Hundewurst statt Böller!

Ich sitze in meinem Zwinger und schaue durch das Gitter nach draußen. Jetzt, wenige Tage vor Silvester, geht es wieder los – überall knallt und blitzt es. Warum die Menschen sowas machen, verstehe ich echt nicht. Ich schaue in meinen Nachbarzwinger, da sitzt der Fox-Terrier Floh, der für rund 1.000 € operiert werden muss. Der hat auch Angst, genau wie ich. Rund 133 Millionen Euro haben die Deutschen letztes Jahr für Feuerwerk ausgegeben. Was für eine Riesenzahl! Ich versuche mir auszurechnen, wie viele Hundewürste, Katzenfutterschälchen und Heuhäuschen das für meine tierischen Kollegen wären. Ich sehe die Tierpfleger und die ehrenamtlichen Helfer vor meinem Zwinger herumlaufen. Die haben ganz schön viel zu tun und wissen manchmal nicht, woher sie all das Geld für uns nehmen sollen.

Jetzt wird ein neuer Hund gebracht – ein Schäferhund, der sich vor der ganzen Knallerei so erschreckt hat, dass er panisch davongelaufen ist und dann nicht mehr nach Hause fand. Der Arme sitzt jetzt im Zwinger und zittert am ganzen Körper. Hoffentlich holen ihn seine Menschen bald wieder ab.

Stellt euch vor, die Menschen würden weniger Böller zu Silvester kaufen und dafür eine Spende an das Tierheim machen. Da wäre uns Tieren gleich doppelt geholfen – weniger Krach und gute Versorgung. Wäre das nicht eine schöne Welt?

Übrigens – ich heiße Ian und wohne schon seit 2011 im Tierheim. Bisher wollte mich niemand haben, dabei sehne ich mich sehr nach einer Familie. Vielleicht klappt‘s im nächsten Jahr. Ich wünsche es mir!