Der Tierschutzverein Chemnitz wurde erstmals 1891 gegründet. Nach wechselhaften Jahren und mehrmaligen Verboten wurde der Verein im März 1990 neugegründet. Ziel war und ist der Schutz von Heim- und Haustieren in Chemnitz. Wie fast alle Tierheime in Sachsen wurde das Tierheim Chemnitz aus Kostengründen bereits 1995 an einen privaten Träger, den Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V., ausgegliedert. Seitdem kümmert sich der Verein mit dem angeschlossenen Tierheim um in Not geratene Tiere. In erster Linie sind wir dafür zuständig, hoheitliche Aufgaben der Stadt Chemnitz zu erfüllen. Dies sind z.B. die Aufnahme von Fundtieren, beschlagnahmen oder herrenlosen Tieren und die Beseitigung von Tierkadavern auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Werden Tiere verletzt aufgefunden, kommen sie selbstverständlich in tierärztliche Behandlung.
Des Weiteren nimmt das Tierheim Chemnitz auch Tiere aus einigen Anliegergemeinden auf, die sich finanziell am Tierheim beteiligen.

Die Stadt Chemnitz bezuschusst das Tierheim mit einer jährlichen Summe, das war und ist aber nicht kostendeckend für den Tierheimbetrieb. Den fehlenden Betrag muss der Verein über Spenden, Mitgliedsbeiträge, Patenschaften und Erbschaften einwerben.

Im Tierheim werden jährlich um die 800-900 Tiere betreut, davon rund 300 Hunde und 300 Katzen. Im Schnitt haben wir etwa 40 Hunde, 35 Katzen und etwa 40 Kleintiere im Tierheim, die auf ein neues Zuhause warten oder vorübergehend betreut werden müssen. Sechs festangestellte Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung der Tiere.

Als Verein möchten wir aber nicht nur die Tierheimtiere versorgen, sondern auch in der Bevölkerung mehr Verständnis und Verantwortung für Tiere und Tierschutz erreichen. Wir bieten deswegen Schulungen und Führungen an, besuchen Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und Schulen und stehen gern bei Fragen rund um Tiere und Tierschutz zur Verfügung.

Gemeinsam mit anderen Tierschutzvereinen in Sachsen möchten wir erreichen, dass Tierschutz in der Politik ernst genommen wird und Tierschutzvereine als wichtiger Beitrag der Gesellschaft anerkannt und entsprechend finanziert werden. Denn es ist im Grunde traurig, dass Tierschutzvereine auf Spenden angewiesen sind, obwohl die Versorgung von in Not geratenen Tieren eine kommunale Pflichtaufgabe ist.