Pekinese

Dog World Show in Leipzig und das Problem der Qualzuchten

Vom 08. – 12. November findet in Leipzig die World Dog Show statt. Über 31.000 Rassehunde werden gezeigt und bewertet.

Tierschützer bewerten vor allem die aus diesen Wettbewerben resultierenden Qualzuchten sehr kritisch. Denn oftmals wird vorrangig das Aussehen der Hunde bewertet, gute Gesundheit und Wesensfestigkeit wird eher am Rande angeschaut. So kommt es, dass bestimmte Merkmale immer deutlicher hervorgezüchtet werden, denn die Gewinner solcher Wettbewerbe werden überdurchschnittlich oft zur Zucht eingesetzt. Bei Schäferhunden ist zum Beispiel der abfallende Rücken charakteristisch, der fast immer mit Laufproblemen einhergeht. Bei Hunden wie Bulldoggen, Mops oder Pekinese wird das Augenmerk auf große Augen, viele Hautfalen und eine kurze Schnauze gelegt, damit die Hunde niedlich aussehen und das Kindchenschema bedienen. Diese Hunde haben mit Atemproblemen, dauerentzündeten Augen und Hautfalten, Überhitzung im Sommer und Kommunikationsschwierigkeiten mit Artgenossen zu kämpfen. Auch überlanges Fell oder gar keines, Riesen- oder Zwergenwuchs, sehr kurze Beine und langer Rücken (Dackel, Basset) oder extrem herabhängende Ohren gelten als Qualzucht.

Wir freuen uns, dass mittlerweile auch innerhalb der Zuchtverbände ein Umdenken stattfindet und Hunde wieder mehr in Richtung Normalität gezüchtet werden. Bis dahin ist es aber ein langer Weg und nicht jeder Züchter handelt so verantwortungsvoll.

Wir appellieren daher an alle, die sich gern einen Rassehund zulegen möchten, ganz genau zu schauen, nach welchen Zuchtstandarts gezüchtet wird. Man sollte auch immer ein Auge auf die Ahnengalerie haben, denn allzu häufig wird sehr viel Inzucht innerhalb der Verbände betrieben.

Und für alle, die einfach nur einen tierischen Begleiter suchen und keinen Wert auf Adelspapiere legen, ist eher der Weg ist örtliche Tierheim zu empfehlen. Dort warten eine Menge Hunde auf ein neues Zuhause!