Fotowettbewerb – 30 Jahre Tierschutzverein Chemnitz

Liebe Vereinsmitglieder, Helfer und Unterstützer, liebe Tierfreunde,

Feste soll man feiern, wie sie fallen – lautet ein Sprichwort. Das hätten wir auch gern mit euch getan, denn eigentlich haben wir allen Grund dazu! Schließlich erfolgte am 19.06.1990 die offizielle Eintragung des Tierschutzvereins Chemnitz und Umgebung e.V. in das Vereinsregister der Stadt Chemnitz. Das heißt, unser Verein wird 30! Doch ihr wisst, in den letzten Monaten ist vieles anders geworden in diesem Land. Auch für das Vereinsleben, die Vorstandsarbeit und auch den Tierheimbetrieb. An Feste feiern ist derzeit nicht zu denken. Und so müssen wir unser Vereinsjubiläum schweren Herzens auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, denn wer feiert schon gern mit Mundschutz und nach Registrierung auf Teilnehmerlisten … 

Doch so ganz ohne jedes Event wollen wir diesen damals für alle Tierschützer in der Region historischen Tag nicht verstreichen lassen. Endete doch damit ein 65 Jahre dauerndes Verbot freier Tierschutzarbeit!

Getreu unserem Vereinsmotto „Nur gemeinsam retten wir Leben!“ startet der Tierschutzverein hiermit den

Fotowettbewerb: Wenn Tiere sprechen könnten, dann ….  

Gesucht werden eure Schnappschüsse – komisch, putzig oder tiefgründig. Schickt uns einfach alles rund ums Tier per E-Mail oder mit der Post, was euch bewegt, wenn ihr an das Mensch-Tier-Verhältnis denkt. Gern auch mit Begleittext. Eure Einsendungen werden wir in einer Fotogalerie auf dieser Seite veröffentlichen. Und anläßlich des Welttierschutztages am 4. Oktober wird eine Jury eine Prämierung vornehmen. Wir sind gespannt auf eure Bilder!

Der Vorstand


Wenn Tiere sprechen könnten, dann…
Wäre es wohl ziemlich laut auf der Welt. Dann würde man nicht mehr nur in leere und ausgebeutete Gesichter sehen, sondern würde ihre Schmerzen und Ängste auch hören. Vermutlich ist es genau das, was viele Menschen davon abhält, Tiere mehr zu schützen und ihr Leid zu verhindern – Tiere schweigen und sprechen eine Sprache, die die meisten nicht verstehen.
Stellt man sich eine Welt vor, in der verletzte und angefahrene Tiere nach Hilfe schreien könnten, wie viele Autofahrer würden dann unbeeindruckt einfach vorbeifahren? Wie würde man sich verhalten, wenn der misshandelte Nachbarshund tagtäglich schreit und über seine Leiden berichtet? Was würde man tun, wenn die ungewollte Streunerkatze über ihren Alltag berichtet? Würde man weiterhin guten Gewissens ein Glas Milch trinken können, wenn tausende Kälber Tag und Nacht laut nach ihrer Mama schreien? Könnte man weiterhin Millionen Tiere für den eigenen Gaumenschmaus abschlachten, wenn diese dir in die Augen schauen und laut um ihr Leben flehen? Würde man bedenkenlos massenhaft Tiere weiterhin in einen engen Stall pferchen, wenn diese sich immer und immer wieder nach Sonne, Wiese und frischer Luft sehnen? Was würde eine gefangene und bewegungsunfähige Muttersau ihren Nachkommen wohl flüstern, kurz nachdem diese in Dunkelheit, Dreck und Gestank auf die Welt gekommen sind? Wie würden die ungeliebten Versuchstiere ihre Symptome und das Wirken des verabreichten Medikamentes wohl beschreiben, während sie apathisch und zitternd in ihren Käfigen dahinvegetieren? Was würden all die verstoßenen Tiere in den Heimen wohl über ihre Vergangenheit erzählen? Was würden sich die unzähligen Hunde und Katzen zuletzt wünschen, bevor sie im Rahmen von „Feierlichkeiten“ bei lebendigem Leibe verbrannt, erschlagen oder erhängt werden? Was würden sie schreien, während das Leben langsam und unter Qualen aus ihnen weicht? ….
Wenn Tiere sprechen könnten, dann…
Wäre der Mensch ganz schön aufgeschmissen. Tiere hätten wohl wenig gute Worte über und zu verlieren. All das ausgesprochene Leid, wäre für keinen von uns zu ertragen und der sehnlichste Kinderwunsch, einmal mit dem eigenen Haustier reden zu können, würde sich sicherlich schnell als Alptraum herausstellen. Was den Tieren auf dieser Welt angetan wird, ist mit keinem Wort zu beschreiben geschweige denn zu entschuldigen. Wenn man genau hinsieht und zuhört, dann erkennt man ihr Leid und auch wenn sie eine andere Sprache sprechen, kann man sie hören.
Wenn Tiere sprechen könnten, dann…
Würde die Welt laut schreien. Das Leid, die Angst und die Schmerzen sind allgegenwärtig, auch wenn viele sie nicht hören (wollen).