20. Mai – Weltbienentag

Bienen nehmen eine Schlüsselrolle in unserer Natur ein. Der Rückgang der Bestäuber bedroht unsere Umwelt, Wirtschaft sowie Ernährungssicherheit und somit unsere Lebensgrundlagen.

Eine Ursache: Es blüht vielerorts kaum noch. So ist das Nahrungsangebot für Bienen häufig unzureichend. Andererseits sind oft vermeintlich attraktive Sommerblumen für viele Bienenarten nahezu wertlos. Kleine Blühflächen mit vielfältigen heimischen Blühpflanzen hingegen fördern Wild- und Honigbienen.

Wildbienen, Honigbienen und weitere Bestäuber wie Schmetterlinge und Hummeln sind stark bedroht. Ganze Völker werden ausgelöscht durch Seuchen und Parasiten. Oft haben die Tiere im Winter dem nichts entgegen zu setzen, weil es zu wenig nektar- und pollenspendende Trachtpflanzen gibt und weil ihr Immunsystem durch in der Landwirtschaft eingesetzte Pestizide geschwächt ist.

viele Bienenvölker überleben den Winter nicht oder sterben an Parasiten

Überdüngung in der Landwirtschaft gehört zu den wesentlichen Ursachen des Verlustes biologischer Vielfalt, da viele Pflanzenarten auf nährstoffarme Bedingungen angewiesen sind. Durch hohe Stickstoffeinträge werden diese Pflanzen verdrängt. Dann sterben auch die an sie angepassten Tierarten wie zum Beispiel Schmetterlinge und Bienen.

Monokulturen, Überdüngung und enormer Pestizideinsatz sind weltweit ein ernstzunehmendes Problem, nicht nur für die Bienen!

Blütenreiche Ackerrandstreifen sind weitgehend aus der Agrarlandschaft verschwunden. Außerdem werden heute mehr Flächen als noch vor einigen Jahren bewirtschaftet, denn viele Bauern setzen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf den Anbau von Energiepflanzen wie Raps und Mais für Biogas-Anlagen. Damit fehlt ein vielfältiges Pollenangebot für Bienen, Hummeln und Co. Quelle: DUH

Blühstreifen schaffen Abhilfe- nicht aber, wenn Pestizide und Umweltgifte sich auch dort zu Hauf anreichern!

Auch der Übermäßige Gebrauch von Spritzmitteln, Unkraut- und Insektenvernichtungsmitteln macht, nicht nur den Bienen, schwer zu schaffen!

WAS KANN MAN PRIVAT TUN, UM DEM ENTGEGENZUWIRKEN?

->insektenfreundliche Blühpflanzen und Wildblumen ansähen (regionales Saatgut wählen!) oder heimische Gehölze (Obstbäume, Schlehe, etc.) anpflanzen

->natürliche Nistmöglichkeiten schaffen (unbewirtschaftete Ecken einrichten, Totholz, etc.

-> Kräuterkästen mit blühenden Kräutern auf den Balkon stellen

->saisonale Lebensmittel aus regionaler Landwirtschaft bevorzugen und anfangen sich selbst und das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten!

->unterstützt eure regionalen Imker

->INFORMIEREN und AUFKLÄREN! (helft dabei, dass dieses unendlich wichtige Thema aktuell bleibt und endlich auch von politischer Seite mehr getan wird!!!

Jeder Einzelne hat es mit in der Hand!!!!!!
Es reicht nicht nur zu reden- man muss auch bereit sein, die eigene Komfortzone zu Gunsten der Umwelt zu verlassen!!