Episoden aus 30 Jahren Tierschutz

3. Ein Verein wird mobil

Mit dem schnellen Kontakt  noch 1989 zum Tierschutzverein Starnberg (Bayern), mit damals rund 2500 Mitgliedern einem der zahlenmäßig stärksten Vereine der Bundesrepublik, hatten die Chemnitzer Tierschutzaktivisten einen Glücksgriff getan. Der Starnberger Verein wurde damals von Harvey T. Rowe geleitet, einem bekannten Zeitungsjournalisten und viele Jahre Chefredakteur der Zeitschrift „du und das Tier“. Er organisierte innerhalb weniger Wochen die nötigen finanziellen Mittel für ein Tierschutztransportfahrzeug Marke VW-Polo in den Farben blau-weiß und mit dem Embleme des Deutschen Tierschutzbundes. Kurz nach der Vereinsgründung erfolgte die Übergabe des nagelneuen PkW`s, dem allerersten Fahrzeug eines ostdeutschen Tierschutzvereins! Weil es in Chemnitz noch keine VW-Spezialwerkstatt gab, erfolgte der Einbau des notwendigen Hundesicherungsgitters in der Stadt Hof in Bayern. Bereits wenig später kam der kleine Kombi erstmals zum Einsatz: in Johanngeorgenstadt wurde ein Boxer-Rüde in einer stillgelegten Fabrikanlage an einem Geländer angekettet ausgesetzt. Die Hilfe rollte aus Chemnitz an! Das Thema Mobilität war geklärt. Nun drückte die Frage der tierschutzgerechten Unterbringung der geborgenen oder aufgenommenen Tiere, denn ein wirkliches Tierheim gab es nicht in Chemnitz …

Und demnächst: 4. (K)ein Platz für Tiere – oder: Die Odyssee geht weiter