Rocky

Hallo Chemnitz, hier schreibt euer alter Rocker Rocky!

Nun lebe ich seit einem Monat in Leipzig und wollte euch mal so berichten. Zuerst einmal: Mir geht es wunderbar. Wir spazieren  drei Mal am Tag an der frischen Luft, mindestens einmal geht es in den großen Park. Da darf ich immer frei laufen! Ich dackel brav meiner Mutti hinterher und alle im Viertel sind schon Rocky-Fans. Ist ja auch logisch. Ich kann auch noch flitzen wie ein junger Hüpfer!

Mit meiner Hundemitbewohnerin klappt alles prima. Früh und abends abschnüffeln, ansonsten stilles Einverständnis. 

Klar, am Anfang wollte ich natürlich schon mal schauen, ob die neuen Menschen ihr strenges Regiment auch durchziehen. Frauchen nennt mich manchmal liebevoll ihren „kleinen Alleinherrscher“ oder „Fürst von Meckernich“. Manchmal versuche ich noch, ganz „zufällig“ in den falschen Korb zu klettern und um diesen Platz zu diskutieren. Diese Zweibeiner knicken aber einfach nicht ein! Generell habe ich „Rocky, auf dein‘ Platz!“ in der ersten Woche bestimmt 100.000 Mal gehört. Aber ich trolle mich immer brav. Dort ist es ja auch verdammt gemütlich.

Für mein Futter muss ich immer ganz ruhig warten. Und Leute, ich bin ein schlauer Dackel, das habe ich schon am zweiten Tag kapiert gehabt. Ich lerne auch gerade, Leckerchen nicht mitsamt der Hand zu verspeisen. Ich habe sogar noch gelernt, Pfötchen zu geben.

Könnt ihr euch noch an meine Angewohnheit erinnern, ständig meine Decke zu beißen und zu rammeln? Damit habe ich nach nicht mal einer Woche komplett aufgehört. Ich fühle mich also dackelwohl.

Der Maulkorb wird nur noch beim Arzt rausgeholt oder wenn sich eine hartnäckige Klette in meinem flaumigen Dackelfell verfangen hat. Herrchen und Frauchen dürfen mich auch immer die Treppen hoch und runtertragen. Hättet ihr das gedacht? Ich lass mir die Pfoten und den Bauch abwaschen und ich liebe es, gekrault zu werden. Da schmeiß ich mich theatralisch auf den Rücken und brumme vor mich hin.

Tagsüber habe ich mein Kissen im Wohnzimmer und nachts darf ich in meinem super weichen Körbchen neben dem Bett schlafen. Frauchen sagt, sie weiß schon garnicht mehr, wie sie ohne mein engelsgleiches Grunzen schlafen soll.

Am liebsten aber habe ich Ausflüge in den Wald. Da bin ich kaum zu halten. Und nach dieser Anstrengung schnarch ich laut die ganze Wohnung zusammen.

Auch wenn ich ein paar gesundheitliche Baustellen habe, ist mir das eigentlich ziemlich egal. Meine Menschen sagen, egal wie alt ich bin und wie lange es mich noch gibt, es war die beste Entscheidung, mich zu sich zu holen. Na gut, ICH hätte das denen schon viel früher sagen können! Und solange ich fressen, schnüffeln, rumdackeln und Kraulungen bekommen darf, bin ich ein sehr glücklicher Opi.