Janoschneueste

Janosch hat seine Hüft – OP überstanden

UPDATE 6.8.2018:

Am vergangenen Freitag musste Janosch zur Hüftoperation antreten. Wir alle waren sehr aufgeregt, denn es war nicht gerade ein einfacher Eingriff, der bevorstand. Janosch hingegen hat von der Aufregug um ihn nichts gemerkt.

Anstandslos ließ er sich einen Venenzugang legen und dann ging es auch schon in Narkose. 4h später, die OP verlief günstig, konnte Janosch wieder zurück ins Tierheim. Bei der OP wurde die Hüfte eröffnet, so dass man direkte Sicht auf das Gelenk hat und dessen Zustand beurteilt werden kann. Der ausgerenkte Oberschenkelkopf wurde wieder in die Hüftpfanne verlagert und es wurde ein Loch quer durch das Gelenk gebohrt und ein spezielles Haltesystem eingebracht, was die Hüfte stabil zusammenhält, bis das umliegende Gewebe sich vollständig erholt und die Haltefunktion zusätzlich sichert. Dieses System verbleibt in der Hüfte. Wäre der Eingriff nicht gelungen (aktuell sieht es gut aus) müsste über eine Totalprothese, also ein neues Hüftgelenk nachgedacht werden (oder gar über eine Amputation). Dies ist nicht nur extrem teuer, auch möchte man bei einem so jungen Hund stets hüftgelenkserhaltend arbeiten, denn nichts ist besser als das, was die Natur geschaffen hat, sofern man mit einer vollständigen Heilung rechnen kann und keine chronischen Langzeitschäden zu erwarten sind.

JanoschnachHüfteJanosch direkt nach seiner Hüft OP in voller Montur- mit Kragen und Verbänden

Mit Halskragen und Verbänden wurde er in die Abendruhe entlassen. Anstatt sich auszuruhen, macht Janosch aber leider nur Unfug. Obwohl er schon eine „Hochsicherheitsbox“ als Krankenstation vorweisen kann, fällt Janosch jede Nacht etwas anderes ein, was er „bearbeiten“ könnte… So hat er die Gunst der Stunde genutzt und die Gitterstäbe seiner Ruhebox zerkaut, was ihm erst mal einer nachmachen muss…

Weil man das natürlich nicht machen sollte, bekam er direkt die Quittung- sein Maul schwoll auf doppelte Breite an und Janosch reagierte mit Fieber.

Also wurde wieder umgebaut und eine stabilere Krankeneinheit für ihn gebastelt. Weil Janosch aber nach so vielen Wochen auch einen richtigen „Boxenkoller“ entwickelt hat, durfte er am Wochenende mal raus aus dem Tierheim und wurde von uns privat zu Hause gepflegt, inclusive Nachtquartier am eigenen Bett. Das fand er klasse und hat sich auch bestens benommen- er kann also sehr wohl! Janosch ist nur in keinster Weise gemacht für langes Alleinsein.

Sein Hinterbein hat Janosch schon am nächsten Tag wieder benutzt, was man als gutes Zeichen deuten kann. Wir wünschen uns ihn schnell in geeignete Hände zu vermitteln, damit Janosch endgültig zur Ruhe kommt und genesen kann.

JanoschnachHüftopimFKKlookJanosch drei Tage nach der OP mal ohne alle Verbände zum durchatmen

UPDATE ENDE

Eigentlich wollten wir von unserem Janosch nur noch gute Nachrichten verbreiten- die nächste sollte lauten : „Janosch ist wieder gesund und konnte in ein himmlisches zu Hause vermittelt werden…“

Daraus wird jetzt leider nichts. Nachdem Janoschs Hüfte nach dem mühevollen Einrenken unter Vollnarkose einen vorbildlichen Heilungsprozess aufwies, war heute plötzlich ein riesiger Rückschlag zu verbuchen.

Als Janosch heute zum Frühstücken aus seiner Krankenbox abgeholt wurde, benutzte er sein Hinterbein nicht mehr. Die erste tierärztliche Untersuchung vor Ort ließ schon eine schlimme Verdachtsdiagnose zu: der Oberschenkelkopf war wieder aus der Hüfte gesprungen. Die anschließende Röntgenuntersuchung bestätigte das Unheil.

Nun muss Janosch zur OP. Dabei wird chirurgisch der Oberschenkelkopf wieder in die Hüftpfanne zurück verlagert und anschließend wird eine Gelenkstraffung vorgenommen. Dieser teure Eingriff kann bestenfalls Janoschs Gelenk erhalten und dabei die volle Funktion gewährleisten. Sollte das Ergebnis widererwartend  kein zufriedenstellendes Ergebnis liefern, muss über ein künstliches Hüftgelenk nachgedacht werden. Alternativ könnte der Oberschenkelkopf entfernt werden oder das Bein amputiert. Beide Varianten möchten wir einem Jungen und sehr großen Hund nicht zumuten, wenn es nicht unbeding nötig ist.

Also heißt es nun Daumen drücken, dass die OP gut verläuft und Janosch schnell wieder auf die Beine kommt.

Bereits nach Bekanntwerden von Janoschs Geschichte haben viele Menschen uns mit Spenden unterstützt, wodurch wir alle bisherigen Behandlungskosten bezahlen und einen kleinen Puffer zurücklegen konnten. Mit einem so teuren Rückschlag hatten wir allerdings nicht gerechnet. Wer uns auch weiterhin unterstützen und SPENDEN möchte, kann dies via Überweisung oder direkt vor Ort im Tierheim.


Spendenkonto

Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V.
Sparkasse Chemnitz
IBAN: DE37870500003525001095
BIC: CHEKDE81XXX
Verwendungszweck: Spende – Ihr Name und Adresse

oder

https://tierschutz-chemnitz.de/helfen-spenden/spenden/

Auch eine Tierpatenschaft für Janosch wäre möglich.

 

Interessenten mit ernsthaftem Interesse Janosch zu übernehmen, sind Krankenbesuche natürlich gestattet. Janosch ist ein herzensguter, menschenbezogener Kumpel, leider ist er ein absolutes Energiebündel mit riesigen Hummeln im Hintern. Wer Janosch ein neues zu Hause bieten will, sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Zeit: Janosch möchte gerne bei seinen Menschen sein, alleine bleiben kennt er noch nicht und macht Blödsinn
  • körperliche Fitness: Janosch ist jung, groß und energiegeladen, die Leinenführigkeit ist aber selbst mit Gipsbein noch dringend verbesserungswürdig, kräftemäßig muss man ihm gewachsen sein
  • Grundstück: Janosch braucht Platz, ein großer, ausreichend hoch umzäunter Garten wäre ideal
  • keine Katzen und frei laufende Heimtiere zu Hause, die wecken Janoschs Jagdtrieb
  • bei Artgenossen entscheidet Sympathie, grundsätzlich kennt Janosch fremde Hunde und kommt gut mit den meisten klar
  • Menschen: liebt Janosch!
  • Autofahren: auch!

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