Einsatz ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.  

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

März 2012

• Julia Rohde und der Deutsche Tierschutzbund rufen zum Aktionstag „Kollege Hund“ auf

Es ist wieder soweit: Zusammen mit Tierschutzbotschafterin Julia Rohde ruft der Deutsche Tierschutzbund zum Aktionstag „Kollege Hund" auf. Der tierische Schnuppertag findet am 28. Juni 2012 bereits zum fünften Mal statt. Jährlich geben über 1.000 Unternehmen ihren Mitarbeitern die Gelegenheit, ihren „Kollegen Hund" mit ins Team aufzunehmen. Aus gutem Grund: das Arbeitsklima verbessert sich, Stress wird abgebaut und die Motivation steigt - denn auch im Arbeitsalltag bewährt sich der Hund als treuer, verlässlicher Freund des Menschen.
 
Voraussetzung für die Mitnahme von Hunden an den Arbeitsplatz ist das Einverständnis des Chefs und der Kollegen. Zudem ist zu beachten, dass sich nicht jeder Hund zur Mitnahme eignet. Die Tiere müssen gut mit Menschen und Artgenossen sozialisiert sein. Auch eignen sich eher Büro-Betriebe als laute Produktionsstätten. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben.

Die Resonanz auf den "Kollege Hund"-Aktionstag im Jahr 2011 war großartig: Mehr als 1.000 Firmen nahmen teil. In vielen Betrieben konnten gleich mehrere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Hunde mit zur Arbeit bringen. Auch die Medien zeigten großes Interesse an dieser Aktion.

Alle Firmen, die sich am Aktionstag „Kollege Hund" beteiligen, werden vom Deutschen Tierschutzbund mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Seien Sie dabei!

Download Anmeldebogen

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

März 2012


• Tätowieren von Hundewelpen

Obwohl mit der Mikrochipkennzeichnung eine tierschutzgerechte Alternative zur Ohr- und Schenkeltätowierung bei Hundewelpen existiert, halten mehrere Hundezuchtverbände an dieser nicht mehr zeitgemäßen Methode fest.

Insbesondere der Deutsche Teckelklub hat sich an die Spitze der ewig Gestrigen gestellt und bedroht sogar Züchter, die ihre Würfe nur noch mit Chip kennzeichnen wollen damit, ihnen die Zuchtpapiere zu verweigern! Nachzulesen ist dies in der Zeitschrift „Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle“ Ausgabe 4/2011. Aber auch Verbände wie die für Border Collies und Welsh Terrier haben sich noch nicht endgültig davon verabschiedet. Wenigstens akzeptieren sie aber die Chipkennzeichnung als Alternative!

In einem in Berlin geführten Verfahren wurde deutlich, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, am alten Zopf der Tätowierung festzuhalten. Einmal mehr wird deutlich, dass ein Teil der Funktionäre der Rassezuchtverbände im Denken und Handeln auf dem Niveau von 1888, dem Gründungsjahr des Deutschen Teckelclubs, stehen geblieben ist. Die Fernsehgeschichte um Hausmeister Krause und seine Dackelfreunde ist offensichtlich mehr als eine Parodie auf verstaubte Traditionen, denn es geht um Tieren ohne vernünftigen Grund zugefügte Schmerzen.

An alle Hundefreunde appellieren wir: Kaufen Sie bitte keine tätowierten Welpen! Verlangen Sie in Ihren Verbänden die Streichung der Tätowiervorschriften aus den Satzungen! An die Kreisveterinäre appellieren wir, den in ihren Zuständigkeitsgebieten ansässigen Hundezüchtern die Tätowierung zu untersagen. Das Beispiel Berlin zeigt, dass dies möglich ist.

März 2012

• Umfrage zur Haltung von Legehennen

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bundesverfassungsgericht hatte klare Worte gefunden. Die Käfighaltung von Legehennen ist nicht mit dem Staatsziel Tierschutz vereinbar. Obwohl nun der Bundesrat über alle Parteigrenzen hinweg ein Ende der Kleingruppenhaltung bis 2023 beschlossen hat, blockiert die Bundesregierung jeden Fortschritt im Sinne des Tierschutzes.

Am Freitag (23.3.) steht im Bundestag unser Antrag zur Abstimmung: Unterstützen Sie uns im Kampf für ein Ende der Kleingruppenhaltung von Legehennen. Nehmen Sie an unserer Umfrage auf Facebook teil und machen andere darauf aufmerksam. Helfen Sie mit, dass die Bundesregierung zur Vernunft kommt! (https://www.facebook.com/questions/2500813699298/?qa_ref=qd)

Zugegeben, vielen Tierschützern wäre ein früheres Ende der Käfighaltung lieber. Doch selbst diesen Kompromiss der Länder müssen wir nun hart erkämpfen, weil die Bundesregierung ihn blockiert. Eigentlich müsste sie bis 31. März 2012 eine neue Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorlegen. Ansonsten entsteht eine Regelungslücke, die durch die Länder gefüllt wird: Die Folge wäre ein bundesweiter Flickenteppich mit unterschiedlichen Tierschutzstandards. Im Interesse der Tiere und der Menschen muss Bundesministerin Aigner endlich eine einheitliche Regelung treffen. Die Verbraucher wollen keine Eier aus einer Haltung, die Quälerei bedeutet!

Bitte nehmen Sie daher an unserer Umfrage teil und helfen Sie uns im Kampf für ein Ende der Kleingruppenhaltung von Legehennen! Vielen Dank für Ihre Unterstützung im Sinne des Tierschutzes.

Ihr
Heinz Paula

März 2012

• Tierheim Chemnitz übernimmt Kleintiere
   aus Massentierhaltung

Anfang März übernahm das Tierheim Chemnitz 6 Wellensittiche sowie fünf trächtige Zwergkaninchen aus einer Massentierhaltung. Die Kaninchen sind mit Kokzidien befallen und befinden sich derzeit noch in tierärztlicher Behandlung. Drei der fünf Häsinnen haben im Tierheim Chemnitz bereits Junge zur Welt gebracht. Ab Anfang Mai können die Häsinnen sowie ihre Jungtiere an verantwortungsvolle Besitzer abgegeben werden. Die Wellensittiche warten schon jetzt auf ein neues Zuhause.

März 2012

• Nächste Gassigeherschulung am 21.04.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 21.04.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen
zum Gassigehen finden hier.

März 2012

• Hängebauchschweine beziehen Großtierstation im Tierheim Chemnitz

Borstige Neuzugänge gibt es seit 01. März 2012 im Tierheim Chemnitz zu sehen. Zwei Hängebauchschweine wurden aus schlechter Haltung ins Tierheim gebracht. Bei den Tieren handelt
es sich um weibliche Tiere namens Trixi und Betzi, 3 und 4 Jahre
alt. Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit haben die beiden inzwischen ihr gesamtes Gehege erkundet und fühlen sich in
ihrem Übergangszuhause sichtlich wohl.

Hängebauchschweine stammen ursprünglich aus Asien und
wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts in Berlin gehalten.
Ursprünglich als Fleischlieferant gezüchtet, werden die Schweine
in Europa heutzutage hauptsächlich in Zoos oder als Hobbytiere
gehalten.

Das Tierheim Chemnitz versucht nun, geeignete Halter für die
beiden Tiere zu finden.

März 2012

• Etwas Licht und viel Schatten beim Entwurf des Sächsischen Jagdgesetzes

GRÜNE: Stark bedrohte Arten gehören nicht ins Jagdrecht, generelles Fallenjagdverbot notwendig
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Dresden. Beim heute im Umweltausschuss des Sächsischen Landtages angehörten Entwurf des Jagdgesetzes liegen Licht und Schatten eng beieinander.

"Ich begrüße ausdrücklich, das überfällige Verbot der Totschlagfallen sowie das Verbot der Verwendung von Bleimunition auf Wasservögel. Allerdings kann das nur ein Anfang sein. Ich fordere angesichts der vielen akuten Vergiftungen von Greifvögeln durch Bleimunition ein generelles Verbot der Jagd mit bleihaltiger Munition in Sachsen. Hier lohnt ein Blick ins Nachbarland Brandenburg, wo ab April 2013 immerhin auf den Jagdflächen des Landes nur noch mit bleifreier Munition geschossen werden darf. Darüber hinaus setzen wir uns für ein Verbot von Lebendfallen ein", erklärt Elke Herrmann, tierschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, die Pläne von Umweltminister Frank Kupfer.

"Völlig widersprechen muss ich Minister Kupfer aber in seinem Verständnis, welche Tiere in der Liste der jagdbaren Arten bleiben bzw. neu aufgenommen werden sollen. Stark bedrohte Arten wie Biber, Luchs, Wildkatze oder Fischadler gehören nicht ins Jagdrecht.Für streng geschützte Arten sind in die allein die Naturschutzbehörden zuständig."

"Dass Sachsen nun den Wolf als streng geschützte Art erstmals seit seiner Rückkehr nach Deutschland vor zehn Jahren in die Liste der jagdbaren Arten aufnehmen will, ist absurd. Immerhin hat der Freistaat seit 2009 einen beispielhaften Managementplan geschaffen, der den Umgang mit dem Wolf regelt", so die Abgeordnete.

"Mit einer Umsetzung dieses Gesetzentwurfes stünde Sachsen auch bundespolitisch alleine da. Mecklenburg-Vorpommern hat erst kürzlich als letztes Bundesland den Wolf aus dem Jagdrecht genommen."

"Der in Sachsen nötige Waldumbau zu stabilen Mischwäldern ist aufgrund zunehmender Verbissschäden durch überhöhte Wildbestände fast nur hinter teuren Zäunen möglich. Das Jagdziel, auf Dauer für den Waldumbau verträgliche Wilddichten zu schaffen, wurde in Sachsen bisher verfehlt. Umso widersinniger, dass Minister Kupfer auf die qualifizierten, alle drei Jahre durchzuführenden Verbiss- und Schälgutachten verzichten will. Auf einem weiteren Gebiet hat Sachsen im bundesweiten Vergleich Nachholbedarf: Es fehlt an einem flächendeckenden Netz von Wildtierauffangstationen in Sachsen."

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Anne Vetter, Pressesprecherin


Februar 2012

• Kältewelle: Tipps für den richtigen Umgang mit Tieren – Tierheime benötigen Hilfe

Das Fell reicht als natürlicher Wärmeschutz bei Hunden aus, darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. „Winterbekleidung" für gesunde Tiere ist unnötig und nicht artgerecht. Allenfalls kranke oder ältere Hunde benötigen eventuell einen tiergerechten Kälteschutz. Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinchen, die ganzjährig im Freien gehalten werden, benötigen einen trockenen und gut isolierten Rückzugsort.  

Bei sehr niedrigen Temperaturen sollten Hunde lieber mehrmals täglich kurz ausgeführt werden. Vor allem mit kurzhaarigen, alten und kranken Hunden ist bei klirrender Kälte und beißendem Wind auf ausgedehnte Spaziergänge zu verzichten. Auf jeden Fall sollte der Spaziergang aber abgebrochen werden, wenn der Hund zu zittern anfängt. In Verbindung mit Nässe setzt auch Hunden die Kälte verstärkt zu. Für viele Hunde ist der Schnee eine „kulinarische" Verlockung. Dennoch ist Vorsicht geboten: Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. Nach dem Spaziergang sollten die Hunde sorgfältig abgetrocknet und vor Zugluft geschützt werden. Die Pfoten sollten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült werden, wenn sie in Kontakt mit Streusalz gekommen sind. Um die Sicherheit des Hundes in der dunklen Jahreszeit zu gewährleisten, sollten Hundehalter ein Leuchthalsband oder Blinklichter an Halsband oder Brustgeschirr anbringen, sodass die Tiere auch schon aus großer Entfernung von Auto- und Radfahrern gesehen werden können.  

Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinchen, die ganzjährig im Freien gehalten werden, benötigen einen trockenen und gut isolierten Rückzugsort, darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Bei extremen Temperaturen sollte der Zugang zum Freien auch mal für ein paar Tage geschlossen werden, kleine elektrische Heizungen können darüber hinaus ebenfalls helfen.

Tipps bei Tieren auf der Weide

Pferde, Rinder und Schafe können kalte Temperaturen gut vertragen. Bei extremen Temperaturen ist es jedoch ratsam, die Tränken regelmäßig daraufhin zu kontrollieren, ob das Wasser nicht eingefroren ist. Für die Tiere ist zudem ein Witterungsschutz wichtig - mindestens in Form von Windnetzen. Liegeflächen sollten tief eingestreut sein.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund 31.01.2012

Februar 2012

• Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz bezieht Position zum Sächsischen Jagdgesetz

Am 10.02.2012 findet im Sächsischen Landtag eine öffentliche Anhörung zum Entwurf des neuen Landesjagdgesetzes statt. Die Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz mit Treffpunkt im Umweltzentrum Chemnitz wird durch einen sachkundigen Vertreter des Tierschutzvereins Chemnitz u.U. e.V. ihre Positionen darlegen können. Der TSV betrachtet dies als Erfolg, beweist es doch, dass der organisierte Tierschutz eine gesellschaftliche Größe geworden ist, die man auch im Gesetzgebungsverfahren nicht mehr länger ignorieren kann. Der TSV tritt auch deshalb konsequent für das Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine in Sachsen ein.

Januar 2012

• Wechsel an der Spitze des Deutschen Tierschutzbundes

Anläßlich der Jahreshauptversammlung des Deutschen Tierschutzbundes im Oktober 2011 in Hannover erklärte der langjährige Präsident des Tierschutzbundes Wolfgang Apel seinen Rücktritt, um Platz zu machen für eine jüngere Generation von Tierschützern. Seine Nachfolge tritt der bisherige Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder an. Wolfgang Apel, seit rund 30 Jahren an der Spitze des Verbandes, wird dem Deutschen Tierschutzbund mit seiner Erfahrung als Ehrenpräsident weiter zur Verfügung stehen. Der charismatische Tierschützer Wolfgang Apel wurde durch seine engagierten Fernsehauftritte breiten Teilen der Bevölkerung ein Begriff. Unvergessen ist sein Beitrag in der Fernsehsendung „Auf dem heißen Stuhl“, in dem er sich mit dem sogenannten „Barren“ im Pferdesport auseinandersetzte. Aber auch sein unermüdlicher Kampf gegen Tierversuche, Tiertransporte und die Käfigbatterien für Legehennen haben sein bisheriges Tierschützerleben geprägt. Nicht zu vergessen ist aber auch seine organisatorische Leistung, die nach der politischen Wende in den neuen Bundesländern entstehenden Tierschutzvereine schnell an die Gemeinschaft der im Deutschen Tierschutzbund organisierten gemeinnützigen Vereine heranzuführen. Die bestens vorbereiteten gesamtdeutschen Tierschutztreffen in Neubiberg, Eisenach und Bernau, die zahlreichen Patenschaften zwischen Tierschutzvereinen aus Ost und West und die Ausstattung der Tierheime mit Futter, Medikamenten und einer ganzen Flotte von Tierschutzfahrzeugen sind auf das Engste mit dem Namen Wolfgang Apel verbunden. Die Reihe der Verdienste des scheidenden Präsidenten ließe sich spielend fortsetzen. Auch der Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. war Nutznießer seiner unermüdlichen Bemühungen, den Tieren eine Stimme zu geben. Als erster Verein in Ostdeutschland erhielt Chemnitz einen Tierschutztransporter VW-Polo. Ebenso entstand zwischen Chemnitz und Starnberg die erste innerdeutsche Vereinspatenschaft, die schnell zu Mittel- und besonders Wissenstransfer führte. Wolfgang Apel spielte dabei immer eine herausragende Rolle. Gern erinnern wir uns auch an seine Besuche im Chemnitzer Tierheim, mit denen er uns Mut machte, den Ausbau des Pfarrhübels zum Tierschutzzentrum „Franz von Assisi“ voranzutreiben. Es ist uns deshalb ein Bedürfnis, Ihnen, lieber Wolfgang Apel, öffentlich Danke zu sagen für über 30 Jahre Kampf für Mitgeschöpflichkeit und bessere Rechte unserer Tiere! Gleichzeitig gratulieren wir Thomas Schröder zum eindrucksvollen Vertrauensbeweis der Bundesversammlung des Deutschen Tierschutzbundes und wünschen viel Erfolg im neuen Amt!

Der Vorstand des Tierschutzvereins Chemnitz und Umgebung e.V.

Januar 2012

• Das Geschäft mit den Hunden aus dem Ausland boomt!

Wer hat nicht schon von ihnen gehört, den Straßenhunden in Süd- und Osteuropa. Viele Tierschutzorganisationen und Privatpersonen versuchen den Tieren zu helfen. Leider ist die gutgemeinte Hilfe nicht immer sinnvoll für die Tiere.

Sehr häufig werden ehemalige Straßenhunde nach Westeuropa verbracht und hier weitervermittelt. Bei diesen „Vermittlungen“ wird gezielt mit dem Mitleid der tierlieben Menschen gearbeitet. Die Hunde stammen laut Beschreibung allesamt aus Tötungsstationen und konnten immer gerade noch rechtzeitig gerettet werden. Das mag in vielen Fällen auch stimmen. Nur nachweisen lässt sich das schwerlich und wer sagt dem Käufer, dass sein geretteter Hund nicht aus einer Tötungsstation, sondern aus einer Massenzucht stammt.

In den Massenzuchten unserer östlichen Nachbarländer werden Hunde für den Export regelrecht „produziert“. Sicherlich gibt es auch in Deutschland gewissenlose Züchter, doch amtliche Auflagen verhindern größtenteils die Entstehung zu großer Zuchtbetriebe. Die bedauernswerten Hunde werden unter unsäglichen Bedingungen im Hinterhof großgezogen, die Kosten liegen pro Tier und Tag bei wenigen Euro. Die Zuchttiere werden gnadenlos verschlissen und dann entsorgt. Die Welpen werden viel zu früh von der Mutter getrennt und häufig illegal über die Grenze geschafft. Geschwächt und oftmals krank werden die Hunde in Deutschland dann für 250 – 500 € über das Internet oder Zeitungsannoncen gewinnbringend verkauft.

Die Rettung von Hunden aus Tötungsstationen ist zweifelsfrei ehrenvoll, aber dennoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, mit dem sich bedauerlicherweise viele Tierheime und Tierschutzvereine finanziell über Wasser halten. In den Herkunftsländern werden die Hunde von tierlieben Menschen gepflegt, geimpft, kastriert und nach Deutschland geschafft. Die Kosten dafür übernehmen fast immer entweder die Tierhelfer im Ausland oder die neuen Besitzer in Deutschland. Den Tierschutzorganisationen entstehen dabei fast keine Kosten, trotzdem werden oftmals Schutzgebühren in Höhe von 250 – 300 € verlangt. Ebenso wie viele Hunde aus den Massenzuchten sind die importierten Hunde häufig nicht sozialisiert und trotz der Gesundheitschecks krank. Ob man den Straßenhunden, die an ihre Umwelt perfekt angepasst sind, einen Gefallen tut, wenn man sie nach Deutschland in eine den Hunden völlig fremde Welt schafft, ist fraglich.

Ohne Frage besteht in vielen südlichen und osteuropäischen Ländern Handlungsbedarf. Durch den Hundeimport werden allerdings die Probleme der Straßenhunde nicht geklärt.

Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt deshalb die hilfsbedürftigen Länder mit großangelegten Kastrationsprogrammen und regelmäßigen Spendenlieferungen an die ortsansässigen Tierheime. Die Bevölkerung wird über die Problematik aufgeklärt. Denn nur vor Ort kann Tierschutz wirkungsvoll betrieben werden und nur so kann das Elend der Straßenhunde nachhaltig verbessert werden.

Januar 2012

• Heimatlose Katzen versorgen - aber richtig.

Der Tierschutz rückt immer mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung. Viele Menschen wissen um das Elend der wildlebenden Katzen und füttern diese. Leider ist es mit Futter allein nicht getan. Es gibt einige Regeln dabei zu beachten.

Zum Einen darf in Wohngebieten nicht im Freien gefüttert werden (Bundesseuchenschutzgesetz). Es sollte mindestens eine Pergola vorhanden sein.

Außerdem sollten die Katzen, die gefüttert werden, auch einmal von einem Tierarzt auf Tätowierung, Chip, Kastration und natürlich auf den Gesundheitszustand gecheckt werden. Katzen können Würmer, Giardien, Pilzsporen usw. übertragen. Die Kastration der Katzen ist enorm wichtig. Nur wenn die unkontrollierte Vermehrung der wilden Katzen verhindert wird, kann sich die Katzenproblematik auf Dauer lösen lassen. Die Kastrationskosten für wildlebende Hauskatzen werden übrigens von den meisten Gemeinden übernommen, um die Population der Katzen nicht noch weiter ansteigen zu lassen.

Das Einfangen der Tiere ist sicher nicht immer einfach, weil solche Katzen oft scheu oder verwildert sind. Die meisten Tierschutzvereine verfügen aber über Lebendfallen, die dort ausgeliehen werden können. Auch manche Tierärzte verleihen Fallen.

Taucht eine hungrige Katze auf, bitte erst in der Nachbarschaft nachfragen, ob sie jemandem gehört. Oftmals handelt es sich um Freigängerkatzen, die sich bei tierlieben Menschen eine Zwischenmahlzeit abholen. Ist das nicht der Fall, sollte die Katze möglichst zügig einem Tierarzt vorgestellt werden.

Ist es eine sehr scheue Katze, wird sie nach der Kastration und dem Check wieder an die Futterstelle zurück gesetzt. Für solche scheuen Katzen wäre die Vermittlung eine Zumutung und eine große Einschränkung der Lebensqualität. Zutrauliche Katzen haben bzw. hatten meist einen Besitzer. Vielleicht sucht jemand ganz verzweifelt nach dem Tier. Ein Anruf bei umliegenden Tierschutzvereinen bringt Sicherheit. Ansonsten sollte über eine Vermittlung der Katze in gute Hände nachgedacht werden. Das Tierheim Chemnitz ist bei der Vermittlung zahmer Katzen behilflich.

Januar 2012

• Informationen zu Listenhunden

Wie in allen anderen Bundesländern existiert auch in Sachsen ein „Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden“ Sogenannte Listenhunderassen gelten laut Gesetz als potenziell gefährlich. Die Haltung dieser Rassen oder deren Mischlinge untereinander ist nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. So muss der Halter seine Zuverlässigkeit, Sachkunde und artgerechte Haltung nachweisen. Für gefährliche Hunde besteht unter anderem grundsätzlicher Leinenzwang und Maulkorbpflicht, außerdem kann jede Gemeinde eine erhöhte Hundesteuer festlegen.

Als potenziell gefährlich gelten in Sachsen folgende Rassen und deren Mischlinge untereinander ab einem Alter von
6 Monaten:

        • American Staffordshire Terrier
        • Pitbull Terrier
        • Bullterrier

Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass jeder Hund dieser Rassen gefährlich ist, besteht in Sachsen die Möglichkeit, durch einen Wesenstest die Ungefährlichkeit des Hundes zu beweisen. Wird durch den Gutachter die Ungefährlichkeit des Hundes nachgewiesen, gilt er als „normaler“ Hund und untersteht auch nicht mehr den Einschränkungen der Hundeverordnung.

Januar 2012

• Tiere aus dem Ausland

Viele Urlauber kehren aus dem Urlaub aus südlichen Ländern zurück. Viele haben die Straßenhunde in den Städten gesehen und überlegen nun, sich einen Hund oder eine Katze aus einem Urlaubsland zu holen. Unterstützt werden sie in ihrem Vorhaben durch Tierschutzorganisationen, die Hunde aus dem Ausland importieren und in Deutschland weitervermitteln.

Man sollte sich sehr kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen und sich genau informieren, wie man den Tieren in den südlichen Ländern effektiv helfen kann, zum Beispiel durch Kastrationsprogramme.

Denken Sie daran, dass in den deutschen Tierheimen rund 150.000 Hunde auf ein neues Zuhause warten. Viele deutsche Tierheime sind überfüllt. Leider findet man in den Tierheimen kaum junge und niedliche Hunde.

Daher werden immer mehr Hunde und Katzen aus südlichen und östlichen Ländern durch private Initiativen oder auch über die Zeitung angeboten. Es sind nicht nur Tierfreunde, die solche Hunde und Katzen vermitteln, sondern es sind leider auch sehr viele Geschäftemacher darunter. So kommen im Sommer ca. 40 Tiere am Tag nach Deutschland. Die Anzahl der ungeimpft eingeführten Tiere ist nicht unerheblich.

Selbstverständlich gibt es auch verantwortungsvolle Vermittler und Tierschutzorganisationen.

Die Hunde sind in ihrem Land Überlebenskünstler und haben sich ihr tägliches Futter durch Wühlen im Abfall, durch Jagen oder durch das Füttern der Urlauber besorgt. Der neue Hundehalter wird viel Liebe und Verständnis brauchen, um dem Hund Vertrauen zu geben.

Oft sind die Hunde nicht stubenrein und es ist schwer, Ihnen das Jagen abzugewöhnen. Dazu kommt, dass die Hunde häufig kaum auf Menschen sozialisiert sind. Es ist fraglich, ob man diesen Hunden einen Gefallen tut, wenn man sie in Auffangstationen und später in Wohnungen einsperrt. Man sollte also bei der Übernahme eines Hundes darauf achten, dass der Hund gut sozialisiert ist und beim Anblick von Menschen nicht in Panik verfällt.

Es ist ganz wichtig zu wissen, dass Hunde aus dem Ausland Krankheiten einschleppen können, wie zum Beispiel Leishmaniose oder Parvovirose. Viele dieser Krankheiten waren vor dem Hundeboom aus dem Süden in Mitteleuropa unbekannt und sind auch für den Menschen nicht ungefährlich.

Wichtig ist, dass das Tier auf Krankheiten getestet wurde und der Test auch tatsächlich von diesem Tier stammt.

Auf jeden Fall müssen bei der Übernahme eines Hundes aus dem Süden die finanziellen Mittel zur tierärztlichen Behandlung vorhanden sein. Häufig werden solche Importhunde Dauerpatienten.

Es ist für ein Tier mit schlimmer Vergangenheit ganz besonders wichtig, dass es in der neuen Familie bleiben kann. Leider werden dennoch viele solcher Tiere früher oder später ins Tierheim abgeschoben, weil die Tierarztkosten zu hoch werden oder das Tier verhaltensauffällig geworden ist.

Bevor Sie sich für einen Hund aus dem Ausland entscheiden, statten Sie Ihrem örtlichen Tierheim einen Besuch ab. Auch weniger niedliche Hunde haben ein schönes Leben verdient!

Januar 2012

• Wildtierverbot im Zirkus: Schwarz-Gelb stimmt gegen das Votum der eigenen Bundesländer

Obwohl der Bundesrat vor einigen Wochen mit Zustimmung der Unions- und FDP-geführten Länder für ein Verbot bestimmter wildlebender Arten im Zirkus gestimmt hatte, lehnte die Koalitionsfraktion in der Plenarsitzung am 15. Dezember 2011 einen gleichlautenden Antrag der SPD-Bundestagsfraktion ab.

„Dieses Verhalten ist nicht zu verstehen, widersprüchlich, unsinnig und geht zu Lasten der Tiere“, so Heinz Paula (SPD).

Die SPD-Bundestagsfraktion forderte die Bundesregierung in ihrem Antrag auf, eine Verordnung zu verabschieden, die das Halten bestimmter Arten wild lebender Tiere in Zirkussen verbietet. Dazu zählen unter anderem Affen, Elefanten, Großbären, Flusspferde, Nashörner und Giraffen.

Das Halten solcher Tiere in Zirkussen ist tierschutzwidrig. Eine artgerechte Haltung ist nicht möglich. Einen großen Teil ihrer Zeit müssen die Tiere in Käfigen und Transportwagen verbringen, eine Unterbringung in ausreichend großen Gehegen ist nicht machbar.

Bereits in der letzten Wahlperiode wurde ein entsprechender Antrag von der CDU/CSU abgelehnt.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert nun Ministerin Aigner auf, dem Druck von Bundesrat, Öffentlichkeit und Opposition nachzugeben.

Quelle: SPD-Fraktion

Januar 2012

• Nächste Gassigeherschulung am 24.03.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 24.03.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Weitere Informationen zum Gassigehen finden Sie auch in der Rubrik Hinweise für Gassigeher.

Januar 2012

• Kaninchen in Gartensparte entsorgt

Die Feiertage rücken näher und für manch einen der lang ersehnte Urlaub. Dass es immer noch Menschen gibt, denen plötzlich einfällt, dass das einst geliebte Haustier der Urlaubsplanung im Weg steht, müssen Tierheime immer wieder feststellen.
Am 07.12.2011 war es mal wieder so weit. Ein Bürger brachte ein Zwergkaninchen ins Tierheim, dass er durch Zufall in der Regentonne seines Gartens gefunden hatte. Offenbar saß das Tier schon mehrere Tage bei Wind und Wetter in der Tonne, als Schutz vor der Kälte hatte das Kaninchen nur einen alten und völlig durchnässten Korb. Bei dem Zwergkaninchen handelt es sich um ein Böckchen, das nun im Tierheim auf ein neues Zuhause wartet. Dass Tiere gerade in der Weihnachts- und Urlaubszeit ausgesetzt werden, ist ein typisches Phänomen. Dabei ist es völlig unnötig. In Chemnitz gibt es mehrere Tierpensionen und private Haustiersitter, die gern die Urlaubsbetreuung übernehmen. Auch das Tierheim Chemnitz nimmt in Ausnahmefällen Pensionstiere an.
Deshalb noch einmal der Appell an alle Tierhalter: machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, was mit dem Haustier geschieht, wenn Sie sich nicht mehr um das Tier kümmern können oder wollen. Handeln Sie verantwortungsbewusst. Tiere sind Lebewesen wie wir, keine Sachen.

Dezember 2011

• Nächste Gassigeherschulung am 07.01.2012

Die nächste Gassigeherschulung findet am 07.01.2012 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Dezember 2011

• Die neuen Tierheimkalender sind da!

Die neuen Tierheimkalender für 2012 gibt es ab sofort im Tierheim zu kaufen.

Ein Kalender kostet 10 €. Zu sehen sind ehemalige Tierheimbewohner.

Eine wunderbare Geschenkidee für alle, die Tiere lieben!
Der Erlös des Kalenderverkaufs kommt den Tieren zugute.

Dezember 2011

• Fachvortrag von Dr. Riedel und Lesung von Tiergeschichten

Am 11.12.2011 findet im Tierschutzzentrum eine Informationsveranstaltung statt. Unsere Gäste sind Dr. Karsten Riedel (praktizierender Tierarzt in Chemnitz) und Dr. Klaus Eulenberger (Autor). Herr Riedel wird zum Thema „Infektionskrankheiten bei Hunden“ referieren, anschließend liest Herr Eulenberger aus seinem Buch „Kleine Kelly – was nun?“. Das vorgestellte Buch kann direkt im Anschluss erworben werden, ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für alle, die Tiere lieben!
  • Wo? Tierschutzzentrum Chemnitz, Pfarrhübel 80,
    09125 Chemnitz
  • Wann? 11.12.2011 Beginn: 10.00 Uhr
  • Eintritt frei

Ruhige und verträgliche Hunde können zur Veranstaltung gerne mitgebracht werden.

November 2011


• Ukraine: Tötungen von Straßenhunden vor Fußball-Europameisterschaft nicht akzeptabel

Im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft im Juni 2012 in der Ukraine und Polen befürchtet der Deutsche Tierschutzbund Massentötungen von Straßenhunden insbesondere in Kiew und den anderen Städten der Ukraine zur vermeintlichen Verschönerung des Stadtbildes.  

„Die einzig wirksame Methode heißt Fangen, Kastrieren, Freilassen, um die Zahl und das Elend von Straßenhunden und -katzen zu verringern. Würde man jetzt damit beginnen, ließen sich erste Erfolge im Juni nächsten Jahres erkennen. […] erklärt Wolfgang Apel, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. 
Diese Methode der tiergerechten Populationskontrolle realisiert der Deutsche Tierschutzbund seit vielen Jahren in Odessa. Dort ist es in enger Zusammenarbeit mit der Stadt gelungen, ein international anerkanntes Tierschutz- und Kastrationszentrum, welches in der Ukraine Vorbildcharakter hat, aufzubauen. Hier werden die Tiere nach der Kastration wieder in ihr angestammtes Revier zurückgebracht oder an Privatpersonen vermittelt.  

„Fangen und Töten sind grausam und darüber hinaus völlig sinnlos", kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes mögliche Massentötungen in dem Schreiben an Michel Platini. Durch diese verringert sich die Anzahl der Straßentiere nicht. Die Überlebenschance der Welpen, die auf der Straße zur Welt kommen, steigt, da diesen Tieren durch das Wegfangen bzw. Töten anderer Tiere mehr Futter zur Verfügung steht und sie dadurch frei gewordene Plätze besetzen können. Die Mehrheit der Abgeordneten des EU-Parlaments hat erst vor zwei Wochen einer Erklärung zur tierschutzkonformen Kontrolle der Hundepopulation in der Europäischen Union zugestimmt. Damit soll der hohen Population von Straßenhunden in vielen südlichen und östlichen Ländern Europas mit tierschutzkonformen Maßnahmen entgegengetreten werden. Der Deutsche Tierschutzbund wird zudem vor Ort alle Hebel gegen die geplante Tötungsaktion in Bewegung setzen.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

November 2011

• Verletzter Hund im Zeisigwald gefunden

Am 05.11.2011 wurde ein verletzter Labradorwelpe im Tierheim abgegeben, nach Aussage des Finders hat er die kleine Hündin im Zeisigwald gefunden. Püppi, so wurde die Hündin genannt, lahmte auf der rechten Hinterhand und wurde dem Tierarzt vorgestellt. Die Diagnose: die rechte Hinterhand war gebrochen, das Bein musste in einer Spezialklinik in Dresden operiert werden, da es sich um einen sehr komplizierten Bruch handelte. Die Operation kostete das Tierheim rund 1000 €.

Interessant ist die Tatsache, dass am gleichen Tag nicht nur die verletzte Fundhündin abgegeben wurde, sondern noch fünf weitere Labradorwelpen. Die Welpen stammen offensichtlich aus einem Wurf. Vermutlich wurde die kleine Hündin vermittelt und dann einfach ausgesetzt, als sie durch die Verletzung Kosten verursachte. Die anderen Welpen konnte der Besitzer nicht selbst vermitteln und schaffte sie daher ins Tierheim.

Püppi wartet nun zusammen mit ihren Geschwistern auf ein neues Zuhause.

November 2011

• Hund Rex nach 3 Jahren Tierheimaufenthalt
   erfolgreich vermittelt


Rex, einer unserer Stamminsassen, konnte im Oktober diesen Jahres erfolgreich vermittelt werden! Rex wurde ursprünglich im Tierheim abgegeben, weil er aufgrund eines Umzugs nicht bei seiner Familie
bleiben konnte. Obwohl er die Grundkommandos beherrschte und sich Menschen gegenüber auch freundlich benahm, wartete er reichlich
3 Jahre auf eine neue Familie. Im Tierheim präsentierte sich Rex sehr unvorteilhaft in seinem Zwinger, sodass sich kaum ein Interessent für
den Schäferhundmischling fand. Rex lebt nun auf dem Dorf und kann ein
großes Grundstück und festen Familienanschluss vorweisen.

November 2011

• 15 Welpen warten im Tierheim auf ein neues Zuhause

Im Tierheim Chemnitz warten derzeit 15 Welpen aus 2 Würfen auf ein neues Zuhause. Unter den Hundekindern befinden sich fünf Labrador-Mischlingswelpen sowie 10 kleinere Mischlingswelpen. Die Welpen können zu den Öffnungszeiten im Tierheim besichtigt werden. Alle Hunde werden geimpft, gechipt und entwurmt in verantwortungsvolle Hände abgegeben. Die Schutzgebühr beträgt 145 €.

November 2011



• Igelhilfe – gewusst wie

In dieser Jahreszeit melden sich imTierheim wieder verstärkt besorgte Tierschützer, die junge Igel gefunden haben und nun wissen möchten, ob und inwieweit man den Tieren helfen kann.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit sind Igel entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit auch tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Das ist die Zeit, in der vermeintlich hilflose Jungigel der Natur entnommen werden, um sie über den Winter zu bringen. Zwar ist solche Hilfe sicherlich gut gemeint, aber aus Naturschutz- wie auch aus Tierschutzsicht eher umstritten. Nur 30% der „geretteten Tiere“ überleben den Winter und das folgende Frühjahr. Das liegt häufig daran, dass aufgenommene Igel oft ohnehin schon krank und geschwächt sind. Dazu kommt dann noch der enorme Stress, den die Tiere haben, wenn sie angefasst, in Kartons gesetzt und gegutachtet werden.

Am besten hilft man den jungen Igeln, wenn man ihnen im Garten einen Unterschlupf gewährt. Das können Haufen aus Laub, Reisig, Holz, Heu oder Stroh sein. Darin kann sich der Igel sicher und ungestört zum Winterschlaf zurückziehen. Zufüttern kann man den Igel mit speziellem Igelfutter oder – noch einfacher – mit Katzennassfutter. Dazu stellt man frisches Wasser bereit. Auf keinen Fall sollte Milch angeboten werden, da diese von Igeln gar nicht gut vertragen wird. So mit Futter und Unterschlupf versorgt, können die Igel unbesorgt ihren Winterschlaf antreten und dem nächstenm Frühjahr entgegensehen.

November 2011

• Diskussion um ein neues Jagdgesetz in Sachsen in der Endphase

Die öffentliche Diskussion um ein neues Jagdgesetz im Freistaat wird dominiert von der beabsichtigten Einordnung des Wolfs in die Zuständigkeit des Jagdrechts. Der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. vertritt die Auffassung, dass der Wolf weiter unter der Verantwortung des Naturschutzrechts verbleiben soll. Viele Zwischenfälle der Vergangenheit haben gezeigt, dass vielleicht ein einzelner Jäger vom „Saulus zum Paulus“ werden kann, nicht aber jene Jäger, die auf Jagdtouren in der ganzen Welt nach Trophäen auch seltenster Arten gieren. Bisher hat nach unserer Auffassung die Jägerschaft nicht den Beweis erbracht, wirkliche Hege zu betreiben. Der flächendeckende viel zu zeitige Abschuss von Rotwild, der von vielen Jägern seit Jahren selbst beklagt wird, ist Beleg dafür, dass die Jagd nicht in der Lage ist, ihre Probleme zu klären. Einer solchen, wider besseren Wissens mit der Flinte entscheidenden Gemeinschaft darf man nicht den Erfolg eines solch wichtigen Programmes wie der Wiederansiedlung des Wolfs in ganz Mitteleuropa überlassen.

Der Tierschutzverein Chemnitz gibt aber auch zu bedenken, dass diese Wolfsdiskussion nicht den Inhalt des Jagdgesetzes als Ganzes übertünchen darf. Der Gesetzesentwurf bleibt weit hinter den Erwartungen des Tierschutzes zurück. Während in anderen Bundesländern, etwa dem Saarland, die Chance genutzt wurde, ein neuzeitliches Jagdrecht zu entwerfen, hält Sachsen fast vollständig an den verknöcherten Auffassungen einer bereits untergegangenen Jagdherrlichkeit fest. Wir Tierschützer hätten erwartet, dass endlich zur Kenntnis genommen wird, dass Feldhase, Rebhuhn, Wildkatze, Kiebitz, Greifvögel, viele Entarten und und und …. aus den Jagdlisten gestrichen werden müssen, weil diese Arten kurz vor dem Exodus stehen! Der ethisch motivierte Mensch hat kein Verständnis dafür, die Vielfalt unserer Natur dem mehr als fragwürdigem Privatvergnügen einer mit Schnellfeuergewehren, Nachtsichtgeräten, Horchgeräten und beheizten Hochständen gerüsteten Jägerschaft zu opfern.

Wir Tierschützer fordern deshalb:

                        - Streichung aller im Bestand bedrohten Tierarten aus den Listen jagdbaren Wildes
                        - Verbot aller Formen der Fallenjagd
                        - Verbot bleihaltiger Munition
                        - Einführung einer dreimonatigen totalen Jagdruhe pro Jahr in allen Wäldern Sachsens

Die Diskussion um das Jagdgesetz zeigt erneut, wie wichtig die Erlangung des Verbandsklagerechtes für Tierschutzverbände ist. Der Tierschutz als Anwalt unserer Mitgeschöpfe muss auch in der Gesetzgebungsphase die Möglichkeit haben, bei solchen elementaren Entscheidungen seine Stimme erheben zu können. Helfen Sie mit, damit die Jagd in Sachsen nicht auf dem Niveau August des Starken stehen bleibt.

November 2011

• Widerstand gegen neue Hühnermassenhaltungen in Sachen wächst

Es klingt wie ein Treppenwitz der Geschichte, aber es ist leider bittere, traurige Wahrheit – der Freistaat Sachsen wirbt mit den höchsten Fördermittelversprechen aller Bundesländer um die Gunst der Hühnerbarone Europas für den Aufbau neuer Geflügelgroßbestände. Bereits jetzt gibt es Neubauten und Planungen in den Kreisen Meißen, Nordsachsen und Mittelsachsen. Angenommen hat diese Großzügigkeit des sonst doch angeblich so sparsam wirtschaftenden Freistaates auch das in die Schlagzeilen geratene Unternehmen Wiesenhof.

In dem viel beachteten Fernsehbericht „Das System Wiesenhof“ sah das geschockte Fernsehpublikum die Wirklichkeit einer auf Maximalprofit und Tierleid aufgebauten Agrarindustrie. Auf engstem Raum gehalten, mit Fußtritten und Schlägen in die Tiertransporter geprügelt oder einfach im Kot verreckt – nicht einmal 40 Tage wird in Deutschland ein Masthähnchen alt. Vor 30 Jahren waren es noch 54 Tage – und das war schon nicht viel!

Für alle Tierfreunde, die den mutigen und sehr sachlich gehaltenen Beitrag sahen, kann es nur eine Schlussfolgerung geben: keine Produkte aus tierquälerischen Massentierhaltungen kaufen! Dass wir „Verbraucher“ die Macht haben, hat die erfolgreiche Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes „Kein Ei mit 3“ gezeigt. Die Verweigerung großer Teile der Bevölkerung, Hühnereier aus Käfigbatterien in den Einkaufskorb zu packen, hat jetzt auch bewirkt, dass der Import solcher Eier aus Ländern, in denen noch Batteriehaltungen existieren, verboten werden soll. Damit würde auch die Verwendung von Batterieeiern in der Industrie unmöglich werden. Ein weiterer Erfolg für den Tierschutz. Leider scheint der sächsische Landwirtschaftsminister Kupfer den Willen der Bevölkerung des Freistaates zu verkennen. Wer die Lobbyarbeit für Agrarmonopolisten betreibt und Tierquälerei mit Fördergeldern belobigt, darf nicht erwarten, die Stimmen der Tierschützer Sachsens bei der nächsten Wahl zu erhalten. Tierschutz ist Menschenschutz, Herr Kupfer! Deshalb unsere Forderung an das Ministerium: Beenden sie sofort die skandalöse Förderung von Massentierhaltungen!

November 2011

• Der andere Zirkus

Mitte November 2011 gastiert der Russische Staatszirkus in Chemnitz. Zum ersten Mal erlebt die Stadt damit das Gastspiel eines großen Zirkusunternehmens, das keine Wildtiere in der Manege oder der Tierschau zeigt!

Der Verzicht auf den Klamauk mit seltenen, teilweise sogar vom Aussterben bedrohter Tierarten ist eine seit langem bestehende Forderung des Tierschutzvereins Chemnitz u.U. e.V.. Der Tierschutzverein unterstützt deshalb die bereits seit Jahren andauernden Initiativen der Stadtratsfraktion der Grünen, endlich einen Schlussstrich unter das längst vergangene Kapitel der Wildtierschau zu setzen. Im Zeitalter von Internet, Videotechnik und wissenschaftlich geleiteten Großzoos braucht es keine durch Feuerreifen springende Tiger oder auf Nashörnern reitende Schimpansen. Dies ist mitnichten Zirkuskunst oder ein Beitrag zur Volksbildung sondern Tierquälerei. Wir begrüßen es deshalb, dass ein Teil der Zirkusbetreiber den Weg geht, nur noch menschliche oder von Haustieren erbrachte Leistungen in der Manege darzubieten. Deshalb sagen wir dem Russischen Staatszirkus ein „Herzliches Willkommen in Chemnitz“!

Allen anderen Zirkusunternehmen, die glauben, mit einem bunten Sammelsurium von Wildtieren auch künftig in Chemnitz auftreten zu müssen, kündigen wir schon heute unseren Protest an und raten ihnen dringend, sich auf ein Gewerbe ohne Tiere umzustellen. Wir Tierschützer sind davon überzeugt, dass so wie in anderen Staaten, etwa Österreich, auch in Deutschland die Wildtierhaltung in Zirkusunternehmen verboten gehört.

In dem Sie, liebe Tierfreunde, nur noch Zirkusunternehmen besuchen, in denen keine Wildtiere gehalten werden, helfen Sie entscheidend mit, das Leiden der Zirkustiere in Deutschland schnell zu beenden. Danke!

November 2011

• Tierheim übernimmt 16 Hunde aus Massenhaltung

Am 4. Oktober 2011 beschlagnahmte das Veterinäramt Chemnitz 16 Hunde aus einer Massenhaltung. Die Tiere, darunter eine Mutterhündin mit zehn 2 Wochen alten Welpen, befinden sich im Tierheim Chemnitz. Da damit die Kapazitäten des Tierheims völlig ausgelastet sind, ist es uns derzeit leider nicht möglich, Hunde von Privatleuten aufzunehmen. Wir können nur anbieten, für Hunde, die vermittelt werden sollen, im Tierheim und auf unserer Internetseite Aushänge zu machen.

Oktober 2011

• Für ein neues Tierschutzgesetz!

"Für ein neues Tierschutzgesetz" - unter diesem Motto stand die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes am 2. Oktober in Hannover. Neben einem neuen Tierschutzgesetz forderten die Mitgliedsvereine mehr Hilfe für den praktischen Tierschutz, eine Katzenschutzverordnung mit einem Kastrationsgebot und mehr Unterstützung für die Erforschung von tierversuchsfreien Methoden in Forschung und Industrie.

Neuer Präsident des Deutschen Tierschutzbundes ist Thomas Schröder, der bisher als Bundesgeschäftsführer für den Verband tätig war. Der bisherige Präsident Wolfgang Apel wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und für sein Engagement geehrt. Er hatte sich nach 30-jähriger aktiver Tätigkeit für den Deutschen Tierschutzbund - davon über 18 Jahre als Präsident - nicht mehr zur Wahl gestellt und damit den Generationenwechsel eingeleitet.

Auf der Mitgliederversammlung wurden folgende Resolutionen verabschiedet:

                • Resolution "Tierschutz sichern, Tierheime fördern"
                • Resolution "Für ein neues Tierschutzgesetz"
                • Resolution "Katzenelend beenden"
                • Resolution "Tierschutz stärken, Politik fordern. Zusammenarbeit mit der Tierärzteschaft."

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Oktober 2011

• Volkssolidarität spendet dem Tierheim

Am 06.10.2011 besuchte die Wohngruppe 030 der Volkssolidarität aus Gablenz das Tierheim Chemnitz. Nach einer kleinen Führung durch das Tierheimgelände spendeten die Damen 180 € für die Tiere.

Wir sagen vielen Dank und freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

Oktober 2011

• Nächste Gassigeherschulung am 29.10.2011

Die nächste Gassigeherschulung findet am 29.10.2011 im Tierschutzverein Chemnitz statt.
Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden.
Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von 6 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

September 2011

• Hundewanderung im Tierheim Chemnitz

Am 25.09.2011 fand bei schönstem Wetter die diesjährige Hundewanderung statt. Rund 40 Gassigeher, Mitglieder, Tierpaten und Helfer wanderten etwa10 km rund um den Pfarrhübel und Harthau.
Kurz vor dem Start werden die letzten Anweisungen erteilt und Hunde verteilt.
Los geht’s!
Am Pfarrhübel abwärts geht es Richtung Annaberger Straße, und von dort in den Harthwald.
Am Waldkindergarten gibt es die erste Pause für Mensch und Tier.
Nach der Pause geht es gestärkt wieder über die Annaberger Straße Richtung Waldhaus.
Die kleine Erfrischung im Wassergraben tut gut!
Zweite Pause auf dem Pfarrhübel
Über den Pfarrhübel ging es zurück ins Tierheim.
Im Tierheim gab´s in gemütlicher Runde Kaffee und Kuchen.
   
September 2011  

• Hundewanderung am 25.09.2011

Auch dieses Jahr findet wieder eine Hundewanderung im Tierheim Chemnitz statt. Alle Mitglieder sowie Gassigeher des Tierheims sind herzlich eingeladen, mitzuwandern. Die Strecke wird etwa 10 km lang sein, jeder sollte sich also im Voraus überlegen, ob er bzw. der Hund die Wanderung durchsteht. Eigene Hunde, die mitlaufen, sollten einen aktiven Impfschutz besitzen. Wie schon in den vergangenen Jahren sorgen die Tierheimmitarbeiter für das leibliche Wohl. Im Tierheimfoyer können sich alle Interessierten in die Teilnahmeliste eintragen. Begleitpersonen können selbstverständlich mitgebracht werden.

Wann: Sonntag, 25.09.2011
         
(bei Schlechtwetter wird die Wanderung auf den folgenden Sonntag, 02.10.2011 verschoben)
Start: 09.30 Uhr am Tierheim.

Der Unkostenbeitrag pro Erwachsenem liegt bei 5 €, Kinder zahlen 3 €.
Bitte den Beitrag im Voraus entrichten.


Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

August 2011

• Auslandstierschutz ja – Hundehandel nein!

Am 16.07.2011 fand in Meißen die Jahreshauptversammlung des Landestierschutzverbandes Sachsen statt. Neben vielen anderen Themen ging es unter anderem um den zunehmenden Hundehandel in Deutschland und die damit verbundenen Probleme für die Tierheime. Auf Initiative des Tierschutzvereins Leipzig und Chemnitz wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:

Einstimmig angenommene Resolution der Jahreshauptversammlung des
Landestierschutzverbandes Sachsen an die Vollversammlung des Deutschen Tierschutzbundes

Auslandstierschutz ja – Hundehandel nein!
Die Mitgliedsvereine des Landestierschutzverbandes Sachsen verabschieden anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung am 16.Juli 2011 in Meißen in Sorge um das Ansehen des Tierschutzes in der Öffentlichkeit und in Sorge um die Finanzierbarkeit der Versorgung von Fund- und Abgabetieren in unseren Tierheimen nachfolgende Resolution an die Bundesversammlung des Deutschen Tierschutzbundes:

       1. Die Sächsischen Tierschutzvereine unterstützen mit ganzem Herzen den unermüdlichen Kampf des
       Deutschen Tierschutzbundes für einen grenzenlosen Tierschutz.

       2. Die Sächsischen Tierschutzvereine bekennen sich zur Hilfe für Tierheime und Tierschutzverbände in
       Ost- und Südeuropa und dem Auslandstierschutz allgemein.

       3. Die Sächsischen Tierschutzvereine distanzieren sich von dem in großem Stil von einzelnen Vereinen
       und Organisationen unter Missbrauch des Tierschutzgedankens durchgeführten europaweiten Handel mit
       Hunden aus diesen Ländern und lehnen ihn als mit der Gemeinnützigkeit der Vereine unvereinbar als
       kommerziellen Tierhandel ab.

       4. Der Landestierschutzverband Sachsen appelliert an alle Landesverbände des Deutschen Tierschutzbundes:

Schließt euch an! Auslandstierschutz ja – Hundehandel nein!

August 2011

• Tipps zum Tierschutz im Ausland

Urlauber werden in fremden Ländern meist ganz unfreiwillig dem Thema "Tierschutz" konfrontiert. Deshalb finden Sie hier eine Reihe von Tipps, wie Sie im Urlaub den Tierschutz unterstützen können:

- Besuchen Sie keine Tierparks, in denen man Tiere nur zur Belustigung des Publikums präsentiert und deren arteigenen Verhaltensweisen und Bedürfnisse nicht berücksichtigt - insbesondere auch keine Delfinarien.

- Lassen Sie sich niemals mit süßen Tierbabys fotografieren, denn für die Jungtiere bedeutet das großen Stress. Kaufen Sie kein Tier aus Mitleid. Jedes Tier, das Sie freikaufen, wird sofort durch ein anderes ersetzt.

- Wenn sie beobachten, dass ein Tier schlecht behandelt oder gehalten wird, sprechen Sie den Verantwortlichen darauf an. Versuchen Sie, ihn für die Leidensfähigkeit des Tieres zu sensibilisieren.

- Hilft das nicht, geben Sie einen Bericht, möglichst durch Fotos dokumentiert, bei der örtlichen Polizeibehörde ab und informieren Sie den örtlichen Tierschutzverein.

- Kaufen Sie keine Souvenirs, für die Tiere sterben oder leiden müssen, wie Taschen aus Krokodilleder, Pelze, Schnitzereien aus Elfenbein, oder gar lebende Tiere wie Vögel oder Affen. Sie sind nicht nur moralisch, sondern auch aus artenschutz- und zollrechtlichen Gründen abzulehnen.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund)

Juli 2011

• Odyssee mit Happy End

Am Sonntag, den 24.07.2011 fand ein Pilzsammler gegen 16.00 Uhr im Einsiedler Wald einen Rottweiler. Der ca. 4-jährige Rüde war mit einer Flexileine an einen Baum angebunden, sodass man den Hund vom Weg aus nicht sehen konnte. Der Finder alarmierte die Polizei, der Hund
wurde ins Tierheim Chemnitz gebracht und sofort tierärztlich untersucht.
Nach Einschätzung des Tierarztes kann der Hund durchaus eine gute Woche im Wald angebunden gewesen sein, das lässt zu mindestens sein Ernährungszustand schließen. Der Rüde war vollkommen abgemagert und wurde nun vorsichtig wieder an eine normale Ernährung gewöhnt.

Dann am Dienstag die Überraschung: der Hund hat Besitzer, die den Rüden bereits seit Anfang Juni vermissen. Der Rottweiler lief seinen Menschen im Einsiedler Wald weg, samt Halsband und Flexileine. Offenbar fand jemand den Hund und nahm ihn einfach mit.
Als dem Finder der Hund überdrüssig wurde, band er den Rottweiler vermutlich einfach wieder im Wald an, wo er dann nach Tagen von dem Pilzsammler gefunden wurde.

Durch die Radiomeldung über den gefundenen Hund wurden die Besitzer, die die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Liebling schon fast aufgegeben hatten, aufmerksam und meldeten sich im Tierheim. Schon kurz darauf konnten die Besitzer ihren Hund wieder in die Arme schließen.

Juli 2011

• Tierheimautos erstrahlen in neuem Glanz

Seit Mitte Juli 2011 kann man den neuen Look der Tierheimautos bewundern. In Kooperation mit Fressnapf und in Eigenregie konnten beide Autos neu beklebt werden und fahren jetzt mit dem Tierschutzdachs sowie den Kontaktdaten des Tierheims Werbung in Chemnitz. Der Tierschutzverein hofft so, das Tierheim und die Anliegen des Tierschutzes stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken.

Juli 2011

• Pünktlich zum Sommer

Pünktlich zur Sommer- und Urlaubszeit füllt sich das Tierheim Chemnitz wieder bis auf den letzten Platz. Rund 40 Hunde und ebenso viele Katzen, ca. 20 Kleintiere sowie einige Exoten bewohnen derzeit das Tierheim Chemnitz.

Neben Hunden und Katzen wurden in dieser Sommersaison vermehrt Kleintiere (hauptsächlich Kaninchen) gefunden und zu uns ins Tierheim gebracht. Da die Tiere überwiegend noch recht jung sind, ist davon auszugehen, dass es sich bei den Kaninchen vermutlich um lästig gewordene Weihnachts- und Ostergeschenke handelt, die jetzt während des Urlaubs plötzlich wegmussten.

Ausgesetzte Zwergkaninchen haben in der Natur kaum Überlebenschancen und werden recht schnell Beute von Greifvögeln und Raubtieren. Das Aussetzen der Tiere kommt daher fast einem Todesurteil gleich. Daher nochmals unser Appell: Bitte überlegen Sie sich vor der Anschaffung eines Tieres genau, ob Sie auch in der Lage sind, in jeder Lebenslage für das Heimtier zu sorgen.

Übrigens: das Tierheim Chemnitz nimmt während der Urlaubszeit auch Tiere zur Pension auf, wenn genügend Platz vorhanden ist. Nachfragen kostet nichts.

Juli 2011

• Chippflicht ab Juli 2011

Wer mit seinem Vierbeiner diesen Sommer ins Ausland verreisen möchte, muss sein Tier laut EU-Verordnung durch einen Transponder kennzeichnen lassen. Die neue Regelung gilt seit Anfang Juli und betrifft Hunde, Katzen und Frettchen, die nach dem 03.07.2011 geboren wurden. Aber auch ältere Tiere müssen bei Auslandsreisen gekennzeichnet sein, entweder durch einen Chip oder mittels einer Tätowierung.

Grundsätzlich ist die Kennzeichnung des Haustieres durch einen Mikrochip immer empfehlenswert. Im Gegensatz zur Tätowierung ist die Chipnummer weltweit einmalig, das entlaufene Haustier kann also zweifelsfrei den Besitzern zugeordnet werden. Natürlich macht die Kennzeichnung mittels Mikrochip nur Sinn, wenn man das Heimtier anschließend auch registrieren lässt, zum Beispiel im Deutschen Haustierregister. Die Registrierung ist übrigens kostenlos.

Im Tierheim Chemnitz werden Hunde grundsätzlich gechippt, Katzen werden tätowiert.

Juli 2011

• Tierschützerin jetzt First Lady

Der Trubel um die Hochzeit von Fürst Albert II. von Monaco ist langsam verflogen. An seiner Seite hat eine selbstbewusste, junge Frau Platz genommen. Bei der Berichterstattung ging es naturgemäß um Hochzeitskleid, Brautstrauß und Gästeliste. Dabei ist etwas zu kurz gekommen, dass die jetzige Fürstin Charlene nicht nur eine exzellente Schwimmerin ist und sicher der Sportförderung künftig großes Augenmerk schenken wird, sondern auch eine bekennende Tierschützerin ist. Deshalb auch von Seiten des Tierschutzvereins Chemnitz u.U. e.V. alles Gute!

Juli 2011

• Nächste Gassigeherschulung am 20.08.2011

Die nächste Gassigeherschulung findet am 20.08.2011 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von ebenfalls 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Juli 2011

• Katze mit Jungtier auf dem Sperrmüll entsorgt

Als Tierpfleger erlebt man jeden Tag, wie rücksichtslos manche
Menschen mit Tieren umgehen. Dennoch gibt es immer wieder Fälle,
die nicht alltäglich sind: Es ist Donnerstag, der 23.06.2011,
Außentemperatur 30°C. Zwei 15-jährige Schüler finden gegen
15.00 Uhr durch Zufall im Sperrmüll am Lessingplatz auf dem
Sonnenberg einen Rucksack. Darin sitzt eine Katze mit ihrem Jungtier,
beide völlig verängstigt und körperlich an ihren Grenzen. Wer weiß,
wie lange die Katzen hier schon eingeschlossen sind. Die beiden
Schüler nehmen sich der Katzen an und bringen sie zu einem
Tierschutzverein am Rande von Chemnitz. Dort angekommen, ist die
Reise für die Tiere jedoch nicht zu Ende. Die Schüler werden darauf
hingewiesen, dass für Fundtiere das Tierheim Chemnitz auf dem
Pfarrhübel zuständig ist. Mit dieser Information werden die beiden
Schüler mit den Katzen wieder weggeschickt.
Die Teenager, die eigentlich nur die Katzen gut untergebracht wissen wollten, müssen nun mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Chemnitz zum Tierheim fahren. Die Katzen sitzen weiterhin ohne Wasser und die Möglichkeit auf frische Luft im Rucksack.

18.30 Uhr ist die Odyssee der Tiere endlich zu Ende. Im Tierheim Chemnitz angekommen, werden die Katzen aufgenommen und versorgt. Beide Tiere sind durch die Enge im Rucksack und den Mangel an Frischluft völlig durchnässt und körperlich am Ende. Das Vertrauen gegenüber Menschen haben beide Tiere vorerst verloren.

Mittlerweile geht es sowohl Mutter als auch Jungtier wieder gut. Beide Katzen haben sich von den Strapazen der Reise erholt, wurden mittlerweile entwurmt, geimpft und kastriert und warten nun im Tierheim auf ein neues Zuhause. Dank der intensiven Betreuung im Tierheim Chemnitz kehrt auch das Vertrauen der Tiere zu Menschen allmählich zurück.

Juli 2011

• Shanti – Ich hab schon die halbe Welt gesehen

Shanti ist eine 7 Monate alte Doggen-Mischlingshündin, die als Fundtier
zu uns ins Tierheim kam. Zuerst vorsichtig und zurückhaltend, doch
schon bald sehr anhänglich, machte sie sich bei Mitarbeitern und Besuchern beliebt. Doch ihr Aufenthalt im Tierheim war nur kurz.
Nach 3 Tagen war Shanti verschwunden, vermutlich wurde sie während
der Öffnungszeit gestohlen.

Wiederum ein paar Tage später wurde sie erneut zu uns gebracht, ein
junges Paar hatte sie auf der Straße aufgelesen. Nun hatte Shanti eine
dicke Beule am Hals, die sich als Entzündung entpuppte und tierärztlich
behandelt werden musste. Vielleicht war das der Grund für das erneute
Aussetzen der Hündin… .

Mittlerweile geht es Shanti wieder besser, es gibt sogar schon Interessenten für die kleine Dame. Wollen wir hoffen, dass es die letzte Station im Leben von Shanti sein wird!

Juni 2011

• Taubenhaus wird auf dem Tierheimgelände aufgestellt

Der Ausbau des Tierheimgeländes zum Tierschutzzentrum schreitet voran. Im Mai wurde am Busbahnhof der Stadt Chemnitz das alte Taubenhaus abgebaut, es war rostig und drohte zusammenzubrechen, außerdem wohnten keine Tauben mehr darin. Das Taubenhaus wurde
im Tierheim grundsaniert und auf dem Gelände des Tierheims wieder aufgestellt. Nun können die ersten Tauben einziehen!

Juni 2011

• Jungvogel gefunden?

Manchmal ist Nichtstun die größte Hilfe.

Während der Brutsaison werden immer wieder vermeintlich eltern- und hilflose Jungvögel gefunden, von tierlieben Menschen eingesammelt und zu uns ins Tierheim gebracht. Oftmals ist diese „Hilfe“ aber unnötig und vermindert die Überlebenschancen der Jungvögel sogar.

Viele Jungvögel hüpfen aus dem Nest, bevor sie richtig fliegen können. Das ist normal und völlig unbedenklich für die Tiere. In der Regel haben die Vogeleltern ein waches Auge auf ihre Jungen und versorgen sie – auch außerhalb des Nests und auf dem Boden. Es ist also prinzipiell keine Herzlosigkeit, Vogelkinder dort zu belassen, wo sie sich befinden. Im Gegenteil, oft ist es das Sinnvollste, was Sie tun können. Auch wenn nicht immer die Elterntiere zu sehen sind, ist das kein Grund zur Sorge.

Unbefiederte Jungvögel können allerdings zurück ins Nest gesetzt werden. Vögel stören sich nicht am Geruch des Menschen, sodass es nicht nötig ist, einmal angefasste Jungvögel mit der Hand aufzuziehen.
Wenn die Jungvögel an gefährlichen Orten wie Straßen sitzen, kann man sie in ein nahegelegenes Gebüsch tragen. Dieses sollte sich in unmittelbarer Nähe des Fundortes befinden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Elterntiere ihr Jungtier nicht mehr wiederfinden.

Natürlich steht es außer Frage, dass offensichtlich verletzte Tiere zum Tierarzt gebracht werden sollten.

Juni 2011

• Exotischer Neuzugang im Tierheim Chemnitz

Am Donnerstag, den 19.05.2011 wurde das Tierheim Chemnitz zu
einem eher ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Auf der Klaffenbacher
Hauptstraße hatten Anwohner einen freilaufenden Emu gesichtet und
die Polizei alarmiert. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Tierheim
gelang es, das Tier einzufangen und ins Tierheim zu bringen.

In der eigens für solche Fälle eingerichteten Großtierstation hat der
Emu ein neues Zuhause gefunden. Gemeinsam mit den beiden
Ziegen des Tierheims teilt er sich ein artgerechtes Freilaufgehege.
Nun wird eine neue Bleibe für den Laufvogel gesucht.

Emus sind die zweitgrößten Laufvögel der Welt und stammen
ursprünglich aus Australien. In Deutschland werden zunehmend
Emus wegen des Fleisches in Farmen gehalten. Emus leben als Einzelgänger oder paarweise, lediglich bei Nahrungsknappheit
finden sie sich in größeren Gruppen zusammen. Die Hauptnahrung
besteht aus Pflanzen und Sämereien, aber auch tierische Kost in
Form von Insekten wird nicht verschmäht.

Mai 2011

• Klonfleisch ohne Kennzeichnung

Es ging hoch her in der Nacht zum 29.03.2011 im Europaparlament. Am Ende haben wieder einmal Vernunft und der mündige Verbraucher verloren. Nach drei Jahren Streit bleibt alles beim Alten. Und das ist nicht gut! Auch künftig dürfen Fleisch und Milch von Nachkommen geklonter Tiere, und das sogar ohne Kennzeichnung, verkauft werden. Am Ende scheiterte das Europaparlament mit seinem Antrag für ein generelles Verbot von Klonfleisch am Widerstand von EU-Mitgliedsländern und der EU-Kommission. Und das letztlich nur wegen der beabsichtigten Pflichtkennzeichnung. Einen deutlicheren Beweis, dass die Lebensmittelindustrie Angst vor der freien Entscheidung ihrer Kunden hat, bedarf es nicht mehr! Gebeugt hat man sich vor allem der Drohungen der USA mit Handelskrieg, erklärte eine Vertreterin der Niederlande. Dort liegt Klonfleisch seit 2008 ohne jede Kennzeichnung in den Regalen.

Skandalös ist die Entscheidung besonders deshalb, weil wissenschaftliche Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eindeutig beweisen, dass die gesundheitlichen Probleme bei Tieren mit Klonherkunft deutlich größer sind als bei konventionellen Tieren. Reduzierte Immunabwehr, erhöhte Fehlgeburtsraten, mehr Lungen- und Herzfehler bei Schwein und Rind sind nur einige der in der Studie aufgeführten Störungen.

Auch Deutschland gehörte zu den Kennzeichnungsverhinderern. Während das Bundesagrarministerium einen bemerkenswert deutlichen Standpunkt für den Tierschutz bezog: „In der Debatte um Klonfleisch geht es nicht um etwaige gesundheitliche Risiken, sondern es geht um Aspekte des Tierschutzes und der Ethik.“, verhinderte das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium unter Rainer Brüderle eine Einigung.

Wir Tierschützer tun gut daran, genau zu registrieren, welche Partei die Interessen des Tierschutzes ernsthaft vertritt, und welche uns Bürger auf Kosten der Tiere für dumm verkaufen will! Denn die nächste Wahl kommt ganz gewiss. Deshalb die rote Karte für Tierquäler und ihre Gehilfen!

Mai 2011

• Bundestag läßt Pferde leiden

Mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP lehnte am 25.03.2011 der Deutsche Bundestag einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ab, den Schenkelbrand bei Pferden zu verbieten. Die Koalitionsabgeordneten setzten sich mit ihrer Entscheidung sowohl über die Auffassung des Bundesrates als auch über die Empfehlung ihrer eigenen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hinweg. Schon deshalb dürfte das Thema Schenkelbrand auch in Zukunft ein wichtiges Tierschutzthema bleiben!

Am Rande der Bundestagsdebatte führte die Deutsche Reiterliche Vereinigung das Brennen von Pferden durch, obwohl das zuständige Bezirksamt die Veranstaltung verboten hatte! Angeblich sei das Schreiben der Behörde verspätet eingetroffen!

Mai 2011

• Nächste Gassigeherschulung am 04.06.2011

Die nächste Gassigeherschulung findet am 04.06.2011 im Tierschutzverein Chemnitz statt. Interessierte können sich zu den Öffnungszeiten im Tierheim Chemnitz für die Schulung anmelden. Nur nach erfolgter Schulung ist das regelmäßige Ausführen von Tierheimhunden möglich.

Die Schulungsgebühr beträgt 12 €, dazu kommt noch der jährliche Beitrag für Gassigeher in Höhe von ebenfalls 12 €.

Die Schulung findet nachmittags statt und setzt sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil zusammen.

Mai 2011

• Der Luchs ist das Wildtier des Jahres 2011

Noch vor kurzem wurde die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sehr laut und medienwirksam gefeiert. Anders beim Luchs, der größten europäischen Katzenart. Auf leisen Pfoten erobert sich das scheue Pinselohr Deutschland zurück. Von Tschechien aus ist es längst in die Wälder der Sächsischen Schweiz und des Erzgebirges eingesickert.
Die Hinweise auf die Anwesenheit des Luchses verdichten sich seit einiger Zeit. In Jägerkreisen werden hin und wieder Risse dem Luchs zugesprochen. Selbst im Bornwald zwischen Zschopau und Heinzebank will man Überreste eines Luchsmahles gefunden haben, genau in jenem Gebiet, in dem eine große Anzahl Muffelwild lebt.
Möglich wäre es also …

Stellen wir uns also langsam auf die Rückkehr des Luchses in das Erzgebirge ein, auch wenn wir den heimlichen Jäger wohl nie zu Gesicht bekommen werden. Denn Natur kennt keine Grenzen!

April 2011

• Operation gut überstanden

Freitag, 11.03.2011

Fanny hat die Operation gut überstanden und trägt nun wieder
einen dicken Verband. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz
herzlich beim Herrn Dr. Pfeil für die hervorragende Behandlung
der kleinen Hündin bedanken!

Fanny ist inzwischen schon bei Ihrer neuen Familie eingezogen
und fühlt sich dort sichtlich wohl, genießt die Aufmerksamkeit,
frisst viel und freut sich schon darauf, endlich wieder herumtoben
zu können. Für die kleine Hündin hat sich also endlich alles zum
Besten gewendet.

• Beagleclub Deutschland spendet für Fanny

Vor fast 3 Wochen wurde die Beagle-Hündin Fanny in einer Mülltonne gefunden und ins Tierheim Chemnitz gebracht.

Zeitungen und Fernsehsender berichteten über den Fall, was eine wahre Spendenflut auslöste. Jeder wollte etwas zu den Operationskosten dazugeben. Wir freuen uns sehr, nun mitteilen zu können, dass wir die Kosten für die Operation und Nachbehandlung zusammen haben und Fanny also bestens behandelt werden kann.

Die Sachsengruppe des Beagleclub Deutschland besuchte am 03.03.2011 das Tierheim Chemnitz, um Spenden in Höhe von 1.250 € zu überreichen. Fanny waren so viele Hundekollegen nicht ganz geheuer, sie sah sich die ganze Veranstaltung lieber vom Arm ihres zukünftigen Besitzers aus an. Fannys neue Familie wartet nun schon ungeduldig auf den Tag, an dem die Hundedame endlich bei Ihnen einziehen kann.

Am 09.03. hat Fanny erst einmal einen Termin beim Spezialisten in Dresden. Der kann dann genaueres sagen, wann operiert wird und wie lange es dann noch dauert, bis die Beagle-Dame endlich zu ihrer neuen Familie ziehen kann. Bericht folgt.

Wir möchten uns auf diesem Weg bei den vielen privaten Spendern bedanken, die uns bei den Behandlungskosten für die Fanny unterstützt haben! Danke!


• Alle lieben Fanny

Tierschützer sind hartgesottene Leute. Glaubt man. Zu viel Leid haben
sie im Laufe der Zeit gesehen. Und dann das …

Am Freitag, dem 11.02.2011 fanden Mitarbeiter des Städtischen
Grünflächenamtes bei Arbeiten im Schlossteichgelände in einem
Müllcontainer einen ca. 12-15 Wochen alten Hundewelpen. Die kleine
Beagle-Hündin war offensichtlich von ihrem Besitzer in den Container
geworfen worden, um sich ihrer zu entledigen. Der Grund – Fanny, so
wurde die Kleine von den Mitarbeitern des herbeigerufenen Tierheims
Pfarrhübel getauft, hatte eine schwere Verletzung des rechten
Hinterbeines. Wahrscheinlich wollte der ehemalige Besitzer die Kosten
für die umfängliche Behandlung nicht bezahlen. Wie herzlos muss ein
Mensch sein, deshalb ein Lebewesen über einen Müllcontainer
entsorgen zu wollen?! Doch Fanny hatte Glück. Noch am selben Tag
erfolgte die Erstversorgung in der Tierarztpraxis Riedel, seit vielen
Jahren rund um die Uhr für den Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V.
als Vertragstierarztpraxis tätig. Das gebrochene Bein hat gute Aussicht
auf schnelle Heilung. Aber auch die Bänder sind in Mitleidenschaft
gezogen. Ohne Operation wird es wohl nicht abgehen …

Solche schweren Fälle von Tierquälerei sind selten geworden in Chemnitz. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Vorbei die
Zeiten, als Tierquälerei als Kavaliersdelikt abgetan wurde! Aber jeder
Fall ist einer zu viel! Die Mitteilung an die örtliche Presse löst am
15.02.2011 eine Lawine der Anteilnahme aus. Fanny blickt von der
ersten Seite der „Chemnitzer Morgenpost“ und zur besten Sendezeit
zeigt der MDR „Sachsenspiegel“ das Schicksal der kleinen Hündin im Fernsehen. Schon in den Morgenstunden erreichten zahllose Anrufe das Tierheim. Aus ganz Sachsen boten Tierfreunde Hilfe an und sagten Spenden zu, um die anstehende Operation für Fanny bezahlen zu können. Bis 10.00 Uhr waren es schon mehr als 50 Anrufer. Darunter auch ein kleines Mädchen, welches ihre 5 EUR Taschengeld spenden will. Und ein älteres Ehepaar, das vor einiger Zeit einen Hund aus dem Tierheim übernahm, ließ es sich nicht nehmen, extra persönlich vorbeizukommen, um 10 EUR zu spenden. Die Tierheimmitarbeiter und Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins sind gerührt über so viel Anteilnahme der Bevölkerung. Und die hält ungebrochen an – selbst der Fernsehsender RTL hat ein Kamerateam in das ferne Chemnitz entsandt! - Denn alle lieben Fanny!

„Tierschutz ist zu einem festen Bestandteil ethischen Handelns geworden. Wir als Tierschutzverein und unsere vielen Unterstützer erwarten, dass solche Auswüchse von Herzlosigkeit und Quälerei gegenüber unseren tierischen Mitgeschöpfen genauso intensiv verfolgt werden, als sei es eine gegen einen Menschen gerichtete Straftat!“, so Vorstandsmitglied und Mitbegründer des Chemnitzer Tierschutzvereins Steffen Mehl.

Fortsetzung im Fall Fanny folgt.

Februar 2010


• Kaninchen an Hauptstraße ausgesetzt

Am Samstag, den 12.02. 2011 wurden an einer Hauptstraße in
Chemnitz 2 Kaninchen in einer Tierbox einfach ausgesetzt.
Durch Nachforschungen konnte die Polizei die Besitzerin der Tiere
ermitteln. Diese teilte auf Nachfrage mit, dass sie an den Tieren kein
Interesse mehr hätte und dass die Tiere „entsorgt“ werden können.
Wie wenig Anstand muss man haben, um Tiere wie Müll wegzuwerfen?

Die beiden Tiere, eine Häsin sowie ein kastrierter Bock, warten derzeit
im Tierheim auf liebevoller Halter, die den beiden ein neues Zuhause
bieten können.

Februar 2010



• Nun auch in Sachsen – Ständerhaltung von Pferden tierschutzwidrig

Die zahlreichen Gespräche des Chemnitzer Tierschutzvereins mit allen im Sächsischen Landtag vertretenen politischen Parteien haben Wirkung gezeigt: Durch die obere Veterinärbehörde des Freistaates Sachsen wurden jetzt mittels Rundschreiben alle Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte angewiesen, dafür zu sorgen, dass noch bestehende Ständerhaltungen von Pferden aufgelöst werden. Obwohl sich der Verein ein Verbot per Gesetz, so wie in den anderen Bundesländern erlassen, gewünscht hätte, verpflichtet der Erlass des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales die örtlich zuständigen Veterinärämter zum Handeln. Ständerhaltungen, wo sie noch angetroffen werden, sollten deshalb jetzt den Amtstierärzten gemeldet werden, damit diese durch Verfügungen den Umbau der Stallungen in Pferdeboxen beauflagen können.

Der TSV Chemnitz u.U. e.V. bedankt sich bei allen beteiligten Lokal- und Landespolitikern, insbesondere den Tierschutzbeauftragten der Fraktionen, für ihren tierischen Einsatz!

Februar 2010


• Vorstand im Gespräch mit der grünen Stadtratsfraktion

Am 17.01.2011 besuchten 4 Vertreter der Grünen im Stadtrat von Chemnitz das Tierheim Pfarrhübel. Gemeinsam mit Vorstand und Tierheimleitung wurden aktuelle Tierschutzprobleme diskutiert, so auch das Problem Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben, Vereinsklagerecht, Zustand der Hundewiesen im Stadtgebiet, Exotenhaltung durch Privatleute, Hundeführerschein und weitere Vorhaben des Vereins zum Ausbau des Tierheimes. Von Seiten des Tierschutzvereins wurde die Teilnahme an der Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz im Umweltzentrum von Chemnitz zugesagt. Die Fraktion der Grünen erklärte sich bereit, Hilfe bei Gesprächen mit der Stadt Chemnitz zur finanziellen Absicherung der Tierschutzarbeit zu gewähren.

Februar 2010


• Änderungen in der Hundesteuersatzung

Im Dezember 2010 hat der Stadtrat von Chemnitz die Hundesteuersatzung neu beschlossen. Seit 01.01.2011 ist diese geänderte Satzung nun in Kraft getreten. Änderungen haben sich vor allem in der Höhe der Hundesteuer und den Befreiungskriterien ergeben.

Hundesteuerbeträge jährlich:

        • Für 1 Hund                                                 
      • Für 2 Hunde, je Hund                                  
      • Für 3 und mehr Hunde, je Hund                    
      • Für gefährliche Hunde der Vermutung nach
         oder im Einzelfall, je Hund
      • Für jeden Zwinger (Zwingersteuer)
100,00 €
135,00 €
165,00 €
750,00 €

176,00 €

Tierheimhunde sind nunmehr nur noch 1 Jahr steuerbefreit (früher 2 Jahre).

Die bisherigen Steuervergünstigungen für Hartz-4-Empfänger fallen ebenfalls weg.
Der Tierschutzverein Chemnitz befürchtet nun vermehrte Abgaben aus Geldmangel.

Januar 2010




• Tierisch, tierisch im Tierheim Chemnitz  
Perserkater Timmy fand die vielen Menschen und die Technik sehr beängstigend. Da war es schwierig, die Katze ins rechte Licht zu rücken.
Hund Robby machte der ganze Trubel dagegen wenig aus. Wie ein Weltstar präsentierte er sich vor den Kameras.
Klar, für ein Spielzeug rennt Hündin Franzi auch 5 x die gleiche Strecke hin und her, bis die Szene im Kasten ist.
Still sitzen war dagegen schon schwieriger, musste aber sein. Schließlich soll sie ja von ihrer Schokoladenseite gezeigt werden.
Auch schauspielerisches Talent war gefragt. Hier wird eine fiktive Situation nachgestellt.
Im Gelände hinter dem Tierheim entstanden bei strahlendem Sonnenschein sehr eindrucksvolle Bilder. Da macht es auch nichts aus, einige Szenen x-mal drehen zu müssen.
Nach der Mittagspause wurden die Interviews mit Uta Bresan gedreht. Vor dem Kamin war‘s schön warm und gemütlich.
Hündin Lotte durfte zum Drehen im Stadtpark spazieren gehen. Da gab es so viel zu sehen…
Die Hunde wurden wie üblich draußen vorgestellt. Auch diese letzte Hürde meisterten Mensch und Tier ohne Schwierigkeiten.
Die Resonanz auf die Sendung war mehr als gut. Alle vorgestellten und noch einige weitere Tiere konnten bereits in ein neues Zuhause vermittelt werden oder werden demnächst abgeholt. Bereits am Samstag nach der Sendung konnten die ersten Tiere zu ihren neuen Besitzern umziehen.
Die weiteste Heimreise hatte Hund Robby. Seine neuen Besitzer kamen extra aus Osnabrück zu uns, um ihr neues Familienmitglied abzuholen.
   
Wir möchten uns auf diesem Weg noch einmal ganz herzlich beim Drehteam von Tierisch, tierisch bedanken, ohne die diese hohe Vermittlungsrate gar nicht möglich gewesen wäre.

Allen neuen Besitzern wünschen wir viel Freude mit den neuen Mitbewohnern! Alles Gute!

Hier können Sie die Folge vom 12.01.2011 ansehen.

Januar 2011

• Fördermittel für 2011 angehoben

In seltener Einhelligkeit haben sich Politiker unterschiedlicher Parteien für eine Erhöhung der Tierschutzfördermittel im Freistaat Sachsen eingesetzt. Und das mit Erfolg! Im Haushaltsjahr 2011 werden für die sächsischen Tierheime 400 000 EUR zur Verfügung stehen. Auch der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. hatte in den letzten Monaten alle Möglichkeiten genutzt, auf die komplizierte finanzielle Lage der Tierheime hinzuweisen. Im Namen aller Mitglieder des Vereins bedankt sich der Vereinsvorstand bei den Mandatsträgern für ihren Einsatz zu Gunsten unserer Tiere!

Danke!

Dezember 2010

• Spendenaktion im Fressnapf Zschopauer Straße

Der Fressnapf in der Zschopauer Straße hat sich dieses Jahr für die Tiere im Tierheim und Tierasyl etwas Besonderes ausgedacht. Hunde, Katzen, Vögel, Nager und Kaninchen dürfen sich dieses Jahr zu Weihnachten etwas wünschen. Die Wunschzettel hängen im Fressnapf am Weihnachtsbaum, wo tierliebe Menschen die Wunschzettel einlösen und den Tierheimtieren eine Freude bereiten können.
Die Aktion läuft noch bis Weihnachten.

Also – auf zu Fressnapf!

Dezember 2010


• Fressnapf spendet Weihnachtsleckereien an das Tierheim Chemnitz

„Streifi“ und „Flecki“, die Maskottchen von Fressnapf aus
dem Unternehmenslogo, haben sich mit Säcken voller selbst gebackener Hundekuchen und Katzenleckerchen Richtung Deutschlands Tierheime aufgemacht. Die vorweihnachtlichen Boten in Gestalt von knapp drei Meter großen Stoffpuppen zeigen mit ihrer Bescherungstour Nächstenliebe und Fürsorge für Tiere.

20 Mal machen Streifi und Flecki auf ihrer Tour durch Deutschland Station und verteilen in den Tierheimen ihre leckere Fracht – so auch am 01.12.2010 im Tierheim Chemnitz.

Zusätzlich zu dieser Geste spendet Fressnapf auch Masse: Wie alle anderen Tierheime erhält das Tierheim Chemnitz eine Futterspende im Wert von rund 1.000 Euro. „Weihnachten ist das Fest der Liebe, für uns gehört die Tierliebe selbstverständlich dazu“, kommentiert Achim Schütz, Unternehmenssprecher von Fressnapf, die Aktion.

Dezember 2010

• Igelhilfe – gewusst wie

In dieser Jahreszeit melden sich imTierheim wieder verstärkt besorgte Tierschützer, die junge Igel gefunden haben und nun wissen möchten, ob und inwieweit man den Tieren helfen kann.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit sind Igel entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit auch tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Das ist die Zeit, in der vermeintlich hilflose Jungigel der Natur entnommen werden, um sie über den Winter zu bringen. Zwar ist solche Hilfe sicherlich gut gemeint, aber aus Naturschutz- wie auch aus Tierschutzsicht eher umstritten. Nur 30% der „geretteten Tiere“ überleben den Winter und das folgende Frühjahr. Das liegt häufig daran, dass aufgenommene Igel oft ohnehin schon krank und geschwächt sind. Dazu kommt dann noch der enorme Stress, den die Tiere haben, wenn sie angefasst, in Kartons gesetzt und gegutachtet werden.

Am besten hilft man den jungen Igeln, wenn man ihnen im Garten einen Unterschlupf gewährt. Das können Haufen aus Laub, Reisig, Holz, Heu oder Stroh sein. Darin kann sich der Igel sicher und ungestört zum Winterschlaf zurückziehen. Zufüttern kann man den Igel mit speziellem Igelfutter oder – noch einfacher – mit Katzennassfutter. Dazu stellt man frisches Wasser bereit. Auf keinen Fall sollte Milch angeboten werden, da diese von Igeln gar nicht gut vertragen wird. So mit Futter und Unterschlupf versorgt, können die Igel unbesorgt ihren Winterschlaf antreten und dem nächstenm Frühjahr entgegensehen.

November 2010


• Die neuen Tierheimkalender sind da!

Für das Jahr 2011 können Interessierte wieder den Kalender des Tierheims käuflich erwerben. Neben den Tierfotos sind diesmal sogar gemalte Portraits der Tiere im Kalender zu sehen. Dazu gibt es auch Platz für Notizen an den einzelnen Tagen. Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist – wieso nicht einen Kalender verschenken? Vielleicht ist ja sogar Ihr Tier abgebildet… .

Ein Kalender kostet 12 €. Bei Interesse fragen Sie doch einfach im Tierheimbüro nach.

November 2010


• Werbepartner für Tierheimmobil gesucht

Der Vorgänger umkreiste den Erdball 4 mal im Dienste des Tierschutzes. Das hofft der Vorstand des Tierschutzvereins Chemnitz u.U. e.V. auch vom kürzlich angeschafften Kleintransporter. Als Tierheimmobil wird er es nicht leicht haben. Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr, einsatzbereit, mit tierischer Fracht von der Dogge über Katze und Python bis hin zum Wellensittich an Bord, oft unter der Last der Futterspenden ächzend, wird ihm alles abverlangt werden, was er unter der Haube hat. Alles für eines der anspruchvollsten Ziele unserer Zeit, für die „Ehrfurcht vor dem Leben“, wie Albert Schweitzer das Eintreten von Menschen für den Schutz der Tiere treffend nannte!

Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, braucht der Tierschutzverein gute Partner. Einen solchen Mitstreiter sucht der Verein jetzt als Pate für unser Tierheimmobil. Wir bieten einen Kleintransporter als Werbefläche und ständige Präsenz in Chemnitz und Umgebung. Interessenten bitte in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins Chemnitz melden. Danke.

November 2010


• Städte wollen Kastrationspflicht für Katzen

Die Stadt Köln plant den Erlass einer Kastrationspflicht für alle in Privathaushalten gehaltenen Katzen, die Freigang erhalten. Damit will die Stadt das Problem herrenloser Streunerkatzen in den Griff bekommen. Unterstützt wird die Stadt Köln von der Tierärztekammer Nordrhein-Westfalen und dem Deutschen Tierschutzbund. Beide Verbände streben außerdem auch die Kennzeichnungspflicht für Katzen an.

Ähnliche Bestrebungen und Überlegungen wie in Köln gibt es auch in Chemnitz und anderen Städten Ostdeutschlands. Und es ist höchste Zeit zu handeln! Erstmals seit 15 Jahren übersteigt im Tierheim Chemnitz die Zahl der beherbergten Katzen die der Hunde. Und das, obwohl in Chemnitz seit 1991 ein Kastrationsprogramm für Streunerkatzen durchgeführt wird!

Die Stadt Paderborn hat beides – Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht – bereits erlassen, mit Erfolg. Warum sollte das in unserer Stadt nicht möglich sein?

November 2010


• Schluss mit Pferdebrand in Deutschland!

Erneut hat der organisierte Tierschutz in Deutschland einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen Tierquälerei errungen. Kürzlich beauftragte der Bundesrat die Bundesregierung, das Verbot der Kennzeichnung von Pferden mittels Brandzeichen zu erlassen. Der Bundesrat hat sich damit einer bereits seit Jahren existierenden Forderung der Tierschutzverbände angeschlossen. Beharrlichkeit im Ringen für die Rechte der Tiere zahlt sich aus – nicht in barer Münze, sondern in weniger Leid für unsere Mitgeschöpfe!

Seit dem 01.07.2010 müssen alle neugeborenen Pferde in Deutschland mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden. Der Chip ist auf der linken Halsseite mit einer Spezialkanüle durch einen Tierarzt unter der Haut zu implantieren.
Die Chip-Nr. wird im Pferdepass eingetragen.

Damit wird das Anbringen von Brandzeichen zur individuellen Identifizierung von Pferden überflüssig. Trotz dieser alternativen Kennzeichnungsmethode hatte der Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e.V. weiter das Brennen empfohlen, so dass es wieder eines Verbotes per Gesetz bedarf.

November 2010


• Wieder Tiere vor dem Tierheim ausgesetzt

Vor einigen Tagen wurden wieder einmal 2 junge Kaninchen in einem Pappkarton vor dem Tierheimtor abgestellt. Der Besitzer der Tiere war natürlich längst wieder verschwunden, als Tierheimleiter Jens von Lienen den Karton fand. Die Kaninchen waren in einem guten Zustand, sogar eine Beschreibung der Tiere war auf die Kiste geklebt worden. Warum der Besitzer die Tiere nicht selbst im Tierheim abgab, bleibt sein Geheimnis. Soweit Platz vorhanden ist, nimmt das Tierheim Tiere aus Chemnitz schließlich kostenlos auf.

Die beiden Böckchen befinden sich zusammen mit vielen weiteren Kaninchen im Tierheim Chemnitz und warten noch auf ein neues Zuhause. Übrigens, die beiden vertragen sich gut!

Oktober 2010





• Ende des Stierkampfs greifbar nahe

Die gesamte europäische Tierschutzbewegung hat in den letzten Monaten mit großer Hoffnung nach Spanien, genauer Katalonien, geblickt. Und unsere Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Das Regionalparlament in Barcelona beschloss kürzlich den Ausstieg der Provinz Katalonien aus dem blutigen Kapitel Stierkampf. Nach den Kanarischen Inseln ist Katalonien die zweite Region Spaniens, die der Vernunft und der Mitgeschöpflichkeit endlich Vorrang vor blutigem Spektakel, Profit und Tierquälerei übelster Art gibt.

Doch die Verfechter des Stierkampfes geben keine Ruhe. Sie wollen weiter sehen, wie 12jährige Jungs Tiere massakrieren und das Ego einer Macho-Gesellschaft erst befriedigt ist, wenn der Boden der Arena mit dem Blut des gequälten Stiers getränkt ist. Und natürlich geht es um Geld, viel Geld …

Schon immer beriefen sie sich dabei darauf, Stierkampf gehöre zur Kultur und Tradition Spaniens. Was sie nicht sagen ist, dass der Stierkampf im erzkatholischen Spanien wegen der Gefahr der Verrohung der menschlichen Natur einst verboten war – durch den Papst höchstpersönlich! Also musste ein neues Argument her: Katalonien habe nur gegen den Stierkampf entschieden, weil es das Stammland Spanien ärgern wolle, um so sein Streben nach Unabhängigkeit zu unterstreichen! Wieder einmal zeigt sich, dass keine Behauptung zu dumm ist, wenn man dem Tierschutzgedanken schaden will!

Wir Tierschützer sollten nach dem Grundsatz handeln „Der Verbraucher hat die Macht“. Und wenn wir den nächsten Urlaub in Spanien buchen, dann die Kanarischen Inseln oder Katalonien!

September 2010


• EU will Anzahl der Tierversuche reduzieren

Der europaweite Widerstand der Tierschutzverbände hat jetzt auch die EU-Kommission in Brüssel erreicht. Unter dem öffentlichen Druck der Tierschützer und Teilen der Wissenschaft verkündete die EU jetzt ihre Absicht, die Anzahl der Tierversuche drastisch zu senken. In den nächsten zwei Jahren sollen die Mitgliedsstaaten dazu nationale Vorschriften erlassen.

Künftig sollen nur noch Tierversuche erlaubt sein, die der Erforschung und Bekämpfung von Seuchen bei Mensch und Tier dienen. Entfallen sollen vor allem Tierversuche im Rahmen der Ausbildung von Studenten sowie bei der Grundlagenforschung. Keine Erlaubnis soll es zukünftig auch für solche Tierversuche geben, die durch Alternativmethoden ersetzt werden können.

In Sachsen werden Tierversuche hauptsächlich an der Universität Leipzig durchgeführt. Im ganzen Freistaat Sachsen wurden im Jahr 2009 71 678 Wirbeltiere in Tierversuchen eingesetzt, davon allein die Hälfte im Rahmen der biologischen Grundlagenforschung und 3 270 Tiere bei der studentischen Ausbildung.

Dies ist ein weiterer Anstieg von Versuchstieren! Damit hat sich die Situation gegenüber den Vorjahren sogar noch verschlechtert! Höchste Zeit also, das Thema Tierversuche wieder stärker in den Focus der Öffentlichkeit zu stellen. Die Förderung von Alternativmethoden hat dabei absolute Priorität. Der Deutsche Tierschutzbund hat bereits vor mehr als 20 Jahren in seiner Akademie für Tierschutz in Neubiberg die Grundlagen dafür gelegt.

Die jetzigen Aktivitäten der EU werden, so ist zu erwarten, auf den Widerstand der Tierversuchslobby treffen. Deshalb ist es dringend erforderlich, dass wir Tierschützer Flagge zeigen. In vielen Bereichen existieren bereits anerkannte Alternativen zum Tierversuch. Fordern wir also jetzt konsequent den Ausstieg aus der Versuchstierqual. Denn „Gemeinsam retten wir Leben“!.

September 2010


• Zur Situation der Hundewiesen in Chemnitz

Immer wieder ging in den letzten Monaten beim Tierschutzverein Chemnitz Kritik zu den in der Stadt Chemnitz ausgewiesenen Hundewiesen ein. Das war dem Vorstand Anlass, einmal alle Hundewiesen zu überprüfen und nach einheitlichen Kriterien zu bewerten. Voranzustellen ist, dass die Einrichtung der Hundewiesen vor 8 Jahren durch den TSV initiiert wurde. Die Grundstücke sind allesamt in städtischem Besitz und die Pflege obliegt dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Stadt Chemnitz.

Bei rund 250 000 Einwohnern mit 7 500 steuerlich erfassten Hunden können 20 Hundewiesen im Stadtgebiet von Chemnitz nicht ausreichen. Auch sind die Wiesen ungleichmäßig verteilt, so dass in Stadtteilen wie Beimler- und Yorck-Gebiet vergeblich nach einer Hundewiese Ausschau gehalten wird. Die Liste der Hundewiesen ist über die Internetseite der Stadt Chemnitz abrufbar. Allerdings ist es in der Praxis nicht so leicht, an Hand der Ortsangabe die Wiesen auch wirklich zu finden. Eine Präzisierung ist deshalb dringend notwendig, sollte aber nicht das Problem sein. Hilfreich wären Hinweisschilder an Hauptwegen oder Parkzugängen mit der Aufschrift „Zur Hundewiese“.

Alle Hundewiesen, eine haben wir aber nicht gefunden, wurden mit jeweils einem Schild mit weißer Schrift auf grünem Grund als Hundewiese ausgewiesen. In einigen wenigen Fällen hatten Witterung und Vandalismus Spuren an den Schildern hinterlassen, so dass eine Erneuerung routinemäßig ansteht. Kritisch ist zu bemerken, dass die meisten Schilder falsch aufgestellt sind. Fast immer stehen sie in der Mitte der Wiese, wahrscheinlich um Schilder zu sparen. Richtig wäre es aber, am Beginn der Wiese die Schilder aufzustellen. So hätten auch Radler, Inlinefahrer und Fußgänger die Möglichkeit, sich auf evtl. auf der Wiese tobende Hunde einzustellen. Dies sollte unbedingt behoben werden. Es wäre ein wichtiger Schritt, unliebsame Kontakte zwischen Hundebesitzern und sonstigen Nutzern von Wiesen und Parkanlagen zu vermeiden.

Vorbildlich sind alle Hundewiesen mit Abfallbehältern ausgestattet. Zum Zeitpunkt der Kontrolle waren auch alle Behälter regelmäßig geleert. Auf mehreren Hundewiesen fanden sich trotzdem zahllose Kothaufen. Offensichtlich missbrauchen einige Hundehalter die Wiesen als Hundetoiletten. Damit vermindert sich der Wert der Wiesen für viele Hundehalter stark, denn die Begehbarkeit wird erheblich eingeschränkt. Außerdem steigt auch das Risiko der Übertragung von Darmparasiten. Die Beseitigung der Hinterlassenschaften unserer Vierbeiner ist auf der Hundewiese genau so notwendig und auch Tierhalterpflicht wie auf sonstigen Straßen, Wegen und Plätzen.

An vielen Hundewiesen sind auch Sitzgelegenheiten vorhanden, wobei hier und da etwas Farbe oder auch ein neues Brett notwendig wären.
Die Wiesen selbst waren in unterschiedlichem Pflegezustand. Der überwiegende Teil der Wiesen war vor einiger Zeit gemäht wurden, nur eine war völlig zugewachsen und kaum nutzbar.

Die Größe der Wiesen war in den meisten Fällen ausreichend. Allerdings, und das erscheint uns als Hauptproblem der Hundewiesen in Chemnitz, sind sie in vielen Fällen unmittelbar an viel befahrenen Straßen oder sogar zwischen Straße und Straßenbahntrasse angeordnet, ohne Einzäunung. Ein ausgelassen spielender Hund ist hier echt in Gefahr! Und umsichtige Tierhalter werden solche Wiesen von vornherein meiden! Gerade hier, aber auch an Radwegen oder an Parkwegen könnte mit halbhohen Zäunen oder einer Heckenpflanzung eine deutliche Aufwertung erfolgen. Die Sicherheit für die Hunde, aber auch für Spaziergänger und Radfahrer, ließe sich deutlich erhöhen.

Die Ergebnisse der Kontrollfahrt werden in Kürze dem Ordnungsdezernat der Stadtverwaltung Chemnitz vorgetragen. Ziel ist es, die bestehenden Hundewiesen qualitativ aufzuwerten und an Schwerpunkten neue Wiesen auszuweisen.

September 2010


• Botanischer Garten in Chemnitz vor dem Aus

Mit großer Sorge verfolgt der Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. die Absichten der Stadt Chemnitz, finanzielle Mittel und Personalbestand des Botanischen Gartens drastisch zu kürzen. Seit Gründung vor 20 Jahren verbindet der Tierschutzverein eine intensive Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten (früher Schulbiologiezentrum) an der Leipziger Straße. Gemeinsame Projekte auf dem Gebiet des Tier-, Natur- und Umweltschutzes sind Ausdruck im gemeinsamen Anliegen der Mitarbeiter und vieler ehrenamtlicher Helfer beider Einrichtungen, in einer traditionell industriell geprägten Region den Fragen der Ökologie Gehör zu verschaffen. Der Botanische Garten hat in der Vergangenheit Beachtliches auf dem Gebiet der Umweltbildung geleistet und stets Anerkennung und Respekt weit über die Stadtgrenzen hinaus erarbeitet. Dies darf nicht geopfert werden!

Der Tierschutzverein Chemnitz unterstützt deshalb von ganzen Herzen die begonnene Unterschriftenaktion zum Erhalt des Botanischen Gartens und ruft alle Mitglieder, Freunde und Unterstützer auf, sich daran zu beteiligen, sofern sie Einwohner der Stadt Chemnitz sind. Das u.a. Formular bitte komplett ausfüllen, damit die Unterschrift nicht ungültig wird. Bitte auch nur auf einer Liste eintragen. Jede Unterschrift ist wichtig! Deshalb Familienmitglieder, Kollegen, Nachbarn und Freunde ansprechen und die Liste an den Botanischen Garten oder den Tierschutzverein bis spätestens 18.09.2010 zurückschicken. Vielen Dank!

Download Formular für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Chemnitz
Download Formular für Kinder
Download Formular für Bürgerinnen und Bürger des Chemnitzer Umlandes

August 2010



• Gelungener Auftakt für Spendenaktion

Ein neues Tierrettungsfahrzeug für das Tierheim Chemnitz – jedes Mal, wenn Tierheimleiter Jens von Lienen am 16 Jahre alten Transporter vorbeigeht weiß er, es ist die nächste große Ausgabe des Vereins. Aber 20 000 EUR, so viel wird die Neuanschaffung wohl kosten, ist eine Stange Geld. Fünf Mal ist das Altfahrzeug um den Erdball gefahren. Es hat sich wahrlich den Ruhestand verdient! Unendlich viele Hunde, Katzen und Kleintiere wurden damit transportiert, ganz zu schweigen von den Futterbergen aus den Spendenboxen der Supermärkte …

Anläßlich des Tages der offenen Tür am 19.06.2010 begann eine Spendenaktion zur Anschaffung eines Neufahrzeuges. Die ersten 1000,- EUR überbrachte Frau Seidel, Vorstandsmitglied des Deutschen Tierschutzbundes, im Auftrag des Präsidenten des DTB, Herrn Wolfgang Apel. Es folgten zahlreiche Kleinspenden und natürlich alle Erlöse an den verschiedenen Ständen und Stationen des Tierheimfestes. Mitglieder des Vereins steuerten allein mehr als 40 Kuchen und Torten zur Kaffeetafel bei!

Am Ende konnte Schatzmeisterin Steffi Scheffler einen Spendenerlös von rund 3 500,- EUR verkünden! Ein tolles Ergebnis. Danke allen Spendern und Helfern. Und ein bisschen hellt sich die Stirn des Tierheimleiters auf, wenn er jetzt an seinem „Rentner“ vorbeigeht. Dessen Ruhestand ist ein ganzes Stück näher gerückt. Und dem Tierschutzverein Chemnitz ist nicht bange, mit vielen helfenden Händen und der Großherzigkeit der Tierfreunde aus nah und fern den restlichen Betrag zu stemmen… Wir freuen uns über jede Hilfe. Danke! Juli 2010



• Politiker zu Besuch im Tierheim Chemnitz

Tierschutz neu denken – unter diesem Motto setzt sich die Fraktion der Grünen seit Jahren für eine grundhafte Reformierung des Tierschutzgesetzes ein. Jetzt haben auch andere Parteien erkannt, welchen Stellenwert der Tierschutzgedanke in der Zwischenzeit in der Gesellschaft erlangt hat. Und schließlich sind Tierschützer potentielle Wähler …

Der Vorstand des Tierschutzvereins Chemnitz hat sich sehr darüber gefreut, zum Tag der offenen Tür am 19.06.2010 unter den vielen Gästen auch die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Frau Hanka Kliese, begrüßen zu dürfen. Geduldig hörte sich die Landespolitikerin die Probleme und Sorgen der Tierschützer an. Und natürlich drehte sich wieder viel um die Finanzierung der Tierschutzarbeit.

Nur drei Tage später, am 22.06.10, besuchte die Landtagsabgeordnete Karin Kagelmann von der Links-Fraktion das Tierheim Chemnitz. Frau Kagelmann, ebenfalls in ihrer Partei für Tierschutzfragen zuständig, zollte dem Verein große Anerkennung für den Zustand des Tierheimes. Sie erhielt umfassenden Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder des Tierschutzvereins und zeigte sich beeindruckt davon, wie es in Chemnitz gelingt, ehrenamtliches Engagement und hoheitliche Pflichtaufgaben der Stadtverwaltung miteinander in Einklang zu bringen.

Auch aktuelle Rechtssetzungsvorhaben wie Vereinsklagerecht, Fundtierverordnung, Heimtiergesetz und die Novellierung des Tierschutzgesetzes wurden diskutiert. Die Gespräche erbrachten aber auch viele Anregungen für die Vereinsarbeit. Deutlich wurde besonders, dass die Lobbyarbeit der Tierschützer in Sachsen insgesamt verstärkt werden muss.

Juli 2010




• Tierschützer und Lokalpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen beraten zum Tierschutz

Auf Einladung der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kam es am 07.06.10 zu einem Gedankenaustausch mit Vertretern verschiedener Tierschutzvereine aus der Region Chemnitz. In kurzen, aber umso prägnanteren Worten stellte Frau Bundestagsabgeordnete Kurth die rechtliche Situation des Tierschutzes in Deutschland und das Engagement ihrer Partei auf diesem Gebiet vor. Mit einem Positionspapier für mehr Tierschutz im Alltag der Stadt Chemnitz griffen die Lokalpolitiker eine Vielzahl von Problemen der Tierschützer auf, so auch Fragen zum Leinenzwang für Hunde, das Verbot der Wildtierhaltung in Tierheimen und die bessere Finanzierung der Tierheimarbeit. Ergänzt wurden die zahlreichen Wortmeldungen von Beiträgen des ebenfalls anwesenden Amtstierarztes Dr. Kern. Auf Vorschlag des Tierschutzvereins Chemnitz u.U. e.V. werden die Abgeordneten einen Antrag in den Stadtrat zur Bildung eines Tierschutzbeirates einbringen, in dem Politiker, Tierschützer und Mitarbeiter der Verwaltung brennende Tierschutzfragen diskutieren sollen.

Insgesamt ein sehr hoffnungsvoller Abend für den Tierschutz in Chemnitz.

Juli 2010



• Tierschutzlehrpfad entsteht im Tierheim Chemnitz

Anfang Juni 2010 wurde im Tierheim mit dem Aufbau eines Tierschutzlehrpfades begonnen. Als erstes wurden Hinweistafeln und Nisthilfen für höhlenbrütende Singvögel und Fledermäuse installiert. In Kürze werden Lehrtafeln zum Umgang mit aufgefundenen Jungtieren folgen. Bereits Anfang des Jahres wurden an verschiedenen Stellen des Tierheimgeländes Nistkästen angebracht. Ein Großteil von ihnen wurde sofort bezogen, vor allem von Kohl-und Blaumeisen.

Durch die intensive Durchforstung der an das Tierheimgelände angrenzenden Waldstücke sind viele Nistmöglichkeiten verlorengegangen. Die Eingriffe in die Baumsubstanz mittels Großtechnik haben dem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Gebiet Pfarrhübel einen schweren ökologischen Schaden zugefügt. Einmal mehr wird deutlich, dass eine schonende Waldbewirtschaftung ein Gebot der Zeit und des aktiven Natur- und Artenschutzes ist.

Juli 2010


• Impressionen vom Tag der offenen Tür

 
Ab um 10 strömten die Besucher ins Tierheim. An Attraktionen wurde einiges geboten, unter anderem auch Kamelreiten.
Gebrauchtes Tierzubehör konnte günstig vom Tierheim erworben werden. Der Erlös daraus kommt direkt den Tieren zugute.
Fressnapf feierte gemeinsam mit uns das 20jährige Bestehen mit Hüpfburg, Glücksrad und Kinderschminken.
Die Tierheimeigenen Ziegen durften gestreichelt und gefüttert werden.
Neben Fressnapf waren auch die Boutique Edelschnauze sowie der Pflanzenstand Richter zugegen.
Auch die Frettchenfreunde e.V. waren wie in den vergangenen Jahren mit am Start.
Ab um 11 wurde das Dromedar von 2 Ponys abgelöst.
An der Bastelstraße konnten sich kleine und große Besucher über artgerechte Tierhaltung informieren und ihr Wissen testen.
11 Uhr fand die Vorführung der Diensthundestaffel Chemnitz statt.
Unter anderem wurde eine Verfolgungsjagd nachgestellt, bei der der Diensthund ganze Arbeit leistete.
Im Tierschutzgebäude fand unter dessen eine Informationsveranstaltung für die Gründungsmitglieder des Vereins sowie Vertreter der Parteien und der Stadtverwaltung statt. Leider blieben letztere unentschuldigt aus.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Am Kuchenbasar, Grillstand, Fischwagen, Gulaschkanone und Eisverkauf konnte jeder Hunger gestillt werden.
Das größte Interesse wurde den Tierheimtieren gewidmet, so soll es ja auch sein.
Zwei weitere Höhepunkte des Tages waren die Vorstellungen der Hundeschule familiaris (Bild) und des Hundesportvereins Borna.
Im Festzelt wurden einige Tierheimhunde näher vorgestellt.
Die letzte Vorstellung des Tages war noch einmal ein ganzer Erfolg. Sehr eindrucksvoll gab die Rettungshundestaffel des DRK einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.
Wir möchten uns bei allen freiwilligen Helfern, Unterstützern, Sponsoren und den vielen Spendern bedanken. Ohne eure Hilfe wäre das Tierheimfest nur halb so schön geworden. Vielen vielen Dank!

Juni 2010

• 16 Welpen ausgesetzt

Im Tierheim Chemnitz gibt es zur Zeit einen richtigen Hundekindergarten. Insgesamt 16 Welpen wurden in den letzten Wochen in Chemnitz ausgesetzt
und werden nun im Tierheim aufgepäppelt.

Die ersten 4 Welpen waren gerade mal einen Tag alt, als sie in einem
Pappkarton am Tierheim abgestellt wurden. Die Überlebenschancen der
Kleinen standen nicht sonderlich gut. Zum Glück wurde schon am nächsten Tag
eine Amme gefunden, die die Kleinen aufnahm und zusammen mit ihrem
eigenen Welpen großzog.

Am 11. und 12. Juni wurden je 6 Welpen in Hauseingängen gefunden.
Glücklicherweise waren die jungen Hunde bereits 6 Wochen alt, sodass sie
einfach zu den anderen Welpen gesetzt werden konnten.

In zwei Wochen sind die Welpen alt genug und können in ein neues Zuhause vermittelt werden. Die künftigen Besitzer warten schon sehnsüchtig auf diesen Tag.



Juni 2010


• Eingangszone Tierheim wird umgestaltet

Vor geraumer Zeit begannen im Eingangsbereich des Tierheimes Chemnitz Abrissarbeiten. Die noch aus der Nutzungszeit des Geländes als Landwirtschaftsbetrieb stammenden Lagerräume werden schrittweise zurückgebaut. Die Bausubstanz hat im letzten Winter stark gelitten, so dass Einsturzgefahr bestand. Der Abriss erfolgt durch Mitarbeiter des Tierheimes, freiwillige Helfer und eine Spezialfirma.

Juni 2010


• Tierschutzverein Chemnitz und „Tiere in Not“ an einem Tisch

Am 09.04.2010 trafen sich Vorstandsmitglieder beider Chemnitzer Tierschutzorganisationen zu einem Arbeitsgespräch im Tierschutzzentrum „Franz von Assisi“. Im Mittelpunkt standen Fragen der Finanzierung der Tierschutzarbeit sowie Absprachen zum gemeinsamen Handeln aller Tierschützer im Raum Chemnitz. Es wurde vereinbart, die Gespräche zu intensivieren, um Probleme und Befindlichkeiten zwischen den Vereinen künftig noch schneller ausräumen zu können. Die Gespräche verliefen in offener und ehrlicher Atmosphäre und erbrachten eine Reihe von Ansätzen zum künftigen  Zusammenwirken der beiden Vereine.

Juni 2010

• 19. Juni 2010 Tag der offenen Tür im Tierheim Chemnitz mit Festprogramm 20 Jahre
       Tierschutzverein Chemnitz & Umgebung e.V.

Die Vorbereitungen sind angelaufen – 2010 feiert unser Verein sein 20jähriges Bestehen. Das wollen wir mit Mitgliedern, Freunden und Sponsoren gebührend begehen. Mit einem vielfältigen Programm wollen wir zeigen, was sich in diesen Jahren auf dem Gebiet des Tierschutzes bewegt hat. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen oder Ideen haben, so lassen Sie uns das wissen. Auch wenn Sie uns bei der Ausstattung der geplanten großen Tombola behilflich sein könnten, wäre uns das hilfreich. Über den Stand der Vorbereitungen werden wir an dieser Stelle regelmäßig berichten.

Mai 2010


• Kennzeichnungspflicht für Hunde in Großbritannien

Das Königreich plant die Einführung der Kennzeichnungspflicht für Hunde mittels Mikrochip. Mit dieser Maßnahme soll die Identifikation von sogenannten gefährlichen Hunden bei Zwischenfällen erleichtert werden. Außerdem soll die Rückgabe von entlaufenen Tieren an die Besitzer beschleunigt werden. Der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. war einer der ersten Tierschutzvereine in Deutschland, der mit der elektronischen Kennzeichnung aller in seinem Tierheim aufgenommenen Fundhunde begann. Außerdem werden alle Hunde im Zentralen Haustierregister angemeldet. Die Zahl der erfolgreichen Identifikationen von Hunden hat sich durch den Mikrochip in den letzten Jahren beständig erhöht. Der Chemnitzer Tierschutzverein hat deshalb immer wieder darauf hingewiesen, wie bedeutsam die Einführung der Kennzeichnungspflicht für den Betrieb von Tierheimen in Deutschland wäre. Mit diesem Schritt könnte die Verwahrdauer von Hunden deutlich verkürzt werden, was zu einer erheblichen Kostenreduzierung für die Vereine führen würde.

Mai 2010


• Meißner Widder ist bedrohte Haustierrasse 2010

Erstmals wurde jetzt von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) eine Kaninchenrasse mit diesem zweifelhaften Titel geehrt. Beim Meißner Widder handelt es sich um eine 4,5-5,5 kg Rasse mit 36-42 cm langen Ohren in verschiedenen Farbschlägen. Hauptzuchtgebiet war schon immer Sachsen. Trotzdem gab es 1976 weniger als 50 registrierte Zuchttiere. Heute sind die Bestände wieder auf etwa 500 Tiere angewachsen und werden von ca. 160 Kaninchenfreunden im ganzen Bundesgebiet gehalten. Für die Haltung dieser Rasse ist ein weiträumiger Auslauf mit mehreren verschieden hoch angebotenen Liegebereichen unverzichtbar. Weiterführende Hinweise zu bedrohten Haustierrassen sind abrufbar unter www.g-e-h.de .

Mai 2010


• Stierkampf in Katalonien vor dem Aus?

Kaum zu glauben, aber Spanien steht auf gegen die Barbarei des Stierkampfs! Kürzlich stimmte das katalanische Regionalparlament mit 67 zu 59 Stimmen für die Annahme eines Volksbegehrens zum Verbot der Stierkämpfe. Damit ist der Weg frei für das Gesetzgebungsverfahren. Bereits jetzt haben sich 80 Gemeinden in Spanien zu „stierkampffreien Zonen“ erklärt. Auf den Kanaren sind die blutigen „corridas“ schon seit 1991 verboten. Die Entscheidung in Barcelona könnte für ganz Spanien zum Wendepunkt werden. Von größter Bedeutung, das zeigen die Ferieninseln der Kanaren, ist dabei ein konsequenter Boykott des Stierkampfes durch die Touristen. Deshalb gilt: Spanien ja, Stierkampf nein!


• Dachs ist Tier des Jahres 2010

Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Dachs das Logo des Tierschutzvereins Chemnitz und Umgebung e.V. Jetzt würdigen auch die Naturschutzverbände die Rolle des Dachses als Charaktertier und erklärten ihn zum Tier des Jahres 2010.

Informationen zur Biologie und zur Gefährdung des Dachses durch die Jagd finden Sie auf dieser Seite unter
FAQ Dachs
.


• Neue Terrarien für Reptilien im Tierheim Chemnitz

Schildkröten gehören schon seit Jahren zu den Pfleglingen im Tierheim. Besonders Wasserschildkröten waren betroffen. Einige Tiere wurden in städtischen Teichen aufgegriffen. Andere von ihren Besitzern abgegeben, nach dem die Tiere eine stattliche Größe erreichten und das Becken viel zu klein und ständig mit Kot verschmutzt war. Mehrfach musste das Tierheim Chemnitz aber in letzter Zeit auch Echsen und Riesenschlangen aufnehmen.

Zur Zeit beherbergt es eine Bartagame. Diese Echsen leben in 7 Arten in Australien, sind Allesfresser und zeichnen sich durch viele Stacheln auf Rumpf, Beinen und Schwanz aus.

Aus einer verwahrlosten Wohnung wurde zudem ein stark unterkühlter
Königspython (Python regius) geborgen, von seinem Besitzer einfach zwischen Müll und Dreck zurückgelassen. Diese außerordentlich anpassungsfähige Riesenschlange bewohnt die Tropen West- und Zentralafrikas, ist mit bis zu 2 m Länge und 1-3 kg Körpergewicht eine der kleinsten Riesenschlangen. In Gefangenschaft erreichte der Königspython ein Alter von bis zu 48 Jahren.

Die neuerlichen Einsätze bewogen den Vereinsvorstand, sich mit der Problematik Exotenhaltung verstärkt zu befassen. Als erster Schritt wurden jetzt 2 temperierte Terrarien gekauft bzw. selbst angefertigt. Außerdem gibt es Überlegungen, speziell für solche Tiere Räumlichkeiten auszubauen. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der Pfleglinge ist der Bau einer solchen Exotenstation aber außerordentlich aufwendig und kostenintensiv.


• Kaufland verzichtet vollständig auf den Verkauf von Eiern aus Käfighaltung!

Trotz Verbotes der Käfighaltung in Deutschland sind Eier aus dieser Haltungsform auf dem Markt. Grund dafür ist, dass in den anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft dieses Verbot erst im Jahr 2012 greift. Unter dem Siegel deutscher Firmen und Eierpackstellen sind nach wie vor Käfigeier aus diesen Ländern auf dem Markt. Es ist deshalb weiterhin wichtig, den am Ei befindlichen Stempel zu prüfen. Und es gilt der Spruch der Tierschützer „Kein Ei mit 3“ – denn die 3 im Stempel steht für Käfighaltung!

Die Entscheidung der Firma Kaufland, bundesweit nur noch Frischeier aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung anzubieten, ist deshalb von besonderer Bedeutung und verdient unseren Respekt! Es liegt an uns als Verbraucher, solche Aktivitäten zu unterstützen, auch mit dem eigenen Einkaufsverhalten.


April 2010


• EU-Staaten erlassen Fangverbot für Dornhai

Scheinbar in allerletzter Minute haben sich die EU-Staaten zu einem Fangverbot für den Dornhai entschlossen. Aus den Bauchlappen des Dornhais wird die bekannte Schillerlocke hergestellt und die grätenfreien Rückenstücke sind als Seeaal auf dem Markt. Immer wieder haben in der Vergangenheit Tierschutz- und Naturschutzverbände fehlende Kontrollen, zu hohe Fangquoten, zerstörerische Fangmethoden und das Fehlen von Schutzgebieten beklagt. Der WWF mahnt deshalb, solche bedrohten Arten wie Dornhai und Rotbarsch beim Einkauf zu meiden. „Wer heute Dornhai kauft, vergreift sich an den letzten seiner Art“, so WWF-Fischereiexperte Axel Hein.

Der Dornhai (Squalus acanthias) wird bis 1 m lang und 10 kg schwer. Charakteristisches Merkmal ist ein spitzer Dorn vor jeder Rückenflosse. Diese Haiart durchzieht in riesigen Schwärmen („Schulen“) die Weltmeere, hauptsächlich in 50-200 m Tiefe, immer auf der Suche nach Hering, Dorsch, Hornhecht, Tintenfischen, Krebsen und sogar Quallen. Da der Dornhai erst mit über 10 Jahren die Geschlechtsreife erreicht, ist trotz Fangverbot kaum mit einer schnellen Bestandserholung zu rechnen.

März 2010


• Käfighaltung in Deutschland verboten – in der EU aber weiter erlaubt!

Endlich!!! Nach 30 Jahren unermüdlichem Einsatz für ein gesetzliches Verbot der Käfighaltung von Legehühnern hat es der Deutsche Tierschutzbund geschafft! Seit 1.1.2010 ist die Käfigbatterie in Deutschland verboten, nicht jedoch der sogenannte ausgestaltete Käfig. Viele Initiativen waren notwendig, diesen Auswuchs technologischer Tierquälerei zu beseitigen. Begonnen hat alles mit einer Unterschriftensammlung des Ehepaares Rowe in der Innenstadt von München. Der bekannte Journalist und heute noch Redakteur der Zeitschrift „du und das Tier“ und seine energische Ehefrau sammelten in wenigen Wochen mehr als 100 000 Unterschriften! Harvey T. Rowe war es auch, der als Vorsitzender des Tierschutzvereins Starnberg unmittelbar nach dem Mauerfall die Verbindung zu Tierschützern in Chemnitz herstellte. Auch der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. beteiligte sich mehrfach mit großen Unterschriften- und Protestaktionen am bundesweiten Kampf der Tierschützer gegen die Käfigbatterien. Bereits 1994 übergab der Verein eine Stellungnahme zum beabsichtigten Umbau des ehemaligen KIM Neukirchen (jetzt Eifrisch)an das Regierungspräsidium Chemnitz und forderte die Umrüstung der Käfig- auf Bodenhaltung. Damals konnte man die Tierschützer noch ignorieren und wieder Käfige in mehreren Etagen in den Hallen einbauen. Jetzt nun ist auch in Neukirchen vor den Toren von Chemnitz Schluss mit dieser Form der Tierquälerei! Protest lohnt sich – auch wenn manchmal ein sehr langer Atem notwendig ist!!!

März 2010


• Tierschutzrechtsfälle jetzt im Netz

Unter www.tierschutz-urteile.de bietet das Land Hessen seit kurzem eine Online-Datenbank zur Recherche von Tierschutzrechtsfällen an. Mit dieser Fallsammlung soll Juristen, Behörden, Vereinen und Privatpersonen Hilfestellung bei vergleichbaren Tierschutzfällen gegeben werden.

Der neue Dienst geht auf eine Initiative der Landestierschutzbeauftragten des Landes Hessen, Frau Madelene Martin zurück.

Der Tierschutzverein Chemnitz u.U. e.V. hat kürzlich in mehreren Diskussionsrunden, so mit Herrn Landtagsabgeordneten T. Günther (FDP), die Schaffung einer solchen Funktion auch für Sachsen angeregt.

08.03.2010


• Endlich Handelsverbot für Robbenprodukte

Im Juli 2009 stimmten die EU-Staaten dem im Mai durch das Europaparlament beschlossenen Handelsverbot für Robbenprodukte einschließlich Ölen, Häuten und Tran zu. Das Verbot trat am 01.01.2010 in Kraft. Ausgenommen sind lediglich Artikel, die von den arktischen Ureinwohnern Inuit erzeugt werden. Die Inuit betreiben keine kommerzielle Robbenjagd.

01.03.2010


• Vor 20 Jahren Neubeginn im Tierschutz
Kurz vor Weihnachten des Jahres 1989 trafen sich 35 Tierfreunde im damaligen Schulbiologiezentrum Leipziger Straße in Chemnitz zu ersten Gesprächen in Vorbereitung der Gründung eines Tierschutzvereins.

Von Anfang an hatte die Gruppe die volle Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes. Bereits im Januar 1990 traf dringend benötigtes Informationsmaterial ein, ebenso wichtige Hinweise zur Zulassung als gemeinnütziger Verein.

Nach mehr als 50 Jahren bot sich damit eine Chance zur freien Tierschutzarbeit in Chemnitz. Der Gedanke des vereinsorganisierten Tierschutzes hatte zwei Diktaturen überlebt. Die Grundlagen für einen Neuanfang wurden in den spannenden Wirren des Wendeherbstes gelegt.

20.01.2010


• Informationsveranstaltung für Gassigeher

Am 06.02.2010 fand im Tierheim Chemnitz der erste Fortbildungstag für Tierfreunde statt, die in ihrer Freizeit Hunde ausführen, eben Gassigeher genannt.
20 Männer, Frauen und Jugendliche nahmen am Lehrgang teil, der sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Vier Stunden Wissensvermittlung, Vorführungen und Wissenstest forderten nicht nur die ehrenamtlich tätigen Helfer, sondern auch Vereinsvorstand und Tierheimpersonal.


Organisiert und durchgeführt wurde die Schulung von Steffen Mehl,
Roland Henz und Antje Schmidt.
Rund 25 freiwillige Gassigeher fanden sich ein, um mehr über das Verhalten
der Hunde und Gehorsamsübungen zu erfahren.
Auch die eigenen Hunde waren mit dabei.
Für das leibliche Wohl war mit Kaffe und Kuchen gesorgt.
Jetzt wird alles nochmal kurz erklärt ...
... dann geht es los.
"Wie hole ich einen Hund aus dem Zwinger, ohne das er ausbüxt?"
Jetzt wird alles praktisch vorbeführt ...
... Übung Leinenführigkeit
... Übung Platz
"Jetzt soll mal jemand anderes das machen." Und tatsächlich, es klappt gut.

Zum Schluss gabs noch eine Urkunde und eine Teilnahmebescheinigung,
amtlich unterzeichnet vom Veterinäramt.

   
Besonderer Dank gebührt dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt der Stadt Chemnitz, das mit Frau Dr. Richter vertreten war. Die Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung für unsere Gassigeher durch das städtische Veterinäramt bescheinigte den Veranstaltern zudem eine gute Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.
Die große Resonanz der Helfer hat den Vereinsvorstand bewogen, weitere Schulungstage durchzuführen. Der genaue Termin für eine 2. Veranstaltung steht noch nicht fest. Er wird im Foyer des Tierheimes ausgehangen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Registrierung als Gassigeher und die Eintragung in einer Teilnehmerliste. Zur Zeit unterstützen fast 100 Tierfreunde den Verein als Gassigeher.

Wir möchten allen für die Teilnahme danken und hoffen, es hat euch so viel Spaß gemacht wie uns.
   
08.02.2010

 

• Erste Bewohner beziehen neue Großtierstation im Tierheim Chemnitz
Sechs Wochen nach Fertigstellung der Großtierstation, kurz vor Weihnachten und
Einbruch der arktischen Kältewelle, bezogen vier Zwergziegen aus Bernsdorf
(Kreis Zwickauer Land) das neue Objekt. Sie sind die ersten Bewohner des
Stallgebäudes, das mit Hilfe des Freistaates Sachsen im November 2009 seiner
Bestimmung übergeben werden konnte. Durch Gerichtsentscheid mussten die
bisherigen Besitzer die Tierhaltung auf einem Pachtgrundstück auflösen. Dank der
Existenz der Großtierstation blieb den Tieren die Schlachtung erspart. Sie suchen
jetzt für 2010 ein neues Quartier. Wer kann helfen? Danke auch den ehemaligen
Tierhaltern, die uns das gesamte Zubehör zur Ziegenhaltung überließen!

20.01.2010


• Tierheim Chemnitz an Auflösung einer Massenhundehaltung beteiligt
Der Hilferuf des Landestierschutzvereins erreichte das Tierheim Chemnitz mitten in den Dreharbeiten für die
Fernsehsendung „Tierisch tierisch“. Über einhundert
Jack-Russel-Terrier sollten auf einem Grundstück in der Nähe von Bautzen durch den Amtstierarzt beschlagnahmt werden. Nicht artgerechte Haltung mit all seinen Begleiterscheinungen für Mensch und Tier! Das überforderte die Tierschützer in der
Lausitz und auch das örtliche Veterinäramt. Überregionale Hilfe musste helfen. Und
viele sächsische Vereine halfen, bewiesen, wie wichtig Solidarität unter
Tierschützern ist! Eine ganze Flotte von Tierrettungsfahrzeugen aus Annaberg, Chemnitz, Plauen und so weiter rückte Anfang Dezember an, um die Hunde in die heimischen Tierheime zu überführen. 8 Tiere kamen nach Chemnitz und
wurden bei ihrer Ankunft im Tierheim sofort in die Fernsehsendung„Tierisch tierisch“ integriert. In der Zwischenzeit haben alle Tiere neue Besitzer gefunden.

17.01.2010


• Tierheimkalender war großer Erfolg
Erstmals wurde für 2010 ein eigener Tierschutzkalender produziert. Stars des Kalenders waren natürlich unsere Tierheimbewohner. Möglich wurde das Projekt durch unsere Fotografin Stefanie Vogl und die Herstellungsfirma EL
und KA Mediensystem GmbH. Dafür recht herzlichen Dank im Namen des Vorstandes und vieler Tierfreunde, die den Kalender käuflich erwarben. Für 2011 soll an das Projekt angeknüpft werden. Zusätzlich zu den Tierfotos wird es dann auf jeder Seite auch noch Hinweise zu Grundfragen des Tierschutzes geben. Nochmals herzlichen Dank!

08.01.2010


• Wir bei "Tierisch, tierisch"
Ein Fernsehteam des MDR besuchte anlässlich der Sendereihe "Tierisch, tierisch!" kürzlich unser Tierheim. Die Sendung wurde am 30.12.2009 um 19:50 Uhr im MDR ausgestrahlt.

Schauen Sie sich den Bericht an und erhalten Sie einen kleinen fotografischen Einblick in die Dreharbeiten.


Zum Abspielen unten links auf die
Playtaste (Pfeil) klicken

  In der Woche vom 01.12. bis 06.12.2009
besuchte das Team von
"Tierisch Tierisch!" das Tierheim Chemnitz, um in der Silvester-Ausgabe im
MDR-Fernsehen einige Tiere vorzustellen.
  Das Wetter spielte mit und bescherte
allen Beteiligten einen reibungslosen
Drehtag.
  Selbst die machmal etwas aufgedrehten
Hunde, zeigten sich von ihrer
Schokoladenseite und waren für einfach
alles zu begeistern.
Als wüssten sie worum es hier geht.
  Es wurden unter anderem Pudelmischling
Detlef, Schäferhundmix Kasper,
Airedale-Mix Carlo, die Degu-Bande und
Katze Minka aufgenommen.

Die Tiere haben alle super mitgearbeitet
und haben auch den kleinen
Agility-Parkour zum Leben erweckt.
  Es entstanden unter anderem Aufnahmen
im Slalomlauf, beim Hürdenspringen, beim
Tunneldurchlauf und auf dem
Hundelaufsteg.

Das wurde natürlich alles akribisch
vorbereitet, damit es hinterher im
Fernsehen leicht und lustig aussieht.
  Obwohl um die Tiere herum viele
Menschen mit eigenartigen
Gerätschaften standen, blieben die
Meisten unbeeindruckt und folgten
den Kommandos der Mitarbeiter.
  Klare Anweisungen erleichterten die
Dreharbeiten für alle Beteiligten.
  Bei den Renn- und Spielaufnahmen
hatten die Hunde den meisten Spaß.
  Kleine Kunstpausen wurden natürlich
auch eingehalten.
  Nach der Pause kann's auch gleich
weiter gehen.

Obwohl mit Carlo der Slalom am Tag zuvor
noch fleißig geübt wurde, ließ er sich bei
den Dreharbeiten dann doch etwas
bitten.

Der typische Vorführeffekt.
  Jeder Blickwinkel und jede Perspektive
wurde ausprobiert. Damit die Hunde
dabei auch in die gewollte Richtung
schauen, wurden vom Kamerateam die
interessantesten Geräusche produziert,
die man leider auf einem Foto nicht
hören kann.
  Besonderes schauspielerisches Talent
bewies unser Schäferhund Zido.

Mit voller Begeisterung stieg er in den
"Tierisch Tierisch!"-Transporter um es
sich darin gemütlich zu machen und
nett in die Kamera zu schauen.
  Auch als die Aufnahme einige Male
wiederholt wurde, stieg Zido ganz
professionell immer wieder ein und
benahm sich wie ein Weltstar.
  Bei der Präsentation der tierischen
Charaktere war vor allem Redegewandheit
gefragt.

Da war so mancher Mitarbeiter
aufgeregter als der Vierbeiner.
  Die einzelnen Vorstellungen der Hunde
mit Uta Bresan liefen dank der guten
Vorbereitungen des Filmteams und der
Tierheim-Mitarbeiter schnell ab.

Und das war auch gut so, denn die Kälte
setzte mit späterer Stunde immer mehr
zu.
  Da waren die Katzenaufnahmen vor dem
wärmenden Kamin eine wohltuende
Arbeit.

Nur die Katzen waren etwas
eingeschüchtert von dem ganzen Trubel
um sie herum.
  Ein kleines Highlight an den Drehtagen
war die Vorführung des Rudelverhaltens
unter den Tierheimhunden.
  Die 10 Hunde freuten sich über den
zusätzlichen Freilauf am Tag, zumal die
normalen Gassigeh- und Öffnungszeiten
wegen der Dreharbeiten verkürzt werden
mussten.
  Und schließlich wurden auch die
Streicheleinheiten für die
Hauptdarsteller nicht vergessen.
  Das Tierheim Chemnitz bedankt sich ganz
herzlich beim ganzen Team von
"Tierisch Tierisch!" und dem MDR für die
Vorstellung der Tierheimbewohner zur
666. Sendung!

Wir wünschen außerdem einen guten
Rutsch ins neue Jahr und weiterhin viel
Erfolg bei den nächsten 666 Folgen.