Leni – die nächsten acht Leben können kommen!

Am 5. März bekamen wir eine Katze gebracht, die plötzlich verletzt auf einem Balkon im zweiten Stock saß. Die Bewohner brachten die Katze zu uns und nach eingehender tierärztlicher Untersuchung stellte sich heraus, dass Leni, wie wir sie letztlich tauften, offenbar vom Dach gestürzt war und sich dabei schwer verletzt hatte. Sie litt unter einem Schädel-Hirn-Trauma, durch das auch ihr Auge unrettbar in Mitleidenschaft gezogen war und ihre Lunge war kollabiert, wodurch sie vorerst nicht operiert werden konnte. Sie war sehr mager und verdreckt, offenbar war sie schon länger auf Wanderschaft und mit ihrem Ausflug völlig überfordert.

Die nächsten zwei Wochen verbrachten wir damit, sie aufzupäppeln und medizinisch zu versorgen, bis ihre Atmung sich stabilisiert hatte und kleiner Körper stabil genug war, um die Narkose zu verkraften, damit wir ihr völlig zerstörtes Auge entfernen konnten. Es war höchste Zeit; das Auge hatte sich in ihrer Genesungszeit verschlechtert und drohte, aufzubrechen.

Am 18. März war es dann so weit. Leni konnte operiert werden. Sie hat die OP gut überstanden und am Folgetag schon wieder mit Appetit gefuttert. Die OP-Wunde verheilt sehr gut und auch wenn sie über ihre Nachbehandlung nicht begeistert ist, nimmt die kleine Patientin diese hin.

Besitzer haben sich leider nicht gefunden. Sicher finden wir dennoch eine schöne Familie für Leni, wenn sie wieder fit ist!

Sogar Radio Chemnitz hat der kleinen Maus einen Besuch abgestattet.