6 Jahre sind eine lange Zeit…

… besonders, wenn man sie im Tierheim verbringt.

Ian kam ins Tierheim, weil der eigenbrötlerische Rüde in seiner früheren, nicht besonders schönen Haltung, leider gelernt hatte, dass er sich unliebsame Menschen mit den Zähnen vom Hals halten kann. Als er das seinen neuen Besitzern demonstrierte, wurde er bei uns abgegeben.

Nach einigen anfänglichen Stolpersteinen lebte Ian sich aber gut ein und war hier ein unauffälliger Hund. So unauffällig, dass sich fast nie jemand für ihn interessierte. Er war aber nicht unzufrieden. Ian hatte seinen festen Platz, seine Gassigeher und seine festen Abläufe.

Mit den Jahren kamen die ersten Altersgebrechen und Ians Runden wurden kürzer; seine Lust, spazierenzugehen, hielt sich mehr und mehr in Grenzen. Trotz Schmerzmitteln und Physiotherapie ging es Ian letzten Endes so schlecht, dass er gar nicht mehr laufen wollte. Daher sind wir am Mittwoch nach 2242 Tagen bei uns den letzten Weg mit ihm gegangen.

Wir möchten an dieser Stelle Abschied von Ian nehmen und uns bei allen Paten, Spendern und Gassigehern bedanken, die ihm sein Leben im Tierheim so schön wie möglich gemacht haben.